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Freitag, 20. Dezember 2013

das Blasen-Wesen

Und aus dem ur-RaumZeit-lichen Meer stiegen einst leise und unaufhörlich winzige GasMoleküle in wässrigen Hüllen auf und umfüllten in hunderttausenden und Millionen von Sonnen-Umkreisungen (eigentlich sind es Ellipsen) dieses kleinen Planeten-Systems, den kleinen Planeten, mit einer stetig wachsenden und immer neue Höhen erobernden SchutzHülle. Heute ist das kleine Planetchen, irgendwo in den enormen riesigen WEITEn des DaSein, mit einer GasHülle von weit über hundert Kilometer Höhe oder auch Dicke umgeben.
Stickstoff, verschiedene Kohlenstoffverbindungen, Edelgase wie Argon und Neon und ein grosser Anteil an Sauerstoff und Sauerstoffverbindungen, sind in dieser GasHülle enthalten.
Hunderte Millionen Sonnen-Umkreisungen nach dem Anwachsen der GasHülle, stiegen kleine und grössere dichtere Molekül-Verbindungen aus dem wogenden Meer und den in Es fliessenden Flüssen, auf die festere Kruste des kleinst-Planetchen und fanden diesen trockeneren Bereich, am unteren Ende der GasHülle, ganz gemütlich und blieben und wuchsen zu immer grösserer Anzahl und ebenso enormen Vielfalt, wie auch schon in den Wasserstoff-Sauerstoff-Fluten, denen Sie zuvor entstiegen oder auch entkommen waren. Von Wasser-BewohnEs zu Gas-Hüllen-BewohneEs war ein weiter und langer Entwicklungs-Weg, der aber bis Heute lohnend ist.

Ist klar, dass diese Evolutions-"Geschichte" etwas ungewohnt klingt, aber die Leses können mich gerne verbessern, wenn irgendein Ereignis unstimmig ist oder gar falsch.
Das Mensch ist, wie nun mal alle LandbewohnEs ein GasHüllen-Wesen, ohne Gas gehen wir ein wie Primeln ohne Wasser, gutes zureden und auch Gas, ohne Gas nix los. Muss gerade wieder mal etwas heftiger nach Gas schnappen, so erregt tippe ich hier! Wir deutschen Menschen schreiben und sagen ja noch meist Luft dazu. Das Mensch ist auch ein Gas-Wesen, ein Luft-Wesen, wenn es den Leses besser behagt.
Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen (ist doch ein kleines Planetchen, oder? Also, wenn ich die Ergebnisse der Astronomie so bewerte, gerade auch der Planeten-Suche der vergangenen 10, 15 Jahre, dann sind da DrAussen, in den riesigen WEITEn des DaSein, ebenso zumeist riesige Stern-BegleitEs zu finden, noch um einiges grösser, als unsere Nachbar-Planeten Jupiter und Saturn, und die sind ja nun schon wirklich Riesig, im Vergleich mit unserer blau-weissen Heimat. Das ist ja schon wieder so eine lange Klammer geworden, ein eingeklammerter (Haut?) Satzwurm. Da fange ich besser noch einmal den Absatz von vorne an:)

Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen ist in eine Hülle eingepellt, das Mensch in D und Ö und SCHW nennt diese Hülle meist auch Haut. Alles in dieser Gas-Hülle rennt, sitzt, liegt, steht, schwimmt und fliegt in einer Haut herum. Als Gas-Blasen.
Gas-Blasen-Wesen. Kann Oliver-August Lützenich das so formulieren?

Also *ich bin eine Gas-Blase mit festerem Inhalt, aber auch viel Gas drinn. Dieses Gas kommt meist irgendwo weiter oben in *mich herein, oder "entsteht" auch erst in *mir drinn und verlässt *mich dann auch meist etwas weiter oben, aber gerne auch etwas tiefer, kommt ganz darauf an, was *ich gegessen habe, oder wie es *mir geht. Und *ich weiss aus sicherer Quelle, dass es so oder ganz ähnlich auch den meisten ander-Es geht, auch Diese gasen ziemlich überall ein und aus. Das Irdische ist niemals ganz dicht.

Da kann ein-Es noch so lange still halten oder dicht machen, ohne Gas tot, und wenn tot, dann wird Es auch zu Gas; und als deutsches Mensch weiss *ich, wie nah diese Formulierungen an eine tiefe Erschütterung und unser deutschösterreichisches MissHandelns heranreichen, aber *ich kann und darf das Gas eben nicht vermeiden, dieses Gas, welches nicht tötet, was es auch kann, sondern jenes Gas, das zu unserem esLeben nötig ist.

So schreibt also die Nüchternheit von uns EsLebeWesen als eingehäutete Gas-BewohnEs. Eine leicht schwebende und wabernde Molekül-Wolke um den Kern herum, angefüllt mit Blasen-Wesen, die entweder ziemlich fest herumstehen und von das Mensch als Pflanzen (Plantae) benannt werden. Und von den etwas beweglicheren Blasen-Wesen, die wie die vielen Plantae, in verschiedene Spezies und Gruppen eingeteilt werden, von das Mensch als: Archaea, Bacteria, Fungi und Uns hier, die Animalia in der Untergruppe der Metazoa. Wundervollstes Blasen-Gewimmel um und in dem Planetchen: Erde benannt.
Und was soll das nun alles?

Und eine kleine Blase darIn bin *ich.
Ist doch klar, das diese kleine Blase etwas besonderes ist, und mit den vielen anderen Blasen erst mal nichts zu tun haben möchte, könnte schliesslich gefährlich sein, wie leicht platzt so eine zerbrechliche Blase! Sehr schnell, auch ohne Fremdeinwirkung.
Blasen-Gewese. Um den Kern herum. Im Gas kriechts und schiebts und läufts und fährts und fliegts und schiessts und hauts. Haut an Haut. Blasen-Kontakt, Blasen-Zeugung und Blasen-Ernährung. Was tut diese Nüchternheit mit *mir?
Was tut diese Nüchternheit mit den Leses, so Namenlos, so Besonderheits-Los, so ein-Es von so vielen ein-Es, mit kaum Verschiedenheit im entfernten Drauf-Blick mit Augen aus Blasen?

Wenn dann ein-Es, aus so einer Blase heraus, auf ander-Es bläst, kann schon etwas passieren, mal 'was schönes, mal 'was schreckliches.

Wenn wir also die Nüchternheit entdecken und wirken lassen, was passiert dann mit Uns?
Schiessen wir dann noch aufeinander, hauen wir Einander noch in Stücke, oder vernichten wir Einander dann noch, weil bisher tun wir das noch? Wir tun es ganz und gar nicht gerne, wir tun es, weil wir es müssen und brauchen. Wir sind so geprägt, weil das Blasen-Sein so zerbrechlich und so bedürftig und so kurz ist, und weil Wir nur Uns Blasen-Wesen als Nahrung und zur Erfüllung all unserer Wünsche und Notwendigkeiten haben.
Was sollen Wir denn machen, reine Energie macht Uns nicht glücklich. Noch nicht.

Aber jetzt zu dem unten eingestellten Zeitungs-Artikel. Es ist ja nun so, je mehr Wir Wissen, umso näher kommen Wir Einander, umso geringer werden die Verschiedenheiten; und das ist doch erst mal erschreckend, weil Wir haben doch schon so fast endlos lange so und damit gelebt, Einander zu verAchten. Einander fern zu halten und ungern aber doch auch zu vernichten. Blasen-Wesen sind in erster Hin-Sicht einsam, wenn auch die meisten Blasen-Wesen ziemlich gruppig und ruppig mitEinander sind. Wir Menschen auch. Schon weil wir Einander nur zu Zweien vermehren können, sind wir Einander immer ziemlich näher gekommen, bis Heute. Und haben dabei bisher fast stets nur Uns ziemlich Selbst-ähnliche EsLebeWesen beachtet und als ohne-Gleiche verachtet, oder auch aber meist selten beachtet und nun, kommen plötzlich Menschen darauf, dass auch andere Haut-Wesen (Gas-Blasen) uns ähneln, uns Gleichen, wie eine Rose dem Flieder gleicht.

Und, wie die Leses wissen, *ich fühle und spüre Ja dazu, dass Wir Gleiche sind.
Die Frage und die Angst bleiben: Was ändern Wir mit und nach dieser Erkenntnis?
Wenn es eine wahre Erkenntnis ist und kein nur eingebildeter Schwindel.
Könnte ja auch sein?
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Hinterhof an der Ring-S-Bahn in Berlin.
Aus der fahrenden S-Bahn geklickt
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Aus Der Tagesspiegel, vom 14. Dezember 2013, von Jana Schlüter
Titel: Tierisch menschlich
Untertitel: Forscher in den USA versuchen vor Gericht mehr Rechte für Schimpansen zu erstreiten. Dabei stützen sie sich auch auf aktuelle Studien, die zeigen: Tiere sind uns womöglich ähnlicher als gedacht

Santino war wütend. Acht Monate lang war er unangefochtener Alleinherrscher in seinem Reich gewesen. Nur er, zwei Weibchen, zwei Heranwachsende und ein Jungtier, umsorgt von den Tierpflegern im Zoo Furuvik im schwedischen Gävle. Nun kehrten mit der Frühlingssonne die Eindringlinge zurück. Nicht einer oder zwei. Eine ganze Horde!

Der 35-jährige Schimpanse tat, was man in so einem Fall als Alphatier eben tut: Brüllend und mit aufgestellten Haaren rannte Santino auf die Gruppe zu. Die Zoobesucher ließen sich von dem Imponiergehabe nicht beeindrucken. Erst als Santino Betonstücke von einer Mauer abbrach‚ lenkte ein Tierpfleger sie schnell zum nächsten Gehege. Santino schleuderte seine Geschosse ins Leere.

Am nächsten Tag versuchte er es mit einer anderen Strategie. Als kein Fremder zu sehen war, schleppte er in aller Ruhe einen kleinen Heuhaufen an den Rand der Anlage. Darunter platzierte er seine Munition. Auch hinter einigen Baumstämmen legte er Vorräte an. Als sich abermals eine Gruppe näherte, schlenderte er erst gemütlich auf sie zu — um dann ohne jede Warnung einen Stein nach dem anderen aus seinen Depots in ihre Richtung zu feuern. Er traf niemanden. Dafür katapultierte er sich und die Forscher, die ihn beobachten, ins Fachjournal „Plos One“ und in die Weltpresse.

Offenbar hatte Santino die Täuschung geplant - ein Verhalten, das für ein Tier außergewöhnlich ist. „Für viele Laien ist es selbstverständlich, dass sich Tiere auf die Zukunft Vorbereiten. Schließlich bauen Vögel Nester und Hamster legen Vorräte für den Winter an“, sagt Mathias Osvath von der Universität Lund, der die Primatenstation Furuvik wissenschaftlich leitet. Doch das läuft instinktiv ab. Ein Plan wird daraus erst, wenn ein Lebewesen verschiedene Möglichkeiten abwägen und sich dann entscheiden kann. Dafür braucht man die Fähigkeit, in Gedanken auf Zeitreise zu gehen.

Für den Menschen ist das Alltag. Selbst der Inhalt einer Handtasche zeugt davon: Der Schlüssel, weil man am Abend nicht ausgesperrt vor der eigenen Wohnung stehen will. Der Schirm, um bei Regen nicht nass zu werden. Ein Beutel, damit man im Supermarkt keine neue Tüte kaufen muss. Auch die Vorbereitungen für Weihnachten sind voller Zeitreisen zurück in Kindertage, als das Fest noch magisch war, und in die Zukunft, wo wir die Fehler aus dem letzten Jahr vermeiden wollen. Dank der Zeitreisen, können wir Geschichten erzählen und weiterspinnen — vor allem unsere eigene.

Dass die Erinnerung an Ereignisse aus der Vergangenheit und Pläne fiir die Zukunft zwei Seiten derselben Medaille sind, sahen NeuroWissenschaftler um Endel Tulving von der Universität von Toronto zuerst bei Menschen mit Hirn-Verletzungen. Bei K.C. zum Beispiel, der 1981, gerade 30 Jahre alt, einen schweren Motorradunfall hatte. Sein Körper erholte sich wieder. Seine Autobiografie war dagegen zerstört. K.C. kann Matheaufgaben lösen, aber sich nicht an den Unterricht erinnern. Er kennt die Daten seines Lebenslaufs, weiß aber nicht mehr, wie er sich beim Tod seines Bruders fühlte. Künftige Ereignisse sind für ihn unvorstellbar. Wenn ein Psychologe ihn nach seinen Plänen für den jeweiligen Tag fragt, hat er nur eine Antwort: „Ich weiß es nicht.“ Heftige Blutergüsse hatten nach dem Unfall wichtige Areale in den Schläfenlappen seines Gehirns zerstört. K.C. hat nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Zukunft verloren.

Tulvings Idee, dass beides auf die gleichen Netzwerke im Gehirn zurückgreift, haben inzwischen etliche Forscher bestätigt. Sie baten Menschen, im Hirnscanner an vergangene, gegenwärtige oder künftige Ereignisse aus ihrem Leben zu denken. Bei den Zeitreisen leuchten immer wieder ähnliche Areale auf. Zentral ist dabei allem Anschein nach der Hippocampus, jene Struktur in den Schläfenlappen, die als „Tor zur Erinnerung“ gilt.

Kleinkinder dagegen haben kaum eine Vorstellung von Zeit und Zukunft, betont Thomas Suddendorf von der Universität von Queensland in Australien. In einem Experiment zeigte er drei- und vierjährigen Kindern zunächst, wie man ein Schloss mit einem dreieckigen Schlüssel öffnet. Dann gab er ihnen ein anderes, in das nur ein viereckiger Schlüssel passt. Die meisten durchschauten das Problem. Führte er sie jedoch zwischendurch in einen anderen Raum zum Spielen und bot ihnen anschließend — außer Sichtweite des Schlosses — drei Schlüssel an, versagten die meisten Dreijährigen kläglich. Die Vierjährigen dagegen marschierten mit dem richtigen Schlüssel zurück ins erste Zimmer. Offenbar hatten sie sich an die Situation erinnert und in Gedanken durchgespielt, welcher Schlüssel passen könnte.

„Mit vier Jahren können sie zeitreisen“, sagt Suddendorf. Auch sein eigener Sohn. „Papa‚ ich will nicht, dass du stirbst“, platzte es eines Tages aus dem Jungen heraus. Die Versicherung, dass er sich keine Sorgen machen müsse, beruhigte das Kind nicht: „Aber wenn ich Großvater bin, bist du tot!“

Komplizierter wird es bei Tieren. Sie können uns nicht sagen, was ihnen im Kopf herumschwirrt. Wenn Forscher nachweisen wollen‚ dass Menschenaffen nicht wie K.C. oder Kleinkinder in der Zeit festgefroren sind, sondern sich an eigene Erlebnisse erinnern und vorausschauend planen, bleiben ihnen nur minutiös protokollierte Beobachtungen und sehr sorgfältige Tests.

Santinos Verhalten sei beeindruckend, gibt Suddendorf zu. Doch das reiche nicht. „Ich schließe nicht aus, dass manche Tiere in Gedanken Zeitreisen unternehmen. Wir müssen aber damit rechnen, dass sie sich grundlegend und nicht nur graduell von unseren unterscheiden“, sagt er. „Das muss man systematischer und ohne fertige Meinung untersuchen. Im Moment teilt sich das Feld in Romantiker und Spielverderber.“ Die einen tendieren dazu, ihre Ergebnisse zu weitgehend zu interpretieren. Die anderen versuchen, alles als assoziatives Lernen (wie bei Pawlows Hunden) und reines Faktenwissen abzustempeln.

Dass die Debatte keine rein akademische ist, konnte man in dieser Woche in den USA beobachten. Das „Nonhuman Rights Project“, wollte für vier Schimpansen im Bundesstaat New York die Anerkennung als Person erstreiten. Damit sollte — ähnlich wie 1772 für den schwarzen Sklaven James Somerset — nicht nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auch auf Freiheit einhergehen. Die Richter lehnten das nun ab, die Organisation ging in Revision. Außerdem bereitet das Team weitere Klagen im Namen intelligenter Tierarten vor.

Unter den neun Wissenschaftlern, die die Klage mit ihrer Expertenmeinung unterstützten‚ waren Mathias Osvath und der Schimpansen-Forscher Christophe Boesch vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. In seiner eidesstattlichen Erklärung schreibt er Schimpansen nicht nur die Fähigkeit zur Empathie, ein Verständnis von Tod und die Weitergabe kultureller Errungenschaften zu. Sie seien auch „Lebewesen in der Zeit“, jeweils mit eigener Autobiografie. „Schimpansen haben uns in den letzten 20 Jahren immer wieder mit Fähigkeiten überrascht, die wir ihnen nicht zugetraut hatten“‚ sagt er. „Je mehr wir über sie wissen, desto kleiner wird der Graben zwischen Mensch und Tier. Das kann man nicht ignorieren.“

Die Erinnerung von Schimpansen und Orang Utans reicht mindestens drei Iahre zurück, schreiben Josep Call vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie und seine dänischen Kollegen im Fachblatt „Current Biology“. Etwa zehn Tiere hatten jeweils einen Forscher durch ein Gitter dabei beobachtet, wie er im Nebenraum ein Werkzeug versteckte. Erst als sie es holen durften, konnten sie die ihnen gestellte Aufgabe lösen und kamen an ihre Belohnung. Vier Mal wurde das geübt.

Drei Jahre später fanden sich die Tiere unerwartet erneut in der Situation wieder. Aufgabe, Forscher, Räume — alles stimmte überein. Nur das Werkzeug lag längst in seinem Versteck. Für die Tiere machte das keinen Unterschied. Sobald sich der Zugang zum Nebenraum öffnete steuerten sie in Sekundenschnelle die Verstecke an und kamen mit dem richtigen Werkzeug zurück. Die Tiere aus der Kontrollgruppe dagegen, die Aufgabe und Verstecke nicht kannten, tüftelten fünf Minuten lang vergeblich und mussten so auf die Belohnung verzichten. Das sei kein Zufall meinen Call und seine Kollegen. Die Menschenaffen, die vor Jahren ein wenig üben durften, hatten die Informationen „wer“, „was“ und „wo“ ähnlich wie eine Episode gemeinsam gespeichert und abgerufen. Das passe zu der Idee, dass autobiographische Erinnerungen ursprünglich dazu da waren, Probleme besser zu lösen.

„Im Regenwald nutzen Schimpansen diese Art der Langzeiterinnerung, um seltene Bäume mit besonders guten Früchten wiederzufinden, die in der letzten Saison reich getragen haben“, sagt Boesch. Der Forscher hat jüngst in einer Studie im Tai-Nationalpark an der Elfenbeinküste gezeigt, dass Schimpansenweibchen besonders stattliche Obstbäume ganz gezielt ansteuern, vor allem wenn sie alleine unterwegs sind.

„Für mich ist das Faktenwissen, das nicht als Episoden abgespeichert sein muss“, entgegnet Suddendorf. Wie sich das Schimpansenweibchen erinnert, könne man aus dem Verhalten nicht ablesen. Und selbst wenn es Elemente einer tierischen Zeitreise habe, so könne man das nicht einfach mit einem autobiografischen Gedächtnis gleichsetzen. Ähnlich sei es mit den oft zitierten Buschhähern, die — sofern sie selbst schon mal Futter von anderen geklaut haben und sich beim Vergraben ihrer Schätze beobachtet fühlen — ihren Vorrat später erneut verstecken, wenn der potenzielle Dieb verschwunden ist. „Zwei Dinge bleiben für mich zutiefst menschlich: Eine Episode in eine größere Geschichte einzuordnen und die Möglichkeit, sich unendlich viele Zukunftsvarianten vorzustellen und zu entscheiden, welche man anstrebt. Auch wenn diese Zukunft in weiter Ferne liegt“, sagt er.

{Klar ist, dass wir immer etwas finden werden, was uns Menschen von unseren nahen und fernen Verwandten hier in diesem kleinst-PlanetenSystem verscheidet (die längeren Leses wissen, dass ich die Unterscheidung nur vertikal benutze, und unsere erdmondlichen Verwandten sind für *mich auf einer Ebene zu uns Menschen angeordnet, also horizontal, daher verwende ich hier die Verschiedenheit), ganz einfach, weil wir AllEs und All-Es verschieden sind. Aber die Erkenntnisse unserer Forschungen belegen, dass die Verschiedenheiten weniger und geringer sind, als es uns noch (augen)scheint.}

Sein früherer Mitstreiter Michael Corballis von der Universität von Auckland in Neuseeland ist inzwischen etwas weniger streng. Eine Ratte hat ihn umgestimmt. Wenn Forscher ihr Ortsgedächtnis im Hippocampus mit einer Elektrode überwachen und sie derart verkabelt durch ein Labyrinth schicken, so feuert an jeder Ecke und jedem Platz eine andere Nervenzelle, die genau für diesen Ort zuständig ist. Das Muster der elektrischen Aktivierung verrät den Forschern normalerweise, wo sich das Tier gerade befindet. Doch diese Orts-Nervenzellen feuern auch dann weiter, wenn die Ratte still sitzt. Sie geht im Kopf die absolvierte Strecke noch einmal durch und probiert alternative Routen aus. Möglicherweise ist also eine rudimentäre Form der Zeitreise uralt und allen Säugetieren — nicht nur den Menschenaffen und den Menschen — gemein. „Wir haben ein starkes Motiv dafür, unsere Überlegenheit zu beweisen“, sagt Corballis. „Wenn für ein Tier jeder Tag ein völlig neuer Tag ist, müssen wir kein allzu schlechtes Gewissen haben.“ Er schlägt eine Rückbesinnung auf Darwin vor: „Vielleicht müssen wir uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier graduell ist‚ und sie für ihr Denken nicht unbedingt völlig andere Mechanismen haben als wir.

Noch drei beigefügte kurze Zusammenfassungen zum Abschluss:

MENSCHEN
Kleine Kinder haben noch keine Vorstellung von der Zukunft. Wissenschaftler glauben, dass sie erst im Alter von vier Jahren in der Lage sind, in Gedanken in die Zukunft zu blicken und zu planen.

SCHIMPANSEN
Immer wieder berichten Forscher von Schimpansen, die sich verhalten, als wären sie ebenfalls zu mentalen Zeitreisen fähig: Santino zum Beispiel, ein Schimpansenmännchen, das in seinem Gehege Steine versteckt, um damit Besucher zu bewerfen.

RATTEN
Auch andere Tiere überraschen. So zeigen Ratten Gehirnaktivitäten, die darauf hindeuten, dass sie „in Gedanken“ ein Labyrinth noch einmal durchgehen und andere Strecken ausprobieren.
Ende Tagesspiegel-Artikel

Es ist, wie es so oft ist, hier ist erst mal Ende Gelände; *ich werde den Artikel die nächsten Stunden und Tage noch ein wenig erweitern, aber hier wünsche *ich den Leses erst mal ein schönes vorweihnachtliches Wochenende.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Sprech-ent-Sexung



Sprech-ent-Sexung


Wissen Sie, Oliver-August Lützenich kenne und mag einen Menschen, das weder Frau noch Mann sein möchte, genauer: das weder Mann noch Frau ist. Jedoch ohne jeden Zweifel ein Mensch.

Wie gehe *ich mit diesem Menschen um? Vor allem sprachlich. Nenne ich diesen Menschen er, vielleicht weil sie kurze Haare ist, oder nenne ich ihn sie, wegen der milderen Stimme? Wie schreibe ich das Mensch an, mit und in das Sprache, welche Wir bisher übermittelt bekamen und meist auch noch brav so nutzen, ohne diesen Menschen zu verunglimpfen oder gar abzuwerten?

Ist das, was Wir so entwickelt haben und was Wir mühevoll verbreitet und auch weitgehend durch- und umgesetzt haben, der letzte Stand?
Zwingt Uns das Sprache also jetzt in ein Korsett?
Nein. Ganz klar nein.

Auch wenn es den meisten Menschen schwer fällt, Gegebenes und Eingeübtes und vor allem täglich fast unbemerkt benutztes zu ändern - *mir hier genauso! - kann ich diesen Menschen, den ich sehr mag, mit den gegebenen sprachlichen, kommunikativen Mitteln nur beleidigen, zumindest nicht passend treffen.


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Keith Haring - Skulptur
Am Potsdamer Platz
in Berlin-Mitte
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Dieses Mensch ist weder Mann noch Frau, weder Er noch Sie, weder jener noch diese! Es ist einfach ein Mensch.
Ein Mensch, wie *ich einer bin, der *ich ein Mann bin.

Auch deshalb fange *ich an und viele Andere auch, diese Zweigeschlecht-lichkeit in Zweifel zu ziehen und das auch in das Sprache einzubringen.

Noch gibt es eine Mehrheit von Mann und Frau.

Das ist aber nicht der aktuellste Stand der Entwicklung.

Der aktuellste Stand der menschlichen Entwicklung kündet von dem langsamen Auflösung des geschlechtlichen Grenzen (das Fortsexung des Menschen können Wir auch anders lösen, als durch zufällige und dann auch noch eingeengt in eine fast Zwangsjacke eines Geschlechts. Und das schreibe *ich, der mit dem Mann-sein zufrieden ist. Noch?). Kündet von einer Erweiterung und von einer Selbst-Wahl der aktuellen sexuellen Positionierung, deutet auf eine Kündigung der Festlegung, der ungewählten und vorbestimmten Festsetzung auf ein Geschlecht.

Was ist Freiheit?

Freiheit ist, Selbst zu entscheiden, Was ein-Es ist.
Diese Freiheit ist noch Kilometer weit entfernt. So kann ich also behaupten, dass Wir zwar frei sind, aber dieses frei sind noch klein sind im Vergleich mit einer Selbst-Entscheidung, wie der im Geschlecht.
Aber es gibt bereits Menschen, die diese Wahl erkennen und voran gehen.
VorBilder für die Masse an UnEntscheidenden, an Selbst-Bestimmten, wie selbst-verständlich auch *mich.
Woher nehmen diese Menschen den Mut?

Aus dem DaSein. Schätze ich?
Das DaSein bietet Uns wesentlich mehr Freiheit an, als Wir bisher entnehmen, allerdings braucht das Entnehmen und auch EsLeben des Freiheit eine oder sogar mehrere Grundlagen. Eine davon schätze *ich, ist das Wissen davon: Was ist? Und zwar mehr und überprüfter, als es in den allermeisten bisher gegeben ist, aber das können Wir relativ schnell ändern.

Eine weitere Voraussetzung für ein mehr an übernommener Freiheit aus dem und im DaSein (Natur) ist die Verantwortung. Das Selbst-Handeln mit Bewusst-Sein und weiser Vorausschau. Die Leses wissen, dass *ich daran mitarbeite, für mich.

Dieses Freund ist also ohne Geschlechtlichkeit und ich mag Es sehr!
Dieses Mensch verdient es, dass *ich das Sprache für mich so gestalte, dass Es darin geborgen, frei und passend benannt ist.
Aus diesem Grund, löse *ich die unpassenden, sogar oft genug fehlerhaften Geschlecht-lichkeiten heraus.

Du bist es wert, dass ich ein-Es bin.
Und *ich bin es gerne. AUCH für Dich.
Danke für Deinen Mut!

Danke auch dem DaSein, für die Freiheit, die Wir langsam immer weiter und ausgelassener nutzen!
Bitte.

Donnerstag, 21. November 2013

Selbst-[ein]Richtung

Und das Alles nur, um zu erwachsen.

Und wozu?
Warum bleibe Oliver-August Lützenich nicht das einfache Tier und strample in dem fast Nichts in den WEITEn des RaumZeit, in denen auch *ich enthalten bin, nur so schön lässig dahin?

Keine Ahnung, woher dieser Zug in *mir kommt, aus zu reifen? Zur vollen Blüte, zu das ein Mensch fähig ist. Und warum das überhaupt so wenige MitMenschen wollen oder auch, warum das den Meisten unmöglich gemacht wird?

Und derweil bin Oliver-August Lützenich noch längst nicht Der oder auch Das, als was *ich hier in diesen Texten erscheinen mag!
Diese Texte und die Prosa, Poesie und Philosophie sind VorLagen, sind Verlockung für *mich. Oliver-August Lützenich erschreibe hier eine Richtung, eine Selbst-Entwicklungs-Richtung, der *ich gerne folgen möchte. Obwohl: "folgen"?
Besser und Genauer ist wohl, dass *ich formuliere: hier in diesen Blogs erschreibe *ich eine Richtung, in die *ich die Selbst-Entwicklung lenke.
Klingt ziemlich verschraubt, *ich weiss aber im  Moment keine bessere Formulierung.

Nein, neben diesen Texten bin *ich noch ziemlich normal da. Das normale Mensch. Auch *ich bin ein normales Mensch-Sein. Hihihi.
Auch wenn *ich in Gedanken und in der Fantasie (Jetzt wissen die längeren Leses vielleicht, warum *ich die Fantasie fast immer als Beitrags-Kennwort verwende) schon so Weit bin, wie *ich es hier hineinschreibe, aber noch bin *ich phantastisch.

Obwohl ich das Phantastische so gerne endlich ablegen möchte, um vollkommen Da[zu]Sein. Um wenigstens für ein paar Momente - oder gerne auch JahrZehnte - ganz und gar Da[zu]Sein. Mensch, bin ich blöd, das zu wünschen, daran zu arbeiten und mich für Andere dabei zum Affen machen zu lassen. Aber gut, so bin *ich denn einfach nur ein-Es von so vielen phantastischen Menschen, über 7 Milliarden sind Wir inzwischen, denke ich.
Aber wenn *ich in den Spiegel schaue, wünsche *ich ein erwachsenes Mensch zu spüren, aber gehe *ich näher hin, dann bleibt nur das Normale übrig.

Was ist das normale Mensch?

In welcher Spannbreite ist das Normale ein Mensch?

Wo sind also die Grenzen des Mensch-Sein?

Hör auf damit Oliver! Immer dieses Gebohre und Gerühre ums Ganze! Warum bleibe ich nicht bei schönen Gedichten und gut erzählten und spannenden Geschichten? Immer dieses DaSein und das ganze SprachGetue, das ist ja schon ziemlich neurotisch! Von was lenke ich da ab? Denn, dass das hauptsächlich grossspurige Ablenkung ist, ist mir ja auch schon etwas länger klar, eigentlich schon von Anfang an. Schon beim Öffnen dieser Blogs war mir irgendwo klar, dass das wohl, neben der Schreibübungen, der Interessen- und Ideen-Sammlung, auch eine therapeutische Wirkung entfalten soll, eine heilende Wirkung.
Öffentlich.

Jedoch, wo bleibt die Heilung?
Und warum stelle ich das aus?

Das zweite, weil es doch normal ist, das Mensch-Sein ist ausgestellt sein. Das erdmondliche DaSein ist eine wundervolle und grossartige Ausstellung.
Eine Galerie der materiellen/molekularen Möglichkeiten. Somit bin *ich eine Sprach- oder Sprech-Galerie, wie so Viele Andere auch. Und das DaZwischen-Netz gibt all den vielen Ausstell-Es mehr und mehr RaumZeit und Gelegenheit, das je-ich auszustellen.

Und was ist mit der Heilung?
Na, *ich weiss nich? Es ist schön hier, aber heilsam ...
Ist das eher nicht. Manchmal gehe ich auch in Kirchen, weil sie Innen oft sehr schön sind, aber heilsam sind sie nicht. Für *mich! Krankenhäuser sind nicht schön Innen, aber meist heilsam. Und das DaZwischen-Netz bietet auch einiges Schöne an, aber heilsam?
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Schön, oder?
Berlin Tempelhofer Damm.
Um?
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Bin ich schön Innen, weil heilsam bin ich nicht.
Bin ich wenigstens schön Innen, weil Aussen mache ich fast nur Dreck. Alleine der Müllberg, den nur *ich hier bisher aufgehäuft habe, taugt schon fast zum Skilaufen. Piz Buin.
Dann muss *ich doch wenigstens Innen schön sein, oder? Das Mensch muss doch dann wenigstens das Innen schön einRichten, wenn Es aussen herum schon so viel Dreck macht. Und irgendwie sehe *ich hier auch darin eine Aufgabe, daran mitzuwirken, dass Wir Innen schön sind, wenn es DrAussen schon so hässlich ist.
Könnte ein-Es bei all dem Teer, Beton, Glas und Stahl und Plastik und Uns, mit Das Wir diesen Planeten einhüllen, doch so formulieren, oder? Ich nicht.

Finde *ich zwar nicht alles schön, was Wir da so machen, aber was solls. Wie lange sind wir Ermondlichen Da, persönlich und auch als Art; und wie umfangreich ist das RaumZeit, in das Wir schliesslich AllEs und All-Es eingewebt oder auch eingearbeitet sind? Wir taugen ja noch nicht ein mal für ein Fingerschnippen in den fast unermesslichen WEITEn des DaSein.

Was sollen Wir dann Schön tun, ähh, machen? Und für Was? Unseren Nachwuchs?
Die wollen es doch gar nicht schön machen. Die wollen doch auch nur ihren Spass haben oder einen Spass machen, wie die Leses wollen. Und da ist das Schöne oder das schön Sein eher hinderlich. Wo blühen die schönsten Blumen? Bei mir auf dem Balkon und da ist es nicht gerade schön. Zur aktuellen RaumZeit wenigstens.
Nein, mal ehrlich, für was sollen Wir IrgendEtwas Schön machen? Zum Beispiel wenn ein Garten schön ist, ist es meist ein gut gepflegter glatter Rasen mit Büschen am Zaun und ein zwei oder auch drei Bäum[ch]en drinn und nah beim Haus meist noch ein paar Blumen-Rabatten oder auch eine kleine Gemüse-Verpflegung, die Vielfalt, das Wilde ist nicht schön, da können Sie hier die Garten-KolonistInnen befragen, welchen Sie wollen, schön ist ganz einfach: wenig Vielfalt, wenig Bunt, wenige Meinungen, wenige ..., was immer Sie wollen.

Mensch-Sein ist schön.

Oliver jetzt ist aber genug! Schluss mit dieser Misanthropie! Genug Jetzt!

Derweil kann *ich nur immer wieder erneuern, dass ich nur und einschliesslich Mensch-Sein möchte. Was AnderEs, was *ich halt so kenne, möchte *ich nicht sein. Definitiv bin ich am allerliebsten Mensch, auch wenn *ich dazu gar keine Wahl hatte, so bin ich also auch ein wahlloses Mensch. Ist doch auch schön.

Woher habe ich nur die Anwandlungen mehr haben und entwickeln zu wollen, als was ich bin, habe, und was ist? Dieses stete Drängen mehr - wahr - zu nehmen?
Vielleicht damit das Leid nachlässt, weil ich gemerkt habe, dass je mehr Wahrnehmung, je mehr Achtsamkeit, umso mehr Leid, <- erst mal, aber dann, umso weiter wird das Freude. Ja, das Leid ist erst mal zum Fürchten, aber *ich war da unglücklicherartig bestens darauf vorbereitet, auf das Leid, *ich kannte ja sowieso fast nichts anderes, also war da nur ein mildes Fürchten, beim entwickeln (Eine inzwischen alte Foto-Metapher).

Manchmal auch wieder ein fürchterliches Fürchten, ohne jedoch jemals die Lockung zu über-spüren, die *ich von das Freude vernahm. Kann ich das so formulieren?

Und diese Freude, die auch *mich hier so anlockt, verlangt stete ErWeiterung, sonst fehlt Es - das FREUDE - das Platz in ein-Es, um darin zu [er]wachsen. Und das Freude wächst gerne, wohingegen die Schönheit beständig nur verfällt, meist nur kurz auffällt oder auch mal ausfällig ist, weil nur einfach schön DaIst. DaSein ist bis Jetzt mehr Schön-Sein, als Freude-Sein. Derweil mag ich die Schönheit, bin der geradezu verfallen. Vielleicht, weil *ich einfach Normal bin?

Könnte doch SoSein?

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Selbst-Offenbarung oder die Apokalypse

Irgendwie warte Oliver-August Lützenich hier auf den Moment, in / mit dem ALLES still ist, oder auf den Moment, wo ALLES startet. Stillheit oder Startheut.
Entweder brauchen wir Irdischen einen gemeinsamen Moment des Ruhens aller Bewegung, oder wir Irdischen brauchen den gemeinsamen Moment des Starten.
Jedenfalls *mir kommt es so vor, als sei das Tempo des DaSein unstimmig. Das Tempo schwankt zwischen Bremsen fast bis zum Stillstand und dem verschärften Übersteiger. Auch das so eine der riesigen Spannweiten zwischen denen das DaSein hängt.
Ein Bemerkung, die *mir seit Monaten folgt, die Überspannung in diesem kleinst-Planeten-System. Eine Entwicklungs-Beschleunigung vom ?
Zum Besten oder Schlimmsten?

Halten Sie durch, am Schluss steht dann auch ein Liebeslied.
Ohne es wirklich zu sein, aber gut ist es ja vielleicht doch.
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Bei *mir ums Eck.
Vorzugs-Lese-Ort.
Bergmannstrasse.
.
Das Mensch verwortet das DaSein, weil es die körperlichen Grundlagen dazu ist.
Dieses Verworten des DaSein, diese sprachliche DaSein-Aneignung, also symbolische und abstrakte Entfernung des DaSein-Wesens Mensch von der fast völligen Bestimmung fast allen Handelns, vom vergangenen DaSein und den jeweils aktuellen RaumZeit-Umständen, bewirkt ...
Bis eben Jetzt noch wenig, wenn nicht gar, gar nichts.

Offenbar wissen wir Menschen noch zu wenig, um etwas Mensch-gewünschtes zu bewirken? Das DaSein handelt noch fast komplett in und mit Uns, wie es das bisher immer tat und um Uns herum - und ich schreibe hier bis an den Rand des Universums - noch tut.
DaSein tut noch einfach.
Oder doch mit Richtung?

Die Frage, ob mit Sinn, oder sogar einem Zweck oder gar ohne Alles Vorher und nur Zufall, ist bedauerlicher weise ohne Klärung. Alles ist möglich. Das macht es schwer eine klare Richtung auszumachen. "Regiert" die Statistik das DaSein, also ein Summe von Wahr- Schein-lichkeiten und Mittelwerten, oder ist die Statistik "nur" eine der Möglichkeiten der Annäherung an die Antwort auf die Frage:
Was ist?
.
Bei *mir ums Eck.
Eine mögliche Form
der DaSein-Aneignung.
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Zurück zum wissenden Mensch.
Das Sprache ist eine Äusserlichkeit, die langsam und noch etwas unsicher im Inneren Platz einnimmt. Das Sprache ist eine Kunst, die im DaZwischen erblüht ist, im DaZwischen den Körperlichkeiten. LautÄusserung. Eingefangen in den Ohren und bewertet in einem kleinen Bereich des Bewusst-Sein. Hallo. Hallo? Taube. Taube? Fingerzeig. Ah, das da.
Das Sprache mangelt es noch an Direktheit, an Stimmigkeit, an Verlässlichkeit. Das Sprache ist noch nicht des Vertrauens würdig, das Es Uns anbietet.
Was hat das mit den Träg-Es des Sprache[n] zu tun, mit uns Menschen?

In welchem Masse ist das Sprache[n] Uns Gleich?
DeckungsGleich?

Somit bin *ich dafür, dass jed-Es Mensch eine von jed-Es anderes Mensch verschiedene Sprache[n] ist und somit auch spricht. Das Sprache[n] braucht die gleiche Entwicklung, wie sie uns Menschen eigen ist. Das Spache[n] ist auch ein Momentum der Vereinzelung und Aufrichtung des Selbst.

Folgen und blindes Folgen ist Sprach[en]los.

Die Versuchung das Sprache[n] dazu zu missbrauchen ist auch hier in Deutschland schrecklich gescheitert. Konnte nur scheitern, weil das Sprache[n] diese Entwicklungs-Richtung - zur Verhinderung und Kappung von Verschiedenheit - nicht beinhaltet, und dabei ist klar, dass dieses "nicht" diesmal fast ohne Inhalt ist.
Klar ist aber auch, dass dieser Missbrauch fast zwangsläufig geschehen musste, weil das DaSein fast oder sogar jede - *ich weiss das ja nicht - Richtung auserlebt, auserleben muss.
Also eben auch die Richtung mit Sprache[n] die grosse Vielheit und Buntheit des DaSein einzuengen, zu behindern, zu drohen und sogar vernichten zu wollen.
Die menschlichen vertret-Es dieses Missbrauchs von Sprache[n] sind entweder sehr laut oder auch bedrohlich leise, ohne etwas brauchbares darin zu verteilen.
Sprache ist ein Verteilungs-Mittel. Von Informationen.

Und da das DaSein als Ganzes und in all den Strukturen, Substanzen und Bewegungen (Energie) Information[en] ist, ist auch das Sprache[n] - im besten Fall - imstande, alle Information[en] in Laute und Lautkombinationen, in Symbole und Symbolfolgen, also in Zeichen und Zeichenverbindungen einzufüllen.

Jed-Es DaSein-Partikel braucht eine Sprache oder auch mehrere.
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Bei *mir ums Eck.
Auch eine Form.
Bergmannstr.
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Die Verständigung im Mit-Einander ist eine Sache der Technik.

Entweder eine Frage der internen Organisation (SpeicherOrt, SpeicherForm, Gewichtung, ZugriffsArt und ReaktionsWeise) von Signalen des Umfelds und deren Bedeutung und Auslegung für ein-Es, oder eben die Auslagerung der ÜberSetzung an eine Maschine.
Die interne Organisation ist *mit lieber und *ich bin auch sicher, das ist machbar.

Jed-Es spricht, wie Es möchte; und erst dann verstehen wir Einander passend und stimmig, und erst wenn wirklich Jed-Es so verwortet und singt und stimmt, wie -Es wünscht, zieht das Vertrauen auch vollkommen in das Sprache[n] ein. Vielsprachigkeit ist kein Geheimnis, sondern die Grundlage für die Offenbarung.

So wartet also das DaSein - und wir Menschen darIn - auf die für-s jeweilige »ich« sprechenden Selbst. Vielleicht ist das ja die Apokalypse (Offenbarung), die wir fast All-Es erwarten? Jed-Es Selbst spricht klar und deutlich für und aus das jeweilige Selbst. Jed-Es Selbst eine Sprache[n] für-s »ich«.

Die Verständigung klappt damit reibungslos, völlig anders als bisher.
Wenn *ich die Folgerichtigkeit richtig verstanden habe, ist genau das die Konsequenz aus den Beobachtungen und Wahrnehmungen des *Selbst und der vielen vielen anderen Selbst und von / aus das Literatur, den anderen Künsten, der Politik und jeder Menge Gesprächen deren einer Teilnehmer *ich war und bin.

Dies ist also ein Widerspruch zu AllEs und an All-Es hin, die eine EinheitsSprache fordern, oder das auch nur andenken. Dies ist die falsche Richtung. Von allem, das *ich fühle und spüre (also auch weiss), ist das garantiert.
Will aber sowieso k[aum]ein-Es, oder?

Das "Gott", das bisher fast immer das Fremde war, von Aussen vorschrieb und erschuf, kehrt damit in das Selbst zurück, das "Gott" macht auch in Uns die "Reise" von der AllMacht und der Selbst-Erhabenheit, hin zu einem Selbst das frei, wahr und friedlich entscheidet, was dem Selbst die Belastung der Fremdheit und der daraus folgenden Selbst-Bestimmung abnimmt.

Das Selbst ist Frei, wenn es das AnderEs und das Ander-Es als Fremd-Selbst anerkennt, erst diese wechselseitige AnErkenntnis verhindert die Erregung von Gewalt, von Angst, weil das Selbst der Gleich-Macherei entkommt, die das Gleich-Heit jedes Selbst verkennt, statt diese Selbst-Verschiedenheit auch für-s »ich« zu begreiffen.
So ungefähr vermute *ich das.
Zweifelhaft allemal.
So wie das hier schreibende Selbst, noch zweifelhaft ist.
Richtig?

Ein "Liebe"eslied.

Oh, wie gerne würde *ich hier Liebeslieder "singen", allein, mir mangelt noch der volle Zugang zu dem Zustand, den die Meisten Liebe benennen. Diese Liebe ist *mir fremd. Inzwischen erkenne *ich das wenigstens im vollen Umfang an, ohne diese Liebe im *Selbst zu fühlen oder sogar fühlen zu wollen, vielleicht, weil *mir die meiste Liebe, die Liebe der Meisten völlig abgeht. Fast völlig. Abgegangen, vielleicht in einem Moment, da *ich diese Liebe gebraucht hätte, die Liebe aber gerade anderweitig beschäftigt war?
Daher singe *ich hier meist Lieder, die nur um die Liebe verbaut sind,
Vielleicht, um diese Liebe, oder die Liebe überhaupt, zu schützen?
Vielleicht ist das DaSein um die Liebe herum gebaut?
Vielleicht auch, um die Liebe zu stützen?
Mensch weiss es nicht genau.
*ich auch nicht.
Bitte.
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Freitag, 18. Oktober 2013

Freiheit der Entscheidung. Swetlana Alexijewitsch

ist eine Schrifstellerin, eine Autorin. Von der Oliver-August Lützenich allein nur und einzig die Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels kenne. Von der *ich auch zu diesem Anlass das erste mal Notiz genommen habe, so weiss *ich also sonst von diesem Mit-Menschen nichts, und in diesem Fall ist das wirklich ganz ganz wenig. So nehme *ich also hier in diesem Beitrag nur die darin vorgefundenen Worte, Sätze und Geschichten, um ein wenig Kritik daran zu üben.

Vorher aber noch kurz mal etwas grundsätzlich, vielleicht habe *ich das noch nicht erwähnt, aber diese Blogs sind (nur) ein Mittel für mich, um endlich etwas Erweiterung zu erdehnen, in *mir, damit endlich etwas mehr hineinpasst, in *mich, als immer nur die ganzen Vorgaben und Zwänge und (Vor]Urteile und Vorwürfe und Erniedrigungen, die ich in der Präge-RaumZeit und auch danach reichlich hineingefüllt bekam, in das hier fabu- und formulierende *Selbst. Ist klar, dass es Ihnen Da ganz anders gegangen ist. Freude.

Da muss doch mehr sein, fühlte ich ganz zu Beginn und fing irgendwann, während des nachlassenden Schmerz-Es, - vielleicht wegen Ihnen? - ganz leise und heimlich zu sammeln an: Gefühl und Gespür (auch Wissen) und Erklärungen dazu. Und das ist inzwischen so viel, dass es in *mir kaum mehr Platz hat, also schreibe *ich es nun auch hier hinein, ganz öffentlich, weil, vielleicht interessiert es ja auch das eine oder ander-Es. Wenn nicht, dann ....üss und ein schönes Wochenende.

Aber genug der VorRede, dieser Beitrag ist schon breit genug.

Auszüge aus der Dank-Es-Rede von Swetlana Alexijewitsch zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, gehalten am Sonntag, den 13. Oktober 2013, in der Paulskirche zu Frankfurt/Main.
Abgeschrieben aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 14. Oktober 2013.

»Der Mensch muss sich die ganze Zeit entscheiden: Freiheit oder Wohlstand und gutes Leben, Freiheit mit Leiden oder Glück ohne Freiheit. Die meisten Menschen gehen den zweiten Weg.

{Da bin ich skeptisch, ob das mit dem Entscheiden wirklich so ist. Also *ich berichte hier aus meiner persönlichen Erfahrung, aber meine Entscheidung war weder, dass ich als Mensch hier in dieses DaSein hineingezeugt wurde, noch wohin in diese Welt, noch an welche Mutterbrust und auch nicht in welche Um-/ oder auch Zustände ich hingeboren wurde; und auch das was danach kam, entzog sich komplett meiner Entscheidung.
Denn, was glauben die Leses, was und wo ich sonst Jetzt wäre, wenn irgendetwas wirklich meiner ureigensten Entscheidung überlassen worden wäre?
Vielleicht fülle *ich auch den Begriff "Entscheidung" und seine Handlungsform "entscheiden" mit anderen Kennzeichen und Konzepten, wie Frau Swetlana Alexijewitsch, vielleicht mit viel mehr Möglichkeiten der Richtungs- und Selbst-Sein-Wahl, mit viel mehr Gefühlen und Umständen, kurz gesagt: mit einem viel mehr an Wahl, an Auswahl und Einwahl, als Frau Swetlana Alexijewitsch in das Wörtchen "Entscheidung" so hineinlegt.
Mir ist auf jeden Fall klar, das *ich hier und auch alle Menschen, die ich bisher im ErLeben kennen- und auch lieben gelernt habe, keine solchen Entscheidungen Selbst treffen konnten, die Frau Swetlana Alexijewitsch da benennt.
Alle, die ich so [er]kenne, wurden in dieses DaSein hineingesetzt und den dortigen Umständen ausgeliefert und haben mal besseres daraus tun können und mal weniger gutes. Eingespannt in jede Menge Zufälle und Vorgaben der Geburt, des Ortes, der jeweiligen Familie, der jeweiligen Gruppen und GrossGesellschaften (z.B. EU), von Freunden und Bekannten, aber ein wirkliches Einzel- und Gruppen-Selbst, ein aufrichtiges, unabhängiges - soweit das als irdmondliches ErLebewesen eben möglich ist, und da sind Wir Irdischen noch längst an keinerlei Grenze gestossen, bis Jetzt eben - Selbst, das im DaSein steht und fühlt und spürt, was so geht und fühlt, was es daraus entnimmt und darin hineingeben möchte und kann - DaSein = Geben + Nehmen; und zwar im gesündesten Fall von JED-Es und ALLES -, habe *ich bisher nicht getroffen oder gar erkannt, auch aus der Ferne nicht. 
Dass es ein-Es oder sogar Mehr-Es dieses Menschen gibt, ohne das *ich das spüre, ist auch klar! 
Mensch-Sein ist bisher keine so bedeutende Selbst-Entscheidung.
Erst recht nicht, ob ein-Es die Freiheit im Leiden oder die Freiheit im Glück nimmt. Nein. Diese Wahlmöglichkeiten liegen noch nicht im Einzel-Es, sie sind noch Vorgaben und auch noch Zwang: Du machst das, Punkt. Und das läuft sehr subtil ab, sehr subtil, da muss ein-Es schon enorm genau wahrnehmen und mit viel ErLebens-Gefühl und -Gespür (darin auch das Erlernen und die Erfahrungen und Ergehungen, ErLiegungen, Erstehungen und ErSexungen und sonstiges persönliche Erleben) ausgestattet sein, dass es diese heimlichen RichtungsEntscheidungen in Familien und Gruppen und Gesellschaften erkennt.
Den Meisten ErLebewesen gehen diese Fertigkeiten und die Wahrnehmung dieser unterschwelligen Auf- und Einforderungen und auch Zwänge noch ab.
Den allermeisten Menschen sind die engen Grenzen der Selbst-Entwicklung und die Forderungen der Masse, in die Jed-Es mit AllEs im DaSein eingebunden ist, unbekannt. Den Meisten ist ja sogar unbekannt, dass es so etwas überhaupt gibt, dass es Sie wirklich gibt; ich weiss, das ist übertrieben, aber, wenn *ich hier so herumspüre in der allernächsten Umgebung, kenne *ich hier einige Mit-Menschen, denen das persönliche Selbst ein fast völliges Rätsel ist, Sie wissen wirklich nicht, Was Sie sind und was das AllEs und All-Es ist, was DaIst.
Wirklich nicht. Und *ich bin doch da nicht ein Stückchen anders, weiss *ich mehr als das und kann ich wirklich entscheiden; welche der von Frau Swetlana Alexijewitsch erwähnten Freiheiten *ich nehme?
Aber in einer sehr sehr eingeschränkten und sehr engen Auswahl von Freiheit hat Frau Swetlana Alexijewitsch sicherlich Recht, ich kann zumindest ein wenig ausweichen, wenn *mir ein Angebot so gar nicht passt, kann mich klein machen, mich verstecken, vor den Aufforderungen und Einforderungen, die so an mich herangetragen werden, kann in die ? flüchten, aber Entscheiden, Nein, entscheiden kann *ich nicht.
Sonst wäre ich ein glücklich-Es, sonst wäre ich ein freudvoll-Es, sonst wäre ich ein erfolgreiche-Es, sonst würde ich reisen und All-Es und AllEs gerne besuchen und etwas mit Ihnen Allen zusammen trinken, schmausen, singen, tanzen und feiern und das DaSein gemeinsam geniessen und würde danach mit Ihnen zusammen an einem DaSein bauen und basteln und gestalten, das für uns Alle ein Vergnügen und eine schöne Rundreise durch diese kurze gemeinsame RaumZeit ist.
Aber Sie wissen, wie die eingeschränkte Wirklichkeit ist, in der Wir Alle gemeinsam existieren und so dahin morden und einander ausschliessen und sonstwie in qualvoller Konkurrenz niedermachen und niederhalten müssen und von das die ALLER-ALLER-Meisten keine Ahnung haben, von dem, was Wir da so dahin tun, oder gar von dem, was Wir auch tun könnten? Wenn, ja, wenn Wir wirklich die Freiheit hätten zu entscheiden und nicht nur so tun würden, als täten Wir es.
Ernsthaft: Würden Sie für eine Freiheit im Leiden und eine Freiheit des Hungerns und der Unterdrückung und der Ausbeutung und der Schmerzen und des meist viel zu frühen DahinSterbens entscheiden?
Na, dann entscheiden Sie mal schön, aber nur für sich. Ich wiederhole die Worte von Frau Swetlana Alexijewitsch aber gerne noch einmal:}
"Der Mensch muss sich die ganze Zeit entscheiden: Freiheit oder Wohlstand und gutes Leben, Freiheit mit Leiden oder Glück ohne Freiheit. Die meisten Menschen gehen den zweiten Weg."

{Diese Worte sind eine Unterstellung, sogar ein freche, wenn *ich sie richtig bewerte, denn Frau Swetlana Alexijewitsch geht davon aus, dass ein Mensch wirklich für ein ErLeben in Leid und Schmerz entscheidet; und somit die Wahl auslässt sogar verweigert ein Erleben in Glück und Wohlstand zu führen.
Sie geht davon aus, dass wir Menschen anscheinend in Masse so dumm oder auch so klug sind, denn, was weiss ich, für was Frau Swetlana Alexijewitsch die Entscheidung für das Leiden hält? Vielleicht ist die Entscheidung für das Leiden und den Schmerz und für alles sonst - was zum Beispiel die meisten russischen Menschen ErLeben (erLeiden?) -, für Frau Swetlana Alexijewitsch eine gute Entscheidung. Hauptsache eine Entscheidung für eine klare Richtung, bloss nicht DaZwischen erleben, was ja vielleicht die beste Entscheidung wäre. Könnte doch sein? Aber genug der Aufregung, denn *ich habe die Rede nicht mehrmals durchgelesen und tippe sie hier in Auszügen ab, weil ich sie nur fehlerhaft finde, sondern weil ich einiges daraus sehr mag und behaltenswert und erwähnenswert finde, also weiter im Text:}

Hinter uns liegen ein Meer von Blut und ein gewaltiges Brudergrab. In meinen Büchern erzählt der "kleine Mensch" von sich. Das Sandkorn der Geschichte. Er wird nie gefragt, er verschwindet spurlos, er nimmt seine Geheimnisse mit ins Grab. Ich gehe zu denen, die keine Stimme haben. Ich höre ihnen zu, höre sie an, belausche sie. Die Strasse ist für mich ein Chor, eine Sinfonie. Es ist unendlich schade, wie vieles ins Nichts gesagt, geflüstert und geschrien wird. Nur einen kurzen Augenblick lang existiert. Im Menschen und im Menschlichen Leben gibt es vieles, worüber die Kunst nicht nur noch nie gesprochen hat, sondern wovon sie auch nichts ahnt. Das alles blitzt nur kurz auf  und verschwindet, und heute verschwindet es besonders schnell. Unser Leben ist schnell geworden.

{Darf ich da nur ziemlich kurz anmerken, dass Google, twitter,   facebook , Vodafon und die Telekom und ..., und ..., die NSA und was weiss ich noch alles für Firmen und Organisationen da ganz anderer Meinung sind. Die wissen gar nicht mehr wohin mit all den Alltags-Blitzen, die sie von Uns kleinen Menschen täglich in ungeheuren Massen in ihre riesigen Speicher-"Farmen" hinein geliefert bekommen. Von was also redet Frau Swetlana Alexijewitsch da? Von Gestern, von-s ich, auch wenn Sie von der Kunst spricht, denn auch da kenne *ich zumindest inzwischen einiges an KunstWerken, die von den kleinen Begebenheiten der vielen MassePartikel handeln, von denen auch Oliver-August Lützenich eines bin. Aber dem Publikum und dem PreisGericht wahrscheinlich so nicht bekannt sind oder waren, was weiss ich schon?
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Duane Hanson, "Queenie II", 1988
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Nur noch ein paar Sätze zu dem Satz: "Unser Leben ist schnell geworden." Mag ja sein, dass die Geschwindigkeit unseres alltäglichen Handelns inzwischen etwas beschleunigt wurde, aber ... tut mir ja leid, dass es stets ein aber gibt, aber (!) so ist nun mal das DaSein angelegt, auch wenn es Vielen nicht passt, dass jede Meinung ein aber zulässt und somit keine Meinung von einer Kritik oder gar einer Alternative ausgenommen ist, aber vor wenigen Jahrzehnten war die ErlebensDauer eines Menschen im Durchschnitt noch etwa 10 Sonnen-Umkreisungen des Planetensystems Erde-Mond kürzer und die Speisekarte[n] sehr viel weniger reichhaltig und die Weite in der Wahrnehmung jedes Einzeln-Es noch wesentlich enger und und und, ein mehr an Zuwachs inzwischen also; aber (!), auch das ist ja eine Bemerkung die Menschen in jeder RaumZeit-Phase gefühlt und gespürt haben, dass sie mit dem DaSein überfordert und allein gelassen sind: Alles wird schlechter, alles geht den Berg/Bach runter (Sysiphos), oder eben auch: Unser Leben ist schnell geworden.
Ja, gewiss, vielleicht weil es noch sooo... viel zu erLeben gibt und ein-Es gar nicht genug davon erLeben kann, aber die RaumZeit-Spanne für ein-Es einfach zu kurz ist, es auch zu tun. Ja, so ist das bis Heute bis Jetzt eben, für die AllerMeisten, aber (!) es gibt immer auch Ausnahmen, also Menschen die mit voller Wucht erLeben dürfen und alles und jedes abgrasen und abschmecken und denen dieses kleinste PlanetenSystem längst zu klein ist, weil sie schon alles darin und darüber [er]kennen und weiter wollen, aber ... die Meisten [er]kennen das längst noch nicht, und für Die-jenig-Es schreibe Oliver-August Lützenich hier und nicht für die paar mit-Menschen, die schon alles kennen und zu wissen glauben oder es vielleicht sogar wirklich wissen, denn, was weiss ich hier schon, oder?
Aber weiter im Text:}

Ich erinnere mich an einen hochgewachsenen schönen Greis, der noch Stalin gesehen hat. Was für uns ein Mythos war, war für ihn sein Leben. 1937 wurde zuerst seine Frau verhaftet, sie ging ins Theater und kam nicht zurück, und drei Tage später wurde auch er abgeholt.
'Sie schlugen mich mit einem Sack voll Sand auf den Bauch. Alles wurde aus mir herausgepresst wie aus einem zerquetschten Wurm. Sie hängten mich an Haken auf. Mittelalter! Alles läuft aus dir raus, du hast deinen Körper nicht mehr unter Kontrolle. Überall fliesst es aus dir heraus ... Diesen Schmerz auszuhalten .. Diese Scham! Sterben ist leichter'
1941 wurde er entlassen. Er hatte lange darum gekämpft, an die Front zu dürfen. Aus dem Krieg kam er mit Orden zurück. Er wurde ins Parteikomitee bestellt, und dort sagte man zu ihm: 'Ihre Frau können wir Ihnen leider nicht zurückgeben, aber Ihr Parteibuch bekommen Sie zurück.' 'Und ich war glücklich!', sagte er. Ich konnte seine Freude nicht verstehen.
'Mann darf uns nicht nach den Gesetzen der Logik beurteilen. Verdammte Buchhalter! Verstehen Sie doch! Uns kann man nur nach den Gesetzen der Religion beurteilen. Des Glaubens!'

{Können Sie meine Freude beim lesen dieses Urteils nachvollziehen? Nein? Diese zwei Sätze sind eine weitere Bestätigung meiner Vermutungen, wie sehr Wir Alle - auch die klügsten und sogar Weisen in [mitten von] uns Menschen - im Glauben erLeben. Ganz Glaube bin *ich, trotz all des Wissens und der ganzen Ahnungen, die *ich inzwischen auch bin.}

Oder eine andere Geschichte: 'Ich hing sehr an unserer Tante Olja. Sie hatte lange Haare und eine schöne Stimme. Als ich erwachsen war, erfuhr ich, dass Tante Olja ihren leiblichen Bruder denunziert hatte, der dann im Lager umkam. In Kasachstan. Sie war schon alt, und ich fragte sie: Tante Olja, warum hast du das getan? Die Antwort: Wo hast du zur Stalinzeit einen redlichen Menschen gesehen? Frage: Bereust du, was du getan hast? Antwort von Olja: Ich war damals glücklich. Ich wurde geliebt.' Verstehen Sie, das Böse, das ist nie chemisch rein. Das sind nicht nur Stalin und Berija, das ist auch die schöne Tante Olja.

{Die Frage in *mir ist ja: Wann machen wir Menschen das Beste aus diesen Selbst-Erkenntnissen? Das Beste ist die wirkliche Freiheit der Entscheidung, für Eine oder auch gleich Mehrere, der immens vielen, uns Erlebewesen vom DaSein zur Verfügung stehenden Richtungen.
Vielleicht will ja dann wirklich das Eine oder Ander-Es von Uns leiden und geschlagen werden oder mies misshandelt werden, vielleicht will ja dann wirklich ein-Es von Uns zu Tode geprügelt werden, oder ein anderes von Uns schon als Kind vergewaltigt werden, könnte ja dann bei all der Freiheit sein, dass dann wirklich ein-Es das grausam zugerichtete Opfes für andere von Uns, die gerne Tätes sein möchten, werden möchte, ganz frei entschieden, einfach, weil es vielleicht sogar Spass macht genötigt und geschlachtet zu werden, was weiss ich hier schon, oder?
Meine Wahl ist eine andere, aber ...}

Erinnerungen sind ein launisches Ding. Da legt der Mensch alles hinein: Wie er gelebt, was er in der Zeitung gelesen hat, wem er in seinem Leben begegnet ist. Und ob er glücklich war oder nicht. Zeitzeugen sind weniger Zeugen, sie sind vielmehr Schauspieler und Geschichtenerfinder. Man kann sich der Realität nicht vollkommen annähern. Zwischen der Realität und uns stehen unsere Gefühle. Ich weiss, dass ich es mit Versionen zu tun habe, jeder hat seine eigene Version, und daraus, aus ihrer Gesamtheit und Schnittmenge, entsteht das Bild der Zeit und der Menschen, die in ihr gelebt haben.

{"Zwischen Uns und der Realität stehen unsere Gefühle."?
Richtig, oder nur eine Annäherung, oder gar falsch?
Sind die Gefühle also schlecht, weil sie zwischen Uns und der Realität stehen, liegen, sitzen, wirken, und Uns damit deutlich behindern, oder ist es richtig, dass die Gefühle DaZwischen wirken, um die Realität abzumildern, oder sind die Gefühle sogar so gut, weil die Realität, wenigstens die erweiterte Realität, uns ErLebewesen gefährlich ist?
Auch die Leses haben die Wahl.
Und die Leses wissen, dass *ich von den Gefühlen Alles halte, weil Wir ErLebewesen aus meiner bescheidenen Warte heraus, fast pures Gefühl sind, also ohne Gefühl kein DaSein: 
DaSein = Gefühl + Gespür (weil es immer ein Aussen gibt, wenigstens im DaSein ist es so. Und das möchte auch in dem jeweiligen Gefühl repräsentiert sein, weil das Gefühl eben immer DrInnen ist IM DrAussen. Und das jeweilige Gespür die Verbindung herstellt zwischen dem DrInnen und dem DrAussen und auch hält, solange es geht.
Und wenn das Gespür gepflegt und gefüttert und beruhigt wird, kann auch diese direkte Verbindung zwischen DrInnen und DrAussen wachsen und gedeihen. Und kann damit ein Selbst, dem das gelingt und Das das darf, erheblich stabilisieren und diesem Selbst eine Freude einbringen, die gesellig und erhaben ist, ohne erhebend zu sein, also keine Verwechslung mit Anmassung, oder auch der überheblichen Erhabenheit, die so viele Mit-Menschen auserLeben müssen. Leider.) + DaZwischen.
Denn Sie wissen, *ich vergesse die Haut nie.}

Wir entdeckten, dass Freiheit nur auf der Strasse ein Fest war, im Alltag aber war das etwas ganz anderes. Freiheit ist eine anspruchsvolle Pflanze, sie gedeiht nicht an jedem Ort, aus dem Nichts. Allein aus Träumen und Illusionen.
Ich erinnere mich, wie erschüttert ich war, als ich im Gerichtssaal, wo der Prozess gegen mein Buch -Zinkjungen- begann (ich war wegen Verleumdung der Sowjetarmee verklagt worden), die Mutter eines gefallenen Soldaten entdeckte. Das erste mal waren wir uns am Sarg ihres Sohnes begegnet, er war ihr einziges Kind gewesen, sie hatte ihn allein grossgezogen. Verzweifelt schlug sie mit dem Kopf auf den Sarg und flüsterte: Wer liegt darin? Bist du da drin, mein Junge? Der Sarg ist so klein, und du warst doch so gross. Wer ist da drin?
Als sie mich sah, rief sie: 'Erzähl die ganze Wahrheit! Sie haben ihn zur Armee geholt. Er ist Tischler, er hat für die Generale Datschen renoviert. Sie haben ihm nicht einmal das Schiessen beigebracht. Dann haben sie ihn in den Krieg geschickt, und dort wurde er gleich im ersten Monat getötet.' Im Gerichtssaal fragte ich sie: Warum sind sie hier? Ich habe die Wahrheit geschrieben. Sie sagte: 'Ich brauche deine Wahrheit nicht! Ich will das mein Sohn ein Held war'.

{Was sagt mein Gefühl dazu?
Es versteht.
Es weiss, wie enorm schwierig das Üb-erLeben in einer Gesellschaft ist, in der das einzeln-Es keinen Pfifferling wert ist, in der nur zählt, was das einzeln-Es dieser traditionellen Gesellschaft zu geben hat, und da das in diesem (unserem?) Falle fast All-Es ist, bleibt für das Nehmen sehr sehr wenig übrig und so verfährt dann eben auch diese Gesellschaft im mit-Einander: dass ein-Es wird sooo gering gemacht, wie eben noch möglich, dass Es auch nur noch wenig braucht, um satt gemacht zu werden.
Das ist doch die Devise unserer Handlungsart bis Jetzt eben, oder? }

"Ein alter KGB-Mann erklärte mir gegenüber im Zug ganz offen: 'Ohne Stalin geht bei uns nichts. Was ist der Mensch? Ramm ihm ein Stuhlbein in den Hintern, und er ist kein Mensch mehr. Nur noch physisch. Hahaha.' Das hatte ich schon einmal gehört.«
Ende der Rede-Auszüge.

Und ich habe es in dutzenden Berichten aus den (Konzentrations-)Lagern der ehemaligen deutschen Menschen herausgelesen und gehört, wie einfach es ist, aus Menschen alles persönliche, besondere, herauszupressen, bis nur noch ein wimmerndes Fleisch und Knochen übrig sind. Ja, so einfach ist das, es braucht nur ein wenig übermächtige Gewalt, das ist alles.
Und von wegen: Mittelalter! Was die Spürsinne nur etwas schärft, bemerkt bald die Alltäglichkeit dieses (Miss?)Handelns in und durch uns Menschen.
Hier in Berlin genauso, wie ...

Bleiben Sie auch *mir gewogen. Uns ein freudevolles und erhebendes WoEn. Ein Genuss.