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Montag, 22. Juli 2013

Innen-Einsichten

Vor ein paar Tagen, sah ich den Film Tron Legacy, seitdem komme *ich keinen Tag aus, ohne mindestens einmal die Filmmusik daraus zu hören. The Grid, und was sagt Jeff Bridges: "... and one Day, I got in." Ich auch, weil *ich fast vermute, Wir Alle sind bereits ein / im Raster / Netz. We are the Grid.

Und dann laufe *ich mit der Musik im Ohr spazieren, was *ich sonst nie, nie, nie mache, mit Ohrstöpseln herumlaufen, weil *ich keine tönerne Grenze, zwischen mich und die Umwelt bauen will, aber *ich habe es getan, weil ich doch mal neugierig war, wie das so ist, wenn ich die Hitze um mich, die Strasse unter mir, die Mit-Menschen neben mir, die Wolken über mir und die Musik direkt rein in das Ohr schicke und es war seltsam.
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Aufgenommen in der Zillestrasse, 
in Berlin-Charlottenburg
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Ungewohnt, von Aussen fast nur den Augeneindruck und den Hauteindruck, aber kaum ein Geräusch mit zu bekommen. Aber was heisst fast? Denn es waren eigentlich "nur" die Ohren, die einen Fehler meldeten, weil das gehörte mit dem gesehenen wenig oder sogar gar nicht übereinstimmte.

Aber dann fing der Titel "Outland" zu tönen an, und es war wie eine Erweckung! 

Der Rhythmus, die Melodie, der Titel, *ich folgte dem Rhythmus im Schritt (ist das jetzt schon doppeldeutig?) und war fast kurz davor die Augen zu schliessen, aber dazu fehlte *mir noch etwas der Mut. So ging *ich im Takt der Musik und nahm das Äussere im Ton und der Intention der Musik war; und es war fast die Wahrheit. Die Musik war das Passepartout, der mich umgebenden Wirklichkeit. Wenn Sie jetzt noch wüssten, wo *ich mit dieser Musik im Ohr herumgegangen war, wann und was so um mich herum gerade los war, dann ...

Aber das kann *ich gar nicht richtig beschreiben, und *ich glaube, das ist auch gar nicht so wichtig, weil die Musik passte wohl auch ganz woanders hin, weil die Umwelt austauschbar ist, ohne dass diese Musik an Innen-Wirkung verliert, wenn ein-Es marschiert und dabei aufpassen muss, nicht dabei abzuheben, den Boden aus den Augen zu verlieren, beim mitschwingen und mitklingen, bei der Musik, wie sie so klingt und ein-Es ohne Flügel Flügel verleiht, auch wenn die Musik voller Einsamkeit erklingt, oder gerade deshalb, wenn die Musik auch nach Geschwindigkeit verlangt, rasch rasch vorwärts drängt, hindurch durch das offene entleerte Land, mit Sog auf das / ein (bedrohliches?) Zentrum zu.

Und dann folgte darauf das "Adagio für Tron", und *ich landete etwas unsanft auf dem Boden, weil *ich die Trauer spürte, überall, *ich sah die Mit-Menschen an und sah Traurigkeit, sah Hetze, Überforderung und so viel Enge, vielleicht waren diese Menschen auch nur eine Projektionsfläche für meine Trauer, meine Hetze, meine Überforderung, was weiss *ich schon? In jenen Momenten jedoch, spürte ich das alles bei diesen Fremden, während Sie mürrisch, schwatzend oder abwesend an mir vorbei liefen.

Laufen mit Musik direkt ins Ohr hineingetönt, eine neue Erfahrung für-m ich, für Viele Alltag.

Oft werde *ich es wohl nicht machen; frage gerade in mir, wie das wohl mit Beethoven ist, so mitten in der Menge, die 7., und dabei bewegt und mit dem Rhythmus und der Schwere und manchmal auch der Leichtigkeit und mit dem ganzen tönenden Hintergrund, der in dieser Musik steckt; und dabei der UmGrund ist vielleicht die Friedrichstr., damit entlang laufen, inmitten der Touristenscharen?
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Blick vom Hauptbahnhof auf die
deutsche MachtZentrale, mit
TouristenSchiffchen
auf der Spree
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Kommt dabei vielleicht sogar eine Wahrheit zum Vorschein, so aus dem Inneren heraus, beim Hören, macht die Stimmung der Musik Entdeckungen des Innenlebens möglich? Könnte ja sein, dass bestimmte Rhythmen und Melodien ein-Es für die Stimmungen eines ander-Es empfänglicher machen, vielleicht nimmt ein-Es, geleitet von der Musik, ermöglicht durch die Musik, an ander-Es Stimmungen wahr, die ein-Es sonst nicht spüren oder gar hören würde?

Werde *ich mal ausprobieren. Ich werde mein InnenerLeben mal etwas empfänglicher für das AussenerLeben machen, empfänglicher auf eine anderen Ebene, mitHilfe fremder Musik. Ja, das probiere *ich mal aus: mit Beethoven oder Stravinsky oder auch Daft Punk durch die Stadt spazieren und hinspüren, was so hinauskommt aus Ihnen da Draussen.
Im Klang der Musik.

Vielleicht kommt ja auch was zufriedenes und leichtes und friedliches und sinnvolles aus Ihnen da Draussen hinaus, weil das gibt es in der Kombination so selten, soll ich da noch ein "leider" DaZwischen schieben?

Nein, auch wenn das vielleicht der Grund sein mag, dass es so selten in dieser Kombination ist.
Also *ich höre jetzt noch einmal "Outland" an, während *ich Ihnen noch zwei Fotos von meinem kleinen Berliner erLeben hier hineinklicke.
Leben Sie wohl.

Samstag, 9. März 2013

Ansage mit Selbst-Ekel

Soll ichs wagen, es zu sagen, einfach so frei heraus, aus [m]einem Selbst, dass ichs kann? Mal ein paar Tage Genuss-Pause machen, von diesem Blog, in dem ich sonst so fleissig ein- und umschreibe, was so in mich hineinschwappt und so aus mir herauswill oder gar -muss? Ja ich wags. Hallo liebe Leses, ich habe gerade eine kleine Aus[rede?]RaumZeit genommen, einfach mal so, um einen längeren Beitrag vorzubereiten, um einen ZeitungsArtikel herum, in dem ich auch wieder einiges an Bestätigung für einige meiner Vermutungen fand, finde aber dummerweise diese Sätze, die dort bestätigt werden, in meinen Beiträgen nicht wieder. Haben Sie das auch schon erlebt, Sie wissen, dass diese Sätze die Sie dort lesen, so ähnlich, fast Gleich, mit Sätzen sind, die Sie schon geschrieben oder auch gesagt haben, aber Sie wissen nicht wo sie zu finden sind und nun suchen Sie, ich suche nun schon seit 2 Tagen vergeblich, obwohl ich weiss, dass ich sie vor kurzem erst aufgeschrieben habe, es ist ein stundenlanges suchen und lesen und verwerfen und verbessern, weil, wenn Eines schon alte Texte herauskramt und dort Unstimmigkeiten findet, kann Es (ich) sie auch gleich ausbessern, oder wenn ich Platz zum Verschönern habe, dann fülle ich den auch sofort aus, und so vergeht die RaumZeit und der geplante Beitrag wird Tag für Tag hinausgeschoben. Weil ich den Beitrag und darin die Sätze, die der Artikel bestätigt und sogar erweitert, einfach nicht finde. Was habe ich schon für Suchbegriffe eingegeben!? Aber der Beitrag ist nicht dabei. Sie kennen das bestimmt auch: den Wald vor lauter Bäumen nicht finden, so genau geht es mir, ich weiss, es ist da, aber wo genau und die Blätter rauschen und rauschen, aber die Sätze, die ich suche klingen darin nicht auf, es ist zum Verzweifeln und so sitze ich nun vor Ihnen hin und gestehe: es dauert noch ein wenig, aber dann ...

... kurze Pause ...

... dann wirds bestimmt auch wieder interessant und informativ und ersthaft auch humorig, weil davon kann ich oft nicht genug bekommen, vom Lachen, in dem Geschehen, in das ich so eingebunden bin, das ist oft nur noch zum Lachen, aber auch einfach zum Lachen, ohne dabei wahrlich Lächerlich zu sein, weil, was ist schon zum Lachen, was so Da ist, weil das Lachen ja doch meist nur Verzweiflung kaschiert, oder Unsicherheit maskiert oder eine ignorante Dummheit wieder ausbügeln soll, oder blanke Häme ist, weil das Lachen so selten einfach nur aus FREUDE ist, ohne das überlachte LEID, das es Meistens ist. Mei, so viel wird gelacht, nur die Freude kommt dabei einfach zu kurz, weil es Jenen, die dabei nicht Lachen können oder dürfen, meist ein langes Leid ist. Ja, wie bin ich denn nun auf das Lachen gekommen, obwohl ich nicht fündig werde, bei meiner Suche nach Bestätigung, ach, es ist schon komisch, wie Mensch manchmal vom Höcks-chen aufs Stöcks-chen kommt, und dann kaum noch zurückfindet, dorthin, wo das mit dem Stöcks-chen anfing, oder war es das Höcks-chen, in dem schon das Unerfindliche steckte, na, das ist doch nun wieder zum Lachen, oder?

Vor dem Lachen, also DaZwischen, ein wenig Selbst-Erkenntnis, während dem Schreiben.

Ist ja immer wieder leicht für m*ich zu erkennen, dass in fast alle Zeilen in diesen Blogs auch ein wenig Selbst-Ekel eingewebt ist. Das Selbst ist im Selbst vom Selbst angeekelt. Dann frage ich aber auch immer: Wie kann das passieren, dass ein Selbst vom Selbst zurückweicht und die Nase rümpft und nicht näher kommen möchte, weil das Selbst, das Es ist riecht, unangenehm riecht - für manche sogar stinkt, für-m ich glücklicherweise nicht, aber leicht anrüchig ist das Selbst für das Selbst schon -? Da muss also was passiert sein, in der Vergangenheit des Selbst - oder schon früher, viel früher vielleicht sogar? -, was den Ekel im Selbst erregt hat; und das muss von Fremden erregt worden sein, sonst ist die Bewegung vom Selbst wegg, kaum erklärbar. Das Selbst weicht im Selbst vom Selbst zurück. Das ist also eine Empfindung, ist aus dem Gespür so geworden, ist durch die WahrNehmung in Eines hineingeträufelt oder sogar gepresst worden. Fremde haben Eines spüren lassen, dass Eines unangenehm ist und das Selbst hat das zu eigen gemacht, hat diese Empfindung, hat dieses Gefühl von Anderen, oder von eines Anderes zum Selbst gemacht (Macht!), zur Selbst-Empfindung gemacht. Sie bedenken bitte, dass ich das Gefühl im Selbst verorte, als klar innere Bewegung und Kraft und Energie, somit das Gespür, die Empfindung, als einen Bereich der Zwischen dem Gefühl und dem Aussen vermittelt. Die Sensoren, Öffnungen und Kanäle in der Haut und damit alle Sinne, die nach Aussen gerichtet sind - aber von Innen kommen und auch nach Innen weiterleiten - nehmen die Bewegungen und Erregungen des Umfelds und der Umwelt wahr und bauen daraus einen Eindruck im Innen - im Selbst -, auf, der der Wirkung des Selbst auf und in den anderen Selbst entspricht; und wenn der von Ekel "spricht", ist auch die nun eingebaute Selbst-Empfindung ekelig. Das Selbst-Gefühl wird mit dem Fremd-Ekel konfrontiert und weicht zurück. Wenn dieser AussenEindruck über längere RaumZeit anhält, bleibt das zurück-weichen erhalten. Das Selbst-Gefühl weicht im Selbst "vor" der Selbst-Wahrnehmung zurück. So erkläre ich das dem Selbst. Kann sein, dass das UnSinn ist? Zweifel an solchen Selbst-Erklärungen ist nötig, besonders wenn es unbewiesen ist, ob das so funktioniert? Es bleibt der innere Befund, das in allen meinen Zeilen auch ein wenig Selbst-Ekel enthalten ist; und mit diesem Zurückweichen im Selbst geht auch ein Zurückweichen zu den Mit-Selbst einher. Das Mensch mit Selbst-Ekel, empfindet auch für die anderen Mit-Menschen einen Ekel, das Es zurückweichen lässt. Schlimm so etwas.
Ist dieser Abstand aus unangenehmem ErLeben zu verringern? Aber ja! Wie? Ich vermute durch AufKlärung der Vergangenheit - der Gründe, des erlebten Ekels - und Erlebnisse der angenehmen Selbst-Wahrnehmung in anderen Selbst, ist die Kluft heilbar.

Das lasse ich jetzt erst mal so stehen, um es zu überprüfen.
Und jetzt aber mal wieder raus aus dem DaZwischen-Reich der Vernunft, kurz Luft holen, um wieder ein wenig Wohligkeit einzuatmen, um das Gefühl positiv zu stimulieren, kurz, um dann wieder in den DaZwischen-Bereich des Bewusst-Sein zu gelangen, vielleicht mit einem Witz? Mir fallen aber nur ziemlich derbe Witze im Moment ein, und das geht hier in diesen Blogs einfach nicht, oder doch?
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Das Sies wissen!
Sonst werden Sie abgeschleppt.
Von mir, Ist das klar!
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Aber mal ernsthaft, in ganz kurzer RaumZeit werde ich den Beitrag hier einstellen, Morgen bestimmt, aber das ist Ihnen ja doch egal, wann ich hier was einstelle, da lachen Sie doch nur drüber, aber egal, Morgen quetsche ich Hier was Neues rein, irgendwas Neues, was Sie so noch nie gelesen haben, ist zumindest mein Anspruch, oder scheitert meine Suche vielleicht gerade daran, an diesem Anspruch, obwohl der doch eigentlich ganz nüchtern und normal ist. Was möchte schon etwas liefern, was schon angegammelt ist, was schon mehrfach bekannt ist; na ja, Sie haben ja Recht(!), das ist eher das Normale, das Bekannte immer weiter zu tragen, als etwas Neues zu liefern, meist ist es doch immer dasGleiche, was einem erzählt wird, immer nur Wiederholungen ein wenig aufgehübscht und aufgemöbelt, aber es steckt nicht wirklich was Neues drinn, oder ist gar im Ganzen neu.
Das schaffen bisher nur ganz ganz Wenige, ganz ganz Wenige schaffen das, eigentlich nur ein paar und das ist bei vielen Milliarden ja nun wirklich sehr wenig, Die das schaffen, also, ich gebe zu, ich schaff das auch nicht, was ganz was Neues, ich wiederhole mich auch immer wieder; und der Anspruch, in mir, was ganz Neues schaffen zu wollen, führt zu einer Über-Forderung, und genau die ist es womöglich, die mich nun daran hindert, den Beitrag zu [er]finden, den ich seit Tagen vor Sie hinstellen möchte. Ist das nicht grossartig?

Sie fragen: was ist daran grossartig? Hhmm? Fällt mir jetzt eigentlich nichts ein, was so grossartig ist, im Moment, ... vielleicht die Papst-Wahl, der Kostümball der alten Männer in Rom, ja, vielleicht ist das ja grossartig, oder der Härtetest der Parteien in den USA, oder auch der Bürgerkrieg in zwei oder drei islamischen Ländern, oder das LänderGezänk hier in EU? Obwohl? Grossartig, bezeichnet normalerweise nur ein positives Geschehen oder Detail und was an der vorsatzlichen Aufzählung ist schon positiv, ach, wissen Sie, ich hör jetzt Hier einfach auf, Sie wissen ja jetzt einigermassen Bescheid und könnens kaum mehr erwarten, was so nicht kommt oder wann, und ich kanns kaum noch erwarten, was und ob ichs noch finde, was ich suche ...

Sonntag, 19. August 2012

Sonntags-Zweifel

Den heutigen Sonntag habe *ich mit Zweifeln begonnen, mit mehr und deutlicheren Zweifeln, als sie sowieso schon stets im Hintergrund des persönl*ichen Selbst mitschwingen. Was mache *ich da?

Das gestrige Gespräch und viele andere vorher, lassen *mich in meinen Ansichten und Interessen immer isolierter erscheinen. Ich bekomme ein freundliches Nicken und auch manche Zustimmung, aber *ich merke, manch-Es fühlt dabei so ein wenig mehr oder weniger Abwehr und geht etwas auf Abstand. Ja, genau, aber ... Jetzt lass doch mal gut sein, die Sonne scheint, die Wolken ziehen, hier regnets noch ab und zu, Arbeit gibts auch noch genug und und und.

Und *ich bin da und schau hin und schau weit und denke / frage in solchen Momenten: Bin *ich verrückt oder auch nur entrückt, weil *ich die Geschehnisse im Jetzt und Hier so anders wahrnehme, Nein, vielleicht nicht anders wahrnehme, aber sie anders bewerte, mit anderen Werkzeugen die Geschehnisse berühre oder aus der Ferne beobachte, als es das Umfeld tut. 

Ungeschützter, intensiver, kleiner, leerer.
Was ist das für ein Qualitätsmerkmal, Anders da[zu]Sein, wenn auch nur etwas wenig? 
Normal.

Und wenn es mehr ist, wenn das anders-daSein deutlich spürbar ist und zur Irritierung führt, Miss-Verständnisse auslöst, obwohl auch ich nur so hungrig bin: einfach da[zu]Sein, einfach da[zu]Sein, einfach mit allen Anderen da zu sein. Einfach. Obwohl das Selbst, alle Selbst, komplex sind. Manchmal zweifle *ich arg an dem, was ich fühle, an dem, was ich tue und denke.

Mensch möchte mit Anderen eng sein, weil das schön sein.
Aber Mensch möchte auch für-s ich sein, weil nur mit Abstand das Bewusst-Sein (Vernunft u.s.w.) zur vollen Blüte gelangt, *mir geht es zur RaumZeit so, dass *ich dieses Blühen erlebe und dieses Blühen WEITE braucht, dass *ich aber auch die Nähe brauche und die Enge fürs warme Gefühl, dass *ich aber in der Enge die WEITE vermisse und in der WEITE die Enge.

Vernunft möchte auch verstanden werden, doch das Gefühl blockt ab.
Das Gefühl macht dicht, kein Platz für die WEITE.
Aber das Blühen ist auch so schön, soll ich eine Rose verblühen lassen, weil die Wurzeln {Vergangenheit} die Enge lieben? Das ist der Zweifel, zwischen dem *ich hin und her schwinge?
Einen schönen Sonntag noch.

Nebenbei: Die Ergebnisse der Zweifel erlesen Sie auch im Luetzenich.blogspot.de und im Verantworten-Blog. Viele sogar.

Samstag, 14. April 2012

Die Erregung der Schönheit

Die Schönheit entsteht aus dem Verstehen und Begreifen dessen: Was ist?
Was ist? Ist eine Frage, ist also NeuGier, ist erregtes Interesse an dem Was [Innen/Selbst] ist?; und an dem Was [um ein-Es herum so (los)] ist?, Was ist?, ist die GrundFrage, damit ist, für mich, das DaSein auf die Reise geschickt worden: Verbinde, gehe Beziehungen ein, bilde das ICH, um damit zu klären: Was [Hier eigentlich los] ist?
Nun, ICH ist Hier, Sie ich, ich ich und Wir ICH. 
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Und seien Sie gewiss:
"Der Anfang und das Ende aller Philosophie ist - Freiheit."
Von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, aus: «Vom Ich als Princip der Philosophie oder über das Unbedingte im menschlichen Wissen», § 6.

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Die Erregung der Schönheit
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Die Lebendigkeit gebiert Schönheit, weil sie weiss und kann, mit der Vielfalt und Farbigkeit der Grundlagen gekonnt und bewusst umzugehen. Das würde bedeuten, dass in der Lebendigkeit Bewusst-Heit vorhanden ist, also ein (abständiges) Wissen um das Vorhanden-Sein und die Wirkung dessen, Was ist? Ist auch das Sprache Vielfalt und Farbigkeit? Dann entsteht auch daraus Schönheit, wenn ein-Es weiss und begreift, Was »darin und damit« ist?
So gesehen entsteht Hier gerade Schönheit. Hier wird verortet, wird erspürt und erfühlt, wird ausgewählt, aussortiert und eingefüllt. Bedeutungen, Bilder, Farben, Formen, Substanzen ausgedeutet und eingetütet in Wörtern, der Partikel der Sprache. Zuerst ein wunderschönes Gemälde, von Einem, der das Gefühl in Farben und deren Anordnung suchte und fand, also spüren Sie hin:
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Jackson Pollock, "Number 5"
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Gefühl und Gespür.
Fühlen und Spüren.
Im folgenden tauche ich erst mal tief in den Ursprung der Wörter ein, eine RaumZeit-Reise der Sprache, um den Wörtern Wurzeln und ein wenig Grundbedeutung zu verleihen, oder auch ganz und gar zuzugestehen. Seien Sie mit-s ich und forschen in-s ich, ob diese Herkunft und Bedeutungen Ihnen schmecken, also lassen Sie die Zutaten, die Gewürze der Speise Sprache, die Wörter auf der Zunge des Bewusst-Seins, dem Gespür langsam zergehen; na los, kauen Sie, bevor Sie schlucken, sonst ist das doch alles nur ein schlingen und hinterlässt keinen Nachhall, denn dies ist kein FastFood, dies ist nicht Tiefkühlpizza, dies ist SlowFood, von Meisterköchen (Grimms, Duden und fast unendlich vielen Schriftstellern, Dichtern und Philosophen) zubereitet, also geniessen Sie, bitte.
In diese {Klammern} habe ich Ein-Würfe in die Texte des Duden eingestellt, weil nicht alles, was die Duden-Redakteure so dekretieren (ein- / verordnen) mir passend erscheint.

fühlen: Das westgermanische Verb ahd. 'fuolen', mhd. 'vüelen', niederl. 'voelen', engl. 'to feel' ist unbekannter Herkunft {Tja, das Mensch, das unbekannte Wesen, vor allem die inneren Bewegungen, Mensch sieht sie einfach nicht, woher soll Mensch sie also wissen? Und vor ALLEM, wo kommen Wir her, der "UrKnall", die unbekannte Erscheinung?}. Seine Grundbedeutung ist wohl "tasten" {Falsch geraten, liebe Duden-Redaktion, das "tasten" ist ein Wahrnehmungsreiz, ein nach Aussen gerichteter Sinn, also einer des Spürens. Das 'fühlen' ist wohl eher verwandt mit 'führen': ahd. 'fuoren', mhd. 'vüeren' "in Bewegung setzen, fahren machen", später "bringen" und "leiten"; und mit 'füllen' ahd. 'fullen, fulljan', mhd. 'vüllen', engl. 'to fill' "voll machen". Das Mensch ist voll in Bewegung und das durch viel Gefühl, oder?}; es wurde dann auf alle körperlichen und im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert auch auf seelische Empfindungen übertragen. 

Spur: Das altgermanische Substantiv ahd. 'spor', mhd. 'spur, spor', niederl. 'spoor', altengl. 'spor' ist im Sinne von "Tritt, Fussabdruck" verwandt mit ahd. 'spurnan' "spornen", altengl. 'spurnan' "anstossen, verschmähen" und altisl. 'sporna, sperna' "treten, fortstossen" sowie mit der Sippe von 'Sporn' "Stachel, Stachelform". Ausserhalb des Germanischen sind z.B. lat. 'spernere' "zurückstossen, verschmähen" und griech. 'spairein' "zucken, zappeln" auch "streuen, säen, spritzen" verwandt. Zugrunde liegt die vielfach weitergebildete und erweiterte IndoEurop. Wurzel '*sp[h]er[∂]-' "zucken, zappeln, mit dem Fuss ausschlagen oder treten, schnellen" auch "streuen, sprengen, sprühen, spritzen". Zu ihr gehören auch die Wortgruppen um die Verben 'springen' und 'sprühen, spriessen, spritzen'.
Das Substantiv 'Spur' war ursprünglich ein Jägerwort (beachte Wendungen wie 'auf die Spur bringen', die sich auf den Jagdhund beziehen). Schon früh entwickelte sich die übertragene Bedeutung "hinterlassenes Zeichen". die sich im Nhd. mit dem Begriff des Geringen, kaum Merkbaren verband 'keine Spur von Leben'. Ferner bezeichnete das Wort die Wagengleise auf Wegen und übertragen den Querabstand der Wagenräder (auch: 'Spurweite'; dazu 'Schmal-, Normalspur' und das Adjektiv 'grossspurig' "Prahlerisch"). 
Ableitungen: 'spüren' ahd. 'spurian', mhd. 'spürn', "eine Spur suchen, ihr folgen"; seit dem 13. Jh. im Sinne von "wahrnehmen" gebraucht, seit dem 18. Jh. für "empfinden, fühlen {Nein! Liebe Duden-Redaktion, bitte nicht alles in einen Topf werfen: spüren ist nach Aussen, fühlen ist von Innen. Das aus-ein-ander-zu-halten ist wichtig!}", dazu 'spürbar' "merklich, fühlbar {!}, 'Spürhund', 'Spürsinn' und 'spurlos' "keine Spur, keinen Anhaltspunkt {oder auch "Eindruck"} hinterlassend". Ende Duden.

Kurz gesagt, ist das aktuelle Gefühl die Summe aller persönlichen Bewegungen und Erregungen eines eingehäuteten DaSeins, also einer einzelnen Lebendigkeit, eines Einzelwesens (lat. 'in-dividere' = "das nicht-teilbare"; aber so wie es heute ist (Transplantationen und Verlust durch Gen-Mutationen und Unfälle) ist ein einzelnes LebeWesen schon noch "teilbar", auch wenn mir das missfällt und mir jede Transplantation als beängstigendes StückWerk erscheint, so ist doch jede Verfassung/Verfasstheit der Lebendigkeit dem 'ungeteilten' SEIN [dem Zustand, dessen Übergang wohl der Tod vollzieht?] vorzuziehen.), im DaSein. Die Gefühle sind dann die Verschiedenheit der Erregungen und Bewegungen zu denen ein Einzelwesen in der Lage ist. Jede AufRegung der FREUDE und des LEID, jede Ausprägung der Leichtigkeit und der Zufriedenheit, aber auch jede Einprägung der Schwere, der Hemmungen, die Erleichterung von Heilung und die Verkrampfung der Schmerzen.

Gefühl ist die je persönliche Stimmung und Gemütslage.
Gespür ist die Verbindung von Gefühl zu Gefühl und allgemein nach Aussen.
Die Nerven durchziehen das gesamte Innere und enden jeweils an der Haut, die auch die Haare, die Nägel und die Augen einbezieht. Von Innen nach Aussen und von Aussen nach Innen, wird Bewegung transportiert und vermittelt. Gefühl ist Selbst, Gespür ist Gleich (davon Unten mehr).
Das Gefühl ist die spezielle, besondere Erregung in Eines Selbst, das Spüren ist die Vermittlung und die Aufnahme von Erregung zwischen diesen Eines, aber auch die Vermittlung, Verbindung und Einbindung unterschiedlicher Erregungszustände in Eines Selbst: Der Magen kommuniziert mit der Leber und dem Knie AUCH (nicht nur, denn dazu kommen auch noch die Hormone und andere Stoffe im Blut, die inhaltsstoffe der Lymphe und die Signale welche die Zellen von Haut zu Haut vermitteln, es ist also ein ziemlich komplexes Geflecht von Nachrichten und Anstössen in Jedes Selbst, aber der deutlichste Anteil wird übermittelt) mittels der Nerven.
Spüren ist wahrnehmen, und das ist genauso ins Innere, wie nach Aussen. Innen ist Wahr, Aussen ist Wahr. Wahrgebung und WahrNehmung.
Niemand ist Allein. Auch Innen ist mindestens zu Zweien.
So ist das Gefühl die vielfältige und vielfarbige Stimmigkeit eines begrenzten, eingehäuteten Selbst, während das Gespür diese Vielfalt und Farbigkeit zusammenbringt, ver-/einbindet, sie an-, erregt, kühlt, verbindet und schwächt, aber NIEMALS trennt! Spüren ist stets Verbindung, wenn diese auch sehr sehr schwach sein mag, nur das Gefühl trennt.

Gefühl ist auch Vereinzelung, Eigenheit, Abgeschlossenheit, Abgeschiedenheit, ... Stille ...
Gespür ist stets Verbindung, Erregung, wenn diese auch kaum spürbar sein möchte oder ist.
Sie geben wahr, ich nehme wahr, ich abgebe wahr, Sie annehmen wahr, Wahr-Sein ist DaSein.

Leben -> Lebendigkeit <- Tod
Lebendigkeit ist eine besondere Form, Quantität und Qualität der Bewegungen im SEIN.
Etymologie:
Form aus lat. 'forma' = "äussere Gestalt, Umriss", wurde auch "Muster, Modell, die Verfassung (Bist Du gut in Form?), die Art und Weise des Auftritts (förmlich, formlos, einförmig, gleichförmig).
Quantität aus lat. 'quantus' = "wie gross, wie viel; so gross wie", lat. 'quantitas' = "Grösse, Menge, Anzahl".
Qualität aus lat. 'qualis' = "wie beschaffen", lat. 'qualitas' = "Beschaffenheit, Verhältnis, Eigenschaft".
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Wassily Kandinsky, "Gelb, Rot, Blau"
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Auch für mich ist es wichtig die Worte genau zu wählen, also auch genau zu erkennen, welches Wort welchen Inhalt aufweist, welche Bedeutung es ausstrahlt und in welche Richtung es einen Satz oder sogar einen Text führt. Also habe ich begonnen, bei vielen wichtigen Worten genau zu bestimmen, welche anderen Worte, Bilder, Töne, Geschmack und Gefühle darin stecken, was bedeuten sie mir und was könnten sie Anderen bedeuten, in welchen Zusammenhang ist ein Wort passend und wo verfälschend, damit der Text möglichst genau transportiert, was ich mitteilen, mitgeben möchte.
Heute ein Anfang.

DasGleiche oder DasSelbe.
DasGleiche ist eine Ähnlichkeitsbeschreibung.
DasSelbe ist eine Eindeutigkeitserklärung.
DasSelbe ist die Brust, dasGleiche ist der Busen, aber selbst Frauen können oft die Verschiedenheit nicht erklären, aber sie ist so deutlich.
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Nehmen Sie den Inhalt des Universums, zählen Sie alle Einzelheiten, die dieses Universum enthält, also vom einzelnen EnergieQuant und jeder Substanz, die von jeder anderen Substanz verschieden ist und ALLEM, was darauf aufgebaut ist, was ebenfalls von Anderes verschieden ist, in der Mitte beispielsweise auch Uns irdische Lebewesen, bis hin zu den riesigen ausgedehnten Galaxienclustern, die ebenfalls noch von anderen Clustern verschieden sind und bilden Sie aus all dem ein Summe. Eine Summe, die das Universum ausmacht und die auf allen unterschiedlichen Ebenen alle Verschiedenheiten, also alles, was klar von etwas Anderes abgegrenzt ist, enthält, dann erhalten Sie ebenfalls die Summe Alles Selbst. Das Selbst ist JEDES, ist ALLES, was in Grenzen ist, was eine erkennbare/bemerkbare Einheit ist, was von Etwas Anderes getrennt DaIst: Verschiedenheit in Form, Aufbau, Farbe, Klang, innerer und äusserer Struktur, innerer Vielfalt und Anzahl, somit auch an Gewicht (Schwerkraft/Gravitation) und Grösse.
Das fängt an auf der Ebene der Energie: Jedes Quant, also Träges von Energie, ist eine Einheit, ist ein Selbst, eine Eindeutigkeit, auch wenn Es von allen Werten und der Form mit jedes anderes Quants vollkommen identisch ist, so ist jedes Quant doch an einem verschiedenen Ort und somit von Jedes anderes Quant dadurch verschieden: Orts-Verschiedenheit in der RaumZeit.
Wenn zwei Quanten einen Verbindung eingehen und etwas dauerhafter eine Substanz bilden, die wiederum von anderer Substanz verschieden ist, so ist auch das eine Eindeutigkeit, getrennt von anderen Substanzen, also ein Selbst. Ein Selbst einer grösseren Ebene. Ein Mensch ist eine Einheit, klar abgetrennt von anderen Menschen, also ein Selbst, dieses Selbst ist aufgebaut aus Organen, Muskeln, Knochen ..., wenn Sie zwei Knochen, die absolut identisch sind nebeneinanderlegen, sind es doch ZWEI, sie sind zwar Gleich, aber es sind zwei Selbe. Diese Ebene im Aufbau des Menschen ist wiederum aus Zellen aufgebaut, jede Zelle ist eine Eindeutigkeit, also jeweils ein Selbst. Sie verstehen, dasSelbe ist jeweils eine Eindeutigkeit, ein begrenztes Etwas, auf welcher Ebene auch immer: das einzelne Quant ist ein Selbst, wie auch dieses Universum ein Selbst ist, welches von anderen Universen, sollte es sie geben, klar verschieden ist. So ergibt die Summe allen eingegrenzten Inhalts dieses Universums, ebenfalls die Summe Allen Selbst. DasSelbe ist eine Einzelheit, ist eine Einzigartigkeit, ist jeweils stets nur EINS. DasSelbe = Eins. Keine andere Zahl.

DasSelbe ≠ DasGleiche

DasGleiche ist VerGleichbarkeit, ist Ähnlichkeit, ist Zweideutigkeit.
DasGleiche kann auch eine Einzelheit sein, aber es ist es im Bezug zu Etwas anderes. DasGleiche ist stets Mehrheit, ist Vielzahl, bis zur Entgrenzung, als Beziehung oder Verhältnis mehrerer Zustände, Umstände, die in uneindeutigen "Grenzen" zerfliessen. Gefühle sind nur im erlebten/erlittenen Augenblick dasSelbe, ein identisches Gefühl, eine andere RaumZeit ist dasGleiche Gefühl. Aber ich weiss selbstverständlich, dass Wir das im allgemeinen nicht so genau nehmen, für die Texte dieser Blogs ist aber die Genauigkeit wichtig, deshalb wäge ich vor einer WortWahl stets genau ab, welches Wort das stimmige, das genau passende ist.
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Sie sind stets DasSelbe, niemals nur DasGleiche. "NUR"?
DasSelbst ist Identität (spätlat. 'identitas' = "WesensEinheit"), klare Verschiedenheit / Eindeutigkeit innerhalb der RaumZeit.
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DasGleiche ist Vielheit, ist Mehrdeutigkeit, ist Vergleich, ist stets mehrere RaumZeit-Bereiche.
DasGleiche stellt stets eine oder mehrere Verbindung zwischen Eindeutigkeiten her, ist wie eine Bereichsgrenze, die mehrere vergleichbare, ähnliche Etwas oder Zustände einhegt, während dasSelbe jeweils auf einen Bereich, eine Einzelheit, eine Einheit deutet.
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DasSelbe ist Eindeutigkeit.
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DasGleiche ist Verbindlichkeit, ist Verschiedenheit, ist Zweideutigkeit.

Vielleicht gibt weder die Etymologie noch der Duden diese Genauigkeit her, aber mir sind diese Verschiedenheitskriterien für die Texte dieses Blogs wichtig.

Samstag, 18. Februar 2012

HamletMaschine

Dem Ganzen sei eine wunderbare Erkenntnis von Antonin Artaud vorangestellt:
"Um mich von dem Urteil der Anderen zu befreien, habe ich den ganzen Abstand, der mich von mir selbst trennt."

Selbst-Distanz.

Ein Beispiel dazu: "In einem wirklichen Gespräch nimmt ein Mensch durch die Nähe zum anderen Menschen, Abstand vom persönlichen Selbst. Ansonsten ist ein "Gespräch" ein Monolog mit Zuhörern". Abgehört von: Ali Benmakhlouf 

Heiner Müller wurde auch von Antonin Artaud und dessen Theaterexperimenten und Texten inspiriert, gerade auch für dieses Stück.

Versuch einer Text-/Stück-Auslegung.
Die "HamletMaschine", von Heiner Müller.
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Heiner Müller, 1929 - 1995
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Angeregt von Shakespears Hamlet, dem Zauderer und Frager, der nur im Wahnsinn dem traditionellen Verlangen nach Blutrache nachgeben kann, obwohl fast alles in ihm nach Frieden und Weite schreit; -nach Überwindung der Zwänge und Unausweichlichkeiten -; aber eben auch die Wut über den Vatermord ist da und das Verlangen zu bestrafen, neben dem Sehnen nach Veränderung der gegebenen Verhältnisse.

Sein oder Nicht-Sein, folge den rauschhaften Gelüsten und traditionellen Zwängen nach Rache, oder überwinde die Vergangenheit und das alte Handeln, und gehe fort mit der Liebsten ...; aber Nein, er muss, er kann nicht, er muss, muss dem Hass folgen, der aus der verweigerten Trauer spriesst, der aus der Lüge und der Intrige herausquillt, er muss und das kann der Vernunft und der Friedfertigkeit nur schaden, löscht sie in einem inneren Kampf mit den Trieben und einem äusseren Verlangen der Ehre aus. Das Rasen bricht sich Bahn über alles Zögern und Denken hinwegg.

Von dieser Vorlage inspiriert, und von den persönlichen Erfahrungen, Erkenntnissen, der Geschichte und dem aktuellen Geschehen (<=1977) in Schwingungen versetzt, entsteht ein grollender, gellender, bellender Schreibstrom, der links und rechts und oben und unten mitreisst, was in und um einen herum stört, nervt, aber auch glänzt, nach Aufmerksamkeit und Bemerksamkeit schreit, was verstopft ist und was fast schon davonfliegt, Halt!, hiergeblieben, und Hau ab!, verzieh dich, ein Gewaltakt und ein Befriedungsversuch der Sprache. Wut, Wissen und Verzweiflung in die MitMenschen hinein geschrien und geflucht, weil dieser Eine - Heiner Müller - begreifft, dass Er auf Allen Seiten steht, dass Er alle Richtungen versteht, dass Er alle Regungen und Erregungen auch ist: Die Unterdrücker, wie die Aufbegehrenden; und dass Sie, die MitMenschen, so wenig aus dem jeweiligen Selbst machen, dass Sie so gefühls- und denk-passiv an der Selbst-Aufgabe, an der Selbst-Unterwerfung mitarbeiten, dass Sie den vorgefundenen Verhältnissen so denk-träge hingegeben sind, dass die Politik, also die Ausgestaltung und Organisation der Gesellschaft fast immer den "Anderen / Oberen" überlassen wird und ...
Es sind immer die Anderen; doch: Was / Wo sind Die?

Ein Auszug,

aus: '4 Pest in Buda/Schlacht um Grönland' «... Mein Platz, wenn mein Drama noch stattfinden würde, wäre auf beiden Seiten der Front, zwischen den Fronten, darüber. Ich stehe im  Schweißgeruch der Menge und werfe Steine auf Polizisten Soldaten Panzer Panzerglas. Ich blicke durch die Flügeltür aus Panzerglas auf die andrängende Menge und rieche meinen Angstschweiß. Ich schüttle, von Brechreiz gewürgt, meine Faust in der andrängenden Menge gegen mich, der hinter dem Panzerglas steht. Ich sehe, geschüttelt von Furcht und Verachtung, in der andrängenden Menge mich, Schaum vor dem Mund, meine Faust gegen mich schütteln. Ich hänge mein uniformiertes Fleisch an den Füßen auf. Ich bin der Soldat im Panzerturm, mein Kopf ist leer unter dem Helm, der erstickte Schrei unter den Ketten. Ich bin die Schreibmaschine. Ich knüpfe die Schlinge, wenn die Rädelsführer aufgehängt werden, ziehe den Schemel weg, breche mein Genick. Ich bin mein Gefangener. Ich füttere mit meinen Daten die Computer. Meine Rollen sind Speichel und Spucknapf Messer und Wunde Zahn und Gurgel Hals und Strick. Ich bin die Datenbank. Blutend in der Menge. Aufatmend hinter der Flügeltür. Wortschleim absondernd in meiner schalldichten Sprechblase über die Schlacht. Mein Drama hat nicht stattgefunden. Das Textbuch ist verlorengegangen. Die Schauspieler haben ihre Gesichter an den Nagel in der Garderobe gehängt. In seinem Kasten verfault der Souffleur. Die ausgestopften Pestleichen im Zuschauerraum bewegen keine Hand.
Ich gehe nach Hause und schlage die Zeit tot, Einig / Mit meinem ungeteilten Selbst.
...
Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr töten.
Zerreißung der Fotografie des Autors.
Ich breche mein versiegeltes Fleisch auf. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schädels. Ich ziehe mich zurück in meine Eingeweide. Ich nehme Platz in meiner Scheiße, meinem Blut. Irgendwo werden Leiber zerbrochen, damit ich wohnen kann in meiner Scheiße. Irgendwo werden Leiber geöffnet, damit ich alleinsein kann mit meinem Blut. Meine Gedanken sind Wunden in meinem Gehirn. Mein Gehirn ist eine Narbe.
Ich will eine Maschine sein. Arme zu greifen Beine zu gehn kein Schmerz kein Gedanke. ...»
Ende Auszug.

Da versammelt ein Mensch - Heiner Müller - alle Erfahrungen, alles gesammelte Wissen um das Selbst-Sein, das Anders-Sein, um Verletzlichkeit, aber auch Raserei, um Hingabe in und mit den Anderen, aber ebenso auch um die Ignoranz, die Abscheu und Abschottung von der umgebenden Welt und rotzt es aufs Papier in einem Gewaltakt der Selbst-Befreiung! Keine Einzelfälle mehr, keine Sonderthemen, kein Herauspicken eines Umstands, eines Gefühls, einer Haltung, sondern ein RundUmSchlag, ein angewidertes Austeilen an den Adressaten Heiner Müller genauso, wie an Alle, die ihm darin folgen können, folgen wollen, die verstehen oder auch nicht, Egal!

Grossartig!!!

Ein menschlicher Vulkanausbruch, dickflüssige Lava rutsch den Hang hinab, nimmt Alles mit was drinnen ist und begräbt beim dahinfliessen Alles, was so da ist. Was drinn ist, muss irgendwann mal raus, sonst frisst es den BeInhaltenden auf. Heiner Müller war sowieso noch schonend mit Uns, sonst wäre Er nicht viel zu früh verstorben, aber es hat trotzdem gut getan.


Hier noch eine kurze und dichte, zusammenfassende Beschreibung der Wurzeln von Hamlet und Hamlet-Maschine:

Aus Süddeutsche Zeitung, vom 15.02.2012, Auszüge aus einer Rezension über ein Buch von Wolfram Ette, von Michael Fischer.
Titel: Die mythische Welt ist nichts als Dekoration ...

«Die "Orestie" des Aischylos, die einzig vollständig überlieferte Tragödien-Trilogie des griechischen Theaters, erzählt die Geschichte der Ermordung des aus dem Trojanischen Krieg heimkehrenden Königs Agamemnon durch seine Frau Klytaimnestra und deren Geliebten Aigisthos, sowie von der blutigen Rache, die Orest an den Mördern seines Vaters nimmt.
Orest wird daraufhin von den Fluch- und Rachegöttinnen, den Erinnyen verfolgt, bis Athene zwischen den Verfolgten und die Verfolgerinnen tritt und Orest am Ende in einer Gerichtsverhandlung freigesprochen wird.
Die Aischyloische Trilogie dokumentiert die Ablösung des archaischen Rechts der Blutrache durch das Prinzip eines gesetzlich geregelten Gerichtsverfahrens. Die traditionelle Schicksalsvorstellung eines transzendent verfügten Verlaufs, gegen den kein Protest möglich ist, wird dabei von Aischylos durch ein neues theologisches Konzept ersetzt, in dem der Mensch als gesellschaftliches Subjekt für seine eigene Geschichte verantwortlich gemacht wird.
...
Auch wenn die Hauptquelle von Shakespears "Hamlet" auf die altnordische Sage "Amleth" zurückgeht, kann das Stück aufgrund der übereinstimmenden Handlungsmotive (Vater[Königs-]mord durch die Ehefrau und deren Geliebten und die Rache des Sohnes), als eine neuzeitliche Bearbeitung des Orestie-Stoffes verstanden werden. Hinzu kommt die Ähnlichkeit der beiden Protagonisten Hamlet und Orest, insbesondere der Beiden gemeinsame Charakterzug des Zögerns.
Hamlet geht mit dem fortwährenden Aufschub des verlangten Rachewerks zunehmend auf Distanz zu sich selbst. Durch sein Zaudern verzögert er die tragische Handlung und eröffnet dadurch einen Spielraum für die Gedanken des Publikums.
Shakespears Theater zeige, so W. Ette, dass die Kunst kein Handeln vorschreiben kann. Sie kann aber Konflikte zutage fördern und einen Freiraum erzeugen, in dem sie artikuliert und durchgespielt werden.«

Ende Auszüge aus der SZ

Schlussbemerkungen:

Was macht des Menschen Grösse aus und was hemmt Uns, was zieht Uns darum auch zur Maschine?
Die Einfachheit, die Widerspruchslosigkeit, die (St[r]ahl-)Kraft, die pure Eingeschränktheit auf eine Aufgabe, - inzwischen auch mehrere -, das Ein- und Ausstellen auf Knopfdruck, - inzwischen Einiges (Internet, E-Werke, Notfall-Maschinen, ...) auch nicht mehr -, die beeindruckende Winzigkeit oder Riesigkeit, die Schmerzlosigkeit und fürchterliche Gewalttätigkeit der Waffen, die bedingungslose Effektivität; all das und mehr hätten Wir auch gerne in und für Uns, sind es aber nun mal nicht und das macht eben Unsere Grösse und Verschiedenheit und Widerständigkeit und Spürbarkeit und Verwirrtheit und Schöpfungsfertigkeit aus, -> und das ist alles garantiert keine Schwäche. Wird aber im Angesicht der Technik von Vielen so empfunden. Einfacheit und Berechenbarkeit ist Denen Trumpf, die Uneinsichtigkeit und Sprunghaftigkeit der Lebendigkeit sind Denen ein Graus, sie möchten Maschine sein.

Eine Gruppe namens -->Kraftwerk<-- versucht sich schon seit den 1970ern an der Musik für diese neue Spezies oder einer Kombination aus Schöpfes und Geschöpftem, mit anderem in dem Album "Die Mensch-Maschine" veröffentlicht 1978. Entstanden also im selben Jahr, wie die HamletMaschine!

Oder sie möchten in / mit der Maschine aufgehen / verschmelzen, Cybernauten sein. Die Kraft, Effizienz und kalte (unspontane) Logik der Maschinen, ist einerseits erschreckend, aber für einen unsicheren, vergesslichen und von Gefühlen oft überwältigten Menschen auch sehr anziehend.

Aber diese Denen und andere Denen, also alles Menschenmögliche: extreme und langweilige, steckt in Jedes von Uns, mal in Eines mehr das Denen, im Anderes mehr "das" Denen. Auch von diesem Mischmasch der Menschlichkeit, vom Reichtum an Blödheit und Klugheit, von Recht[s] und Link[s], von Oben und Unten, die In Jedes eingebaut ist, ohne Alles davon auszuleben und dem Aufruhr, den diese Erkenntnis erregt, handelt dieser Text. Heiner Müller ist klar, dass Mensch das Systemfolger genauso ist, wie das Systemveränderer, das Blockierendes, wie das Vorangehendes.

Was für eine Bandbreite!, was für ein Riesiko!, was für eine Verrücktheit!, birgt das Begreiffen dieser tiefen Selbst-Erkenntnis?

Den völligen Rückzug in die nur persönliche Haut? In den persönlichen Schleim, das persönliche Blut, die persönlichen Exkremente, wie Heiner Müller im Text andeutet? Nach dem Motto: Ich könnt kotzen, wenn ich das Alles mit-Kriege!

Ist die Flucht vor (in?) der Wirklichkeit, der Eskapismus, das Ausblenden, der auch persönlichen Vielfalt und Vielgestaltigkeit hilfreich? Ist es gesünder, wenn (Jedes) Mensch die anderen Menschen, die MitMenschen, als gleiche Spiegelbilder und (aber!) andersgeartete Ausprägungen der menschlichen Möglichkeiten, des persönlichen Selbst, einfach ausblendet, verdrängt, oder ist diese Selbst-Beschränktheit vielleicht doch kränkender?

Wie lange braucht die gesamte Menschheit noch, all die MitMenschen als gleichwertig, gleichwichtig und Diese und das jeweilige Selbst als (aber!) verschieden, als eine Facette der Möglichkeit "Mensch" anzuerkennen, ohne zu erschrecken?

All die Hatz und der Hass oder die Absonderung oder Gleichgültigkeit, die etwas völlig anderes als die Gleichwertigkeit ist, in und zwischen Uns.
Warum?

Vielleicht, weil k[aum]ein-Es bisher Selbst entscheidet, welche Facette -Es und auch, wann -Es diese Facette, die Möglichkeit Mensch zu sein, ausleben möchte, und dass wegen all der Vergangenheit und der Gesellschaftprägungen, den Herkunftsregionen, der Religionen, den Traditionen, den Familien-Verpflichtungen, - Zwänge wohin ein-Es fühlt und spürt, das Fremde in Uns -, ... aber das führt weit über den Text der HamletMaschine hinaus, oder auch dahinter, suchend nach der Ursache der Verstörung, des Zauderns und der Wut, die diesen Text antreibt.

Die Versuchung geht weiter ...

Sonntag, 29. Januar 2012

"Deutsche" Gedanken nach Auschwitz

Heute, am 29.01.2012, zwei Tage nach dem ich den unten folgenden Beitrag schrieb, fiel mir in heiss- und kaltwallungen auf, dass ich die Anführungsstrichelchen nicht gesetzt hatte, so dass ich die Ermordeten und Gequälten noch einmal ausschloss, oder so tat, als könnten z.B. Juden, Buddhisten, Muslime, Sinti, Roma, Polen, Ukrainer, Russen, oder politische Haltungen wie Kommunismus, oder auch Sozialdemokraten, Anarchisten, oder sexuelle Ein- und AusRichtungen neben der Mehrheit der Heterosexualtiät, also der Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität, nicht AUCH Deutsch-sein.

Denn, das deutsche Mensch ist auch von jüdischem Glauben, von Sinti-Herkunft, ist z.B. in Russland gezeugt, deutsche Menschen sind schwul oder kommunistisch und tausende andere Facetten und Ursprünge mehr. Es waren auch jüdische Deutsche, Roma-Deutsche, transsexuelle Deutsche, swingende Deutsche und katholische Deutsche, die in den deutschen Konzentrationslagern gequält und getötet wurden.

Die Katastrophe lag genau darin, dieses "Deutsche" so enorm eng, so quälend ausschliesslich, so fast unverrückbar geographisch, so "un"-menschlich und daher so un-veränderlich (1000 Jahre!) zu fühlen und zu denken, wie es im Dritten Reich geschah, auch davon zeugt mein Beitrag:

Heute ist ein Gedenktag:

Heute, vor 67 Jahren, also vor einem Rentnerleben lang, kamen die Sowjet-Truppen am Konzentrationslager Auschwitz an und befreiten die letzten Gefangenen, besser: sie halfen den gerade noch so halb-EsLebenden Menschen wieder auf die Beine oder sorgten für Jene, die es nicht mehr schafften, für ein einigermassen würdevolles Sterben.
Dieses Ereignis beschämt mich.

Meine Gedanken dazu:
Nun, ich bin deutscher Mensch; was sagt mir das?
Meine Eltern waren beide in Hitlers Jugend und fanden es dort nicht immer schön, aber doch kameradschaftlich, lehrreich, oft auch richtig aufregend. Von meinen Grosseltern war ein-Es in der NSDAP, die ander-Es liefen so mit, waren aber von Widerstand weit entfernt.
4 deutsche Menschen, von damals etwa 65 Millionen.

Deutsche Menschen befahlen, leiteten und ver- und entsorgten den Bau von Auschwitz, Treblinka, Sobibor, Chelmno ..., befahlen die Vernichtung von "Andersrassigen", von "Undeutschen/m", von Andersdenkenden, Andersausschauenden, einfach von Anders..., von "Fremdblütigen", einfach von Fremd..., liessen Erschiessungsgräben ausheben, schossen, sperrten in Ghettos, liessen Gaskammern bauen und fuhren Gaswagen ...

... während meine Eltern in der Heide oder am Wald zelteten, im Gelände Abenteuer spielten, die ersten Liebschaften verabredeten, Lieder sangen, an Frontsoldaten Gedichte schrieben und Fresspakete verschickten, während die Grosseltern brav ihren Dienst taten und grosse Pläne träumten, für die Zeit nach dem Endsieg ...

... fuhren die Züge aus ganz Europa mit Millionen Menschen ins "Generalgouvernement" zur Vernichtung. Vernichtung, Vergasung, Verschiessung, Ver...

...gebung?

Kann ich dem deutschen in mir vergeben?
Oliver-August Lützenich bin ein deutscher Mensch: Was habe ich getan?
Was habe ich danach getan, um so ein (miss-)handeln in mir zu verhindern? Mit der Linken streicheln, mit der Rechten töten. Ist das noch Heute in mir und durch/von *mir, ist *mir das Jetzt noch möglich?
Das Dritte Reich war der extremste Versuch eine Gross-Gemeinschaft zu Vereinen (ein Volk, ein Reich, ein Führer), war der extremste Versuch eine (sprach-/herkunftsgleiche(?)) Gesellschaft von "Fremdem" abzugrenzen, zu überheben. Millionen Menschen -u n t e r- einer "Idee" zu vereinheitlichen, mit Hilfe äusser[st]er Gefahr, inneren Wohltaten und "Reinigung" von Kränkendem, der Massenmedien und modernster Technik, mit allen verfügbaren Mitteln.

Das Ergebnis ist bekannt schrecklich, war ein einziges Grausen, war ein Elend, war ein Schock, war Massen-tödlich (Innen UND Aussen), ist bis Heute eine Schande, ist bis Heute höchst irritierend, ist bis Heute zutiefst traurig.

Ist es Deutsch, so zu (miss-)handeln?
Nein, ist es nicht.

Ist es Mensch-Sein, auch so zu (miss-)handeln? Ja.
Ist das eine Entschuldung/-lastung für ein deutsches Mensch? Nein.
Es ist der Einstieg hinzuschauen, hinzuspüren, hinzufragen, zu diesen deutschen Taten und all den davon Betroffenen, um [eine] ähnliche Tat[en] zu verhindern.

Wenn ich also die Ver... -brechen anerkenne, wenn ich begreife, dass ich auch an der Rampe hätte stehen können, um mit dem Daumen zu entscheiden: zu Tode arbeiten/quälen oder gleich ins Gas, was bedeutet das für mich persönlich? Was lehne ich in mir ab: das deutsche sein oder das Mensch-Sein?

Wenn die Taten nicht typisch Deutsch waren, also nicht etwas familien-/gruppen-spezifisches, sondern etwas Menschen-Mögliches, dann lehne ich das Mensch-Sein in mir ab. Nun, das geht nicht, weil ich esLeben möchte, aber eben nur Mensch bin. Also bleibt als Alternative das Mensch-Sein in mir zu verändern und damit auch das deutsch-sein, das eine kleine Facette davon ist.

Bleibt die immer noch nicht ganz beantwortete Frage: was hat das deutsche Mensch erlebt/erlitten, um so dermassen zu miss-handeln?
Auch diese Frage braucht eine Klärung, um den Blick aus der Rückschau zu befreien, den Gang in eine Richtung zu ermöglichen, in der das Mensch frei ist vom miss-...

... ich selbst lege dieses deutsche-sein mehr und mehr ab, es ist so eng, es ist zu klein, auch das europäer-sein ist so eng, obwohl es von grosser Vielfalt ist, aber im Vergleich zur gesamten Menschheit, ist Eropäisch-Sein klein.
Aber es braucht verdammt lang, bis Mensch aus dieser, auch triebgesteuerten, Handlungsweise, aus so einer Tradition und so einer Familiengeschichte, die ein-Es so durch und durch geprägt hat, herauswächst und Befreiung dabei empfindet.

Glücklich DasJenige, das von Haus aus Freiheit und Weitblick erleben und fühlen durfte und nie die Enge "deutscher Erziehung" erlitten hat.