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Freitag, 20. Dezember 2013

das Blasen-Wesen

Und aus dem ur-RaumZeit-lichen Meer stiegen einst leise und unaufhörlich winzige GasMoleküle in wässrigen Hüllen auf und umfüllten in hunderttausenden und Millionen von Sonnen-Umkreisungen (eigentlich sind es Ellipsen) dieses kleinen Planeten-Systems, den kleinen Planeten, mit einer stetig wachsenden und immer neue Höhen erobernden SchutzHülle. Heute ist das kleine Planetchen, irgendwo in den enormen riesigen WEITEn des DaSein, mit einer GasHülle von weit über hundert Kilometer Höhe oder auch Dicke umgeben.
Stickstoff, verschiedene Kohlenstoffverbindungen, Edelgase wie Argon und Neon und ein grosser Anteil an Sauerstoff und Sauerstoffverbindungen, sind in dieser GasHülle enthalten.
Hunderte Millionen Sonnen-Umkreisungen nach dem Anwachsen der GasHülle, stiegen kleine und grössere dichtere Molekül-Verbindungen aus dem wogenden Meer und den in Es fliessenden Flüssen, auf die festere Kruste des kleinst-Planetchen und fanden diesen trockeneren Bereich, am unteren Ende der GasHülle, ganz gemütlich und blieben und wuchsen zu immer grösserer Anzahl und ebenso enormen Vielfalt, wie auch schon in den Wasserstoff-Sauerstoff-Fluten, denen Sie zuvor entstiegen oder auch entkommen waren. Von Wasser-BewohnEs zu Gas-Hüllen-BewohneEs war ein weiter und langer Entwicklungs-Weg, der aber bis Heute lohnend ist.

Ist klar, dass diese Evolutions-"Geschichte" etwas ungewohnt klingt, aber die Leses können mich gerne verbessern, wenn irgendein Ereignis unstimmig ist oder gar falsch.
Das Mensch ist, wie nun mal alle LandbewohnEs ein GasHüllen-Wesen, ohne Gas gehen wir ein wie Primeln ohne Wasser, gutes zureden und auch Gas, ohne Gas nix los. Muss gerade wieder mal etwas heftiger nach Gas schnappen, so erregt tippe ich hier! Wir deutschen Menschen schreiben und sagen ja noch meist Luft dazu. Das Mensch ist auch ein Gas-Wesen, ein Luft-Wesen, wenn es den Leses besser behagt.
Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen (ist doch ein kleines Planetchen, oder? Also, wenn ich die Ergebnisse der Astronomie so bewerte, gerade auch der Planeten-Suche der vergangenen 10, 15 Jahre, dann sind da DrAussen, in den riesigen WEITEn des DaSein, ebenso zumeist riesige Stern-BegleitEs zu finden, noch um einiges grösser, als unsere Nachbar-Planeten Jupiter und Saturn, und die sind ja nun schon wirklich Riesig, im Vergleich mit unserer blau-weissen Heimat. Das ist ja schon wieder so eine lange Klammer geworden, ein eingeklammerter (Haut?) Satzwurm. Da fange ich besser noch einmal den Absatz von vorne an:)

Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen ist in eine Hülle eingepellt, das Mensch in D und Ö und SCHW nennt diese Hülle meist auch Haut. Alles in dieser Gas-Hülle rennt, sitzt, liegt, steht, schwimmt und fliegt in einer Haut herum. Als Gas-Blasen.
Gas-Blasen-Wesen. Kann Oliver-August Lützenich das so formulieren?

Also *ich bin eine Gas-Blase mit festerem Inhalt, aber auch viel Gas drinn. Dieses Gas kommt meist irgendwo weiter oben in *mich herein, oder "entsteht" auch erst in *mir drinn und verlässt *mich dann auch meist etwas weiter oben, aber gerne auch etwas tiefer, kommt ganz darauf an, was *ich gegessen habe, oder wie es *mir geht. Und *ich weiss aus sicherer Quelle, dass es so oder ganz ähnlich auch den meisten ander-Es geht, auch Diese gasen ziemlich überall ein und aus. Das Irdische ist niemals ganz dicht.

Da kann ein-Es noch so lange still halten oder dicht machen, ohne Gas tot, und wenn tot, dann wird Es auch zu Gas; und als deutsches Mensch weiss *ich, wie nah diese Formulierungen an eine tiefe Erschütterung und unser deutschösterreichisches MissHandelns heranreichen, aber *ich kann und darf das Gas eben nicht vermeiden, dieses Gas, welches nicht tötet, was es auch kann, sondern jenes Gas, das zu unserem esLeben nötig ist.

So schreibt also die Nüchternheit von uns EsLebeWesen als eingehäutete Gas-BewohnEs. Eine leicht schwebende und wabernde Molekül-Wolke um den Kern herum, angefüllt mit Blasen-Wesen, die entweder ziemlich fest herumstehen und von das Mensch als Pflanzen (Plantae) benannt werden. Und von den etwas beweglicheren Blasen-Wesen, die wie die vielen Plantae, in verschiedene Spezies und Gruppen eingeteilt werden, von das Mensch als: Archaea, Bacteria, Fungi und Uns hier, die Animalia in der Untergruppe der Metazoa. Wundervollstes Blasen-Gewimmel um und in dem Planetchen: Erde benannt.
Und was soll das nun alles?

Und eine kleine Blase darIn bin *ich.
Ist doch klar, das diese kleine Blase etwas besonderes ist, und mit den vielen anderen Blasen erst mal nichts zu tun haben möchte, könnte schliesslich gefährlich sein, wie leicht platzt so eine zerbrechliche Blase! Sehr schnell, auch ohne Fremdeinwirkung.
Blasen-Gewese. Um den Kern herum. Im Gas kriechts und schiebts und läufts und fährts und fliegts und schiessts und hauts. Haut an Haut. Blasen-Kontakt, Blasen-Zeugung und Blasen-Ernährung. Was tut diese Nüchternheit mit *mir?
Was tut diese Nüchternheit mit den Leses, so Namenlos, so Besonderheits-Los, so ein-Es von so vielen ein-Es, mit kaum Verschiedenheit im entfernten Drauf-Blick mit Augen aus Blasen?

Wenn dann ein-Es, aus so einer Blase heraus, auf ander-Es bläst, kann schon etwas passieren, mal 'was schönes, mal 'was schreckliches.

Wenn wir also die Nüchternheit entdecken und wirken lassen, was passiert dann mit Uns?
Schiessen wir dann noch aufeinander, hauen wir Einander noch in Stücke, oder vernichten wir Einander dann noch, weil bisher tun wir das noch? Wir tun es ganz und gar nicht gerne, wir tun es, weil wir es müssen und brauchen. Wir sind so geprägt, weil das Blasen-Sein so zerbrechlich und so bedürftig und so kurz ist, und weil Wir nur Uns Blasen-Wesen als Nahrung und zur Erfüllung all unserer Wünsche und Notwendigkeiten haben.
Was sollen Wir denn machen, reine Energie macht Uns nicht glücklich. Noch nicht.

Aber jetzt zu dem unten eingestellten Zeitungs-Artikel. Es ist ja nun so, je mehr Wir Wissen, umso näher kommen Wir Einander, umso geringer werden die Verschiedenheiten; und das ist doch erst mal erschreckend, weil Wir haben doch schon so fast endlos lange so und damit gelebt, Einander zu verAchten. Einander fern zu halten und ungern aber doch auch zu vernichten. Blasen-Wesen sind in erster Hin-Sicht einsam, wenn auch die meisten Blasen-Wesen ziemlich gruppig und ruppig mitEinander sind. Wir Menschen auch. Schon weil wir Einander nur zu Zweien vermehren können, sind wir Einander immer ziemlich näher gekommen, bis Heute. Und haben dabei bisher fast stets nur Uns ziemlich Selbst-ähnliche EsLebeWesen beachtet und als ohne-Gleiche verachtet, oder auch aber meist selten beachtet und nun, kommen plötzlich Menschen darauf, dass auch andere Haut-Wesen (Gas-Blasen) uns ähneln, uns Gleichen, wie eine Rose dem Flieder gleicht.

Und, wie die Leses wissen, *ich fühle und spüre Ja dazu, dass Wir Gleiche sind.
Die Frage und die Angst bleiben: Was ändern Wir mit und nach dieser Erkenntnis?
Wenn es eine wahre Erkenntnis ist und kein nur eingebildeter Schwindel.
Könnte ja auch sein?
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Hinterhof an der Ring-S-Bahn in Berlin.
Aus der fahrenden S-Bahn geklickt
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Aus Der Tagesspiegel, vom 14. Dezember 2013, von Jana Schlüter
Titel: Tierisch menschlich
Untertitel: Forscher in den USA versuchen vor Gericht mehr Rechte für Schimpansen zu erstreiten. Dabei stützen sie sich auch auf aktuelle Studien, die zeigen: Tiere sind uns womöglich ähnlicher als gedacht

Santino war wütend. Acht Monate lang war er unangefochtener Alleinherrscher in seinem Reich gewesen. Nur er, zwei Weibchen, zwei Heranwachsende und ein Jungtier, umsorgt von den Tierpflegern im Zoo Furuvik im schwedischen Gävle. Nun kehrten mit der Frühlingssonne die Eindringlinge zurück. Nicht einer oder zwei. Eine ganze Horde!

Der 35-jährige Schimpanse tat, was man in so einem Fall als Alphatier eben tut: Brüllend und mit aufgestellten Haaren rannte Santino auf die Gruppe zu. Die Zoobesucher ließen sich von dem Imponiergehabe nicht beeindrucken. Erst als Santino Betonstücke von einer Mauer abbrach‚ lenkte ein Tierpfleger sie schnell zum nächsten Gehege. Santino schleuderte seine Geschosse ins Leere.

Am nächsten Tag versuchte er es mit einer anderen Strategie. Als kein Fremder zu sehen war, schleppte er in aller Ruhe einen kleinen Heuhaufen an den Rand der Anlage. Darunter platzierte er seine Munition. Auch hinter einigen Baumstämmen legte er Vorräte an. Als sich abermals eine Gruppe näherte, schlenderte er erst gemütlich auf sie zu — um dann ohne jede Warnung einen Stein nach dem anderen aus seinen Depots in ihre Richtung zu feuern. Er traf niemanden. Dafür katapultierte er sich und die Forscher, die ihn beobachten, ins Fachjournal „Plos One“ und in die Weltpresse.

Offenbar hatte Santino die Täuschung geplant - ein Verhalten, das für ein Tier außergewöhnlich ist. „Für viele Laien ist es selbstverständlich, dass sich Tiere auf die Zukunft Vorbereiten. Schließlich bauen Vögel Nester und Hamster legen Vorräte für den Winter an“, sagt Mathias Osvath von der Universität Lund, der die Primatenstation Furuvik wissenschaftlich leitet. Doch das läuft instinktiv ab. Ein Plan wird daraus erst, wenn ein Lebewesen verschiedene Möglichkeiten abwägen und sich dann entscheiden kann. Dafür braucht man die Fähigkeit, in Gedanken auf Zeitreise zu gehen.

Für den Menschen ist das Alltag. Selbst der Inhalt einer Handtasche zeugt davon: Der Schlüssel, weil man am Abend nicht ausgesperrt vor der eigenen Wohnung stehen will. Der Schirm, um bei Regen nicht nass zu werden. Ein Beutel, damit man im Supermarkt keine neue Tüte kaufen muss. Auch die Vorbereitungen für Weihnachten sind voller Zeitreisen zurück in Kindertage, als das Fest noch magisch war, und in die Zukunft, wo wir die Fehler aus dem letzten Jahr vermeiden wollen. Dank der Zeitreisen, können wir Geschichten erzählen und weiterspinnen — vor allem unsere eigene.

Dass die Erinnerung an Ereignisse aus der Vergangenheit und Pläne fiir die Zukunft zwei Seiten derselben Medaille sind, sahen NeuroWissenschaftler um Endel Tulving von der Universität von Toronto zuerst bei Menschen mit Hirn-Verletzungen. Bei K.C. zum Beispiel, der 1981, gerade 30 Jahre alt, einen schweren Motorradunfall hatte. Sein Körper erholte sich wieder. Seine Autobiografie war dagegen zerstört. K.C. kann Matheaufgaben lösen, aber sich nicht an den Unterricht erinnern. Er kennt die Daten seines Lebenslaufs, weiß aber nicht mehr, wie er sich beim Tod seines Bruders fühlte. Künftige Ereignisse sind für ihn unvorstellbar. Wenn ein Psychologe ihn nach seinen Plänen für den jeweiligen Tag fragt, hat er nur eine Antwort: „Ich weiß es nicht.“ Heftige Blutergüsse hatten nach dem Unfall wichtige Areale in den Schläfenlappen seines Gehirns zerstört. K.C. hat nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Zukunft verloren.

Tulvings Idee, dass beides auf die gleichen Netzwerke im Gehirn zurückgreift, haben inzwischen etliche Forscher bestätigt. Sie baten Menschen, im Hirnscanner an vergangene, gegenwärtige oder künftige Ereignisse aus ihrem Leben zu denken. Bei den Zeitreisen leuchten immer wieder ähnliche Areale auf. Zentral ist dabei allem Anschein nach der Hippocampus, jene Struktur in den Schläfenlappen, die als „Tor zur Erinnerung“ gilt.

Kleinkinder dagegen haben kaum eine Vorstellung von Zeit und Zukunft, betont Thomas Suddendorf von der Universität von Queensland in Australien. In einem Experiment zeigte er drei- und vierjährigen Kindern zunächst, wie man ein Schloss mit einem dreieckigen Schlüssel öffnet. Dann gab er ihnen ein anderes, in das nur ein viereckiger Schlüssel passt. Die meisten durchschauten das Problem. Führte er sie jedoch zwischendurch in einen anderen Raum zum Spielen und bot ihnen anschließend — außer Sichtweite des Schlosses — drei Schlüssel an, versagten die meisten Dreijährigen kläglich. Die Vierjährigen dagegen marschierten mit dem richtigen Schlüssel zurück ins erste Zimmer. Offenbar hatten sie sich an die Situation erinnert und in Gedanken durchgespielt, welcher Schlüssel passen könnte.

„Mit vier Jahren können sie zeitreisen“, sagt Suddendorf. Auch sein eigener Sohn. „Papa‚ ich will nicht, dass du stirbst“, platzte es eines Tages aus dem Jungen heraus. Die Versicherung, dass er sich keine Sorgen machen müsse, beruhigte das Kind nicht: „Aber wenn ich Großvater bin, bist du tot!“

Komplizierter wird es bei Tieren. Sie können uns nicht sagen, was ihnen im Kopf herumschwirrt. Wenn Forscher nachweisen wollen‚ dass Menschenaffen nicht wie K.C. oder Kleinkinder in der Zeit festgefroren sind, sondern sich an eigene Erlebnisse erinnern und vorausschauend planen, bleiben ihnen nur minutiös protokollierte Beobachtungen und sehr sorgfältige Tests.

Santinos Verhalten sei beeindruckend, gibt Suddendorf zu. Doch das reiche nicht. „Ich schließe nicht aus, dass manche Tiere in Gedanken Zeitreisen unternehmen. Wir müssen aber damit rechnen, dass sie sich grundlegend und nicht nur graduell von unseren unterscheiden“, sagt er. „Das muss man systematischer und ohne fertige Meinung untersuchen. Im Moment teilt sich das Feld in Romantiker und Spielverderber.“ Die einen tendieren dazu, ihre Ergebnisse zu weitgehend zu interpretieren. Die anderen versuchen, alles als assoziatives Lernen (wie bei Pawlows Hunden) und reines Faktenwissen abzustempeln.

Dass die Debatte keine rein akademische ist, konnte man in dieser Woche in den USA beobachten. Das „Nonhuman Rights Project“, wollte für vier Schimpansen im Bundesstaat New York die Anerkennung als Person erstreiten. Damit sollte — ähnlich wie 1772 für den schwarzen Sklaven James Somerset — nicht nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auch auf Freiheit einhergehen. Die Richter lehnten das nun ab, die Organisation ging in Revision. Außerdem bereitet das Team weitere Klagen im Namen intelligenter Tierarten vor.

Unter den neun Wissenschaftlern, die die Klage mit ihrer Expertenmeinung unterstützten‚ waren Mathias Osvath und der Schimpansen-Forscher Christophe Boesch vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. In seiner eidesstattlichen Erklärung schreibt er Schimpansen nicht nur die Fähigkeit zur Empathie, ein Verständnis von Tod und die Weitergabe kultureller Errungenschaften zu. Sie seien auch „Lebewesen in der Zeit“, jeweils mit eigener Autobiografie. „Schimpansen haben uns in den letzten 20 Jahren immer wieder mit Fähigkeiten überrascht, die wir ihnen nicht zugetraut hatten“‚ sagt er. „Je mehr wir über sie wissen, desto kleiner wird der Graben zwischen Mensch und Tier. Das kann man nicht ignorieren.“

Die Erinnerung von Schimpansen und Orang Utans reicht mindestens drei Iahre zurück, schreiben Josep Call vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie und seine dänischen Kollegen im Fachblatt „Current Biology“. Etwa zehn Tiere hatten jeweils einen Forscher durch ein Gitter dabei beobachtet, wie er im Nebenraum ein Werkzeug versteckte. Erst als sie es holen durften, konnten sie die ihnen gestellte Aufgabe lösen und kamen an ihre Belohnung. Vier Mal wurde das geübt.

Drei Jahre später fanden sich die Tiere unerwartet erneut in der Situation wieder. Aufgabe, Forscher, Räume — alles stimmte überein. Nur das Werkzeug lag längst in seinem Versteck. Für die Tiere machte das keinen Unterschied. Sobald sich der Zugang zum Nebenraum öffnete steuerten sie in Sekundenschnelle die Verstecke an und kamen mit dem richtigen Werkzeug zurück. Die Tiere aus der Kontrollgruppe dagegen, die Aufgabe und Verstecke nicht kannten, tüftelten fünf Minuten lang vergeblich und mussten so auf die Belohnung verzichten. Das sei kein Zufall meinen Call und seine Kollegen. Die Menschenaffen, die vor Jahren ein wenig üben durften, hatten die Informationen „wer“, „was“ und „wo“ ähnlich wie eine Episode gemeinsam gespeichert und abgerufen. Das passe zu der Idee, dass autobiographische Erinnerungen ursprünglich dazu da waren, Probleme besser zu lösen.

„Im Regenwald nutzen Schimpansen diese Art der Langzeiterinnerung, um seltene Bäume mit besonders guten Früchten wiederzufinden, die in der letzten Saison reich getragen haben“, sagt Boesch. Der Forscher hat jüngst in einer Studie im Tai-Nationalpark an der Elfenbeinküste gezeigt, dass Schimpansenweibchen besonders stattliche Obstbäume ganz gezielt ansteuern, vor allem wenn sie alleine unterwegs sind.

„Für mich ist das Faktenwissen, das nicht als Episoden abgespeichert sein muss“, entgegnet Suddendorf. Wie sich das Schimpansenweibchen erinnert, könne man aus dem Verhalten nicht ablesen. Und selbst wenn es Elemente einer tierischen Zeitreise habe, so könne man das nicht einfach mit einem autobiografischen Gedächtnis gleichsetzen. Ähnlich sei es mit den oft zitierten Buschhähern, die — sofern sie selbst schon mal Futter von anderen geklaut haben und sich beim Vergraben ihrer Schätze beobachtet fühlen — ihren Vorrat später erneut verstecken, wenn der potenzielle Dieb verschwunden ist. „Zwei Dinge bleiben für mich zutiefst menschlich: Eine Episode in eine größere Geschichte einzuordnen und die Möglichkeit, sich unendlich viele Zukunftsvarianten vorzustellen und zu entscheiden, welche man anstrebt. Auch wenn diese Zukunft in weiter Ferne liegt“, sagt er.

{Klar ist, dass wir immer etwas finden werden, was uns Menschen von unseren nahen und fernen Verwandten hier in diesem kleinst-PlanetenSystem verscheidet (die längeren Leses wissen, dass ich die Unterscheidung nur vertikal benutze, und unsere erdmondlichen Verwandten sind für *mich auf einer Ebene zu uns Menschen angeordnet, also horizontal, daher verwende ich hier die Verschiedenheit), ganz einfach, weil wir AllEs und All-Es verschieden sind. Aber die Erkenntnisse unserer Forschungen belegen, dass die Verschiedenheiten weniger und geringer sind, als es uns noch (augen)scheint.}

Sein früherer Mitstreiter Michael Corballis von der Universität von Auckland in Neuseeland ist inzwischen etwas weniger streng. Eine Ratte hat ihn umgestimmt. Wenn Forscher ihr Ortsgedächtnis im Hippocampus mit einer Elektrode überwachen und sie derart verkabelt durch ein Labyrinth schicken, so feuert an jeder Ecke und jedem Platz eine andere Nervenzelle, die genau für diesen Ort zuständig ist. Das Muster der elektrischen Aktivierung verrät den Forschern normalerweise, wo sich das Tier gerade befindet. Doch diese Orts-Nervenzellen feuern auch dann weiter, wenn die Ratte still sitzt. Sie geht im Kopf die absolvierte Strecke noch einmal durch und probiert alternative Routen aus. Möglicherweise ist also eine rudimentäre Form der Zeitreise uralt und allen Säugetieren — nicht nur den Menschenaffen und den Menschen — gemein. „Wir haben ein starkes Motiv dafür, unsere Überlegenheit zu beweisen“, sagt Corballis. „Wenn für ein Tier jeder Tag ein völlig neuer Tag ist, müssen wir kein allzu schlechtes Gewissen haben.“ Er schlägt eine Rückbesinnung auf Darwin vor: „Vielleicht müssen wir uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier graduell ist‚ und sie für ihr Denken nicht unbedingt völlig andere Mechanismen haben als wir.

Noch drei beigefügte kurze Zusammenfassungen zum Abschluss:

MENSCHEN
Kleine Kinder haben noch keine Vorstellung von der Zukunft. Wissenschaftler glauben, dass sie erst im Alter von vier Jahren in der Lage sind, in Gedanken in die Zukunft zu blicken und zu planen.

SCHIMPANSEN
Immer wieder berichten Forscher von Schimpansen, die sich verhalten, als wären sie ebenfalls zu mentalen Zeitreisen fähig: Santino zum Beispiel, ein Schimpansenmännchen, das in seinem Gehege Steine versteckt, um damit Besucher zu bewerfen.

RATTEN
Auch andere Tiere überraschen. So zeigen Ratten Gehirnaktivitäten, die darauf hindeuten, dass sie „in Gedanken“ ein Labyrinth noch einmal durchgehen und andere Strecken ausprobieren.
Ende Tagesspiegel-Artikel

Es ist, wie es so oft ist, hier ist erst mal Ende Gelände; *ich werde den Artikel die nächsten Stunden und Tage noch ein wenig erweitern, aber hier wünsche *ich den Leses erst mal ein schönes vorweihnachtliches Wochenende.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Pluripotenz

Ein kleiner Tagebucheintrag: Die Forschung geht weiter.

Die Leses wissen vielleicht, dass jedes von Ihnen aus einer Keimzelle entwachsen ist. Schon alleine das, ist eine faszinierende Leistung des DaSein (Natur), aber für mich noch faszinierender ist, dass diese eine Zelle dazu in der Lage ist, einen kompletten Organismus (Körper) mit all den tausenden verschiedenen Zelltypen zu entwickeln, die ein Körper benötigt, um in der erdmondlichen Spezial-Umgebung zu übesLeben. Aus einer einzigen winzigen Zelle entwächst all die Verschiedenheit und Grösse eines so komplexen EsLebe-Wesens, wie es zum Beispiel auch ein Mensch ist. Noch unfassbar, noch unbegreifbar, für *mich wenigstens, aber bereits länger erkannte Wirklichkeit. Näheres zu dieser ersten noch undifferenzierten aber höchst potenten (pluripotenten) Zelle finden die Leses auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Embryonale_Stammzelle.

Alleine die Vorstellung des Mechanismus, der bewirkt, dass eine Zelle geteilt wird und während des Billionenfachen Teilungsvorgangs auch noch in tausende verschiedene Zelltypen ausdifferenziert wird; und das meist am genau dafür passenden Platz in diesem entwachsenden Organismus. Also Leberzelle zu Leberzelle und Hautzelle, um den Organismus herum und Herzzelle zu Herzzelle und Riechzäpfchenzelle zu Riechzäpfchen und so weiter und so fort, bis zum Beispiel *ich hier irgendwann in die Tasten kloppen kann.
Und ich kann Ihnen bestätigen, meine Eltern haben mich zwar irgendwie gezeugt, aber von all dem Drummherum und all dem was darIn passierte, hatten sie keinerlei Ahnung. Sie waren nur eine nützliche DurchgangsStation für mich und meine Geschwister. Und wir wiederum sind nützliche ...

Das DaSein ist noch viel zu kompliziert für ein Mensch-lein. Wie *mich.
Aber ungemein faszinierend!
Nun bin ich also auch Da.
Und entdecke, das Da.
Und frage: Was Da?
Ja, los, mach schon, antworte DaSein! Wozu das Alles?
Wozu bin *ich Da? Nur um eine Information weiterzugeben, um eine mögliche Varietät zu esLeben?

Aus einer einzigen winzigen Zelle! Abgefahren.

Und jetzt kommt das fast Neueste.
Die Forschung ist inzwischen soweit, die Mechanismen, sowohl der Teilung als auch der Ausdifferenzierung zu entschlüsseln. Wir sind also dabei Uns zu entdecken, von Anfang an, bis eben Jetzt. Wow! Interessant ist dann doch die Frage: Was dann?
Denn, wenn Wir wissen, wie es geht, können Wir auch gezielt verändern.
Die Leses wissen, dass *ich hier grosse Zweifel daran habe, ob es nötig oder sogar gut wäre Uns EsLebeWesen aufzugeben und eine Kleinigkeit in und von Uns vorher in Maschinen ein zu bringen, wie es die sogenannten Transhumanisten fördern und fordern. Wie *ich finde, in ihrer grenzenvollen Ängstlichkeit und Kleinlichkeit, aber das ist ein anderes Thema.
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Kleines "Makroskop" auf dem
Insulaner in B-Schöneberg
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Nun hat also ein japanischer Forscher einen Mechanismus entdeckt, aus einer bereits ausdifferenzierten Zelle, also beispielsweise einer Epidermiszelle, wieder eine pluripotente Zelle zu entwickeln. Faszinierend! Also quasi eine Rolle rückwärts.
Der Forscher ist Schinja Jamanaka (http://de.wikipedia.org/wiki/Shin’ya_Yamanaka), Er hat die Entdeckung 2007 gemacht und bereits 2012 dafür den Nobelpreis erhalten. Das Verfahren, das Er mit-entwickelt hat, erzeugt sogenannte iPS, also induzierte pluripotente Stammzellen (http://de.wikipedia.org/wiki/Induzierte_pluripotente_Stammzelle).
Können die Leses die Reichweite dieser Entdeckung erkennen? Wobei auch klar ist, dass das Verfahren noch längst nicht ausgereift ist und bis heute nur an Mäusen und einzelnen menschlichen Zellen getestet ist, aber der Anfang ist getan. Aufregend!

Inzwischen ist die Forschung soweit aus ursprünglichen Hautzellen Herzzellen zu erregen, ja erregen, denn Hautzellen pumpen nicht, Herzzellen pumpen. Und das haben diese Hautzellen getan, nachdem sie durch die "Gabe" von den benötigten/passenden Genen und den daraus entwickelten Proteinen zu Herzzellen, also besonderen Muskelzellen, umgeformt waren.
Mir bereitet das keine Angst. Es erregt Hoffnung in mir. Jedes bisschen "NeuLand", das Wir betreten, baut die Abhängigkeit und Unfreiheit in der Wir EsLebeWesen bisher stecken, ein weiters Bischen ab. Die Heilung so vieler Krankheiten (Krebs, Demenz, um nur zwei zu nennen) steckt auch in dieser Entdeckung. Klar birgt es auch Risiken, klar kann jede Entdeckung auch zu Unseren UnGunsten, zur Einschränkung oder sogar zu Verletzungen und Toten führen.
Punkt. Die Leses wissen, *ich befülle auch eine Blog mit Verantwortung, vielleicht ist das ja auch meine kleine Minimitwirkung, für eine vor- und um- und rücksichtige Forschung und deren Auswertungen zu schreiben.

Aber, diese Entdeckung ist vielleicht noch zu viel mehr imstande, als nur einen Zelltyp in einen anderen Zelltyp zu verwandeln, diese Entdeckung offeriert Uns die gesamte Rück-Entwicklung, von einem komplexen Organismus zu einem Ausgangspunkt. Können Sie ermessen, was da anklingt? Bisher ist jede Entwicklung unumkehrbar. Wenn ein Ereignis passiert ist, sorgt die RaumZeit dafür, dass es nicht mehr ungeschehen sein kann.
Was also lässt die Rückentwicklung einer bereits ausdifferenzierten Zelle zu einer quasi ES (embryonalen Stammzelle) in mir anklingen? Nein, keine Umkehrung der RaumZeit, das ist unmöglich! Oder?

Eines ist mir auf jeden Fall klar, wir Menschen sind ganz und gar abgefahrene EsLebeWesen! Und das sind Wir glücklicherweise nicht allein, ohne die enorme Menge an erdmondlichen Mit-EsLebeWesen, wären wir das nicht und könnten das nicht, was wir inzwischen können. Denn nur geborgen, also gut aufgehoben, in dieser erdmondlichen Gemeinschaft, können wir und dürfen wir das alles erforschen und uns Menschen in unseren MitGeschöpfen spiegeln und von Ihnen lernen. Das Zauberwort ist Bionik. Die Natur hält Uns den Spiegel vor, in dem wir Uns erst erkennen können und vor dem Wir Einander verändern dürfen. Demütigende Angst, oder auch die Einhalt gebietende Angst sind hier fehl am Platz.
Zur Vorsicht, zur Umsicht und Rücksicht und zur Nutzung von allen Erfahrungen bittende Angst ist wichtig. Das weiss *ich inzwischen, und fördere dieses Verhalten in *mir.

Das nur zur Transparenz.
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Noch ein winziger
Wissens-Partikel
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PS: Den Beitrag zum Markt-Geschehen kann ich erst Freitag weiter bearbeiten. Und übrigens, dass die Leses es nicht vergessen: Oliver-August Lützenich bin ein Dilettant. Nur so zur Erinnerung und zum zweifeln.

Freitag, 6. Dezember 2013

Future by [Philippe] Starck

Schon mehrmals, habe ich in den vergangenen Wochen eine arte-Dokumentation gesehen - und auch nebenbei ein klein wenig mit-kommentiert - in der Philippe Starck in die Labore und zu Menschen gereist ist, in denen und die die Zukunft schon etwas an- oder ausprobieren oder schon mal ein wenig extrapolieren, voraus->schätzen, was so kommen kann oder könnte, in nächster oder auch in aller----->fernster Zukunft. Sehr interessant!
Sonst hätte *ich diese Dokumentation auch wohl nicht schon mehrfach angeschaut. Hier zwei Links dazu: http://future.arte.tv/de/article-video/future-starck und http://future-by-starck.arte.tv/

Viel konnte ich nicht mit-kommentieren, weil diese arte-Doku einfach zu interessant war und die Gespräche zu füllig, um mal nebenher auch noch zu schreiben. Dies ist also nur eine kleine Empfehlung für diejenigen Leses, die an so etwas interessiert sind.

Und für mich ist es, weil ich so enorm vergesslich bin, ein kleiner Erinnerungs-Marker im globalen DaZwischen-Netz.

Philippe Starck ist mir regelrecht ans Herz gewachsen, während dem Schauen und Staunen, was so alles geht und vielleicht noch auf Uns zukommt (Zukunft). Darf ich das hier so schreiben? Seine Auswahl, sein Staunen, seine Fragen, seine Aufmerksamkeit, seine Freundlichkeit, seine Kommentare, seine Poesie und seine Schlussbemerkungen: Wundervoll!
Diese arte-Doku ist für mich ein Nr. 1 Hit.

Danke dafür Monsieur Starck.
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Oben: eine kleine Ansicht von einem Wohnhaus,
gebaut von Oscar Niemeyer im Hansa-Viertel
in Berlin.
Unten: ein GemeinschaftsRaum darin, der
fast den gesamten 5. Stock ausfüllt.
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Ab hier ein Schreibfluss, teils abgehört, teils interpretiert, teils abgeschaut:

Begleiten Sie mich ein Stück weit in die Zukunft hinein.
Nur ein kleines Stück hinein. Die Tore zur Zukunft. Cyborg. Den Körper mit einem Computer verbinden. Das Schreiben funktioniert immer besser. Upgrade durch Technik, Die Verbindung von Lebewesen und Technik zeugt kein Monster, sondern einen "verbesserten" Menschen, Nein, keinen Menschen, sondern ein neues Lebewesen. Das auch einen neuen Namen braucht, mehr noch, verdient. Die erste technologische Liebesgeschichte (ein Forscher-Ehepaar haben einander wechselseitig zwei radio frequency identification devices (rfid) einbauen lassen und waren dadurch auch technisch-sensorisch verbunden; spannte ein-Es den Muskel an, esLebte das ander-Es eine kleine Spannung im gleichen Muskel). Liebe = Zuneigung. Je näher Wir einander also kommen, umso mehr können und tun Wir lieben? Transgranielle Magnetsteuerung, ist die nicht-invasive Motorik-Steuerung. TMS. Könnte für Menschen interessant werden, denen die Steuerung der Extremitäten durch das Bewusst-Sein nicht mehr gelingt; zB. weil Sie vom Hals ab gelähmt sind. Gentherapie. Könnten dadurch irgendwann einmal alle Krankheiten geheilt werden, und der Tod verhindert? Dazu ist die Liste der Krankheiten zu lang, um den Tod zu besiegen. Es können fehlerhafte Gen-Phasen, also Proteine, oder Proteingruppen, die zu Krankheiten führen, mit gesunden Gen-Phasen ausgetauscht werden. Und so können Wir nach und nach die Krankheiten ausheilen, aber Alle, Nein. Oder/aber Wir könnten auch den Körper und dessen Funktionen und Formen und Farben verändern oder sogar in Unserem Sinn verbessern. Je mehr Wir Wissen, umso mehr sind Wir imstande die Dinge auch Selbst-Entschieden zu verändern. Also auch die irdischen Bedingungen. Alle irdischen Bedingungen Sind damit gemeint, also vom Kern, bis an die irdische UmgebungsGrenzen, also auch das Magnetfeld und die Troposphäre. Wissen ist die Voraussetzung für ein gezieltes also ein Selbst-Gewähltes verändern. Vincent Callebaut (Belgischer Architekt, http://vincent.callebaut.org/, mit phantastischen und überaus schönen Ideen und Konzepten. Eines davon:), Dragonfly. Aber All das braucht die Zustimmung von Allen. Die Zukunft der Nahrung. Insekten essen. Jede Insektenart schmeckt anders und wohl ganz gut, wie die Test-Esser bestätigen. Die Wahl braucht Wissen und das braucht, um zu sitzen und zu wirken, Vermittlung. Wir brauchen also einen wesentlich höheren Aufwand und Organisation der Wissens-Vermittlung, als es im Moment der Fall ist. Wir brauchen alle Menschen als Selbst-Entscheidende Lebewesen. Das ist aber gegen die Macht und den Status gerichtet; und auch das trägt JEDES Mensch im Selbst, im ich mit, den Status-Trieb (Hierarchie). Das meint, Wir müssen gegen Uns Selbst vorgehen, um ein Mehr an Bildung zu erreichen. Jedes Mensch trägt ein Mehr oder ein Weniger an Hierarchien-Gefühl im Selbst. Je mehr Hierarchie, umso mehr ist das jeweilige Mensch auch Gegen ein Mehr an Bildung. Es ist gegen das persönliche Gefühl und den Wunsch nach Fremd-Beeinflussung. Wobei der Wunsch oder auch der Zwang nach der Gestaltung des Umfelds (und das kann Riesig sein) nach persönlichen oder anders gesagt: egozentrischen Bedürfnissen, wahrscheinlich von mangelndem Selbst-Gefühl überfordert wird. Und dann die Astro-Physik, die weitere Entwicklung der RaumZeit. Billionen und aberBillionen von Sonnenumkreisungs-Einheiten, bis zur Verpuffung des DaSein.
Aberwitzige RaumZeit-Phasen und -WEITEn!

Bis hierhin. Falls Sie können, schauen Sie hin. Lohnt.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

RostRotes Robotes

Das Sprache spricht.
Das Sprache spricht nicht vom Selbst, Es spricht stets  von Etwas ander-Es, wenn Es spricht. Sprache ist darin etwas besonderes, Es spricht stets von DaZwischen.

Dafür ist Es geschaffen, dass Es äusserl-ich spricht, das ich spricht in (irgend) einer Sprache. Und was spricht Es dabei so? Heute vielleicht mal etwas Phantasie ...

... und gebe dabei dem Inhalt Struktur und der Form Gestalt, soll heissen, dem Inhalt Wert und dadurch der Hülle Schönheit. Was bisher fast immer getrennt ist. Leider.

... und Oliver-August Lützenich versuche mit viel beruhigendem Wissen, mit allem Verständnis und weitest gehender Selbst-Achtung und mit all der Zuneigung, die ein Selbst für / in dasSelbe Selbst einbringen kann, *mich zu einer Veränderung, der zu *mir hin gezeugten und *mich geprägten Haltung im und zum DaSein zu bewegen. Warum?

Na, ganz einfach, weil da noch so viel Freude ist, die *ich auch noch gerne erleben möchte, aus dem Leid habe ich genug Schläge und Gemecker erhalten, also *mir genügt das inzwischen, hätte es eigentlich schon längst. aber ...

... vor kurzem las *ich dann die Aussagen eines Forsch-Es, das neben dem forschen auch viele Vorträge hält, auch mal vor Hunderten Menschen. Dies-Es - Forsch-Es - geht es dabei - neben der reiner Informations-Vermittlung von physikalischen und biologischen und klimatischen Gegebenheiten - auch um merkliche Verhaltens-Änderungen beim Wahrnehmen des DaSein von den einzelnen MitGliedern darIn; und damit auch beim Einkaufen und dem sonstigen Handeln im DaSein.

Im AnGesicht der steigenden Weltbevölkerung, der gestiegenen Bedürfnisse des einzelnen MitGlied-Es und des Wandels des erdmondlichen Klimas.
Das Forsch-Es war Anfangs voller Euphorie und Freude über die Zustimmung des Publikums bei den Veranstaltungen und bei den Vorträgen. Die Menschen nickten und stimmten auch lauthals zu und klopften anschliessend die Schulter. Das Forsch-Es war stets nach den Vorträgen glücklich und war überzeugt etwas bewegt zu haben, jedoch die Ernüchterung kam langsam und schlich an Es heran und traf Es bei das NeuGier, das ein Forsch-Es ja schon zum Forschen trieb(!). Das Forsch-Es forschte nach.

Nach den merkbaren Ergebnissen von Vorträgen.
Was bewegen die Informationen und das Wissen in den Menschen? Wie viele Menschen ändern daraufhin etwas?

Sie ahnen es bereits, das Ergebnis dieser Nach-Forschung war erschreckend für ein vorher glückliches Forsch-Es. Hunderte Menschen nicken und klatschen und stimmen sonstwie zu, aber ...

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Oktober-Baumschmuck
in der Bergmannstr.
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... belassen danach alles beim Alten. Tausend Menschen nicken, aber nur ein-Es geht dann hinaus und verändert wirklich etwas. Fängt also mit den Informationen etwas an.

Ein-Es. Wenn überhaupt. Und diese anderen tausend-Es, die zu solchen wissens-satten Vorträgen gehen, sind sowieso schon eine Ausnahme, von Milliarden.
Aber da erschreibe *ich Ihnen ja wahrlich nichts Neues, das kennen Sie bestimmt auch aus dem Freundes- und Bekannten- und Kollegen-Kreis. Nicken tun Wir gerne, weil Wir ja Einander gerne zunicken, schon aus Freundlichkeit, weil, erst recht, wenn ein-Es Uns schon mal so gut unterhält, auch wenn ein-Es kaum begreift, worum es so geht, dann können Wir doch wenigstens freundlich sein.

Wir sagen öfter mal Ja, obwohl diese Zustimmung eigentlich nur eine momentane Befindlichkeit ausdrückt, ohne Folgen, die daraus gehend sogar längerfristig währten. Wir nicken allermeist folgenlos.

Das tun Wir gerne, weil was will schon gerne folgen, wenn Es nicht muss.
Also, wenn die Feuerwehr mir einen Weg aus einem brennenden Haus weist, dann folge ich erst mal gerne, auch wenn ich dabei nicht zu hundert Prozent annehmen kann, dass dieses Feuerwehr-Mensch richtig weisst, weil, vielleicht kennt Es den Weg nicht so genau, oder dort brennt es nun ebenfalls und ein anderer Weg wäre weniger heiss, aber erst mal folge ich das Feuerwehr gerne.
Aber es gibt Menschen, die glauben Kein-Es, weil Sie nichts wissen, die folgen nicht einmal der Feuerwehr, wenn Sie bereits verbrennen, selbst dann weichen diese Menschen noch dem Wasser aus, das Sie löschen könnte: Glaubenskrieger und Ideologen und Führer und Prediger und vielleicht auch Investmentbanker, aber dazu kenne ich zuwenige, kein-Es, um das beurteilen zu dürfen.

Worauf wollte *ich hinaus? Ach ja, auf die Wirkung von Sprache.

Können Wir Worten trauen?
Vor allem, wenn ein-Es diese Worte nicht Selbst geformt hat?
Einfach so trauen? Vertrauen, wo die Worte doch von eines Fremd-Es sind, das zwar etwas wissen und können kann, was Mensch Selbst nicht kennt, aber das ist ja genau das Problem, das es Wissen und Erfahrungen / Erlebnisse sind, die ein-Es meist nicht kennt, es ist zwar spannend davon zu hören, aber was soll daraus schon folgen, ausser dem üblichen Applaus?

Nein, wirklich nicht, das Sprache ist nicht zu vertrauen, ausser ein-Es spricht selbst, dann steckt darin auch Vertrauen drinn, davon ist von DrAussen wenig drinn, eigentlich nichts, was, wie *ich weiss wenig ist, meistens, Nichts kann aber auch fast ALLES sein, bis auf eben das, was ganz und gar allein ist und von Nichts mehr wissen will. Nur dann ist im Nichts fast ALLES drinn, was ist; ansonsten ist davon nur wenig im Nichts enthalten, aber das erschrieb *ich bereits, oder?

Mit dem Wissen ist es so eine Sache, weil im Wissen eben auch der Betrug, die glatte Lüge und jede Menge Verzerrungen und Verballhornungen drinnstecken. Ich weiss, dass ich ab und zu lüge, lüge, wie gedruckt, weil es manchmal mehr Freude bringt und zeigt, als die Wahrheit Leid brächte, aber das liegt vor allem am RaumZeit-Punkt. Denn ein-Es - *mir - ist auch klar, dass nur die Richtigkeit und Stimmigkeit einer Versprachung oder einer sonstigen MitteilungsForm (Gestik, Mimik, Geruch, Stimmung, Anwesenheit) zwischen ErLebewesen, eine freudige Erregung bewirkt. Alles andere ist bestenfalls beruhigend.

Aber *ich bin eben oft noch unsicher, wie ich das Wahrheit so in Worte fasse und beschreibe, dass Es die Freude wirklich mitbringt; und nicht nur so tut, als ob, wie das hier so üblich ist. Beruhigendes allerorten, kaum das die Richtigkeit und Stimmigkeit zu spüren ist, so wenig ist davon bisher in all den Mitteilungen (Kommunikation) enthalten, ausser Mensch muss, aber dazu geht es Uns wohl noch zu gut, als das Wir das Wirklichkeit so ertragen würden, wie ES ist. Gut gehen, ist Nicht gut sein. Das ist auch klar.

Gut gehen können Wir schon noch eine längere RaumZeit, aber irgendwann einmal fallen Wir einfach hin, weil Wir nicht mehr gehen können und was dann?

Dann bauen Wir Uns einen ROooBOooTEeeR und lassen Uns tragen, oder?
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Von UMBO, 1929
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Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 17.09.2013, von David Gelernter.
Titel: Der Robotismus als soziale Krankheit
Untertitel: Wieso haben Hirnforscher solche Angst vor der Subjektivität? Weil sie in uns nur noch Hunde mit einem iPhone sehen. Plädoyer für einen neuen Humanismus.

Eine intellektuelle Krise naht.
{Oliver-August Lützenich bin k[aum]ein Intellektuell-Es!}

Wissenschaft und Philosophie des Geistes bedrohen die westliche Kultur mit dem genauen Gegenteil eines Humanismus. "Der Mensch ist das Mass aller Dinge", sagte einst Protagoras (http://de.wikipedia.org/wiki/Protagoras). Heute fügen wir hinzu: "Und Computer sind das Mass aller Menschen".
Die Wissensschaft hat immer weniger Raum für den einzelnen Menschen und dessen subjektive Perspektive. Aber wir vermögen die Welt nur aus unserem eigenen Geist heraus zu sehen. Wir sehen eine Welt, in der es Gutes und Böses, Richtiges und Falsches, Schönens und Hässliches {Oben und Unten, Arm und Reich, ... eben Gegensätze und jede Menge Verschiedenheiten im DaZwischen den Extremen, oder?} gibt, eine Welt moralischer Pflichten. Wir beobachten die Welt nicht nur - wir fühlen sie auch. Wir sind keine blossen informationssammelnden Maschinen - wir sind bewusste Wesen. Unser bewusstes Erleben (obwohl nur uns selbst zugänglich) ist ebenso real wie der Baum draussen vor dem Fenster oder die Photonen, die auf Ihre Netzhaut fallen. Wenn die Wissenschaft sich mit der Realität auseinandersetzen soll und nicht nur mit einem Teil der Realität, darf sie sich nicht auf die objektive {von lat. ob-icere = hin[zu]geworfene} Realität beschränken, sondern muss auch die subjektive {von lat. sub-icere = unterworfene} Realität einbeziehen.

{Worte, so bedeutend! Und diese Worte für ein Geschehen (also das Inhalt des Wortes) wurden teils vor Jahrtausenden eingespürt und entworfen, und prägen bis Heute unser menschliches DaSein (Geschehen) "mitHilfe" (?) der menschlichen Kommunikation, die Uns - zumindest intellektuell und philosophisch, also eher von Oben - als Subjekte zu Unterworfenen macht(!) und alles drummherum zu [da]hingeworfenem. Ist dieser damalige Eindruck auch Heute, nach Jahrtausenden oder auch nur Jahrhunderten, immer noch gültig?}

Viele Denker haben das gesagt. Leider sind sie weit verstreut und nehmen die Arbeit der anderen nur selten zur Kenntnis. Wenn sie ihre Kräfte bündelten, könnten sie eine neue Aufklärung hervorbringen. Eine von der Wissenschaft eingeschüchterte und vom zynischen, leeren "Postmodernismus" zu Tode gelangweilte Welt braucht nämlich dringend eine neue, subjektivistische, humanistische, individualistische (und postironische) Weltsicht. {Dieser Mensch schreibt nicht von *mir, aber irgendwie doch auch an *mich, aber auf eine seltsam gewundene Art, *ich fühle auf jeden Fall einen Anspruch, eine Ansprache auch an *mich!} Wir brauchen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft und Kunst und spirituelles Leben, um im vollen Sinne Menschen zu sein. Die drei letztgenannten verlieren zunehmend an Bedeutung, und die erstgenannten versteht fast niemand mehr. Robotistische Vorstellungen sind daran nicht allein schuld, aber sie spielen eine grosse Rolle.

{So wie wir Menschen eben nur Rollen spielen können, solange Wir in das Masse Selbst-Bestimmte ErLebeWesen sind, solange kann k[aum]eines nur Selbst-Sein, nur einfach als ein-Es DaSein, mit allen Facetten und Möglichkeiten die das DaSein als (ein-Es) Selbst so anbietet und das ist grossartig und enorm VIEL, was das DaSein dem Mensch-DaSein in die Wiege gelegt hat, was aber bisher eben kaum ein-Es abrufen kann, aber Schuld ist daran KEIN-Es; mit Schuld kommen Wir immer erst hinterher weiter, wo Wir doch noch in Masse im Vorher drinn stecken: im VOR dem Selbst-DaSein als Menschen. Die SchuldFragen können Wir dann klären, wenn Wir DaSind, vollkommen DaSind! Bisher sind Wir in Masse anwesend und tun irgendwas, sind bekannt oder wenig und sterben ganz langsam so dahin, dabei, das ist noch fast AllEs, was wir Menschen können, könnten tun Wir mehr.}

Tyrannei des Funktionalismus

Zwei herausragende Philosophen (unter anderen Dissidenten) rufen nach einem neuen Subjektivismus. {Darf *ich noch einmal ganz zart darauf verweisen, was das wörtlich bedeutet? Nein, Gut ...} John Searle, Philosophieprofessor an der University of California in Berkeley: " Am erstaunlichsten [an der modernen Philosophie] ist die Tatsache, dass vieles am Mainstream der Philosophie des Geistes der letzten fünfzig Jahre offensichtlich falsch zu sein schein". Das schrieb Searle 1992, er hat seine Meinung bis heute nicht geändert.
Was ist da falsch gelaufen? Viele prominente Denker glauben {*ich also nicht, wahrscheinlich, weil *ich nicht prominent bin.}, wenn sie die Realität des Bewusstseins und subjektive Gefühle zugäben, verrieten sie die Wissenschaft. Deshalb weisen sie subjektive Gefühle zurück {vielleicht wegen dem: "unter-" könnte ja sein, dass Sie das bemerkt haben und einfach nicht mehr unter irgendwas denken oder gar begraben sein möchten. Könnte ja sein, aber *ich glaube eher, das hat andere Gründe, aber welche, mal weiterlesen:}. Thomas Nagel, Professor für Philosophie und Recht an der New York University, sagt zur modernen Kognitionswissenschaft und Philosophie: "All diese Theorien erscheinen unzulänglich als Analysen des Mentalen, weil sie etwas Wesentliches ausser Acht lassen." Nämlich? "Die erste Person, den inneren Standpunkt des bewussten Subjekts: zum Beispiel, wie Zucker Ihnen schmeckt oder wie Rot aussieht oder wie Zorn sich anfühlt".
Wie konnte man solche Dinge auslassen? Weil der "Funktionalismus" heute unter {!} den Theoretikern des Geistes die vorherrschende Sicht darstellt {Finden Sie auch das Michael Bischoff, der Übersetzer, bisher ganze Arbeit geleistet hat? Das volle Programm an Menschlichkeit aus dem Deutschen herausgeschält und es vor das Englische hingestellt hat, dass dieses nur noch so als Hintergrund anklingt, weil, hat David Gelernter wirklich von "dargestellt" geschrieben? Und von "vorherrschend"? Dann ist es ja gut.}.
Der Funktionalismus fragt: "Was heisst es, zum Beispiel, durstig zu sein?" Die Antwort: bestimmte Ereignisse (Hitze, harte Arbeit, mangelndes Trinken) verursachen einen mentalen Zustand, den man{n (nervt Sie das schon?)} als Durst bezeichnet; dieser Zustand veranlasst uns zusammen mit anderem {m.a.}, bestimmte Dinge tun zu wollen (etwas zu trinken). Nun verstehen wir, was "ich bin durstig" bedeutet. Aber das ist keine gute Erklärung, weil "Durst" vor allem bedeutet, dass wir uns durstig fühlen. Wir haben eine bestimmte Empfindung. (Dieses Gefühl erklärt wiederum bestimmte Wendungen wie "Wissensdurst", obwohl dieser Durst nichts mit der Hitze draussen zu tun hat.)

{Hitze? Durst hat etwas mit Mangel zu tun. Diesen Zustand kann die Hitze beschleunigen, aber die Auslöses für Mangel sind so vielfältig wie das DaSein. Durst ist in erster Linie eine Bezeichnung für EINEN Mangel, meist den an Wasser, das jed-Es Mensch dringend zum weiterErLeben braucht, aber inzwischen ist dieses MangelWort eben auch an andere Bedürfnisse angehängt worden, m.a. auch an das Wissen, das das Glauben nach und nach in Jed-Es von Uns einfordert, wenn auch sehr langsam und vorsichtig, weil ... Das Mensch ist sehr zerbrechlich! Fragil. Es könnte auseinanderbrechen wenn Es zu schnell zu viel weiss. Also, gaaaaanz vorsichtig umwenden, um zu wissen, was ist? Aber wirklich, ganz vorsichtig! Zu Wissen ist nämlich wesentlich mehr!, als nur zu Glauben, deshalb fordert doch das Glauben das Wissen beständig auf diesen Mangel im Glauben zu "löschen", mit dem was im Wissen drinn steckt; und wenn Sie jetzt bereits ahnen, dass das ALLES ist, was ist, dann wird Ihnen so schwummrig, wie *mir dauernd schwummrig ist, wenn *ich hier ahne, was {los[e] oder auch fest} ist, in diesem DaSein. Und als Mensch ist das wirklich kaum mehr, als zu erahnen, deshalb Glauben Wir in Masse noch lieber.}

Der Funktionalismus gewann an Bedeutung, als die Computer an Bedeutung gewannen. Viele Philosophen und Wissenschaftler glauben {seien Sie bitte nicht genervt, aber ich brauche das ab und zu zur Selbst-Bestätigung, dass es so ist, wie *ich es glaube: Wissenschaft und Philosophen glauben}, der Verstand arbeite wie ein Computer. Niemand weiss {!}, wie man es schaffen könnte, dass ein Computer etwas fühlt oder ob so etwas überhaupt möglich ist {ist es, aber dazu im Weiteren mehr. Möchte hier nicht zu grosse Einschübe erschreiben}. Aber wenn man Fühlen und Bewusstsein eliminiert hat, wird es viel leichter, einen Computerverstand zu erschaffen. Nagel nennt diese Ansichten einen "heroischen Triumph ideologischer Theorie über den gesunden Menschenverstand".
Der Funktionalismus und seine Kritiker stehen genau auf der Vierung der modernen Kathedrale des Geistes ...

{lat 'cathedra' = "Stuhl, Sessel", die 'ecclesia cathedralis' bezeichnet also seit dem mittleren Mittelalter den Sitz, die Kirche eines Bischofs. Das lat. Wort 'cathedra', geht dabei auf das gr. 'kathédra' zurück, dessen Grundwort  'hédra' = "Wohnsitz, Sessel" ist (die Vorsilbe gr. 'kata' = "von, hin, gänzlich völlig") , das zusammen mit dem dt. "sitzen" auf das gr. Verb 'hézesthai' = "sitzen, sich setzen" zurückreicht. Sie bemerken, dass Herr Gelernter den "Geist" in eine Institution des katholischen Glaubens hinein[ver]setzt, also in keine Moschee, Synagoge, einen Tempel oder eine andere Stätte der Glaubensbekenntnis. Das "Geist" ist für Herrn Gelernter also Katholisch und das ist doch ganz gut, oder, wenn ein-Es weiss, dass gr. 'katholikós' = "das Ganze, alles betreffend, allgemein" bedeutet und nach der Vorsilbe von gr. 'hólos' = "ganz" abstammt. So bedeuten das katholische und die Kathedrale weniger ein Glaubensbekenntnis, als die Benennung einer Hungrigkeit (auch so eine Mangelerscheinung), die das Ganze besitzen (wissen?) will. Noch mal von vorne:}

Der Funktionalismus und seine Kritiker stehen genau auf der Vierung (http://de.wikipedia.org/wiki/Vierung) der modernen Kathedrale des Geistes. Aus der Ferne, aus einer Kapelle des nördlichen Querschiffs, kommt eine weitere Stimme gegen den Robotismus und für einen subjektiven Humanismus {Ähh? Was steckt da drinn, in diesem Wort?}. Jonathan Lear zum Beispiel ist Philosoph und eine Autorität auf dem Gebiet der Psychoanalyse an der University of Chicago, Psychoanalytiker und Freudianer sind froh, wenn sie mit jemandem reden können - aber heutzutage wollen nur wenige Wissenschaftler oder Philosophen mit ihnen reden. Aufgeschlossenheit ist das Letzte, was man der modernen Wissenschaft nachsagen könnte.

{Also, da habe *ich andere Nachrichten erhalten, von vielen fächerüber-greifenden Projekten und sogar Instituten, in denen DaSein-Forsch-Es aus allen Richtungen zusammenarbeiten; Physik-Es mit Biolog-Es und Physiolog-Es; und Psycholog-Es mit Neurowissenschaftl-Es und Mathematik-Es und Kosmolog-Es ... Aber vielleicht ist das noch eine zu geringe Anzahl an Zusammenarbeit des DaSein-Forschung. Ja, auch *ich hier wünschte mehr Zusammenarbeit beim Mangel und der Behebung desselben.}

"Meines Erachtens", schreibt Lear, "geht es nicht darum, ob die Psychoanalyse, sondern ob das Individuum veraltet ist. Ein Individuum zu sein ist ein psychologische Errungenschaft; es ist zu Beginn des Lebens nicht vorhanden und kann nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden." Dennoch halten wir es für selbstverständlich. "Die Idee einer aus Individuen bestehenden Gesellschaft ist gefährlich für eine Gesellschaft, die auf Massenpsychologie basiert." Und das sind wir, schreibt Lear: eine Gesellschaft, die auf "Massenpsychologie" basiert.

{Und? Ist das schlimm? Ist das ein VorWurf? Ja, wir Menschen sind so, weil Wir so geschaffen wurden, allerdings mit der Möglichkeit ganz Selbst[zu]-Sein und sogar mit dem AnReiz dazu --> Mangel!}

Zombies unter uns

Freud, so erklärt Lear, habe eine "Wissenschaft der Subjektivität" entdeckt. Searle meint, der "tiefste Grund für die Furcht vor dem Bewusstsein" im intelektuellen Mainstream sie die Tatsache, dass "Bewusstsein die überaus beängstigende Eigenschaft der Subjektivität" besitzt. Subjektivität erschreckt Wissenschaftler und Philosophen, die in ihrer Starrheit nicht zulassen können, dass Wissenschaft wächst und sich verändert. {Da merke *ich mal wieder, wie sehr Verallgemeinerung nur provozieren möchte, ohne je stimmig zu sein. Wenn ein irgendwie gequältes Mensch aufschreit, wegen ..., dann wird stets kräftig verallgemeinert: die sind ..., das ist alles ..., oder auch Wir sind ..., obwohl da nie Alle, die das Wir sind, zustimmen können. Und da *ich ein Philosoph bin und auch als solcher, nicht bloss als Mensch, wachse und gedeihe und in alle Richtungen neugierig bin, wollte *ich nur kurz anmerken, dass *ich in der obigen Menge nicht enthalten bin, oder zumindest etwas herausrage.} Wenn Lear irgendwo aus dem Querschiff heraus zu uns spricht, so spricht die Romanschriftstellerin und Essayistin Marilynne Robinson ganz vom fernen Ende des Hauptschiffes zu uns, dort, wo der Souvenirshop sich befindet. Sie veröffentlichte 2010 ihr Buch "Absence of Mind".
Neurobiologen möchten zeigen, dass einzelne Persönlichkeitsmerkmale, wie gutes Benehmen, ihren Ursprung in bestimmten Hirnregionen haben. Wenn eine Region zerstört wird, ist auch der zugehörige Teil der Persönlichkeit zerstört. So weit, so gut. Dein Denken, so wollen sie uns sagen, ist nur das Produkt deiner Gene und deines Gehirns. Du hast nichts damit zu tun, weil es kein individuelles, subjektives Du gibt. "Du" bist, was du sagts und tust. Deine innere Mentale Welt existiert nicht oder spielt keine Rolle. Tatsächlich könntest du auch gar kein Bewusstsein haben, ein lebender Robiter sein, ein "Zombie". Das würde auch keine Rolle spielen.
Robinson fragt: Aber was war mit dem wirklichen Menschen Phineas Gage? (http://de.wikipedia.org/wiki/Phineas_Gage) Die Neurobiologen sagen nichts über die Tatsache, "dass Gage plötzlich entstellt und halb blind war und dass er immer wieder unter Entzündungen des Gehirns litt"; dass also seine schlimmsten Verletzungen dauerhaft waren. Er war fünfundzwanzig Jahre alt und hatte keine Hoffnung, jemals wieder gesund zu werden. Ist es nicht möglich, fragt sie, dass seine Zornesausbrüche und sein Fluchen genau das bedeuteten, was sie in aller Regel bedeuten, nämlich, dass er wütend war und litt? Wenn die Hirnwissenschaftler diese Geschichte erzählen, schreibt Robinson, "lassen sie gänzlich ausser Acht, dass er ein Mensch war, der dachte und fühlte, ein Mann mit einem einzigartigen, schrecklichen Schicksal". Der Mensch ist bloss ein Computer - wenn man alles ausblendet, was ihn von einem Computer unterscheidet.
Anfangs war der Robotismus nur eine intellektuelle Schule. Heute ist er eine soziale Krankheit. Manche jungen Leute möchten Roboter sein und können es gar nicht abwarten, dass man ihnen elektronische Chips ins Gehirn implantiert, damit sie klüger und besser informiert sind als alle anderen (ausser ihren Freunden, die sich dieselben {Jetzt weiss ich ja nicht, wer hier den grossen Fehler begangen hat - denn *ich kenne den Originaltext nicht - aber, Was die Verschiedenheit von Gleiches und Selbes nicht kennt, Das[jenig-Es] hat eine sehr grosse Verständnislücke in-s ich. Denn denSelben Chip kann ein-Es nur tauschen mit ander-Es, jedoch niemals mehrere-Es zur gleichen RaumZeit implantiert haben. Also *ich hier vermute mal, dass die Genauigkeit auch in das Sprache sehr wichtig ist, weil nur dann sicher gestellt ist, dass das Inhalt - die Füllung einer Kommunikation, ausser Reichweite der gemeinsamen Sinne - also wenn Zwei zum Beispiel dasSelbe spüren (riechen, hören, sehen, tasten, schmecken) können - beim Absender und beim Empfänger möglichst genau übereinstimmt. Computer haben es da meist einfacher, die "Kommunikation" mit elektronischen Signalen von Gerät zu Gerät ist fast (!) immer eine genaue Übereinstimmung von abgesendetem und empfangenem: 1011001 kommt fast immer (!) auch als 1011001 beim - zum Beispiel - Drucker an. Das Sprache bietet da noch eine Fülle an Leer-RaumZeit und jede Menge Verwechslungen und Fehlschlüssen an, die auch jeweils reichlich genutzt werden, wie das obige Beispiel beweist, das dieselben statt dieGleichen} Chips haben implantieren lassen). Oder sie möchten die Welt durch die Brille von Computern betrachten, die der armseligen nackten Natur Botschaften überlagern - sie sind Geiseln, die ihre Geiselnehmer lieben. 
Unser ganzes Streben nach dem Guten, Gerechten, Schönen und Heiligen, nach dem, was dem menschlichen Leben einen Sinn verleiht und dafür sorgt, dass wir, wie es in der Heiligen Schrift heisst, "nur wenig geringer als die Engel" und ein wenig besser als Hunde und Katzen sind, ist für die Weltsicht des Robotismus unsichtbar. In der vom Robotismus geprägten Zukunft werden wir werden, was wir zu sein glauben: Hunde mit iPhones. Die Welt brauchte heute einen neuen subjektivistischen Humanismus - nicht nur verstreute Proteste, sondern eine ständig wachsende Bewegung, einen Aufschrei, der aus dem Herzen kommt.
Aus dem Englischen von Michael Bischoff.
Ende FAZ-Essay.

Untertitel: Noch ein "wenig" Nachhall zum RobotEs - Artikel

Und wenn Sie nicht gestorben wären, dann lebten Sie noch Heute, die Roooboooteeer, aber *ich lebe noch, also könnte *ich auch was tun, aber woher soll *ich die Worte her nehmen, die das bewirken können, dass *ich etwas tue, was *ich noch nie tat, wenn nur bestenfalls ein Tausendstel in *mir auf Worte eingeht oder auch ausgeht?

Wenn Sprache in *mir schön erklingt und schön herumsummt, aber nur ein Nick[erch]en bewirkt oder ein Händeklatschen; und *mir danach ein Bierchen einschenke und vor dem PC oder dem Fernseher oder einem Roman / Krimi fast verschwinde, Selbst-los, wie *ich noch bin.
Wo ich doch auch weiss - einigermassen wenigstens -, was ist.
Aber einfach nichts dagegen machen kann.
Dagegen nichts machen kann?

Kann?
Machen?
Nichts?
Dagegen?

Das ist meine Haltung im DaSein, wo *ich doch so gerne dafür bin, ähh, zumindest wäre.
Aber nicht bin.
Auch wenn *ich etwas besseres weiss.
Aber das Wissen bewirkt [noch] nicht, dass *ich das tue, was dem nützt, was *ich dazu brauche: Freude.
Noch ist zuviel Leid drInnen und das scheut die Freude, es braucht Abstand dazu.
Also, was bekomme *ich DaZwischen hin?
Zwischen das Leid und das Freude, dass *ich von Beides mehr bekomme, statt nur mit dem Leid erLeiden zu müssen?

Das Sprache, als VerMittlung?

Zwischen den Extremen Dahin.
Bisher spricht Leid nicht mit Freude; und Freude kaum mit Leid.
Sprache ist DaZwischen, noch ohne zu vermitteln.
Obwohl Es - das Sprache - auch und gerade dazu beschaffen ist.

Sprache kann für AusGleich sorgen.

Für Friedlichkeit im und beim Umgang im Mit-Einander, durch klare Trennung der Bereiche [-] oder eine Vermischung von Beides in einem ebenso klaren Gefühl (1).
Dieses Gefühl braucht dann nichts mehr zu verbergen, was ist, so wie es im Jetzt noch üblich ist. Wenn das Gefühl klar ist, dann spricht Es auch Klartext.
Klartext wirkt einfach. Ist aber schwer zu erreichen.

Denn noch spricht kein-Es Klartext.

All-Es spricht im Jetzt irgendwie drumm-herum, oder völlig daran vorbei.
Und das ist bisher der Freude so lieb, wie dem Leid recht, solange genügend Zwischen-RaumZeit ist, solange das ein-Es dem ander-Es nicht zu nahe kommt.
Das Sprache kann DaZwischen sein und klopft schon länger an.
Das ist für Beid-Es besser, wenn es verstanden ist, wie -Es ist.
Von das ander-Es; und nicht so, wie -Es glaubt zu sein.
Hier ist noch mehr Leid zu finden, als Freude.
Obwohl die Freude bereit ist, Da zu sein.
Wo bisher fast nur Leid bereit ist:
Da zu Sein, wo ein-Es ist.
Und da ist schon fast
ÜberAll Etwas, aber
kaum Freude drInn.
Das Sprache klopft
und hält die Worte
hin: Hier, hört zu,
was ich Alles kann,
ich kann auch Alles sprechen, was ist, wenn ich davon weiss; und das ist bisher eben wenig, aber, wenn ich die Gelegenheit bekomme, zu wissen, was ist, dann erzähle ich auch davon, denn darum geht es doch wohl hier, im DaSein, oder nicht?

Danke.