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Sonntag, 7. Juli 2013

Von der (nur) Duldung zur Gleich-Wertigkeit

Nachtrag vom 16.02.2014, den *ich diesem Beitrag nun voran stelle, weil es eine wunderbare Bestätigung*meiner Sätze hier ist, von einem anerkannt Grossen. 

In der heutigen Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, im Feuilleton, Seite 37, lese *ich einen Artikel von Stefan Niggemeier, mit der Überschrift:
Das Ende der Toleranz.
Darin zitiert der Autor einen Satz von Johann Wolfgang Goethe, aus den "Maximen und Reflexionen", mit dem Wortlaut: Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heisst beleidigen. 
Warum las *ich das nicht vor dem Schreiben dieses Beitrags, dann hätte *ich das Schreiben gespart. Aber gut, lesen Sie selbst.

Ab hier der ursprüngliche Beitrag vom 07.07.2013.

Keine Ahnung, aber *ich weiss wirklich nicht, worauf meine Idee der völligen Aufgabe jeglicher Toleranz herkommt?; *ich bin völlig überfragt, habe so viel gelesen und studiert und wandere darin herum, inzwischen ohne bewusste Namensnennung oder auch Namens-Gebung, also kann *ich wirklich nicht mehr genau identifizieren, ob dieser Gedanke, dieser Satz da, jene Vorstellung hier, vielleicht über Sartre zu mir gelangt ist, oder aus Foucault heraus zu *mir gekommen ist, oder auch von Moses, Jesus, ... Halt!, die ganzen Griechen, Chinesen und Römer habe *ich beinahe vergessen und Alle, welche DaZwischen alle noch so waren; wen möchte *ich denn da auf keine Fall unerwähnt lassen, Molière vielleicht, Galilei, Beethoven, Lavoisier, Euler, Queneau, Schwitters?, ach, *ich weiss es wirklich nicht, irgendwo her auf jeden Fall, kommt die Idee und der Wunsch, in einem weiteren Schritt der Selbst-Entwicklung auf diese - Verzeihung - Scheiss Toleranz zu pfeiffen, so wie *ich das gerade tue.

Vorwegg ein kleiner ExKurs in die sprachliche Herkunft (Etymologie) der Duldung:

Aus dem Herkunfts-Duden, 2. Aufl. 1997.

dulden:
Das Verb (mhd., ahd. 'dulten') ist eine südwestdt. Neubildung des 8. Jh.s zu dem Verbalabstraktum ahd. '[gi]dult', das seinerseits zu dem im Dt. untergegangenen gleichbed. gemeingermanischen Verb mhd. 'doln', ahd. 'dolên', got. 'pulan', engl. 'to thole' gehört. Dies ist verwandt mit lat. 'tolerare' = "[er]tragen", griech. 'tlênai' = "ertragen", griech. 'télos' = Auferlegung; Zahlung, Steuer und auch Ziel, Grenze" (Ursprung von "Zoll") und geht auf die IndoEuropäische Wurzel '*tel[ə]-' = "aufheben, wägen, tragen; dulden" zurück.
Das Verb 'dulden' wurde zunächst im christlichen Sinne von "Leid auf sich nehmen, Schweres ertragen" gebraucht, wofür heute 'erdulden' gebräuchlicher ist, dann auch in den Bedeutungen "ohne Widerspruch zulassen, nachsichtig gelten lassen".

Soweit der Duden.

Mir geht das auf die Nerven.
Macht mich ganz Nervös: ertragen zu müssen. Dulden zu müssen, was so um mich herum passiert, genauso auch, was so in mir passiert, all das habe ich bisher ertragen. Ertragen müssen. Eine Geduld habe ich dafür aufgebracht, die so gross war, dass ich bei soviel Duldung fast zusammengebrochen bin, weil das AllEs und All-Es zuviel war, mich und auch noch all das Drummherum tragen zu müssen, aufheben zu wollen, all dieses abzuwägen, was so ist. Sie denken jetzt vielleicht: "Jetzt haben Sie-s ich mal nicht so, das ist doch normal, ich tue es ja auch und brech dabei nicht gleich zusammen. Und schicken vielleicht noch ein leicht verächtliches 'Schwächling' hinterher".
Mag ja sein, aber ...
Ist ja klar, dass darauf ein aber folgt, schliesslich ist das aber immer das Salz in jeder Suppe, das Seil, an dem Jed-Es hängt und zur anderen Seite des jeweiligen Extrems zieht und daran erinnert, dass es auch noch das jeweils Ander-Es gibt. Ein-Es ist, aber ...

Was (Sie und Er ist Was) hat das Recht oder auch die Verpflichtung mich zu [er]dulden?
Was duldet Oliver-August Lützemich? Was erträgt mich, was hebt mich auf, wägt mich, um mich dann (nur) zu tolerieren?
Ist geduldet zu werden nicht eigentlich un-erträglich?
Werden Sie gerne geduldet? Hätte ich vielleicht zwischen gerne und gedultet noch ein "nur" einfügen können?

DaZwischen geschoben: Dies ist mein Ernst, *ich mache damit keine Scherze, dazu ist *mir diese Klarstellung zu wichtig, auch wenn *ich manches mit einem Lächeln schreibe.

Mich zu ertragen fällt mir zunehmend schwerer, Sie da DrAussen alle zu ertragen, ist mir mehr und mehr unerträglich.

Das Dulden ist eine Forderung, gerichtet (womöglich aus den Weiten der Aussen- und den Tiefen der Innen-Wahrnehmung, des reiferen Bewusst-seins) an die UnKenntnis (Misstrauen), an die Zugehörigkeit[en] (angefangen von der Klein-Familie, über die "Heimat", die Sprach-Gemeinschaft, bis hin zur "MitGliedschaft" im DaSein) und an die Gewohnheiten (Tradition, Kultur) und all diese und ähnliche GefühlsMischungen, die das Andere-Es und (all)das Fremd-Es als Bedrohung empfinden und zur Angst, und daraus zur Ablehnung und Abwehr anstacheln.

Und das intimste ist und das vielleicht am wenigsten eingestandene, dass diese Fremdheit auch nach Innen gerichtet ist, also in das persönliche je einzelne Selbst hinein, Selbst-Fremdheit und Selbst-Befremdung, und also auch ablehnende Re-Aktionen vom Selbst im Selbst, sind üblich, fast normal; Selbst-Verständlich, wie Alles andere auch, in einer breiten Spanne, von kaum merklich, bis hin zur Selbst-Tötung oder auch zur langsamen Selbst-Vernichtung.

Toleranz ist eine Forderung der Mässigung dieser natürlichen Gefühls-Mischung.
Toleranz ist eine AufForderung zur Mässigung der "über"heblichkeit der Selbst-losigkeit (zu diesem Wort und Thema habe ich Heute auch einen kleinen Beitrag im Verantworten-Blog eingestellt: "Selbst-Losigkeit"), also der Fremd-Es gefährdenden oder ignorierenden persönlichen Enge.

Toleranz ist eine Nötigung der natürlichen Uneinsichtigkeit und Engstirnigkeit, Toleranz kann nur eine Zwischen-Phase sein, ein Durchgangsbereich.

Und die nächste Entwicklungs-Stufe oder gar das Ziel nach der blossen Tolerierung ist NICHT die Akzeptanz, wie viel-Es meinen und auch schreiben.

Dazu ebenso ein Auszug aus dem Herkunfts-Duden.

akzeptieren = "annehmen, billigen":
Das Verb wurde im 15. Jh. aus gleichbed. lat. 'ac-ceptare' entlehnt, einer Intensivbildung zu gleichbedeutend lat. 'ac-cipere' (einer Präfix-Verbindung zum lat. Verb 'capere' = "nehmen, fassen, [be]greifen"; dem Ursprung von "kapieren").
Dazu: 'akzeptabel' = "annehmbar".

Soweit der Duden.

Ich sehe darin keinen Fortschritt, aus der Toleranz die Akzeptanz zu entwickeln. Also aus der Erträglichkeit, die Annehmbarkeit, aus der Duldung, die Billigung.
Nein.

Werden Sie gerne gedultet oder gebilligt? Oder tun Sie das sogar Selbst, mit allen anderes Selbst auch? Viele tun das; Sie billigen und dulden das Selbst und ebenso Alle anderes Selbst, etwas anderes haben Sie nicht gelernt. Ist also soweit ganz natürlich.

Aber muss das so bleiben?

Die Duldung, das ertragen, die Billigung und das annehmen kommen ebenso, wie die Un-Duldsamkeit, die Un-Erträglichkeit, die Un-Annehmlichkeit und die Billigkeit, aus einer mehr oder weniger Fremdheit im und am DaSein.

Die Forderung nach Toleranz und Akzeptanz ist wohlgemeinter und wohlbegründeter Ruf und Druck zur Friedlichkeit und Freundlichkeit im Mit-Einander, aber keinerlei Weiter-Entwicklung in der wechselseitigen Ent-Fremdung, im Streben nach allgemeiner Gleich-Wertigkeit und der Einbettung, der geborgenen Einbettung Allen ErLebens im DaSein.

Ich möchte weder toleriert noch akzeptiert werden, darauf lege *ich keinerlei Wert, weil das wiederum nur ein engherziges und mehr oder weniger dummes Zugeständnis eines Gleich-wertigen Lebewesen an ein anderes Gleich-wertiges Lebewesen ist.

Darauf scheiss *ich!

Was (Sie + Er + als was ein-Es auch immer daSein möchte = Was) hat die Anmassung *mir etwas zuzugestehen oder einzuräumen, zuzubilligen, oder was auch immer, was Es, genauso wie ich, geschenkt bekam und wofür Es, genauso wenig wie ich, ein Zeugnis erhielt, oder eine Wahl hatte? Kein-Es!
Dass das klar ist.

Und jetzt denken Sie bloss nicht, *mir fehlte das Verständnis für diese Handlungsarten, also sowohl für die Ablehnung alles BeFremdlichen, aller Verschiedenheit, als auch für die Ein- oder Aus-Forderung von Duldung und Billigung all der vielfältigen BeFremdungen.
Mir fehlt nicht einmal der Zugang zum Hass und zur grobschlächtigen Mordlust, die aus dieser GefühlsMischung bereits Millionenfach erregt worden ist und ebenso viele "Fremde[s]" bereits getötet hat.
Nein, dieser Zugang in *mir ist noch offen. Ich nutze es nur nicht mehr.

Ich dulde Niemand-Es und Kein-Es mehr.
Und ich akzeptiere und billige Nichts und Alles.



Ein Gedicht:


Ich toleriere Sie Alle nicht.

Und ich akzeptiere Sie Alle nicht.
Sie sind mir Alle gänzlich Gleich.
Und Sie sind mir Alle Gleichgültig.
Wissen Sie wie schwer das wiegt,
dass Sie mir so viel gelten, wie ich?
Denn ich gelte mir sehr Viel, fast Alles,
Ausser Ihnen Selbst-Verständlich, Sie
gelten mir Alle, so Viel, wie ich Selbst.
Denn Sie sind mir Alle GleichGültig.
Und das wiegt sehr sehr Viel, weil
ich für mich sehr sehr Viel gelte,
fast Alles, Ausser Ihnen Selbst.
Denn Sie würden einen Fehler tun,
würden Sie das GleichGültig mit
"wurscht" verwechseln, denn das
sind Sie mir nun ganz und gar nicht.
Sie sind Alle so wichtig, wie ich bin,
Sie sind mir Alle GleichWichtig,
so wichtig, wie mir das Selbst ist
und das ist mir sehr sehr wichtig!
Sie sind mir Alle GleichWertig
und das ist enorm Viel wert, weil
Sie Alle und ich Einzigartig sind und
ebenso Einmalig sind, wie ich; nur
für ein mal sind Wir Alle so und Da.
Das ist Uns Allen Gleich, deshalb
dulde und akzeptiere ich Sie Alle
einfach nicht, das ist mir zu wenig.

Verdammt noch mal!! Ich bin nur ein winziges kleines LebeWesen im DaSein, aber (Sie wissen inZwischen was das für mich bedeutet) ich bestehe auf meiner kleinen winzigen Eindeutigkeit und Verschiedenheit hier und es steht mir nicht zu, diese winzige kleine Bedeutsamkeit und Verschiedenheit, die JEDES ErLeben hier hat und ist, auch nur in den kleinsten ZWEIFEL zu ziehen oder gar abschätzig oder auch aggressiv herabzuwürdigen.

Verstehen SIE mich!
.
Wir Alle Hier, aus der nicht allzu grossen Ferne fotografiert.
.
Scheiss auf das Recht und seine Einschränkungen, auch wenn Es bis Heute noch der Willkür Einhalt gebietet, aber auch das muss endlich ein Ende habe: die Willkür.
Dieses Entsetzen, das das Selbst-lose DaSein in seiner Bedeutungslosigkeit verbreitet

Aber das ist wieder ein anderer Beitrag.
Zum Thema Willkür und Recht.

Sie sind Bedeutend und Anders, JEDES EINZELN-ES von Ihnen, *ich auch.
Sie, als ein Oliver-August Lützenmir vollkommen Gleich-Wertig-Es, (nur) zu tolerieren oder gar (bloss) zu billigen, ist eine Unverschämtheit, eine Frechheit, oder wäre eine, weil engstirnige, Selbst-losigkeit. 

Verzeihen Sie *mir bitte den Entdecker-Furor und den Abdrift ins Skatologische: 'scheissen' bedeutet übrigens vom WortUrsprung her nur "ausscheiden".
Also lassen Sie uns doch bitte gemeinsam die blosse Tolerierung und Akzeptierung von Einander ausscheiden.

Seien Wir gemeinsam und als Gleiche (und *ich wiederhole gerne, dass das Gleiche immer Verschiedenheit ist --> vom Selben und vom Selbst. Das Selbst ist jeweils einzig, nur ein mal existent: Oliver-August Lützenich gibt es nur ein einziges mal, Sie ebenfalls; auch darin sind Wir Gleich!) hier zuHause in diesem kleinen winzigen ErLebens-Ort, genannt von Uns: Erde.
RaumZeit wird's.

Wegg mit Toleranz, Duldung, Akzeptanz und Billigung!
Hin zum voll-gültigen, weil voll gleich-wertigen DaSein,
als ... Was auch immer Wir wünschen, in Friedlichkeit!
Dass *ich das wünsche, daran besteht keinerlei Zweifel.

Scheisse, jetzt muss ich aber Schluss machen!
Danke.

Donnerstag, 11. April 2013

Vertrauen Sie dem Glauben?

Dies wird eine kleine (winzige!) Sprach-Kritik.
(Den erweiterten Beitrag zur "Erziehung" finden Sie im Verantworten-Blog)
Die wenigsten Menschen blenden bei dem Begriff Kritik ein, dass darin auch alles vorteilhafte und lobenswerte enthalten ist, die meisten Menschen füllen in den Begriff "Kritik" fast nur das Donnerwetter, die Beschämung und die Peinlichkeit. Wir gleiten bei aller Einschätzung und fast jedem Urteil welches eingeholt oder auch nur so daherkommt, fast nur in Superlative der Abwertung hinab. Nur wenige Menschen füllen (fühlen?) in ein Spiegelbild kein Zerrbild ein, sondern einfach nur das, was ist.
Das Zerrbild der Wirklichkeit ist Uns noch Normalität bei der Beurteilung des DaSein.

Das ist doch aber vollkommen verständlich, denn, woher sollten Wir es denn besser wissen, hat Uns doch niemand beigebracht, die Tatsachen so zu bewerten, wie sie sind. Wie könnten Wir das denn auch! Wir Selbst sind doch Tatsachen, wir Selbst stehen doch mittendrinn, sind doch mit allem auch irgendwie verbunden, also wie sollten Wir klar und deutlich und sogar unabhängig, quasi von Ausserhalb oder zumindest aus einiger Entfernung Anderes, ja, gar Uns Selbst beurteilen und das auch noch stimmig, passend, eindeutig? Im Vergleich mit Was? Denn Beurteilung braucht doch auch den Vergleich, das ist zwingende Voraussetzung für alle Urteile: der Ver-/AbGleich mit etwas VerGleichbarem, zumindest Anderem.

Da taucht Etwas auf, plopp!, so aus dem "Nichts" und Eines wird aufgefordert dieses Etwas zu beurteilen. Na los, drückt ein Instinkt, eine "Berufung" auf die Tube!: Bewerte das! Was ist das? Und nu? Was jetzt? Mensch schaut herum, um das Etwas, das da aufgetaucht ist, so plötzlich, und sucht nach VerGleichsEtwas, weil so ohne etwas Anderes, wie soll Eines da Etwas einschätzen. Na, nur in der Wirkung auf Es Selbst, also zum Beispiel so: das Etwas, das da so einfach aufgeploppt ist, ist a-/symmetrisch geformt, ist weich/hart, spitz/rundlich, ist ein-/vielfarbig, in kräftigen/matten Farben und es tut ein-Es nicht weh, oder tut es das? Vielleicht ist Etwas auch schön, weil Etwas ein-Es zärtlich berührt?

Braucht das Gefühl einen Vergleich, oder kommt das Gefühl ohne Einen aus?

Ach wissen Sie, das geht alles schon wieder zu weit! 
Bleib *ich doch einfach mal ganz nah.

Vor ein paar Jahren habe *ich angefangen, das Sprache, das *mir eingeflösst wurde, weil *ich darin nun mal hineingeboren wurde, ein wenig auf Abstand zu drücken, das Sprache als Etwas zu fühlen, als Etwas, das da ist und auch nützlich ist, aber nicht notwendig, nicht über- oder auch unterlebenswichtig, sondern als Werkzeug, als "seltsame" Beigabe des irdischen DaSeins.
Das Sprache bestimmte mich.

Das deutsche Sprache floss so in *mir herum und wollte alles, was *ich bin betasten, ja, mehr noch, wollte in Alles hinein, wollte es quasi Sein.
Nein! Das geht nicht!

Nicht bevor *ich genau weiss und vor allem erfühlt habe, was das ist: Sprache?

Also, erst mal etwas weggdrücken und genauer hin[ein]spüren. Mit Vorsicht und Einsicht, mit Hilfe durch die Erfahrungen darin und damit; es ist ja ein seltsames Ding, dass das Sprache so frech und intensiv ist, dass die Bewertung des Sprache, des Sprache Selbst bedarf.
Erst mal.

Und von diesem "Erst mal" kündet mein nun folgender Beitrag.
Das Sprache ist schon mal ein wenig auf Abstand geschoben worden, aber nur ein wenig, gerade so viel, dass wenigstens schon ein paar Lücken und Grenzbereiche erspürbar sind, aber nur wenige.
.
Ein Laden für Anhänger des "tiefen" Glaubens,
an der Skalitzer Strasse, kurz vor dem
Schlesischen Tor, in B-Kreuzberg.
Aber ist ja klar zu erkennen.
.
Vorab ein VerzweiflungsGedicht:
»Ich möchte so gerne vertrauen.
Alle reden vom Vertrauen.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Zu viel Kontrolle, zu wenig Vertrauen.
Also lasst uns Uns Vertrauen.
Wie geht das zu Vertrauen?«

Und darauf begann die "Sprach-Arbeit":

Bei all dem nun Folgenden ist selbstverständlich in erster Linie wichtig, was Sie und auch *ich, in die SprachHüllen auf denen "Vertrauen" oder "Glauben" steht, eingefüllt haben. 
Was die Sprach-Handwerker des Duden Verlags darin einfüllen, ist es erst in zweiter Hinsicht. Aber es ist in jedem Fall, jedenfalls für m*ich, eine Hilfestellung zur Selbst-Erforschung der Inhalte, die so in auch m*ich eingefüllt wurden.
Also, los gehts:

Was steht im Herkunfts-Duden zu: TRAUEN,

das gemeingerm. Verb ahd. 'trû[w]ên' mhd. 'trûwen' engl. 'to trow', gehört im Sinne von "fest werden" zu der unter 'treu' behandelten Wortgruppe.

{zu 'treu' steht im Duden: stark, fest wie ein Baum {?}, auch im Sinne von: zuverlässig, ehrlich, wahr, richtig, echt, sicher}

Aus dem ursprünglichen Wortgebrauch im Sinne von: "glauben, hoffen, zutrauen", entwickelte sich die Bedeutung: "Vertrauen schenken"

{also ist Vertrauen umsonst, einfach so, für nix, geschenkt?}

und aus reflexivem "sich vertrauen" die Bedeutung "wagen".

Soweit der Herkunfts-Duden.

Aber jetzt kommts dicke! Puhh!

Ein Auszug aus dem Bedeutungs-Duden: Vertrauen, das;

die sichere Erwartung

{zur Erwartung: Dazu ein Auszug aus dem Herkunfts-Duden: 'warten': Das altgerm. Verb ... "ausschauen, aufpassen, erwarten" ... ist von dem unter 'Warte' behandelten Substantiv abgeleitet. Es bedeutet also eigentlich "Ausschau halten". Heute ist es auf die Bedeutung "kommendem entgegen sehen" eingeschränkt. ... 'erwarten' "auf jemanden, etwas warten, einer Sache entgegensehen, für wahrscheinlich halten; erhoffen, sich versprechen".}
...
{ich möchte schreien! Etwas schlimmeres könnte da gar nicht stehen. Ausgerechnet diese Handlungsweise aller Un-Tätigen, Beschämten, aller Un-Schuldigen, des Duckmäusertums, aller Verunsicherten, welche Alle verängstigt in Erwartung verharren, Oliver-August Lützemich eingeschlossen. Aber es kommt noch schlimmer. Weiter im Text:}

, fester Glauben

{Hilfe! Oh Jammer! Was ist einer der Unterschiede von Wissen und Glauben? Wissen braucht wiederholbare, nachvollziehbare Beweise, Glauben kommt "fast" ohne aus (Dazu möchte *ich einfügen, dass *ich sehr wohl weiss (!), dass erstmal ALLES purer GLAUBE ist, dass also alles Wissen erst mal aus dem Glauben extrahiert werden muss. Es ist wahrscheinlich so, dass sogar ALLES im GLAUBEN bleibt, dass "nur" Jen-Es und Dieses, das geprüft und eingeordnet und bewertet wurde, eine andere Färbung erhält, somit als "Wissen" gekennzeichnet wird, aber letztlich im GLAUBEN verbleibt, bis ... . Ja, wenn *ich das wüsste!). Und dann auch noch »fest«, also die eher steinerne Wahrscheinlichkeit}

daran, das man sich

{man sich? wer-s ich? wie-s ich? Reflexiv?, in-s ich, mit-s ich, -s ich?}

auf jemanden/etwas verlassen kann

{sich verlassen kann?, auf jemanden oder etwas?, ... geschenkt? Wie schnell ist ein-Es [ich] verlassen, Welches [ich] etwas umsonst kann?}

; sein Vertrauen zu seinen Freunden

{seinen Freunden? Seinen? Besitzanzeigendes Fürwort. Für nix?}

ist unbegrenzt.

{Ach!? Unbegrenzt? Grenzenloses Vertrauen, also? Da jedes Selbst in Grenzen (Haut) ist, ist die Frage doch: Ist Mensch noch/schon Selbst, ist da überhaupt ein-Es in der fast Grenzenlosigkeit des DaSein, ist da überhaupt IrgendEtwas, so ohne Grenzen, oder gilt es einfach die Sprache, deren Partikel, die Worte und deren Bedeutung an- und vor allem ernst-zu-nehmen?
Liebe Duden-Redaktion, wollt Ihr aufklären oder nur Unsinn nachplappern?}

und so weiter ...

Vertrauen ist also meist die sichere Erwartung, ->durch starren Glauben kostenlos unbegrenzte Freunde in-s ich besitzen zu können<-.
Kostenlos bekommt ein-Es eben nur unbegrenzte Freunde, also gar keine, ist doch so.

Freunde mit Haut und Haaren kosten immer etwas. Ein wenig Aufmerksamkeit vielleicht, ein bisschen Interesse und sorgende Begleitung, ab und zu auch tätige Hilfe, Mit-Hilfe, manchmal eine Mass und eine Brezn; aber die Guten Freunde zahlen das auch stets wieder heim, aber niemals unbegrenzt und einen Kuss gibt es oft noch obendrauf.

Liebe Duden-Redaktion, wie wärs damit:

Vertrauen ist ein Gefühl (ein Zustand), in jedem Lebewesen, das Sicherheit vermittelt, Wärme durch Nähe spendet, das Zuneigung und Hinwendung stärkt, und das tut es durch positive (in Mássen, also in kleiner Dosierung, auch schmerzhafte) persönliche, aber auch familiäre Erlebnisse und Erfahrungen, somit ist das Vertrauen eine der wichtigsten Quellen für den grossen Lebensbeweger und -erneuerer, den MUT. Denn Mut braucht Vertrauen, sonst Übermut, und wie Wir alle wissen, der tut selten gut, eigentlich nie, er tut nur manchmal weniger weh.

Vertrauen ist dabei weder umsonst, noch ohne Beweise zu fühlen. Anders als das Glauben. Das stärkt bestenfalls den Übermut. Und "Grenzenlos" ist eine der dümmsten Wortschöpfungen in den Sprachen, denn: Alles - aber Auch wirklich Alles im ErLeben - ist beGrenzt, es gilt:
ErLeben = BeGrenzt oder auch:
DaSein = inHautSein, und somit: Grenzenlos = ErLeb[nis]los.
Wenn also ein-Es, Selbst im Überschwang, davon spricht, ein-Es ander-Es "grenzenlos" zu vertrauen, dann ist dieses ein-Es entweder als Selbst quasi "nicht" vorhanden oder es lügt. Meistens gilt Beides.

Aber Jetzt zum ALLES, also dem ...

Aus dem Herkunfts-Duden: Glauben,

das Wort geht zurück auf IndoEuropäisch "galaubjan", was soviel heisst wie: 'für lieb halten, gutheissen', das zu der weit verzweigten Wortgruppe von 'lieb' gehört. Schon bei den Germanen bezog sich 'glauben' auf das freundschaftliche Vertrauen eines Menschen zur Gottheit.

{falsch! Für die Germanen waren die Götter die Schöpfer und Herren des Menschen und der Umwelt, das Verhältnis war ein um Freundlichkeit flehendes, bestenfalls bittendes, aber auf gar keinen Fall ein freundschaftliches , oder gar vertrautes.}

Nach der Christianisierung drückte es dann wie lat. 'credere' und griech. 'pisteúein' das religiöse Verhalten des Menschen zum Christengott aus.
Abgeschwächt wird "Glauben" im Sinne von "für wahr halten", sowie "annehmen, vermuten" gebraucht.

{was sollten Wir Menschen auch anderes tun, mit übergeordneten Wesen, die weder sicht- noch hörbar, allenfalls manchmal spürbar waren, die so schnell vernichten konnten, wie sie ein-Es schufen, ohne das ein-Es darin Einblick hatte Wieso?; da konnte ein-Es nur für lieb halten und bestenfalls annehmen, was so geboten wurde.}

zu "lieb", aus dem Herkunfts-Duden: lieb,

das gemeingerm. Adjektiv mhd. 'liep', ahd. 'liob', got. 'liufs' geht mit verwandten Wörtern in anderen IndoEurop. Sprachen auf die Wurzel '*leubh', "lieb, gern haben, mögen, begehren", zurück, vgl. z.B. lat. 'libere' "belieben, gefällig sein", oder auch lat. 'libido' "Begierde". Aus dem germanischen Sprachbereich zählen noch dazu: "loben, erlauben", sowie "glauben", die im Ablaut zu dem gemeingerm. Adjektiv stehen.

Soweit der Herkunfts-Duden.

Nun der Bedeutungs-Duden zum: Glaube[n],

gefühlsmässige, nicht von Beweisen abhängige Gewissheit, Überzeugung von etwas, was man für wahr hält: ein blinder, [felsen]fester, starker, unerschütterlicher Glaube.

Ende der Auszüge.

Zum auf der Zunge zergehen lassen: "... ein blinder felsenfester, starker, unerschütterlicher Glaube". So formuliert der Duden den Glauben. Wieviel davon ist wohl in den vergangenen Jahrhunderten in das "deutsche" DaSein eingegangen. Anders gefragt, wieviel von dem Bedeutungsinhalt und -hintergrund ist in den Preussischen Drill und damit auch in das Dritte Reich eingeflossen?

Felsenfest und Unerschütterlich, Unerbittlich und Heilig, bei diesen Wörtern höre *ich im Innenohr den Stechschritt und die Herren Hitler und Goebbels (um Hilfe?) schreien.
Deutschland war wahrscheinlich (?) eine Glaubensgemeinschaft im steinernen Starrkrampf mit hysterischen, vernichtenden Ausbrüchen, vor allem nach Osten und nach Oben (Bewusst-Sein, Verstand?). Etwas sehr verkürzt, *ich gebe es zu.

Wie weit reicht das Sprache, deren Wurzeln und der junge Stamm, noch bis in das Heute, wie weit werden Wir heutigen "deutschen" Menschen von das deutschen Sprache und deren Hintergrund und Erfahrungen bis Heute erzogen (geprägt)?
Da gibt es noch einiges zu erforschen und zu entdecken.

Glücklicherweise ist zu beobachten, dass der Glaube in der aktuellen deutschen / europäischen Gesellschaft stetig an Unerschütterlichkeit und felsenhafter Starre verliert und auch wir "deutschen" Menschen in Mehrheit immer mehr Beweise fordern und Offenheit und Klarheit wünschen.

Die Richtung stimmt, aber *ich bleibe dabei, noch ist die Gegenwart ziemlich widerwärtig.

Am Rande: Tertullian (gelebt vor etwa 1800 SonnenUmkreisungen):
"credo quia absurdum" in dt. also etwa: "ich glaube, weil es unsinnig ist". Glaube ist also eine Unverständlichkeit, da "glaube" *ich doch, es ist besser zu wissen.

Da fällt *mir ein Gedicht ein, das *ich bereits vor zwanzig Jahren zum Thema Glauben schrieb, quasi eine JugendSünde, als *ich noch im vollen Glauben war.
Ich habe es hervorgekramt, hier ist es:

?

Oh, Ihr himmlischen Kräfte! Warum?
Oh, Ihr göttlichen Gewalten! Weshalb?
Warum wird es uns so leicht gemacht, die Fatze zu beschauen?
Oh Schöpfer!?
Warum schützt du uns nicht davor zu Neiden, zu Zerstören,
zu Verdrängen, zu Unterdrücken?
Rassenwahn! Fremdenhass! gekippte Seen! gefärbte Flüsse!
Wälder??
Warum fällt das Böse uns so leicht?
Weshalb erlaubst Du nur so wenigen sich zu erinnern,
daraus zu lernen; das andere zu verstehen,
zu tolerieren; die Aufgeschlossenheit?
Warum steht Profit vor Achtung ?
Weshalb Omertá vor Toleranz ?
Wieso Nazi vor Nächstenliebe ?
Wofür Zerstörung, statt Schutz des Schwächeren ?
Warum tut uns das Schlechte nicht weh ?
Gott!!! Wer / Was bist Du!?
Fällt der Apfel nicht weit vom Stamm ?

Ende Gedicht.

Harte Nüsse, das ALLES.
Wo Wir doch Alle in einem See aus Worten erLeben, wie Wir auch Alle in einer Wolke aus Gas erLeben, ohne die eine Sprache ja gar nicht möglich wäre. Ohne die schwingenden Gas-Partikelchen, die sanft (meist) unsere Ohren benetzen, oder im Besten Fall die Bildschirme zieren. Sprache braucht Gas, um da zu sein. Auch wenn Wir das alles Luft nennen. Uns Luft-Wesen; oder wollen Wir zurück ins Wasser: Wasser-Wesen sein?

Harter Tobac, das mit dem Glauben und dem Vertrauen, so wenig Verlass darauf. So wenig Verlass auf überhaupt IrgendEtwas, Alles noch so verschwommen Gläubig.
Und das Sprache mittendrinn. So verlässlich. Unzuverlässlich. Ich glaube das Sprache fast Alles. Noch. Aber Es - das Sprache - ist mir noch zu nah, viel zu nah, um Es klar und gar abschliessend beurteilen zu können.

Mensch!? Mensch, was könnten Wir alles fühlen und spüren und tun und lassen, wenn das Glauben etwas weniger felsenfest oder auch zu verschwommen / undeutlich ist?

Was, wenn auf einmal ALLES klar ist, was ist?
Na, dann wären Wir nicht mehr.
Mensch-Sein = UnKlar-Sein.
Ist doch so, oder?

Dienstag, 19. Februar 2013

Die Rück-Spürung in Sprache

Langsam beginne ich zu verzeihen.
Anderes Mensch rüttelte an Oliver-August Lützenich und schüttelte m*ich und *ich spüre dieses rütteln und schütteln bis Jetzt eben gerade. Und es war und ist nicht angenehm, nein, es war sehr sehr schmerzhaft und ist es bis Heute, habe *ich ja schon öfter angedeutet und im Winter und in dieser Jahreszeit, mit seinen nicht enden wollenden wolkengrauen Tagen, Wochen, Monaten, so einen grauen(vollen) Winter habe *ich nicht mehr in der Erinnerung, also liegt der letzte wohl schon einige Jahre oder sogar Jahrzehnte zurück, da tut sich eine freudvolle Stimmung schwer und kein Aufstand für eine Verbesserung der inneren Befindlichkeit, geht leicht von den Füssen, es drückt ziemlich und was bleibt ein-Es, wie zum Beispiel m*ich, da übrig, weiter rütteln und schütteln, bis die Last abfällt, bis die Leichtigkeit auffliegen kann und die Schwere in der Vergangenheit zurückbleibt, von wo sie nun mal auch hergekrochen und über-m ich gefallen ist, in auch m*ich hinein und mich festhält, und die Leichte abwehrt und unten hält, wo sie selbst die Schwere manchmal leichter erträglich macht, wenn die Sonne scheint und der Himmel das Universum freigibt und die Sterne zu sehen sind - wenn die Sonne andere Gebiete beglückt -, aber zur (Un)RaumZeit zieht eine Wolke an der nächsten vorbei und die Krisen finden kein Ende, aber was erschreibe *ich Ihnen da. Das fühlen und spüren, und wissen Sie ja nun auch Selbst, oder habe *ich Sie jetzt herunter gezogen, aus Ihrer Leichtigkeit, mit meiner Schwere?
Dann darf *ich Sie ja auch kurz noch einmal darein festhalten; aber keine Bange!, in aller Kürze lasse ich Sie wieder los, aber vorher ein paar bedeutende Fragen.

Von was sprechen Wir?

Als MitLeses des Blogs, beantworten Sie bitte vor dem Lesen in Gedanken folgende Frage:
Ist Selbst-Erkenntnis gut?

Kapitelüberschrift: WOHL
Sie wissen ja, dass es hier in diesen Blogs genau darum geht, um die von dem Schreiber und auch die von der Art und Spezies, in die der Schreiber hineingezeugt wurde und die er nun mal auch ist, wie Sie: um die RückSpürung (das Sehen, Hören, Riechen und Tasten sind ja Teile des Gespürs) auf das Selbst. Als Hilfe und Orientierung bei der Weiterentwicklung des DaSein, denn, ohne dass Eines (DaSein) weiss, was Es ist und wo und worin es ist, ist wohl schlecht Orientierung und wohl ebenso keine Ahnung davon, wo Es denn noch hinentwickeln könnte. Wir (DaSein) werden also wohl so lange in Unsicherheit verharren oder nur in Angst herumirren, so lange Wir nicht einigermassen genau erkundet und erlebt haben, Was und Wo Wir sind und Was noch so geht, oder?
Da denke ich wohl , dass das für das Einzelne genauso gilt, wie für eine Gruppe oder gar das Ganze DaSein.

Und vor dem AnLesen des Artikels noch ein paar weitere Ja/Nein-AntwortFragen:
Kann es (Selbst-Erkenntnis) zu einem Um-Denken führen? Ist es für ein WEITer-Denken nötig? Braucht ein Lebewesen überhaupt so etwas wie Selbst-Erkenntnis? Er-Lebt Mensch besser mit es? Ist es oft erstmal erschütternd? Braucht Selbst-Erkenntnis auch die Geschichte vor und um ein Selbst herum? 
Bei mehr "ja" als Antwort, ist ein weiterlesen fruchtbar, bei mehr "nein" ist zumindest Unverständnis gewiss. Danke.
.
Am Lehniner Platz, am KuDamm in Berlin.
Forderung oder Ein-Forderung oder Auf-Forderung?
Was will die Kunst bloss von so einfachen Wesen, wie Uns!?
Aber nix zu fressen anbieten, nur Bilder und Worte.
NEIN!
.
Aus dem Duden:

sprechen: Das westgermanische starke Verb, zu dem als Substantive 'Sprache, Spruch' und die Zusammensetzung 'Sprichwort' gehören, lautet ahd. 'sprehhan', mhd. 'sprechen', niederl. 'spreken', altengl. 'sprecan'. Es ist nicht sicher geklärt; möglicherweise besteht Verwandtschaft mit altisl. und schwed. 'spraka' "knistern, prasseln", sodas 'sprechen' ursprünglich vielleicht ein lautmalerisches Wort war.
Unklar bleibt auch das Verhältnis zu den r-losen Verben ahd. 'spehhan', altengl. 'specan' und engl. 'to speak' "sprechen".
Ende Duden

Meine Interpretation:

Knistern und/oder Prasseln war also der Anfang von Bedeutung? Vor der Befüllung und der Gestaltung der Laute mit dem Mehr (Inhalt und Bedeutung), waren sie Geräuschkulisse, vielleicht Malerei oder doch eher (Begleit-)Musik? Das vor-Sprechen war bunter Wandbehang, war ein auflockernder, vielleicht sogar beruhigender Klang, war aber sicher manchmal auch Warnung oder gar Strafe? Ohne weiteres Vorstellbar. Wieviel Prasseln und Knistern, wieviel Kulisse, Lautmalerei und Gebrabbel ist die Sprache bis Heute?

Grundsätzliches:

Sprache ist Bedeutend.
Bedeutend ist eine Wirkung.
Jede Bewegung ist bedeutend, weil jede Bewegung wirkt.
Jede.
Was?
Gleichgültig, ob die Bewegungen winzig sind, wie die einer Ladungsverschiebung innerhalb eines Neurons in einem Gehirn: das durchleiten eines Potentials; oder so enorm GIGANTISCH!, wie die letzten Bewegungen eines Riesensterns: die Explosion als Supernova. Die Ladungsverschiebung vielleicht als zündende Idee für Hamlet und die Supernova als Zeugung unseres Sonnensystems. Was ist bedeutender?
Was entscheidet das?
Grundsätzlich gilt also : Wirkung = Bedeutung.
Aber sowohl die Wirkung, als auch die Bedeutung sind Ergebnisse, die innerhalb einer grossen Spannbreite messbar sind. Wirkung und Bedeutung sind meist klein und manchmal auch gross, sehr wenige Wirkung ist ENORM!
Selten bewirkt eine Ladungsverschiebung die Frage: "Sein oder Nicht-Sein?" und noch seltener bedeutet eine Supernova die Begründung der Lebendigkeit, aber es könnte häufiger geschehen, wenn, ja wenn ...

Erlauben Sie ein wenig persönl-ich-es Klagen, von und in Sprache?

Gestern schrieb *ich, dass jede Bewegung Wirkung erzielt. 
Sprache ist auch Bewegung, somit erzielt auch sie Wirkung.

Sprache ist allerdings meist nur ungehemmt durch-fliessend, ver-hört, 
weil weitgehend als unbedeutend, oder nebensächlich empfunden, ist
Verschleierung, ist Einschläfernd, weil nur erneut eine Wiederholung,
ist falsch benutzt oder einfach banal, neigt allzuhäufig zur grundlos
masslosen Übertreibung, oder ist ärgerlich und abweisend, weil un-
und/oder missverständlich.

Wie fülle *ich das Wort: Verschleierung?

Die Verschleierung beinhaltet jede Lüge, jeden Betrug, jede Verdrängung und Verzerrung von Handlungen, die wirklich geschehen, oder stattgefunden haben.
Oft bleibt von einer vielschichtigen Handlung(-sKette), nur das falsche Wort/Satz übrig.
Seltsam, aber die Handlung[en] ist geschehen, hat also gewirkt, wird aber dennoch durch falsche Begleitung und Kommentierung, in den Sprachen, teilweise ins Absurde verzerrt, so dass die Wirkung fast aufgehoben ist, oder sogar in eine völlig andere Richtung führt?

Die Sprach-Verklärung

Die Sprachen schaffen es also, einen Schritt annähernd rückgängig zu machen, welcher passiert ist. Oder der Wirkung einer Handlung eine völlig andere Position (Ort und Ereignis in der RaumZeit) aufzuzwingen. Die Sprachen sind bisher noch mehr Irrlicht und Verfälschung, als sie Beleuchtung oder gar Klarheit sind.

Von der Sprach-Einfalt

Statt die Erforschung der Grundlagen der Lebendigkeit, und damit eines (wichtigen?) Bereichs im DaSein, mit Hingabe, mit Achtung und Offenheit zu begleiten und zu bezeichnen, somit die Szenerie der Lebendigkeit zu erhellen und sie so, für die Mitglieder im DaSein, darin auch Wir Menschen, zu klären, irrlichtert sie noch schwach und bezugslos, weil fast beständig neben der Wirklichkeit, entweder unter- oder übertreibend, also ab- oder anmassend und egozentrisch umher.

Die persönlichen Sprachen sind immer noch so ungenau, unsicher und so Selbst-bezogen, wie die Sprech-Es. Nur sehr wenige Sprech-Es treffen mit dem Ton auch den Inhalt und sind, egal, ob von Schmerz oder Glück sprechend, eine Wohltat für die Hör-Es.

Die Sprachen mäandern in der Masse noch stets neben der Spur.
Frust lass nach, du bist umzingelt, gib endlich auf, es ist so üblich.

Vorwurf oder Tatsache?

Tatsache, denn Schuld braucht einen Willensakt und der steht Uns erst noch bevor und wenn der falsch läuft, dann erst trifft ein Vorwurf. Wir wanken zwar noch ziemlich, aber es ist ein Hineinwanken, ein Einschwingen in die Stabilität als bewusste/logische/fühlende sprechende Lebewesen.

Es gilt also, die Homöostase (Gleichgewicht und Stabilisierung der Körperfunktionen) auch in der uns umgebenden EsLebendigkeit zu finden. Ausgleich und Vielheit, wechselseitige Achtung und Rücksicht in Freiheit.
Das gelingt erst, wenn Wir die gegenseitige Bedrohung eingestellt haben, wenn wir einander friedlich und wahrhaftig behandeln. Wenn Alle, die eine Handlung, eine Bewegung betrifft mitentscheiden und zwar schon vor der eigentlichen Handlung.

Ist das denn überhaupt möglich?
Ja, dazu, und für einiges mehr (siehe später in weiteren Sprach Gedanken), entwerfen und gestalten Wir Menschen seit vielen Jahrtausenden das geeignete Instrumentarium, die Sprachen, denn das Sprache ist auch eine Handlungs-Weise (kommt zu selten von Weisheit) möglich, die in reduzierter Form und Wirkung eine Handlung andeutet, und dabei alle Betroffenen antastet, damit anspüren und ein bisschen einfühlen lässt und befragt, ob die angedeutete Handlung empfangen oder mitgetragen werden möchte, oder abgelehnt wird (Wir benötigen noch mehr technische und gesellschaftliche Voraussetzungen, für so eine Handlungs-Weise).

Das Sprache ist auch ein Tastsinn über grosse Distanzen, eine mehr als deutliche Erweiterung der Wahrgebung und -nehmung; Weit hinaus in die RaumZeit und zurück hinein in die Enge der Lebendigkeit.

Ist bei soviel tasten, hineinfühlen und hinausspüren, bei soviel Vorsicht der Handlungsweise eine Neuerung, eine raumgreifende Veränderung, ist somit Fortschritt überhaupt noch möglich; weil der doch so oft radikale Ein- und vielleicht auch brutale Durchgriffe brauchte?

Ja, *ich vermute sogar viel “radikalere” (von lat. ‘radix’ = “Wurzel”, also: grundsätzlichere) Veränderungen, als Uns bis Jetzt gelungen und auch misslungen sind.
Denn wirkliche Neuerungen und Änderungen, —> gemeint sind dabei sowohl die Richtung, das Tempo, als auch die Schrittlänge —>, sind erst in der Einbindung und der Zustimmung ALLER Mit-Glieder in der EsLebendigkeit, welche auch wir Menschen sind, möglich.

Ist das der Weg?

Bis Jetzt ist alle Veränderung sehr langsam, zwanghaft und verwirrend oder sprunghaft, den Meisten ist bewusste Veränderung sogar ungeheuer und unerwünscht (obwohl ständige Änderung die Basis des DaSein und somit auch der erdmondlichen EsLebendigkeit ist, aber eben auch die Beharrlichkeit, aus der auch das Mensch scheinbar hauptsächlich besteht?). Auch diese Tatsachen sind ohne jeglichen Vorwurf, denn die EsLebendigkeit hat das so eingerichtet.
Noch.

Der Gedanke an Veränderung - und * mir hier geht es nur um die winzigste, die ganz kleinen, fast nur die in das Sprache, weil, z.B. ist Sprache ein Geschlecht, ist “die” Sprache fraulich, oder ist das nur eine irgendwie? entstandene Tradition? *ich hier bin für das Sprache, auch wenn diese Änderung Kraft und Ausdauer braucht. Jetzt fange ich den Satz besser noch einmal von Vorne an:

Der Gedanke an Veränderung ist meist Überforderung, wahrscheinlich durch ein inzwischen übergrosses Angebot an Auswahl/Richtungen und die fehlende Erfahrung mit dieser Vielfalt umzugehen. Es fehlt noch an Sicherheit für jedes einzelne Selbst und an der Klarheit, in der Bewertung all der VIELEN Signale, die in ein-Es sind/entstehen und die auf ein-Es einwirken.

Die Entwicklung in die Wir eingebettet sind, ist die von fast völligen Gemeinschaftswesen (also überwiegende Fremdbestimmung), zum in der Gemeinschaft ALLER aufgehobenen Einzelwesen (also von gleichwiegender/-wertiger Mit- und Selbst-Entscheidung).

Wo das Sprache bis Heute noch hauptsächlich zur An- oder Abmache, zur Gängelung, für etwas Information und zum Nebelwerfen tätig ist - meist blosse Mundbeschäftigung zwischen den Mahlzeiten - wird sie nun mehr und mehr zum schöpferischen Instrument.

Zum [Selbst]gestaltenden Werkzeug auch in den Menschen, das Selbst ist Selbst-Museum und Wir verleihen Uns wechselweise Unsere Sprach-Bilder, Sprech-Werke, hängen sie in ein anderes Selbst hinein, vielleicht für eine warme Mahlzeit oder für einen Kuss, verschenken sie vielleicht für eine zärtliche Nacht oder auch eine Theaterkarte?

Früher war das Sprache nur für wenige, und dabei auch noch sehr all-gemein und oberflächlich. War! Die Allermeisten Menschen brauchten vielleicht ein paar Laute und allenfalls ein wenig Sprech, um das EsLeben zu erledigen: Anwachsen, hineinwachsen, hindurch, aufwachsen, atmen, trinken, essen, kämpfen, werben, abspritzen oder empfangen, abarbeiten, rumsitzen und raus. Erledigt.

War?
Das Sprache war Anfangs eine Entdeckung in den Lauten, ohne einen Wert für die Einzeln-Es. Es kitzelte allerdings beständig, weil diese bald bekannten Laute nach Bedeutung in den Einzeln-Es suchten. Die Laute sind Handlungen im EsLeben, die Andere berühren. Laute sind Forderungen im EsLeben, sind sowohl Auf-, als Auch Einforderung, sind Herein-, sowie Herausforderung. Laute treffen Andere. Treffen lauter und fordernder, als Blicke.

Sprache ist also auch ein Treffpunkt im DaSein.
Wirkung bisher fast ausschliesslich auf Andere, statt in.
Sprache schwirrt[e] also zwischen den Anderen herum, ohne die Einzeln-Es darin wirklich zu treffen.
Das Sprache wurde zwar  w e i t g e h e n d  verstanden, war jedoch vom ergreifen und begriffen sein weit entfernt, weil noch neben der Spur.

Das Sprache machte bisher lediglich betroffen, was weitgehend wirkungslos ist. Annähernd ohne Wirkung bleibt. Betroffen ist irgendwie Jed-Es, nur die Wirkung davon (von Betroffenheit) ist ganz gering, weil drunter oder drüber, rechts oder links vorbei.

Das Sprache war/ist bisher ein blosses Betroffenheitsmittel.

Um Wirkung zu esLeben, auch zu esLeiden, braucht Es die treff-sichere und friedliche Verankerung in ALLEN Einzelnen. Sprache war bisher fast nur um das Selbst, möchten Wir, dass Es wirkt, braucht Es Auch die Einbettung im in.

Innen ist Gefühl. Gefühl ist in jed-Es und All-Es im Leben. Gefühl bleibt DrInnen, Sprache bleibt DrAussen, so ist es bisher. Deshalb wird Sprache nur empfunden ("Empfindungen" sind eine Funktion des Nervennetzes. Die Nerven "empfinden" die Signale und Gefühle von Innen und von DrAussen, erzeugen sie aber meist nicht, das tut fast nur das Drummherum, oder?), mal als lästig, meistens Geräusch, selten als hilfreich und noch seltener an- oder aufregend. Trifft also von DrAussen/Innen auf und/oder geht von dort ab, Empfindungen treffen auf und ein.

Sprache wird empfangen, meist ist Es dem Selbst fremd (Sprachen), manchmal ist Es auch freundlich, aber nur Wenig-Es nehmen Es ernst und bitten Es herzlich herein, bieten Es einen warmen Platz an, vielleicht sogar zum bleiben, und ganz ganz wenig-es fühlen an die Empfindungen, die das Sprache ist, hin und erfühlen, wie schön Es auch ist, wieviel Erfahrung, wieviel Erlebtes, wieviel Weite und Reichtum Es bietet.

Die Meist-Es gewährten Es nur eine dunkle kleine kahle enge Ecke, vielleicht noch ein Glas abgestandenes Wasser und einen trockenen Keks, das wars, aber hingefühlt ..., wo kommen Wir denn da hin!?

Sprech-Körper: Von der FREUDE am Mehr!

Was Wunder, dass das Sprache das übel nimmt und in diese Enge nur das hässliche quetscht, und das ist wenig in den Sprachen, hat aber in den Meisten Sprechend-Es gerade genug Platz. Derweil ist das Sprechen und die Sprachen soooooo schön und bietet/n soooooo viel!

Ein phantastisches Hohe-Lied:

Das Sprache ist das schöpferischste Werkzeug im SEIN, Es ist der Samen und Spiegel der Schöpfung im SEIN, mit Es wurde das Schöpfung erschaffen (da ist die Bibel “nur” eine Zeugin); und mit Es wird daraus auch erst bewusst[!] Neues entstehen.

Das Sprache bietet uns Menschen an, in der riesigen Handlungs-RaumZeit, das die EsLebendigkeit ist, mit Vorsicht, Rücksicht, Umsicht und erlernter Verantwortung, mit Allem Gefühl, Jedem Gespür und Jeder Erfahrung, mit blühender Phantasie und lachendem Spass und aller gewünschten Absicherung jeden weiteren Schritt zu erkunden. Klingt nach (zu) viel, ist aber einfacher, als das, was Aktuell ist.

Freiwillig geht das Sprache dabei voran und herum, erkundet für Uns und mit Uns die gigantischen WEITEN und unfassbar vielen Schritte der RaumZeit und erspart Uns und ALLEN Mit-Lebendigen dabei Jedes zerstörerische LEID!
(Was bisher wahrscheinlich da[bei]Sein musste, wie Wir Alle gespürt und gefühlt haben; zur Genüge wohl die Meist-Es.)

Und das tut das Sprache, indem Wir Sprechend-Es und Verstehend-Es, das Sprache Ernst nehmen und vor allem, indem Wir Es annehmen, bedeutet, voll hereinnehmen ins Mit-Gefühl und verbinden mit der Folgerichtigkeit (Logik). Von Aussen durch DaZwischen nach Innen.

Also vom bisherigen Zwischenspiel und Betroffenheitsmittel, zu einem wirkungsvollen Erkundungs- und Gestaltungsinstrument.
Für JED-ES von Uns! Ist Uns das eigentlich ALLEN klar?

Mehr Aufwand und Hingabe für die Sprachbildung: BITTE!

Ja klar, ein paar Leses werden diesen Beitrag schon kennen, aber mei, so lange eine Beschreibung noch aktuell ist, kann ich sie doch auch wieder an die Oberfläche holen, wo sie vorher vielleicht etwas heruntergedrückt wurde, von der alltäglichen Strömung; mir ist es auf jeden Fall recht, ab und zu diese und andere etwas jüngeren Bemerkungen noch einmal zu lesen, und dabei zu stärken und zu überprüfen, ob und wie weit, oder eben noch immer weit davon entfernt, oder glücklicherweise nahe drann, oder auch unmöglich und somit die eisige Erkenntnis reift: Vergiss es!

NachWorte:

Diesen Text schrieb *ich vor über 2 Jahren.
Aus persönlicher Verunsicherung zu meinen Gedanken.
Und denken tue *ich auch meist in Sprache.
Was denke *ich da? Entspricht (!) das der Wirklichkeit?
Was haben die Vor-Sprech-Es in der Vergangenheit in die Worte eingefüllt?
Was davon, von den Inhalten, ist passend, ist überflüssig, ist falsch, ist genau?
Ich spreche, also möchte *ich auch wissen, was das ist und was darin steckt.