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Dienstag, 24. September 2013

Der Verlust des ÜberMenschen

Und Heute mal ein Lang-Gedicht.

Oder auch wieder mal ein Lang-Gedicht. Ein philosophisches noch dazu. Welch eine FREUDE ist denn das! Aber die Leses entscheiden das ja Selbst mit, ob Sie daraus mehr LEID erkennen, oder das, was [es] ist?

Stichelei vielleicht? Blödsinn. Kann ja sein?
Egal, ich nenne es ein "Philosophisches Lang-Gedicht".
Sie bestimmt nicht.
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So war das Heute nicht.
Wirklich nicht!
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Und dann las ich zum ersten mal Friedrich Nietzsche - "Also sprach Zarathustra", und war überwältigt, ein junger Mensch mit 23 Sonnenumkreisungen in den Knochen, ein Kind aus einem nördlichen VorViertel in München -Feldmoching / Hasenbergl -, mit Hauptschulbildung, vom Militär - Panzertruppe! - gerade erst entlassen, reichlich belastet und beladen mit familiären und auch grossgesellschaftlichen Traumata, aber mit dem Anspruch und dem Bedarf zu verstehen, was ist(?).

Dann las ich also zum ersten mal Friedrich Nietzsche und war überwältigt. Von dem Riesen-Inhalt des Sprache, von das enormes WEITE!, die *ich winz darin erahnte, ohne zu verstehen, was dieser Mensch mir - einem spät Leses - da mitteilen möchte?

Gerade einmal der Kindlichkeit etwas entwachsen, schon wollte ich verstehen. Was für ein so unbedarftes, ungebildetes und unerfahrenes Kerlchen - wie ich -, nicht einfach zu verstehen ist. Nein, ganz und gar nicht. Das Buch verschwand im Regal, aber es flimmerte in mir. Nur ein wenig stolz war ich, es Ganz gelesen zu haben, vom verstehen Kilometer weit entfernt.

Himmel, woher sollte ich denn Wissen! Woher denn spüren, was diesen Menschen so umtrieb, woran Er litt, wie ich litt, aber eben anders. Was sollte ich mit all den Worten anfangen, deren Aussprache ich zwar [er]kannte, aber deren Inhalt mir noch unbekannt war. Was hatte all das zu bedeuten?

Dass es etwas bedeutet, war mir überliefert worden, oder glauben Sie vielleicht, *ich hätte dieses Buch und diese Richtung der Erkenntnis-Forschung und -Gewinnung ohne Aufforderung erkannt. Aber Nein doch. Irgendetwas wollte, dass auch *ich dort hin[ein]schaue, dass auch *ich diese Richtung versuche, um die Traurigkeit und Winzigkeit, die *ich bin, etwas zu erleichtern; aber das ÜberMensch war mir unangenehm. Dummes Zeug, dachte ich nie, *ich spürte schon, dass da irgend etwas enthalten ist, was gut ist, was auch gut ist für mich. Aber was?

Mit der RaumZeit wurde mir näher gebracht, dass ich nur ein-Es von Viel-Es bin, die dieses Buch nicht verstanden, und dass es von Viel-Es sogar völlig fehlgelesen und missverstanden wurde und wird. Das ÜberMensch als Superman[n], als fehlgeleiteter Held, als Mensch nur mit ÜberKräften ausgestattet, ohne jedoch zu wissen und zu fühlen und zu spüren, was ist.

Die gesamte Ängstlichkeit und Furcht und Dummheit und UnAufmerksamkeit, all das triebhafte Gewimmel sagte Danke, wo das bisschen Vernunft, das auch Da ist, in Tränen ausbrach, ob der Armut INnerhalb das WEITE. Und das nur wegen dem ÜBER!

Da hatte Friedrich Nietzsche wohl einen echten Fehler bei der Benennung begangen, ist von der Körperlichkeit an die falsche Stelle verführt worden, ist der alten Trennung von Körper und Geist aufgesessen, obwohl Er wusste, dass der Geist, der Verstand, das Bewusst-Sein, die Vernunft, die Logik ganzkörperliche Tätigkeiten sind und das auch hineinschrieb: »„Leib bin ich und Seele“ — so redet das Kind. Und warum sollte man nicht wie die Kinder reden? Aber der Erwachte, der Wissende sagt: Leib bin ich ganz und gar, und Nichts ausserdem; und Seele ist nur ein Wort für ein Etwas am Leibe.« Aus: "Also sprach Zarathustra I, Von den Verächtern des Leibes". Das Seele ist (=) doch das Geist?

Aber diese Präposition ist verführerisch, so wie die Vögel fliegen und die Wolken dahinziehen in ruhigem Flug, so wollte das auch das Mensch, aber das Mensch ist auf! Auf dem Boden, in das Erde-Mond, da ist das Mensch zuHause, also schon ein wenig über, aber eben nicht über dem Selbst. Das Selbst ist in zuHause, innerhalb.

Aber *mir passiert das ja erst recht auch, dass ich etwas weiss und auch fühle und spüre und trotzdem die Worte eher daneben angesiedelt sind, statt darauf zu verweisen, worauf *ich mit den Fingern oder mit den Augen oder mit dem Gefühl zeige. Meine Sprache ist immer mal wieder leicht oder sogar ziemlich daneben, die Leses wissen das wahrscheinlich besser, als ich Selbst.

Die Idee, die Vorstellung eines Geplagten, eines Gejagten, von der Verbesserung des Menschen, heraus aus der "Thierheit", heraus aus den Grenzen und Anforderungen und Handlungen, die das DaSein in das Mensch versammelt hat, so wie das DaSein etwas - ein klein wenig abweichendes - in die Ameisen, die ... und die Fichten des Schwarzwalds hineingefördert hat. Die Ideen eines Menschen nach der Erkenntnis der Evolution, die schon Charles Darwin Jahrzehnte grosses Kopfzerbrechen und Ängste bereitet hat und nach der Dampfmaschine und nach Leibniz und nach Beethoven, nach ... und nach Sokrates.

Das Mensch ist zu HÖHEREM be- / geschaffen; war wohl die GrundEinsicht für ein Über vor das Mensch. Allerdings ohne zu VerGegenwärtigen, dass das Über meist oder fast immer nur und zwar heimlich, vor die Forderungen geklemmt wird, wo es dann stocksteiff verharrt und ein-Es weniger leicht zurücklässt, als ein-Es - auch wenn es mehr schwer ist -, zu befördern. Doch die Erkenntnis ist wichtig: Das DaSein ist eine Entwicklungs-Geschichte und keine Sackgasse oder gar ein Stockfisch.
Oder was glauben Sie?

Doch braucht das DaSein auch keine Überflieger oder Überwinder oder gar nur ein Über das Mensch, ein aus das Mensch heraus, über die anderen MitGlieder im DaSein hinüber geführt. Nein, ein "über" braucht das Mensch nicht vor das ich hinzufügen oder gar hinzustellen, das steht schon geraume RaumZeit da.

Das Mensch is[s]t gerne über Alles hinwegg, statt einfach mal Da zu Sein, wo es ist.

Das Mensch war schon längst ÜberMensch (Tier!), als Friedrich Nietzsche es als solches anerkannte und benannte. Aber was weiss ich hier schon, ob das DaSein das vielleicht genau so erschaffen wollte, ein ErLebeWesen das glaubt GANZ anders zu sein, als AllEs und All-Es anderes, vielleicht sogar besser, als das, was sonst noch Da ist.

Ja, viele Leses - obwohl: viele?, also gut: Ja, die wenigen Leses kennen bereits meine Arbeit, *mich, ein Selbst, ganz und gar ins DaSein einzubetten, statt es - *mich - immer herauszusondern aus dem DaSein, oder auch "bloss" abzuheben, gar überzuheben aus dem wirklichen Geschehen.

Denn, wohin dieses "über" und seine falschen Auslegungen verleiten, mag *ich hier alltäglich kaum mehr betrachten; und die menschlichen Geschichten sind voll davon. Zu überlegen, statt zu denken, statt zu nutzen, was ist, über die Wirklichkeit nach zu denken. Aber ich weiss auch, das sind Überforderungen, eines weiteren Gequälten, ohne zu bedenken, dass Wir schon längst dabei sind den Blick zu senken, weil Wir schon seit Jahrtausenden dabei sind, dieses über das Andere hinwegg spüren oder erst gar nicht in die Nähe hinzuspüren, zu beenden.

Die Erkundung des Wirklichkeit brauchte wohl erst mal das über.
Die Vogelperspektive; weil wir Menschen doch fast auch so etwas wie Vögel sind, allerdings "Vögel" die nicht über dem Boden schweben, sondern über dem Boden einhergehen oder -laufen, in niedriger Höhe. Der Blick meist nach unten gerichtet, der Spur des ander-Es folgend.
Das Mensch.

Nun "blicken" wir Menschen Einander und langsam auch die ander-Es, mit aufgerichtetem Gespür an. Mehr und mehr Menschen spüren weit weit und tief und tiefer in das DaSein, in das Wirklichkeit hinaus und fühlen grosse Verletzlichkeit und enorme Möglichkeiten auch der Freude, im jeweiligen Selbst. Mehr und mehr, aber insgesamt noch wenige. Die Angst lässt nach, mit zunehmender EinSicht.

Denn, woher kommt das Mensch?
Aus dem Nichts nicht, oder? Aber aus ziemlich wenig von Allem und AllEs.
Das Mensch ist ein Krümel, welch-Es langsam zum Kuchen wird.
Der Entropie zum Trotz, die das all zu gerne behindert, aber eben auch zulässt.
Das Mensch wächst.

Im Selbst und um das Selbst herum. Zumindest mit den Sinnen, vielleicht können Wir die Übergriffigkeit irgendwann einmal einfach DaSein lassen, wo sie hingehört, in ein Fach auf dem steht: Und wenn sie nicht gestorben wäre, dann lebte sie noch Heute. Tut sie aber nicht. Mehr.
Das Mensch sammelt.

Und wenn Es nur Erfahrungen sind, oder ein wenig Wissen hier und ein wenig vom Wissen da. Und das Mensch mag nicht mehr vergessen, was war, weil das was war, immer noch fast so ist, wie Es war. Und Was (Sie und Er und ? ist Was) das vergisst, kann unmöglich wissen, was ist(?).

Früher mussten Wir vergessen - heute auch noch sehr und meistens -, aber bald brauchen Wir nicht mehr zu vergessen, was war, weil Wir [All-Es] wissen, was ist.
Dann wissen wir Menschen auch, wie Wir an dem, was war, beteiligt waren und was Uns dazu gebracht hat, zu tun, was Wir taten; zu Sein, was Wir sind. Das Glauben ist weiterhin wichtig, aber Es MACHT keine Angst mehr, dass Wir viel mehr Glauben, als Wir Wissen, und dass das auch noch sehr sehr lange so bleiben wird, weil das Wissen nun mal das Glauben braucht, um zu wissen.

Denn, das Wissen ist ALLES.
Das Glauben ist wenig Wissen.
Glauben ist ein Mangel im SEIN, das nach [er]Füllung hungert und dürstet.
Das Glauben folgt dem Wissen.
Lese ich die Bibel oder andere Glaubens-Texte, spüre ich diesen Hunger und diesen Durst zu wissen. Und damit spüre ich das auch in fast allen anderen Texten, die ich so lese, egal aus welchem Bereich. Das DaSein hat im [tiefen] Glauben begonnen.
DaSein glaubt zu wissen.
Und das Wissen lockt!
Auch mit FREUDE.
Und das Wissen droht!
Auch mit[-]LEID.

Das Mensch ist bis Heute, bis Jetzt, noch mehr in der Bedrohung drinn, als Es das Vertrauen lockt. Die Bedrohung ist nun mal voller Leid, was im Vertrauen nur wenig zu finden ist, dafür ist im Vertrauen einfach mehr Freude drinn enthalten. Aber dafür muss das Mensch auch mehr Wissen, als noch im Glauben enthalten ist. Aber das mach ich mal *mir und den anderes Menschen klar!?
Ganz klar, dass *ich damit noch ziemlich über-fordert bin.
Das ist noch zu übermenschlich.
Und es ist einfacher zu Glauben.
So hat das SEIN das DaSein bisher eingerichtet.

ES hat Es schwer gemacht zu wissen, aber gleich-RaumZeit-ig lockt ES Es mit FREUDE aus dem LEID.  Aber immer nur soviel, wie Es [er]tragen kann. Und das kann/konnte Es bisher nur wenig.
Das DaSein zu [er]tragen fällt meist noch schwer, aber das Wissen macht das DaSein von Stück zu Stück, von Facette zu Facette, von Bit zu Bit und Photon zu Photon leichter.

Wissen hebt langsam den "Kopf". Und das Über schwindet dabei mehr und weniger und weniger, bis Wir Einander gerade eben so spüren und einfach so annehmen wie und was ein-Es ist. Ein Mensch zum Beispiel oder auch ein Luchs oder auch ein Fuchs-Bandwurm, eine Zwiebel oder einen Mammutbaum, so einspüren was [Es] ist.
[Es] da, in dieser Haut da[drinn]. So drinn, wie AllEs und All-Es im DaSein in Haut drInnen ist. Aber das hatte *ich ja schon.

Nein, Herr Nietzsche; das mit dem Über- verklärte fast allen die Sinne - weil diese Sinne wohl noch wesentlich mehr in Hierarchien denken, als einfach die Landschaft zu beachten - und deshalb haben wohl die wenigst-Es erkannt, was Sie wichtiges daneben - neben den Hierarchien - erkannt und auch mitzuteilen hatten und haben.
Bis hierhin erst mal.
Danke.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Sechs-Zitaten-Schatz

Ob Sie es nun glauben oder nicht, aber es passieren manchmal Geschehnisse, denen möchte Mensch einfach auf den Grund gehen, nicht Alle, weil ...
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Ja und?
Schliesslich sind Sie nicht No-Body!
Geklickt in der Münzstr. in Berlin-Mitte.
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... und Sie sass dann da, mit dem linken Bein angewinkelt und kratzte mit der rechten Hand an der linken Schamlippe herum, spürte wohl ein leichtes Jucken in dieser Gegend ihres DaSein und zitierte dabei Jürgen Habermas: "Diskurse herrschen nicht. Sie erzeugen eine kommunikative Macht, die die administrative nicht ersetzen kann, sondern nur beeinflussen kann." (aus: Strukturwandel der Öffentlichkeit, S. 44. Neuauflage, Frankfurt am Main, 1990.) und was sollte ich darauf erwidern, ich wollte ja gerne widersprechen, aber durch Ihr Kratzen angesteckt, juckte auch bei mir eine Stelle zwischen den Beinen, genau am Übergang von Schambein und Oberschenkel, wenn Sie jetzt noch gähnte, dachte ich, wäre ich Ihr völlig ausgeliefert, aber Sie zitierte lieber noch Hannah Arendt: "Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht." (aus: Wahrheit und Politik, S. 338, in: "Zwischen Vergangenheit und Zukunft") und das traf mich zutiefst, weil ich ja nun ein Selbst-ernannter Philosoph bin und auch, ganz zart zwar, auch in der Öffentlichkeit eingreife, also musste ich Frau Arendt unbedingt widersprechen, wenn mir schon auf Habermas nichts eingefallen war, und murmelte, dass ich auf Macht scheisse, worauf Sie aufhörte an der Schamlippe zu kratzen und ich am Schambein. Sie lachte, wohl bei der Vorstellung, dass ich bei der Machtergreifung an mich denken konnte, ich lachte mit und Sie streckte das linke Bein aus und stiess mich mit der grossen Zehe auf die rechte Brustwarze, ich wich etwas zurück und schaukelte mit dem rechten Fuss die linke Brust an Ihr, was Ihr gefiel, weil Sie dabei Ludwig Feuerbach zitierte: "Der Himmel erinnert den Menschen an seine Bestimmung, daran, dass er nicht bloß zum Handeln, sondern auch zur Beschauung bestimmt ist." (aus: "Das Wesen des Christentums", 1848, S. 41.), worauf ich wiederum schallend lachen musste, weil, wie hätte ich besser begründen können, dass ich Sie so gerne beschaue, aber klar war auch, dass ich das nicht einfach so stehen lassen konnte, also kramte ich noch während des Lachens Baruch de Spinoza hervor, mit dem augenblicklich passenden: "Heiterkeit kann kein Übermaß haben, sondern ist immer gut; Melancholie dagegen ist immer schlecht." (aus: Ethik, Buch IV, "Über die menschliche Knechtschaft oder die Macht der Affekte", Lehrsatz 42), worauf Sie postwendend Widerspruch einlegte und Marsilio Ficino (1433-1499. Sie bemerken, dieser Mensch war ein Liebhaber des Schnapses, weil, wie sonst könnte Eines zwischen solchen Zahlen erxistieren und dabei auch noch 66 Jahre erLeben, oder?) zitierte: "Und die selbe schwarze Galle, die dem Zentrum der Welt gleich ist, neigt unwiderstehlich dazu, das Zentrum aller Dinge zu erforschen, und sie führt uns über sich selbst hinaus, um die allerhöchsten Dinge zu begreifen, denn sie hat Gemeinschaft mit dem Saturn, dem allerhöchsten Planeten." (aus: De vita, Kapitel IV), da musste ich unwillkürlich nicken, denn, das war es doch, was ich auch in und an mir bemerkte, dass die Melancholia mein Ansporn zur Forschung ist, oder war es die Freude, die mich forschend aus dem Leiden ziehen wollte?; ach, im Moment war ich da ganz unsicher, was Sie bemerkte und mich mit einem Kuss aus den Gedanken und der darin herrschenden Unsicherheit hervorholte. Ich züngelte kurz an der Nasenspitze von Ihr herum, bis mir Augustinus von Hippo (354- 430) einfiel, oder besser, Er von irgendwoher auf meine Lippen tropfte: "Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit - aber jetzt noch nicht." (aus: Confessiones 8,7, 17), als manchmal auch Gelehrter sagte ich es in Latein: "Da mihi castitatem et continentiam, sed noli modo.", aber Sie verstand es trotzdem, obwohl Sie besser in altgriechisch war, und lachte laut auf und fiel über mich her. Ich wurde überwältigt, ihre Zunge tropfte in meinen Mund, Sie drückte meine Schultern auf die Matratze und biss mir in die Nase, ich stieg auf, konnte nicht mehr denken, fühlte plötzlich eine Wärme um den Bauch, die jedes Wort aus dem Bewusst-Sein vertrieb, bis Sie mir plötzlich noch den Nietzsche ins Ohr flüsterte: "Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heisst seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen." (aus: Menschliches, Allzumenschliches I, Aph. 31), was kurz wie ein sandfarbener Strahl in meinem Bewusst-Sein aufleuchtete und verglimmte, weil ich Ihre Zunge gerade zu fassen bekam und ...

Montag, 18. Februar 2013

Tatsachen-Angst

»Die Welt ist nicht dazu da, Uns einen Gefallen zu tun.« Friedrich Nietzsche

Dem DaSein - der Natur - ist die einzelne Lebendigkeit fast (!) bedeutungslos, Es schweigt bisher (!) zu den einzelnen Geschehnissen.
Das Schweigen der "Welt", die sich nicht um das Handeln des Menschen schert. 
Was oft genug dazu führt, dass das Mensch nicht etwa seine Wünsche für die Realität hält, sondern die Realität für seinen Wunsch.

Während viele Menschen ein wenig, bis sogar ziemlich viel Angst sind, die Tatsachen zu erkennen, bin Oliver-August Lützenich grosse Freude, wenn *ich daran denke, die Tatsachen des erLebens endlich zu erkennen, mehr noch, die Umstände in denen *ich bin, endlich auch zu fühlen und in Gänze wahrzunehmen.

Es ist bisher eine gedankliche Freude, noch keine gefühlte FREUDE, also noch nur eine der Wahrnehmung und Erkenntnis, eine Bewusst-Seins-Freude, denn das OAL-persönliche Fühlen verharrt bis Jetzt in einer für m*ich grauen Vor-RaumZeit, also in längst vergangenen Umständen, von vor über 40 Jahren.

In dem Beitrag zur Prägung: "Die Unerbittlichkeit der Prägung", schrieb ich davon, wie hartnäckig die erLebens-Anfangs-Prägung eine Lebendigkeit weit darüberhinaus bestimmt, auch wenn die Umstände gänzlich andere sind, als in diesen AnfangsJahren. Die Abläufe bleiben erhalten, der Aktions- und Reaktions-Rahmen wird und kann nur unwesentlich ausgeweitet werden.

Vom Gefühl her hänge Oliver-August Lützenich noch in den ersten 15 Erlebens-Jahren fest, keine Veränderung und kein ErLebnis konnte bisher entscheidendes daran ändern. Aber die Vernunft und das Wissen von der Wirklichkeit ist entscheidend gewachsen.
So ist es klar, dass *ich täglich daran arbeite im Gefühl aufzuholen, Schritt zu halten, mit der Erweiterung des Wissens, der Aus- und Umsicht, der Ein- und Fernsicht und der Wärme und Orientierung (Sicherheit und Geborgenheit), die ich inzwischen tatsächlich bin, aber eben nicht vom Gefühl, nicht von der Selbst-Einschätzung.

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*ich bin ja von den Fotos her
wohl eher der florale Typ?
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Während viel andere Menschen die Klärung der Verhältnisse fürchten, vor den Tatsachen der Wirklichkeit in den Irrealis flüchten oder darin verharren, gibt es für mich kaum eine schönere Aussicht, als endlich die Wirklichkeit klar und deutlich zu fühlen UND zu spüren (Wahrnehmung). Ganz und gar Da zu Sein.
Mit all der Gewalt, dem Irrsinn, der Unaufrichtigkeit und der Gleichgültigkeit, die ganz klar darin ebenso enthalten sind, wie die aufmerksame Freundlich- und Friedlichkeit, die ehrliche Zuneigung, die wechselseitige Aufrichtigkeit und die offene Wahrhaftigkeit. FREUDE sowie LEID.

Freilich bin *ich in vielen Dingen und Einschätzungen noch naiv, eben wegen der Distanz, die in *mir noch vorhanden ist, und neben und mit der *ich in den AnfangsJahren aufgewachsen bin.
Aber das ist *mir klar: kolossale Unwissenheit ist in der Menschheit massiver gegeben, als aufgeklärte Weisheit, selbst die ungläubige Klugheit ist noch in der absoluten Minderzahl.
Schon diese einfache Erkenntnis, ist für Viele erschreckend und abstossend.

Das Mensch kann Floskeln, wie diese in Massen aussprechen:
"Die Menschenwürde ist unantastbar".

Ach!? Bitte, was ist das: Menschenwürde? Und warum "unantastbar"? So ein Schmarrn.
Nicht berühren ist nicht interessieren.
Wir sind grossartig in Wortwolken, die ohne erLeben sind und an die-s ich deshalb auch Keines zu halten braucht, denn, was bedeuten sie denn schon.
Wie wäre es also, wenn Mensch konkret in Sprache fasst, was diese Würde des Menschen eigentlich ist. Dabei würde (!Würde!) Mensch jedoch relativ schnell erfahren, dass Mensch ein Lebewesen, wie Alle anderen Lebewesen ist, somit Recht wenig solitär und damit wenig geeignet eine solche Würde für-s ich alleine zu beanspruchen.
Das meint, es braucht Lebewesen-Rechte:
»Die Würde (was das genau beinhaltet bedarf noch der genauen und klaren Füllung) eines Lebens ist zu schützen. Zu beschützen von der Gemeinschaft der Lebewesen, vor der Willkür und den tätlichen und verletzenden Übergriffen Einzelner Lebewesen oder Gruppen von Lebewesen.
Ein Angebot zur Füllung der Würde: Die Würde ist die Gleich-Wertigkeit jedes Lebewesens mit jedem anderen Lebewesens und der Schutz dessen Gesundheit und dessen ErLebens-RaumZeit.«

Kommen Sie, denken Sie es schon: Unsinn! Oder?
Dachten Sie doch, habe *ich Recht, oder bin *ich im Un- gelandet?

Aber *ich gebe zu, was wollen Wir noch ausbeuten, umgraben, bebauen und noch grillen und zwischen Aluminium und Plastikfolien in Kühlregale legen, wenn wir Menschen das so stehen lassen und vielleicht sogar unterschreiben. Dann wären Wir wirklich bei der berührungslosen Würde, die Wir ja bereits erLeben, täglich, rund um die Welt.
Die Würde ist nicht nur zufällig ein zweifacher Konjunktiv.

Mei, es wär (Konjunktiv) scho schee, wanns schee wär. Aber das ist es nur für sehr sehr sehr wenige und das wirds wohl auch noch lange bleiben, weil, ist doch schön so, oder?