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Donnerstag, 1. August 2013

Welt-Meister

Da habe ich ja nun einen Bekannten, der ganz selten auch mal in meine Blogs hinein klickt und dann gleich darauf bei mir anruft. Empört. Immer.

Das geht Zyklisch nun schon so lange *ich hier blogge. Irgendwie weiss *ich das schon am Klang des Telefons, dass ich den Hörer etwas weiter vom Ohr halten sollte, um einen Schaden im Innenohr zu vermeiden. Nein, so schlimm ist Er nun auch nicht, aber *ich bekomme stets eine Standpauke zu hören.

Heute, eben, habe ich mal ein wenig mit-protokolliert, was Er so zu mir gerufen hat. Bei weitem nicht Alles, weil Er so schnell redet, wenn Er aufgeregt ist. Geht ja wohl den Meisten so, dass Sie ein wenig schneller sind, wenn Sie einen Anderen aber mal so richtig in den Boden, oder so. Wenn Sie einen Anderen loben, sprechen die Meisten langsamer, aber das nur so nebenbei.

Also dieser Bekannte hat mich eben aber mal so richtig angepfiffen! Wie ich denn dazu käme, immer den ganzen Menschen im Schilde zu führen, ob ich nichts besseres zu tun hätte, als stets die Menschheit überblicken zu wollen, ich Kleinling, ich! Ja, ähh, ich war schon irgendwie getroffen, aber bevor ich auch nur ansetzen wollte, fiel Er schon weiter über meine Ohren her.

Ja, Himmel, stöhnte Er lauthals, ständig lese ich bei Dir - immerhin Duzte Er mich noch, weil vom Ton und der Lautstärke her, war Er schon ziemlich weit wegg vom Arschloch!, Sie wissen ja, dass das Mensch das Arschloch gerne duzt, weil Es so nah ist, aber aus der Ferne immer noch Siezt, weil es das dann nicht riechen kann -, ... wie finde ich Jetzt zurück zu meinem Bekannten?

Ach ja, Himmel noch mal, stöhnte Er lauthals, kaum war ich ein paar Wochen nicht mehr in Deinen Blogs, schon nimmst Du gleich das ganze Universum in Besitz! Ich wollte ganz zart anmerken, dass *ich das Universum bestenfalls aus dem Inneren herein ein ganz klein wenig betrachte, aber Er war schon weiter, und warf mir Überspanntheit vor die Gehör-Knöchelchen und brachte sogar Wahnsinn, als möglichen Inhalt meines persönlichen DaSeins ins Gespräch. 

Was sollte *ich darauf sagen, *ich konnte nur etwas verlegen mit dem Kopf nicken und leise anmerken, dass *ich das schlecht beurteilen könne, so von Innen, da stosse *ich zu schnell an meine Grenzen der Einsichts-Fertigkeit und der Spiegel könne *mir da auch schlecht weiterhelfen, *ich hätte es ja schon versucht, aber der bliebe nur stumm, meinte ich. Da spürte ich ein mildes Lächeln bei Ihm, obwohl es kein Fernseh-Gespräch war, aber Er beruhigte mich gleich darauf, dass er mir schon rechtRaumZeitig sagen würde, wenn Er die Gewissheit hätte, dass ich endgültig durchgedreht wäre.

Sie können vielleicht nachvollziehen, dass mich diese letzte Aussage tief getroffen hat, weil, Was möchte schon kurz vor dem endGültigen da sein, was ein-Es ja keine Ruhe mehr lässt. Also nahm ich meinen ganzen Mut aus dem Kühlschrank und blaffte zu Ihm hin, ob er wohl noch ganz zufrieden sei, mit dem, was so um Uns herum passiert!?

Er sagte einfach Ja, was mich fast zur Verzweiflung zurückführte, die *ich kurz vor dem Anruf erst verlassen hatte, kam aber nicht dazu, weil Er dann aufzählte, was Ihn alles momentan ziemlich auf den Arm nahm, und Ihn durch das Er-persönliche DaSein trug. Und glauben Sie mir, oder auch nicht, das war eine ganze Menge Aufgehobenheit, schöne Träume, einige Portionen an saftigen Küssen, ein noch akzeptabler Benzinpreis, das Wetter sowieso und die milde Sonnenbräune seiner Freundin, das Bananeneis mit Schokostreuseln in der Tiefkühltruhe, der neue Fernseher und die Aussicht auf den schon leicht glühenden Grill im Gartenschatten, und *ich solle bitte noch einen halben Kasten schaumiges Weissbier mitbringen, wenn's geht gekühlt, damit Wir gleich mal eines zischen können und nicht lange warten müssen, oder gar den FuselWein der Nachbarn trinken müssten, die Er halt auch eingeladen hat, sind ja ganz nett, meinte Er fast entschuldigend.

Tja, schon war der Wahnsinn in weite Ferne gerückt, das Durchdrehen auf die Würstchen reduziert und der Kleinling zum Prosten vorgeladen. Ich fragte noch ganz vorsichtig, welche Beiträge Ihn denn so aufgeregt hätten; da meinte er nur lachend, ach ja, bei Dir reichen mir oft schon die Titel, dann weiss ich schon Bescheid, welche Ausflüge Du schon wieder unter-nommen hast, hahaha.

Na ja, dachte *ich dann, wo bekomme ich jetzt noch einen halben Kasten gekühltes Weissbier her und bekam gerade noch das Tschüss, bis gleich, mit, dann knackte es auch schon im Telefon.
Sie wissen auch nicht zufällig, wo ich jetzt noch ...
Ach, jetzt weiss ich es.
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Von dem Obigen mal ganz abgesehen, ist Ihnen und *mir ja irgendwie klar, dass ich hier in diesen Blogs fürderhin den weiteren und tieferen Fragen nachgehen werde, auch wenn *ich von der Überspanntheit jede Menge Lieder singen kann, und wenn mich die Gewichtigkeit der Menschheit als Ganzes manchmal fast erdrückt, aber die alltagslosen Fragen suchen auch nach Klärung, und meine Fragen suchen nach Antworten, auch wenn *ich sehr wohl weiss, dass kleinere Brötchen auch nach einem Belag verlangen, oder so.

Hier aber erst mal nur eine kleine Frage:

Gerade habe ich eine für mich erstaunliche Grafik in der heutigen (01.08.2013) SZ (Süddeutsche Zeitung) erlesen!?
Von den 10 umsatzstärksten Unternehmen Weltweit sind 7 Öl-Firmen, dazu 2 Automobil-Firmen und ein US-amerikanischer Handels-Konzern.

Was sagt das von uns Menschen und unserer Beziehungen und unseren Umgang mit unserer LebensGrundlage, in diesem kleinen blauen Planeten, aus?

In dieser Frage steckt wirklich nur Verwunderung, denn alles Urteilen und alles Vor- oder Bei-Verurteilen habe *ich vorher schon entnommen.

Mich interessiert das wirklich, ganz naiv und unvoreingenommen, als fast völlig unerfahrenes Kind, was diese Zahlen und Reihung von mir und damit auch von dem Er-Lebewesen, das ich bin, aussagen?
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Darf ein-Es so unbedarft an diese scheinbaren Tatsachen herangehen, denn überprüfen kann ich diese Angaben ja nun kaum?

Aber höchst erstaunlich ist diese Ballung für mich schon, auch wenn die meisten Leses dabei wohl bestenfalls gähnen und denken, ist doch klar.

Der erste Gedanke ist ein vorteilhafter, denn die Mobilität und die Energie und die Vielfalt an Produkten und die allgemeine Verfügbarkeit, die in dieser Ballung auf den ersten Plätzen steckt, hat Uns ja auch einander näher gebracht, mobiler gemacht, hat die Auswahl um Potenzen erhöht, Uns gesünder, grösser und langlebiger, flexibler, freier und friedlicher gemacht.
Oder etwa nicht?

Klar, die Gewalt und die Ausbeutung und die UnGleichwertigkeiten sind dabei fast in gleichem Maasse mitgewachsen, aber eben nur fast.
Aber ist das weiterhin gut für Uns?
Naive oder berechtigte Frage?

Montag, 24. Juni 2013

Is doch schön 02

Isses doch. Wirklich, *ich hab langsam genug davon hier andauernd nur Probleme durch zu kauen, oder die Ursachen und Ergebnisse von Antworten durch zu gehen oder gar Selbst zu bewerten, die *ich gar nicht gestellt habe, nein. Nein, hier muss auch mal was nur Schönes herumstehen, weil ..., ja, weil es das eben auch gibt und zwar sogar in Massen. Ich ahne, Sie wissen das schon längst, Sie erLeben das vielleicht sogar täglich, na, das ist doch schön.

Ich habe ja hier in diesem Blog schon einmal den Versuch gestartet einen Beitrag zu erstellen, das nur vom Schönen handelt, aber das ist mir "damals" gründlich misslungen, die Meisten von den Leses werden den Beitrag bereits kennen, ist ja schon öfter aufgerufen worden (http://sprechlichtung.blogspot.de/2012/08/is-doch-schon.html), obwohl es darin eher nicht schön ist, bis auf den Geruch von Streusselkuchen und heisser Schokolade vielleicht und der fernen Anmutung eines frischen Sonnentages.

Was ist eigentlich Schön?
Angenehm ist Schön.
Wohligkeit ist Schön.
Ist Schön schon Schön?
Mittendrinn ist Schön.
Mittelmass ist Schön.
Symmetrie ist Schön.

Genug davon, denn sonst würde diese Liste den Blog sprengen, so viel Schön ist. Schön ist! Einfach was gefällt und nicht allzu sehr auffällt, ist Schön, ausser es ist Selbst gewählt, aber das ist so selten. Schön, klingt schön, ach ja, und jetzt glauben Sie bloss nicht ich rede hier von Rosa oder Plüsch oder gar von Barbie und Ken, nein, ich schreibe von Schön.

Von wirklich Schön, von Zufriedenheit und umfassendem Wohlergehen, von so wenig ... ach Sie wissen sch[ö]n, dass das gar nicht (!) weiter auffällt, so Schön isses, von sowas schreibe ich hier, und das gibt es Massenhaft, ich konnte es erst gar nicht glauben, aber Sie wissen ja, wie das mit den Glauben so ist.

Da war ich bei einer Familie in der Wachau zu Besuch, die ein paar Hektar Marillen-Bäume bewirtschaftet (https://de.wikipedia.org/wiki/Aprikose) und davon seit Generationen gut erLeben kann.
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Na, möchten Sie reinbeissen?
Mhhhmmmmmschön!
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Sie hätten Sie erLeben sollen, diese schönen Menschen, pumperlgesund überall Lachfalten und von dem MarillenLikör trinken Sie nur sehr wenig, zum verkosten, sagen Sie, aber ich hätte darin baden können, so rund und voll hat der geschmeckt, ein Traum, ich schwärme Heute noch davon, obwohl der Besuch schon ein paar Jahre her ist. Und die Wachau ist voll davon, von schönen aufgeräumten Höfen, mit rundum MarillenBüschen und -Bäumen und Tischen mit Stapeln von Marillen-Marmelade-Gläsern, für die ich extra Bäcker werden wollte, weil ich das so gerne und so schmackhaft damit belegen könnte, oh Mensch, und Wein hatten diese Menschen auch angebaut, einen Weissen, Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber der schmeckte auch ganz zart nach süsser Marille, es war mehr als ein Vergnügen, es war die reine Wonne, links ein Krustenbrot mit ZuckerMarillen drauf und rechts ein Glas mit Marillen Weiswein und vor mir auf dem Tisch noch Schinken und Käse und Weissbrot, falls ich das auch mal mit den Marillen kosten wollte und im Hintergrund lief ein Walzer von Johann Strauss, oder war es einer von Tschaikovsky, ich weiss es nicht mehr so genau, im Radio, und es war kein Traum, weil ich gerade wieder abbiss und eine kleine Explosion von Aprikosen-Aromen im Mund erlebte und vor mir fast bis zu Donau sehen konnte, im milden Abendlicht, ich konnte es wirklich kaum fassen, so als Häuser-Schluchten und Brachen-Ebenen gewöhnter Städter, ohne Dachgeschoss-Wohnung, und ich wollte ja nicht dauernd nur lachen, weil, wie sollte ich sonst kauen, wo doch der Magen und die GeschmacksNeuronen nach mehr verlangten, also trank ich auch noch einen Marillen-Schnaps zwischen zwei Lagen ..., ach was schreibe ich da, es war überwältigend schön, und diese Menschen dort so freundlich, ohne dass sie allzuviel dafür verlangten, denn ich war eingeladen, Sie verlangten nur eine Antwort von mir und die gab ich Ihnen nur allzu gerne: ja, es ist schön, ja, das ist es, wenn sogar der Schinken vom Nachbarn fast auf der Zunge zerläuft und der Käse unglaublich gut mit der MarillenMarmelade harmoniert, ob ich durch den Besuch zunehme, war nie ein Thema, zum Schluss ass ich die Marillen sogar roh, einfach so, biss ich hinein, in das weiche zarte süsse Fleisch und spuckte den Kern mit einem Vergnügen auf den Teller, das diese Menschen fröhlich lachten und noch ein Glaserl und nehmens doch noch von den Marillenknödeln, die sind gerade heiss aus dem Ofen, und ich dachte ganz kurz vorher, es könnte nicht mehr schöner gehen, aber dann kam die Frau mit der dampfenden Schüssel an den Tisch und ich mochte zugreiffen, weil schon der Geruch versprach Genuss und was soll ich schreiben ... ich wollte die Frau heiraten, aber Sie lehnte ab, Sie sei glücklich mit ihrem Mann, und ich war gar nicht enttäuscht, weil ich gerade den zweiten Marillenknödel zwischen den Zähnen hatte und ganz vorsichtig hineinbiss und ... wenn die Sprache nur ausreichen würde diesen Eindruck in mir zu beschreiben, auch nur annähernd, wie ich es erLebte, aber vielleicht können Sie es ja auch so nach-empfinden, weil Sie auch schon mal in der Wachau waren, eingeladen bei einem der Marillen-Hege- und -Pflege-Familien und alles kosten durften, was so auf den Tisch passte und der Tisch war ziemlich gross und ich nach zwei Tagen der Marillen-Kur um mindestens 2 oder 3 Kilogramm reicher; in mir lagerten pfundweise Marillen in allen Varianten und ich war rundum glücklich damit, wollte sie gar nicht mehr hergeben, aber Sie wissen ja, wie das mit dem MagenInhalt so ist, lange bleibt der dem Darm nicht verborgen, also ..., aber davon werde ich jetzt hier nicht schreiben, weil ..., aber was soll ich es verbergen, sogar das, Sie wissen schon was, roch nach Marille, ess war einfach schön.
Zurück in der Stadt lass ich wieder einmal Zeitung und was soll ich Ihnen schreiben, ich lass nur noch das Schöne daraus heraus, aber das war so wenig, ich war so schnell damit durch, wie nie zuvor, der Kaffee war noch nicht mal kalt, da war ich schon durch, es war schön, früher war der Kaffee oft schon fast verdampft, wenn ich die Zeitung[en] wieder wegggelegt hatte, aber in der ersten RaumZeit danach konnte ich sogar noch ein Croissant darin eintauchen und noch warm zum Mund führen, das war auch schön.
Und dann hatte ich Besuch und kam wieder nicht zum lesen, weil dem Besuch und gar diesem, wollte ich doch was schönes bieten, also gingen Wir in die Oper und hörten und sahen uns ein Balett an (Le Sacre de Printemps), was soll ich schreiben, wundervoll, Wir sahen einander immer wieder zwischen den Sätzen und Sprüngen und Lichtwechseln an und lachten vor Vergnügen, ja, dieser Stravinsky!, Wir waren einig, das ist schön und hinterher waren Wir noch bei einem Russen essen, es gab Kalbsfilet mit Broccoli und Salzkartoffeln, eine etwas ungewöhnliche Mischung, wenigstens für mich, aber es hat sehr fein geschmeckt und dann noch ein Dessert aus Pflaumen-Eis mit Zitronentrüffel, aufregend gut, dazu einen Riesling von der Mosel und das bei einem Russen, aber was ist an einem Broccoli Italienisch?, aber das Kalbfleisch kam aus Moskau, warum auch immer, aber das war dem Gastgeber wichtig, an gut, ich wagte kaum zu fragen woher die Kartoffeln kamen und die Pflaumen, weil ..., Sie wissen schon, hier geht es um das Schöne und das kann Mensch mit Fragen oft genug verärgern, also nahm ich einfach mal, während in mir das Plaumenaroma mit den Zitronen zusammenlief an, dass der Riesling von einem russischen Winzer geerntet wurde und wurde nicht enttäuscht, der Wein schmeckte nach fast unendlicher Weite und war schön kühl, genau richtig, für so einen entwöhnten Gaumen wie meinen und dann gingen Wir alle zusammen mitten in der Nacht, bei lauem Wind durch den Park an lachenden und scherzenden Menschen vorbei, zu mir nach Hause, tranken dort noch einen runden Roten mit etwas Quellwasser verdünnt, liessen den schönen Tag noch ratschend ausklingen und vielen fast schon in der MorgenDämmerung in die Betten.
So war das und noch viel schöner.
Ein paar Tage darauf sah ich im Fernsehen eine Doku von spanischen OlivenBauern, und Sie werden es mir in zwischen abnehmen, es war schön, es sind lauter Oliven-gegerbte Menschen mit Lachfalten bis unter die Haare und an den Hals, mit grossen Familien, die eine Schwester ist mit einem Stierzüchter verheiratet, von dem kommt seither das Fleisch für die vielen Feste der Familie, die andere Schwester ist Professor (Geologie) in Madrid, der Bruder ist hoher Beamter in der nahegelegenen Kreisstadt mit einem grossen Haus mit riesiger Dachterrasse und einem ebenso grossen Garten mit einem kleinen (nur gross geht ja irgendwann auch nicht mehr) Schwimmbecken darin, in dem die Kinder der Gross-Familie bei den häufigen Zusammenkünften fröhlich plantschen und schwimmen, dabei sitzen vor dem Garten-Eingang des Hauses immer die Grossmütter mit grossen Frottee-Handtüchern, um die Kinder, bevor sie hinauflaufen zur grossen Dachterrasse, erst mal trocken zu rubbeln, weil, ist ja klar, sonst rutschen die Älteren ständig auf den kleinen Wasserpfützen aus, die die Kinder beim durchlaufen fallen lassen. Auf der Dachterrasse stehen Bänke, Tische und mehrere Grills, für die Würste, das Fleisch und die Gemüse, aber auch ein Fladenbrot, natürlich mit Oliven, wird darauf gegrillt. Die Sonne scheint, die Kinder singen und rufen durcheinander, darüber wird gegrillt und gegessen, es gibt viel zu erzählen, von den Studenten in Madrid, besonders von Einer, die anscheinend besonders gut ist und von den anderen StudentInnen entweder beneidet oder angehimmelt wird, von den Mitarbeitern der Behörde, mit denen demnächst eine Fahrt nach Sevilla geplant ist, wo am selben Wochenende auch der FC Barcelona zu Gast ist, ob der Schwager der Ehefrau des Olivenbauern, der beim FC Sevilla Mitglied ist, dafür wohl ein paar Karten besorgen könnte ist zum Beispiel ein Thema, ja klar, macht Er, die Garantie dazu spült der Schwager der ... mit einem grossen Schluck Bobal (http://de.wikipedia.org/wiki/Bobal) aus dem gut gefüllten Weinkeller herunter, bevor die nächste Chorizo-Pfanne vor Ihn gestellt wird.
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ChorizoPfanne
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Hat Schön irgendwas mit Essen zu tun?
Frag ja nur, ohne die Schönheit vertreiben zu wollen, weil so viel Essen oben steht, oder hat das etwas damit zu tun, dass ich inzwischen hungrig bin? Schon hungrig war, als ich den Beitrag zu schreiben anfing? Gewiss. Aber klar ist, die Schönheit ist nicht nur im Essen zu finden, sie ist auch im Auge des Betrachtes, wenn Es zum Beispiel einen Kometen beim fliegen durch den Himmel beobachtet, oder einen Sonnenauf- bzw. -untergang, wahlweise am Strand oder auf einem Berg sitzend, neben oder mit Geliebten drummherum.
Was ich also langsam immer mehr begreife ist folgendes, Sie wissen ja, ich bin Eines, das ständig an der Entwicklung herumschreibt, das auf Veränderung aller Orten drängt und kaum mit einer bestehenden Realität ganz zufrieden ist und dann das: Schönheit.
Überall, wo Eines hinspürt. Und das ist bei mir inzwischen ziemlich weit hinaus und auch hinein. Und was bemerke ich dabei: Schön isses.
Ja, was willste dann noch verändern?
Wenn es schon schön is, spar Dir doch die Zeitungen und die Nachrichten und den Blick auf die wenigen (?) Umgebungen und Materieansammlungen (auch Menschen), die es weniger schön haben oder sind, gehört halt einfach auch dazu, als Spiegelung, sonst erkennste doch gar nicht, dass es schön ist.
Gut, mach ich.
Aber wissen Sie, das Schöne ist nun mal die Behinderung der Veränderung, weil Was es schön hat oder ist, will immer, dass es so bleibt, auch wenn es noch schöner gehen könnte, aber davon weiss das Schön erst mal wenig oder sogar noch weniger und Sie wissen, Schön ist enorm dehnbar, Schön kann auch eine Bretterbude am Hang sein, wenn die Aussicht wenigstens schön ist und der Teller voll, womit das Essen wieder ins Geschriebene hinein huscht, weil, wenn so ein Marillenknödel auf der Zunge, am Gaumen und in die Nase hinein explodiert, dann, ja dann brauch ich zumindest erst mal lange nichts mehr, erst recht keinerlei Veränderung.
Kann denn Schönheit auch Hinterhältig sein, kann denn hinter der Schönheit auch das UnHeil verborgen sein, könnte ein Zweifelndes noch fragen, nach diesem winzigsten Ausschnitt dessen, was von der Schönheit zu erschreiben wäre; und klar riecht aus dieser Frage bereits die Naivität des Fragestellers hervor, denn ein abgebrühtes ErLebe-Wesen lacht schon bei den ersten Worten auf und trinkt noch einen guten Schluck Veltliner, vielleicht, weil, den gab es auch zu den Marillen, aber genug davon, sonst verlier ich den Zweifel wieder, und dann steh' ich vollkommen nackt da, so perfekt.
In diesem Sinne, bleiben Sie schön da wo Sie sind und mir gewogen.
Tschön!