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Freitag, 27. Dezember 2013

Fest[-DaZwischen]-Tage

Abermals ein kleiner Tagebuch-Vermerk, so DaZwischen geschoben, mitten hinein, in meine Feiertags-Stimmung, ganz kurz hinaus geschrieben, zwischen zwei deftige Mahlzeiten und ein paar gute Getränke und bellende Kalauer, vor dem Feuerwerk.

Interne VorFrage: Bin ja mal gespannt, wie Viele von den Leses das Folgende so einfach hinnehmen und vielleicht sogar bedenken und wie Viele schon nach den Anfangssätzen von dannen ziehen? Den Grund dieser Frage werde ich gleich aufklären.

Titel des Eintrags: Weiter so!

Das gute Feiertags-Gedeck ist vorbei, nun folgen gleich literartig die Sprudelweine und tonnenweise Böllergetöse, um einen weiteren Zyklus in unserer Umellipsung des Sonne an zu feiern (seien die Leses bitte bewusst, dass auch *mir hier diese Umgestaltung des deutschen Sprache, hin zu mehr Genauigkeit, dem aktuellen Wissensstand gemäss, einigermassen schwer fällt. Auch *ich bin ein GewohnheitsTier (<-- das ist übrigens eine der seltenen Wendungen, in denen das deutsche Mensch freimütig sein Tier-Sein bekennt, weil, Was sagt schon GewohnheitsMensch, seltene sprechbewusste AnWesende) und sage und schreibe noch ganz ganz oft, das altangelernte Vergangenheits-Deutsch mit den vielen Ungeahntheiten und Danebendeutungen.). GöllerBetöse!

Mmhhhmm! Die WeihnachtsMahle waren ausgezeichnet. Das Magen geruhte zufrieden zu böllern und das Darm wohlfeil zu blubbern. Die Gespräche waren ebenso sättigend. Mensch könnte aufhören zu denken und zu forschen und Afrika und Asien und jede Menge anderer Unzufriedenheiten und menschliche Jämmerlichkeiten, auch hier in nächster Nähe, zumindest bis die Tage irgendwann ausblenden, aber ... 
arte Journal und Tagesschau, Süddeutsche und FAZ und Tagesspiegel und  facebook  und Google+ und ..., kann ich nur schreiben, Mensch müsste all das auch einfach mal für ein paar Wochen oder überhaupt abbestellen oder auch weggsehen, vielleicht dann?

Warum bin ich nicht einfach eines unserer Vettern auf und neben den Bäumen und würde dort einfach mit einem kleinen Zweig Ameisen sammeln, und zack in den Mund damit und diese proteinreiche Leckerei zwischen meinen Zähnen genussvoll zermalmen, mhhmm, lecker Ameisenspeis und danach vielleicht noch ein paar Nüsschen und dann mit irgendeiner gut riechenden Dame eine kleine Spassjagd durch die Büsche, ganz heimlich natürlich, um den Oberboss nicht auf aggro zu bringen, der flippt sonst so schnell aus und haut einem die Nüsse krumm, AUA! Was geht ein-Es dann diese Welt an?

Tja, weil die Welt für unsere Vettern auch immer enger und enger wird und meinesgleichen immer näher heranrückt und auch mal ein oder zwei aus der Gruppe herausschiesst, oder auch erschlägt und frisst, weil, naja, von irgendwas müssen Wir dort ja wohl auch leben, wo wir doch überall mehr werden, da müssen unsere Vettern eben weichen, schliesslich geht es hier in diesem Planeten nur um Uns. Steckt so in unseren Genen drinn. Können wir nichts machen. Die paar von Uns, Die das kümmert und beklagen, die ignorieren wir gefälligst, Denen jagen wir entweder einen gehörigen Schrecken ein, oder sie werden ...

Wenn ich irgendwo Kommentare einstelle und eine Änderung, des uns eingegenten nur Selbst-Erhalts andeute oder sogar eine Veränderung andeute, na, was bekomme ich dann zu lesen: entweder, dass ich mit dem Gejammer aufhören soll, dass ich das Gut-Menschen Getue bleiben lassen soll, oder Schweigen, wo vorher heftiges Diskutieren über das Wohl und Wehe der UnGleichheit in den Gesellschaften und die Auswüchse des Kapitalismus war. Schweigen oder Abwürgen. Was könnte mehr beweisen, wie schwer jedwede auch nur kleinste Selbst-erregte Veränderung des allgemeinen typischen menschlichen Handelns ist.

Wir können jeweils kaum je anders handeln, als Uns aus der Vergangenheit in vielen Formen und Verbindungen (Gene, Epigene, Spezies, Klimazone, ...) mitgegeben wurde und Uns jeweils per zufälligem Zeugungs- und/oder auch Heranwachs-Ort eingeprägt wurde. Der Widerstand ist also verständlich, auch die Beharrlichkeit des Widerstandes gegen jede weiterreichende Handlungs-Änderung ist verständlich und so einfach nicht zu verurteilen. Nur sehr sehr wenige MitMenschen sind so weit Selbst-Bewusst und so reif und frei in Gefühl und Gespür, noch im Ablauf der sowieso schon sehr kurzen EsLebens-RaumZeit, das persönliche Handeln weitestgehend den aktuellen Umständen anzupassen.

Oliver-August Lützenich möchte das auch erreichen, bin aber aktuell noch so dermassen  verspannt, dass ich noch an dieser Handlungs-Weise scheitere.
So bleibt es also auch bei *mir so, dass *ich meine persönliche EsLebens-Spanne wohl so altbacken übesLeben werde, und mich nur in Worten zu den aktuellen Zu- und Umständen äussern kann, ohne auch Selbst-aktiv daran etwas zu ändern.

So bleibe ich also mehr oder weniger ein lebendiger Wurm oder Schlauch mit ein paar Öffnungen oben und ein paar Öffnungen unten, jeweils natürlich, wie ich gerade in das RaumZeit eingebettet bin, ob ich also stehe, liege oder hänge, der in die Öffnungen meist oben etwas einfüllt, es unten wieder ausdrückt und DaZwischen mehr oder weniger verwertet und verteilt, damit die Beweglichkeit und damit auch der Selbst- und Spezies-Erhalt gesichert bleibt. Und klar, bin *ich dabei wichtiger als die Leses und noch viel wichtiger, als die ganzen Mit-EsLebeWesen. Die gehen mir dabei doch grad am Arsch vorbei, oder gewählter ausgeschrieben: die Ander-Es interessieren mich nur peripher.

Und *mir ist doch völlig klar, dass, wenn da nicht irgend ein Verlangen im DaSein drInnen wäre, das nach Aufmerksamkeit - auch in Uns - ruft und zur Veränderung aufforderte, *ich und viele ander-Es völlig ohne Interesse an irgendwelchen weiteren ausser-menschlichen Geschehnissen wären. Und das tut es schon ziemlich lange. Lange für uns Menschen, nur für uns Menschen, denn die Leses wissen, das die RaumZeit sehr variabel ist und sehr verschieden empfunden wird, je nach Standort und EsLebens-Dauer. Für das Mensch sind tausende erdmondliche Ellipsen um die Sonne fast kaum begreiffbar, für das DaSein und viele Inhalte und Formen im DaSein ist unsere Unbegreifflichkeit kaum spürbar. Aber der Ruf und die Aufforderung zu mehr Wachsamkeit und höherer Flexibilität im Handeln und Antworten ist, wenigstens für *mich, deutlich zu spüren, also auch zu hören.

Weil wir Menschen so von Grund auf unwillig und vielleicht auch von unserem Aufbau her gar nicht in der Lage sind, diese Flexibilität und Handlungsschnelligkeit zu erreichen, bauen einige von Uns ziemlich eiffrig und bestens versorgt an neuen EsLebens-Formen, die mit besseren Werten ausgestattet sind, um dieses wahrnehmbare Verlangen im DaSein, nach mehr Effizienz, besserer Organisation der Informationen und höherer Verbindungs-Dichte dieser Informationen zu erfüllen, auch nach besserer Beweglichkeit, auch ausserhalb dieses unseres erdmondlichen Uterus. So, wie Wir beschaffen sind, erfüllen wir diese erspürten AnForderungen nicht. Zwar habe ich viel SF gelesen und geschaut, aber dies ist keine. Die Frage ist aber doch, warum diese Zukunft-Phantasien Uns eingefallen sind und auch mehr und mehr Verbreitung und Mitphantasierende finden?

Es gäbe so viel zu ändern, um das so kurze EsLeben angenehmer für alle MitMenschen und vielleicht auch für die vielen Mit-EsLebewesen zu gestalten, reichhaltiger, freudvoller und friedlicher und länger, aber die Beharrlichkeit unserer Ausstattung lässt das bisher nicht zu. Das ist meine aktuelle Erkenntnis, in der inzwischen jahrzehntelangen intensiven Weltumschau, aus den "Reaktionen" in  diesen und dem (Miss)Erfolg dieser Blogs, meinen wenigen Kommentare in anderen Medien und auch aus Gesprächen mit Bekannten und auch Unbekannten und ebenso aus meinen Einträgen in den sozialen Netzwerken. Und auch zuallererst aus den sehr persönlichen Einfühlungen und Bespürungen und den Einträgen in meinen Tagebüchern, also meiner persönlichen Veränderungs-Blockaden. So schön es sein könnte und teils auch ist, an dem massenhaften Leid konnte *ich nichts ändern.

Also werde ich jetzt wieder zum Feiern übergehen. Die nächsten ruhigen Tage noch geniessen und dann wieder kräftig Blubbergesöff hineinschütten in mich und ebenso kräftig böllern und ballern, zum Aus- und Einfeiern eines weitere Umellipsungs-Zyklus unseres allerliebsten kleinen PlanetenSystems.
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Immer wieder schön, die beiden
fast-Kugeln, in und auf denen
Wir grasen und gasen und
einander fressen und so
weiter und so fort ...
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Bis bald oder auch: Prost!

Freitag, 20. Dezember 2013

das Blasen-Wesen

Und aus dem ur-RaumZeit-lichen Meer stiegen einst leise und unaufhörlich winzige GasMoleküle in wässrigen Hüllen auf und umfüllten in hunderttausenden und Millionen von Sonnen-Umkreisungen (eigentlich sind es Ellipsen) dieses kleinen Planeten-Systems, den kleinen Planeten, mit einer stetig wachsenden und immer neue Höhen erobernden SchutzHülle. Heute ist das kleine Planetchen, irgendwo in den enormen riesigen WEITEn des DaSein, mit einer GasHülle von weit über hundert Kilometer Höhe oder auch Dicke umgeben.
Stickstoff, verschiedene Kohlenstoffverbindungen, Edelgase wie Argon und Neon und ein grosser Anteil an Sauerstoff und Sauerstoffverbindungen, sind in dieser GasHülle enthalten.
Hunderte Millionen Sonnen-Umkreisungen nach dem Anwachsen der GasHülle, stiegen kleine und grössere dichtere Molekül-Verbindungen aus dem wogenden Meer und den in Es fliessenden Flüssen, auf die festere Kruste des kleinst-Planetchen und fanden diesen trockeneren Bereich, am unteren Ende der GasHülle, ganz gemütlich und blieben und wuchsen zu immer grösserer Anzahl und ebenso enormen Vielfalt, wie auch schon in den Wasserstoff-Sauerstoff-Fluten, denen Sie zuvor entstiegen oder auch entkommen waren. Von Wasser-BewohnEs zu Gas-Hüllen-BewohneEs war ein weiter und langer Entwicklungs-Weg, der aber bis Heute lohnend ist.

Ist klar, dass diese Evolutions-"Geschichte" etwas ungewohnt klingt, aber die Leses können mich gerne verbessern, wenn irgendein Ereignis unstimmig ist oder gar falsch.
Das Mensch ist, wie nun mal alle LandbewohnEs ein GasHüllen-Wesen, ohne Gas gehen wir ein wie Primeln ohne Wasser, gutes zureden und auch Gas, ohne Gas nix los. Muss gerade wieder mal etwas heftiger nach Gas schnappen, so erregt tippe ich hier! Wir deutschen Menschen schreiben und sagen ja noch meist Luft dazu. Das Mensch ist auch ein Gas-Wesen, ein Luft-Wesen, wenn es den Leses besser behagt.
Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen (ist doch ein kleines Planetchen, oder? Also, wenn ich die Ergebnisse der Astronomie so bewerte, gerade auch der Planeten-Suche der vergangenen 10, 15 Jahre, dann sind da DrAussen, in den riesigen WEITEn des DaSein, ebenso zumeist riesige Stern-BegleitEs zu finden, noch um einiges grösser, als unsere Nachbar-Planeten Jupiter und Saturn, und die sind ja nun schon wirklich Riesig, im Vergleich mit unserer blau-weissen Heimat. Das ist ja schon wieder so eine lange Klammer geworden, ein eingeklammerter (Haut?) Satzwurm. Da fange ich besser noch einmal den Absatz von vorne an:)

Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen ist in eine Hülle eingepellt, das Mensch in D und Ö und SCHW nennt diese Hülle meist auch Haut. Alles in dieser Gas-Hülle rennt, sitzt, liegt, steht, schwimmt und fliegt in einer Haut herum. Als Gas-Blasen.
Gas-Blasen-Wesen. Kann Oliver-August Lützenich das so formulieren?

Also *ich bin eine Gas-Blase mit festerem Inhalt, aber auch viel Gas drinn. Dieses Gas kommt meist irgendwo weiter oben in *mich herein, oder "entsteht" auch erst in *mir drinn und verlässt *mich dann auch meist etwas weiter oben, aber gerne auch etwas tiefer, kommt ganz darauf an, was *ich gegessen habe, oder wie es *mir geht. Und *ich weiss aus sicherer Quelle, dass es so oder ganz ähnlich auch den meisten ander-Es geht, auch Diese gasen ziemlich überall ein und aus. Das Irdische ist niemals ganz dicht.

Da kann ein-Es noch so lange still halten oder dicht machen, ohne Gas tot, und wenn tot, dann wird Es auch zu Gas; und als deutsches Mensch weiss *ich, wie nah diese Formulierungen an eine tiefe Erschütterung und unser deutschösterreichisches MissHandelns heranreichen, aber *ich kann und darf das Gas eben nicht vermeiden, dieses Gas, welches nicht tötet, was es auch kann, sondern jenes Gas, das zu unserem esLeben nötig ist.

So schreibt also die Nüchternheit von uns EsLebeWesen als eingehäutete Gas-BewohnEs. Eine leicht schwebende und wabernde Molekül-Wolke um den Kern herum, angefüllt mit Blasen-Wesen, die entweder ziemlich fest herumstehen und von das Mensch als Pflanzen (Plantae) benannt werden. Und von den etwas beweglicheren Blasen-Wesen, die wie die vielen Plantae, in verschiedene Spezies und Gruppen eingeteilt werden, von das Mensch als: Archaea, Bacteria, Fungi und Uns hier, die Animalia in der Untergruppe der Metazoa. Wundervollstes Blasen-Gewimmel um und in dem Planetchen: Erde benannt.
Und was soll das nun alles?

Und eine kleine Blase darIn bin *ich.
Ist doch klar, das diese kleine Blase etwas besonderes ist, und mit den vielen anderen Blasen erst mal nichts zu tun haben möchte, könnte schliesslich gefährlich sein, wie leicht platzt so eine zerbrechliche Blase! Sehr schnell, auch ohne Fremdeinwirkung.
Blasen-Gewese. Um den Kern herum. Im Gas kriechts und schiebts und läufts und fährts und fliegts und schiessts und hauts. Haut an Haut. Blasen-Kontakt, Blasen-Zeugung und Blasen-Ernährung. Was tut diese Nüchternheit mit *mir?
Was tut diese Nüchternheit mit den Leses, so Namenlos, so Besonderheits-Los, so ein-Es von so vielen ein-Es, mit kaum Verschiedenheit im entfernten Drauf-Blick mit Augen aus Blasen?

Wenn dann ein-Es, aus so einer Blase heraus, auf ander-Es bläst, kann schon etwas passieren, mal 'was schönes, mal 'was schreckliches.

Wenn wir also die Nüchternheit entdecken und wirken lassen, was passiert dann mit Uns?
Schiessen wir dann noch aufeinander, hauen wir Einander noch in Stücke, oder vernichten wir Einander dann noch, weil bisher tun wir das noch? Wir tun es ganz und gar nicht gerne, wir tun es, weil wir es müssen und brauchen. Wir sind so geprägt, weil das Blasen-Sein so zerbrechlich und so bedürftig und so kurz ist, und weil Wir nur Uns Blasen-Wesen als Nahrung und zur Erfüllung all unserer Wünsche und Notwendigkeiten haben.
Was sollen Wir denn machen, reine Energie macht Uns nicht glücklich. Noch nicht.

Aber jetzt zu dem unten eingestellten Zeitungs-Artikel. Es ist ja nun so, je mehr Wir Wissen, umso näher kommen Wir Einander, umso geringer werden die Verschiedenheiten; und das ist doch erst mal erschreckend, weil Wir haben doch schon so fast endlos lange so und damit gelebt, Einander zu verAchten. Einander fern zu halten und ungern aber doch auch zu vernichten. Blasen-Wesen sind in erster Hin-Sicht einsam, wenn auch die meisten Blasen-Wesen ziemlich gruppig und ruppig mitEinander sind. Wir Menschen auch. Schon weil wir Einander nur zu Zweien vermehren können, sind wir Einander immer ziemlich näher gekommen, bis Heute. Und haben dabei bisher fast stets nur Uns ziemlich Selbst-ähnliche EsLebeWesen beachtet und als ohne-Gleiche verachtet, oder auch aber meist selten beachtet und nun, kommen plötzlich Menschen darauf, dass auch andere Haut-Wesen (Gas-Blasen) uns ähneln, uns Gleichen, wie eine Rose dem Flieder gleicht.

Und, wie die Leses wissen, *ich fühle und spüre Ja dazu, dass Wir Gleiche sind.
Die Frage und die Angst bleiben: Was ändern Wir mit und nach dieser Erkenntnis?
Wenn es eine wahre Erkenntnis ist und kein nur eingebildeter Schwindel.
Könnte ja auch sein?
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Hinterhof an der Ring-S-Bahn in Berlin.
Aus der fahrenden S-Bahn geklickt
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Aus Der Tagesspiegel, vom 14. Dezember 2013, von Jana Schlüter
Titel: Tierisch menschlich
Untertitel: Forscher in den USA versuchen vor Gericht mehr Rechte für Schimpansen zu erstreiten. Dabei stützen sie sich auch auf aktuelle Studien, die zeigen: Tiere sind uns womöglich ähnlicher als gedacht

Santino war wütend. Acht Monate lang war er unangefochtener Alleinherrscher in seinem Reich gewesen. Nur er, zwei Weibchen, zwei Heranwachsende und ein Jungtier, umsorgt von den Tierpflegern im Zoo Furuvik im schwedischen Gävle. Nun kehrten mit der Frühlingssonne die Eindringlinge zurück. Nicht einer oder zwei. Eine ganze Horde!

Der 35-jährige Schimpanse tat, was man in so einem Fall als Alphatier eben tut: Brüllend und mit aufgestellten Haaren rannte Santino auf die Gruppe zu. Die Zoobesucher ließen sich von dem Imponiergehabe nicht beeindrucken. Erst als Santino Betonstücke von einer Mauer abbrach‚ lenkte ein Tierpfleger sie schnell zum nächsten Gehege. Santino schleuderte seine Geschosse ins Leere.

Am nächsten Tag versuchte er es mit einer anderen Strategie. Als kein Fremder zu sehen war, schleppte er in aller Ruhe einen kleinen Heuhaufen an den Rand der Anlage. Darunter platzierte er seine Munition. Auch hinter einigen Baumstämmen legte er Vorräte an. Als sich abermals eine Gruppe näherte, schlenderte er erst gemütlich auf sie zu — um dann ohne jede Warnung einen Stein nach dem anderen aus seinen Depots in ihre Richtung zu feuern. Er traf niemanden. Dafür katapultierte er sich und die Forscher, die ihn beobachten, ins Fachjournal „Plos One“ und in die Weltpresse.

Offenbar hatte Santino die Täuschung geplant - ein Verhalten, das für ein Tier außergewöhnlich ist. „Für viele Laien ist es selbstverständlich, dass sich Tiere auf die Zukunft Vorbereiten. Schließlich bauen Vögel Nester und Hamster legen Vorräte für den Winter an“, sagt Mathias Osvath von der Universität Lund, der die Primatenstation Furuvik wissenschaftlich leitet. Doch das läuft instinktiv ab. Ein Plan wird daraus erst, wenn ein Lebewesen verschiedene Möglichkeiten abwägen und sich dann entscheiden kann. Dafür braucht man die Fähigkeit, in Gedanken auf Zeitreise zu gehen.

Für den Menschen ist das Alltag. Selbst der Inhalt einer Handtasche zeugt davon: Der Schlüssel, weil man am Abend nicht ausgesperrt vor der eigenen Wohnung stehen will. Der Schirm, um bei Regen nicht nass zu werden. Ein Beutel, damit man im Supermarkt keine neue Tüte kaufen muss. Auch die Vorbereitungen für Weihnachten sind voller Zeitreisen zurück in Kindertage, als das Fest noch magisch war, und in die Zukunft, wo wir die Fehler aus dem letzten Jahr vermeiden wollen. Dank der Zeitreisen, können wir Geschichten erzählen und weiterspinnen — vor allem unsere eigene.

Dass die Erinnerung an Ereignisse aus der Vergangenheit und Pläne fiir die Zukunft zwei Seiten derselben Medaille sind, sahen NeuroWissenschaftler um Endel Tulving von der Universität von Toronto zuerst bei Menschen mit Hirn-Verletzungen. Bei K.C. zum Beispiel, der 1981, gerade 30 Jahre alt, einen schweren Motorradunfall hatte. Sein Körper erholte sich wieder. Seine Autobiografie war dagegen zerstört. K.C. kann Matheaufgaben lösen, aber sich nicht an den Unterricht erinnern. Er kennt die Daten seines Lebenslaufs, weiß aber nicht mehr, wie er sich beim Tod seines Bruders fühlte. Künftige Ereignisse sind für ihn unvorstellbar. Wenn ein Psychologe ihn nach seinen Plänen für den jeweiligen Tag fragt, hat er nur eine Antwort: „Ich weiß es nicht.“ Heftige Blutergüsse hatten nach dem Unfall wichtige Areale in den Schläfenlappen seines Gehirns zerstört. K.C. hat nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Zukunft verloren.

Tulvings Idee, dass beides auf die gleichen Netzwerke im Gehirn zurückgreift, haben inzwischen etliche Forscher bestätigt. Sie baten Menschen, im Hirnscanner an vergangene, gegenwärtige oder künftige Ereignisse aus ihrem Leben zu denken. Bei den Zeitreisen leuchten immer wieder ähnliche Areale auf. Zentral ist dabei allem Anschein nach der Hippocampus, jene Struktur in den Schläfenlappen, die als „Tor zur Erinnerung“ gilt.

Kleinkinder dagegen haben kaum eine Vorstellung von Zeit und Zukunft, betont Thomas Suddendorf von der Universität von Queensland in Australien. In einem Experiment zeigte er drei- und vierjährigen Kindern zunächst, wie man ein Schloss mit einem dreieckigen Schlüssel öffnet. Dann gab er ihnen ein anderes, in das nur ein viereckiger Schlüssel passt. Die meisten durchschauten das Problem. Führte er sie jedoch zwischendurch in einen anderen Raum zum Spielen und bot ihnen anschließend — außer Sichtweite des Schlosses — drei Schlüssel an, versagten die meisten Dreijährigen kläglich. Die Vierjährigen dagegen marschierten mit dem richtigen Schlüssel zurück ins erste Zimmer. Offenbar hatten sie sich an die Situation erinnert und in Gedanken durchgespielt, welcher Schlüssel passen könnte.

„Mit vier Jahren können sie zeitreisen“, sagt Suddendorf. Auch sein eigener Sohn. „Papa‚ ich will nicht, dass du stirbst“, platzte es eines Tages aus dem Jungen heraus. Die Versicherung, dass er sich keine Sorgen machen müsse, beruhigte das Kind nicht: „Aber wenn ich Großvater bin, bist du tot!“

Komplizierter wird es bei Tieren. Sie können uns nicht sagen, was ihnen im Kopf herumschwirrt. Wenn Forscher nachweisen wollen‚ dass Menschenaffen nicht wie K.C. oder Kleinkinder in der Zeit festgefroren sind, sondern sich an eigene Erlebnisse erinnern und vorausschauend planen, bleiben ihnen nur minutiös protokollierte Beobachtungen und sehr sorgfältige Tests.

Santinos Verhalten sei beeindruckend, gibt Suddendorf zu. Doch das reiche nicht. „Ich schließe nicht aus, dass manche Tiere in Gedanken Zeitreisen unternehmen. Wir müssen aber damit rechnen, dass sie sich grundlegend und nicht nur graduell von unseren unterscheiden“, sagt er. „Das muss man systematischer und ohne fertige Meinung untersuchen. Im Moment teilt sich das Feld in Romantiker und Spielverderber.“ Die einen tendieren dazu, ihre Ergebnisse zu weitgehend zu interpretieren. Die anderen versuchen, alles als assoziatives Lernen (wie bei Pawlows Hunden) und reines Faktenwissen abzustempeln.

Dass die Debatte keine rein akademische ist, konnte man in dieser Woche in den USA beobachten. Das „Nonhuman Rights Project“, wollte für vier Schimpansen im Bundesstaat New York die Anerkennung als Person erstreiten. Damit sollte — ähnlich wie 1772 für den schwarzen Sklaven James Somerset — nicht nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auch auf Freiheit einhergehen. Die Richter lehnten das nun ab, die Organisation ging in Revision. Außerdem bereitet das Team weitere Klagen im Namen intelligenter Tierarten vor.

Unter den neun Wissenschaftlern, die die Klage mit ihrer Expertenmeinung unterstützten‚ waren Mathias Osvath und der Schimpansen-Forscher Christophe Boesch vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. In seiner eidesstattlichen Erklärung schreibt er Schimpansen nicht nur die Fähigkeit zur Empathie, ein Verständnis von Tod und die Weitergabe kultureller Errungenschaften zu. Sie seien auch „Lebewesen in der Zeit“, jeweils mit eigener Autobiografie. „Schimpansen haben uns in den letzten 20 Jahren immer wieder mit Fähigkeiten überrascht, die wir ihnen nicht zugetraut hatten“‚ sagt er. „Je mehr wir über sie wissen, desto kleiner wird der Graben zwischen Mensch und Tier. Das kann man nicht ignorieren.“

Die Erinnerung von Schimpansen und Orang Utans reicht mindestens drei Iahre zurück, schreiben Josep Call vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie und seine dänischen Kollegen im Fachblatt „Current Biology“. Etwa zehn Tiere hatten jeweils einen Forscher durch ein Gitter dabei beobachtet, wie er im Nebenraum ein Werkzeug versteckte. Erst als sie es holen durften, konnten sie die ihnen gestellte Aufgabe lösen und kamen an ihre Belohnung. Vier Mal wurde das geübt.

Drei Jahre später fanden sich die Tiere unerwartet erneut in der Situation wieder. Aufgabe, Forscher, Räume — alles stimmte überein. Nur das Werkzeug lag längst in seinem Versteck. Für die Tiere machte das keinen Unterschied. Sobald sich der Zugang zum Nebenraum öffnete steuerten sie in Sekundenschnelle die Verstecke an und kamen mit dem richtigen Werkzeug zurück. Die Tiere aus der Kontrollgruppe dagegen, die Aufgabe und Verstecke nicht kannten, tüftelten fünf Minuten lang vergeblich und mussten so auf die Belohnung verzichten. Das sei kein Zufall meinen Call und seine Kollegen. Die Menschenaffen, die vor Jahren ein wenig üben durften, hatten die Informationen „wer“, „was“ und „wo“ ähnlich wie eine Episode gemeinsam gespeichert und abgerufen. Das passe zu der Idee, dass autobiographische Erinnerungen ursprünglich dazu da waren, Probleme besser zu lösen.

„Im Regenwald nutzen Schimpansen diese Art der Langzeiterinnerung, um seltene Bäume mit besonders guten Früchten wiederzufinden, die in der letzten Saison reich getragen haben“, sagt Boesch. Der Forscher hat jüngst in einer Studie im Tai-Nationalpark an der Elfenbeinküste gezeigt, dass Schimpansenweibchen besonders stattliche Obstbäume ganz gezielt ansteuern, vor allem wenn sie alleine unterwegs sind.

„Für mich ist das Faktenwissen, das nicht als Episoden abgespeichert sein muss“, entgegnet Suddendorf. Wie sich das Schimpansenweibchen erinnert, könne man aus dem Verhalten nicht ablesen. Und selbst wenn es Elemente einer tierischen Zeitreise habe, so könne man das nicht einfach mit einem autobiografischen Gedächtnis gleichsetzen. Ähnlich sei es mit den oft zitierten Buschhähern, die — sofern sie selbst schon mal Futter von anderen geklaut haben und sich beim Vergraben ihrer Schätze beobachtet fühlen — ihren Vorrat später erneut verstecken, wenn der potenzielle Dieb verschwunden ist. „Zwei Dinge bleiben für mich zutiefst menschlich: Eine Episode in eine größere Geschichte einzuordnen und die Möglichkeit, sich unendlich viele Zukunftsvarianten vorzustellen und zu entscheiden, welche man anstrebt. Auch wenn diese Zukunft in weiter Ferne liegt“, sagt er.

{Klar ist, dass wir immer etwas finden werden, was uns Menschen von unseren nahen und fernen Verwandten hier in diesem kleinst-PlanetenSystem verscheidet (die längeren Leses wissen, dass ich die Unterscheidung nur vertikal benutze, und unsere erdmondlichen Verwandten sind für *mich auf einer Ebene zu uns Menschen angeordnet, also horizontal, daher verwende ich hier die Verschiedenheit), ganz einfach, weil wir AllEs und All-Es verschieden sind. Aber die Erkenntnisse unserer Forschungen belegen, dass die Verschiedenheiten weniger und geringer sind, als es uns noch (augen)scheint.}

Sein früherer Mitstreiter Michael Corballis von der Universität von Auckland in Neuseeland ist inzwischen etwas weniger streng. Eine Ratte hat ihn umgestimmt. Wenn Forscher ihr Ortsgedächtnis im Hippocampus mit einer Elektrode überwachen und sie derart verkabelt durch ein Labyrinth schicken, so feuert an jeder Ecke und jedem Platz eine andere Nervenzelle, die genau für diesen Ort zuständig ist. Das Muster der elektrischen Aktivierung verrät den Forschern normalerweise, wo sich das Tier gerade befindet. Doch diese Orts-Nervenzellen feuern auch dann weiter, wenn die Ratte still sitzt. Sie geht im Kopf die absolvierte Strecke noch einmal durch und probiert alternative Routen aus. Möglicherweise ist also eine rudimentäre Form der Zeitreise uralt und allen Säugetieren — nicht nur den Menschenaffen und den Menschen — gemein. „Wir haben ein starkes Motiv dafür, unsere Überlegenheit zu beweisen“, sagt Corballis. „Wenn für ein Tier jeder Tag ein völlig neuer Tag ist, müssen wir kein allzu schlechtes Gewissen haben.“ Er schlägt eine Rückbesinnung auf Darwin vor: „Vielleicht müssen wir uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier graduell ist‚ und sie für ihr Denken nicht unbedingt völlig andere Mechanismen haben als wir.

Noch drei beigefügte kurze Zusammenfassungen zum Abschluss:

MENSCHEN
Kleine Kinder haben noch keine Vorstellung von der Zukunft. Wissenschaftler glauben, dass sie erst im Alter von vier Jahren in der Lage sind, in Gedanken in die Zukunft zu blicken und zu planen.

SCHIMPANSEN
Immer wieder berichten Forscher von Schimpansen, die sich verhalten, als wären sie ebenfalls zu mentalen Zeitreisen fähig: Santino zum Beispiel, ein Schimpansenmännchen, das in seinem Gehege Steine versteckt, um damit Besucher zu bewerfen.

RATTEN
Auch andere Tiere überraschen. So zeigen Ratten Gehirnaktivitäten, die darauf hindeuten, dass sie „in Gedanken“ ein Labyrinth noch einmal durchgehen und andere Strecken ausprobieren.
Ende Tagesspiegel-Artikel

Es ist, wie es so oft ist, hier ist erst mal Ende Gelände; *ich werde den Artikel die nächsten Stunden und Tage noch ein wenig erweitern, aber hier wünsche *ich den Leses erst mal ein schönes vorweihnachtliches Wochenende.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Am Ende das Tier

Ein wenig Ausrufung gefälligst!
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Dieses Beitrag ging den umgekehrten Weg, vom Verantworten-Blog hierher; dort hiess das Beitrag "Weit mehr", eingestellt im Juli 2012, und ist ziemlich erfolgreich, wurde dort schon über hundert mal gelesen.
Zumindest in diesem Blog, weil, vielleicht hat es das ein-Es oder ander-Es bereits kopiert und schon verschickt oder selbst schon öfter gelesen, weiss ich hier ja nicht. Kurzum, es ist ein Beitrag, das anscheinend noch bewegt, deshalb schaute auch ich noch einmal interessiert hin und bemerke: ist auch für Oliver-August Lützenich immer noch aktuell.
Aber ... Es braucht schon auch noch ein wenig Rouge hier und noch ein wenig Aufstrich dort und vielleicht auch noch ein bisschen den Scheitel nachziehen, die Leses wissen das ja inzwischen auch zu schätzen, wenn *ich die Beiträge ab und an ein wenig erneuere.
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Ein VorWort.
Eine Aussage von Dr. Gabor Maté, aus einer Doku zum USamerikanischen "Drogenkrieg" (Ein Link: http://en.wikipedia.org/wiki/Gabor_Maté_(physician)), aus der *ich hier bereits einen Beitrag gefertigt habe ("Freiheits-Rechte und ein Zeitungskauf", vom 17.08.2013): "Beim Krieg gegen Drogen (War on Drugs) behandelt man ein gesundheitliches wie ein rechtliches Problem. Sucht aber, ist eine Folge von menschlichem Unglück und Leid. Wenn man in Not ist, versucht man diese Not zu lindern. Wenn man leidet, versucht man das Leid zu lindern. Es stellt sich also nicht die Frage nach der Sucht, sondern nach dem Leid."
Das Wissen um die Ursachen so vieler Handlungen und auch Misshandlungen in Menschen, zwischen Menschen und unserer Mit- und UmWelt ist also vorhanden, jedoch es bleibt so, wie es ist. Warum?
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Ab hier der "leicht" erneuerte Beitrag.
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Was, wie *ich auch, ab und zu den Himmel als Spiegel benutzt und darin nicht nur die Wolken oder die Sterne, sondern die Menschheit bespiegelt wahrnimmt, und daneben das gesamte Treiben in das Erde-Mond, aber als Mensch selbstverständlich hauptsächlich das menschliche Treiben beachtet, weil Es das am ehesten versteht, weil Es ein Mensch ist; kommt bei der Bespiegelung und dem Vergleich, der auch darin möglich ist, auf schlimme Gedanken, kann auf schlimme Gedanken kommen, wenn Es so sieht, was in manchen Bereichen so abgeht, aber Es kommt auch auf gute Empfindungen, wenn Es in manchen Bereichen genauer hinspürt; und das nicht nur in die Ferne, über den Umweg des Himmels, sondern auch, auch!, ganz nah hinspürt, auch das ganz persönliche Selbst bespürt, mit den Händen zum Beispiel, kein Sex, das wäre Fremd, Nein, einfach so, an den Armen oder am Bauch, oder auch innerhalb der Haut, denn in manchen Ideen steckt soViel Güte und Freundlichkeit, so viel Ahnung von Schönheit und WEITE, fast unfassbar, wieViel davon noch vorhanden ist, aber kaum genutzt.
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Von Uns Menschen ungenutzt. Aber Da ist. DaSein. Und dann, wenn der Blick wieder vom Himmel gelöst ist und in das Erde-Mond zurück gekehrt ist, wenn die ganze WEITE und Freundlichkeit nur noch Ahnung ist, formuliert ein kleiner Verstand aus das Sprache heraus zum Beispiel folgendes:
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Herbst-Himmel über Berlin
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Bisher war es kaum möglich, allen Menschen eine umfassende Bildung zu gewähren, also sowohl in die Tiefen der Gefühle hineinzuspüren, sie zu erregen und ausleben zu können, als auch das gesammelte Wissen zu vermitteln.

Die bisher nötige Arbeitsteilung innerhalb von tierischen Gesellschaften (Menschen genauso, wie bei unseren Vettern, oder bei Löwen und Termiten) verlangte zum grössten Teil pure Überlebenstätigkeit, einfache, einfachste und schmutzigste Arbeiten, dazu meist einfache und schwere Aufbauarbeiten, oder ebenso überwiegend eintönige Verwaltungs- und gefährliche und/oder brutale Sicherungstätigkeiten (Inneres (Polizei), wie Äusseres (Krieg)) von der grossen Masse, aber meistens blosses Warten und Sitzen und Liegen für Irgendwas.

Es ist dabei nur für jeweils sehr Wenig-Es der Platz, für eine annähernde Freiheit der RaumZeit-Gestaltung, für das Forschen und Experimentieren, für die Phantasie und lebenslange Verspieltheit und für reichlichen DaSein-Genuss.

Die Organisation und die Anforderungen des EsLebendigkeit, verlangen bis Heute einen hierarchischen Gesellschafts-Aufbau. Der wiederum, ist ein abstraktes Spiegelbild des Aufbaus der Körper der Lebendigkeit. Auch diese weisen einen hierarchischen Aufbau auf, der nur wenigen Zellverbänden und Körperbereichen ein gut ausgestattetes und weitgehend unabhängiges DaSein gestattet.


Ein Beispiel: Die GrosshirnRinde (Cortex cerebri, kurz: Kortex) und dabei vor allem der präfrontale (orbitale, mediale und laterale) Kortex, ist der Bereich im menschlichen Gehirn, der diese Best-Ausstattung und weitgehende Befreiung von überlebenswichtigen Aufgaben, auf der Körperebene, bisher am deutlichsten bestätigt.

Ein Ausfall dieser Regionen, durch Unfall oder Krankheit, führt zwar zu Behinderungen, die jedoch dem GesamtOrganismus kaum schaden (das meint, das so verletzte Organismus ist fast ohne Probleme bei der Versorgung und Aufrechterhaltung des EsLebendigkeit sowie der Beweglichkeit); allerdings verhindert ein Ausfall in dieser Region meist eine wichtige und bedeutende Stellung innerhalb der Gesellschaft. Verhindert also bisher das Verbleiben oder die Bewegung, in eine angesehene und dadurch genussreiche Gesellschafts-Position, in der schöpferisches, folgerichtiges und umsichtiges Denken, entscheiden und sprechen nötig sind.
Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kurze ZwischenFrage: Kann es sein, dass wir Menschen damit Schwierigkeiten haben, Uns in dieses erdmondliche Geschehen einzureihen? Also anzuerkennen, dass Wir eine Spezies dieser besonderen UmWelt inmitten der WEITEn des DaSein sind? Eine.

Inzwischen schaffen wir Menschen jedoch die Grundlagen, für eine Befreiung aus diesen Mustern und Symmetrien des EsLebendigkeit. Indem Wir Maschinen und Automatismen entwickeln, die Uns von dem Zwang zur Einfachheit und Regelhaftigkeit der tierischen Masse befreien, die Uns auch von der Gefährdung durch die MitWelt und der Fremd-Bestimmung der Vergangenheit und UmWelt entfernen.

Das Evolution ist ein Prozess des DaSein, das auch uns Menschen erschaffen und geformt hat, dieser Prozess ist bisher jedoch fast unbewusst (Fast, bis auf das erdmondliche EsLebendigkeit vielleicht, denn Das ist, wie auch wir Menschen bezeugen können: Bewusst, zumindest am Anfang davon), aber mit Erinnerung, denn die Vergangenheit steckt in AllEs und All-Es, fragen Sie, nur als Beispiel, die Geologen und die Biologen, und es ist ein gleichgültiger Prozess, also ist das Evolution bisher AllEs und All-Es (un-)wichtig. Fast. Aber was ist un- und was ist?

Das Mensch aber, entdeckt mehr und mehr die persönliche Wichtigkeit (diese persönliche Wichtigkeit ist wenigstens für *mich, kein Egoismus oder gar Egozentrik, diese Variationen der bisherigen tierischen Menschlichkeit, sind blosse schwache oder starke ÜbEsLebens-Strategien, je nach Erfolg. Die persönliche Wichtigkeit, die *ich hier meine, ist eine der Selbst-Entscheidung und aktiven MitGestaltung, sowohl des Selbst als auch des UmGebung, in das ein-Es gezeugt wird, oder in das ein-EsLeben möchte. Wenn die Leses jetzt an zum Beispiel die aktuellen Demonstrationen in der Ukraine oder an S21 denken, dann ist das zu kurz gedacht. Widerstand ist zwecklos. Gegen irgendEtwas sein, ist blosse ÜbEsLebens-Strategie und enthält somit fast keine WeiterEntwicklung, sondern fast nur Blockade. Damit schreibe *ich hier, dass das aktuelle Geschehen des Menschheit noch fast ganz und gar Traditionell und Uns vom DaSein in Milliarden Jahren aufgeprägt ist. Die Entdeckung der persönlichen Wichtigkeit und Mit-EntscheidungsKompetenz und Selbst-, sowie Mit-Verantwortung im DaSein kommt fast gänzlich ohne Widerstand aus, denn die Blockaden einer aufrichtigen, offenen und mit-verantwortlichen und mit-entscheidenden Spezies, ist auf einen viel zu frühen Tod oder das Leiden gerichtet, dort stören die Blockaden kaum die WeiterEntwicklung. Was fast Alle Widerstände und Blockaden bis eben Jetzt bewirken?: sie behindern eine für Uns Alle nützliche Weiterentwicklung im DaSein. Die Frage ist: Warum hat dann das DaSein den Widerstand und die Blockaden eingesetzt? Zum Bremsen. Was Bremsen? Die vielleicht ALL zu schnelle Veränderung, denn vielleicht wäre ohne Blockaden das DaSein ein Flop im SEIN, aber kein Geschehen der blühenden Entwicklung, m(it).a(nderem). zum Menschen. Zweite Frage: Warum dann damit aufhören? Nicht ganz, aber schon ein wenig mehr. Was bemerken die Leses, wenn Sie momentan das erdmondliche Geschehen bewerten? Blockaden oder VeränderungsBedarf? Zwei Sprech-Es die ganz aktuell und reaktiv für Blockaden ein"treten", sind Herr Putin und Herr Janukovitsch, aber etwas milder auch Herr Seehofer und Frau Merkel mit Herrn Gabriel und und und und ..., die Menschheit ist eigentlich fast nur Blockade, also warum greife *ich Die oben genannten heraus?; na egal, ist *mir halt gerade so eingefallen. Blockier[t]er auch *ich. Mir könnte es vielleicht auch besser gehen, aber *mir ist fast nur das Widerstand und das Blockade vorgelebt worden; *ich bin das Ergebnis einer Blockade, aber genug davon, zurück zum Beitrag), und entdeckt die Möglichkeiten der unabhängigen Selbst-Entwicklung und die Vorteile der vom Zwang (der Evolution und der umgebenden Mehrheits-Gesellschaft) befreiten Selbst-Entfaltung und zur Freude lockenden Selbst-Verantwortung.
Und die sind jeweils Enorm!

Siehe die Anfangssätze. Und die wollen Wir Menschen doch nutzen. Oder? Und zwar ohne Bevormundung oder Einschränkung (Blockaden), durch Was und Wo auch immer!
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Die Voraussetzungen der Selbst-Befreiung, aus der Enge der Evolution, im DaSein, erarbeiten Wir doch gerade, oder etwa nicht? Mit so manchen Schmerzen, entledigen Wir uns des überwältigenden LEIDs (Wissens-Enge, Selbst-[Fremd-]Bestimmung, Natur-Vorgaben, Vorenthaltung ...) und entwickeln eine In- und Umwelt, die Uns mehr Freude einbringt und Richtungen öffnet, die die Meisten von Uns noch nicht einmal erahnen, geschweige denn erfühlen, erspüren oder zumindest phantasieren.

Nein, bisher sind Unsere Vorstellungen massenhaft klein, eng und kurz. So kurz, eng und klein, wie Wir in der Masse das DaSein empfinden, gestalten und somit auch erleben.


Zum Abschluss ein wenig dramatische Phantasie:
Damit ist es bald vorbei.
Denn es kommt Etwas, das Uns die Poren öffnet und die Bewegungen ausweitet, das Unsere Sinne erregt und alle Gefühle bewegt, bis weit über die Grenzen jeglicher vergangener und aktueller Vorstellung.
Also, fangen Sie schon mal an zu rütteln und zu schütteln, an den Zäunen der Vergeblichkeit und entladen Sie die Waffen der Ängstlichkeit, die Freude braucht Aufmerksamkeit, Sie wartet schon so lange.

Ohne Witz.
Das Ergebnis wird SoSein, dass Wir Alle (erstmal das Menschheit) mit bester Bildung versorgen und das Frei-RaumZeit ausreizen, das Uns das DaSein gewähren kann.
Und das ist mehr, wesentlich mehr, als bisher in Unsere Vorstellung(en) passt.
Ende Fantasie?

Zurück in das Wirklichkeit.
Ein Fakt ist, dass für Alle und noch mehr genug vorhanden ist, von Nahrung, über Wärme (auch Energie) und Bildung und Technik, bis zu exzellentem Luxus. Was uns Menschen bis Heute fehlt ist eine Alternative zur aktuellen Gesellschafts-Bewirtschaftung und Organisations-Art, also zum aktuellen Entwicklungstreib- oder auch triebmittel der Geld- und Solisten-Wirtschaft, auch genannt Kapitalismus. Wo bleibt die Ablöse?
Bis jetzt hat Uns das weitergebracht und am Laufen gehalten, aber bald sind Wir genug gelaufen, es fehlt bald der Platz für ein weiter so. Irre *ich, oder bin *ich das einzig-Es, das das so empfindet? Nein.

Um den Titel etwas umzuformen, zur Frage: Ist das Tier am Ende?
Antwort:

Dienstag, 19. November 2013

Grenz-Werte

Hoffentlich erschreibe Oliver-August Lützenich hier nicht allzuviel Falsches und Fehlschlüsse hinein, das wäre *mir etwas peinlich, weil ... ich gerade entdeckt habe, dass *ich in dem Beitrag "Kunst-Grenze" im Verantworten-Blog den Preis des Triptychons von Francis Bacon auf die fast unwirkliche Summe von 142 MILLIARDEN US-$ geschraubt hatte, statt der daneben fast schon geringen Summe von 142 Millionen US-$, die es wohl wirklich gekostet hat; und hier unten, in dem Beitrag LoGotomisch, habe *ich eine Gleichung falsch angegeben; *ich schrieb: das Wirklichkeit enthält die Kunst.
Was falsch ist. Denn, *ich behaupte ja auch, die Kunst ist solange Kunst, wie sie NICHT Wirklichkeit ist, dass also die Kunst (die Künstlichkeit) dann verschwindet, wenn sie Wesentlich ist. Und wenn *ich das so formuliere, dann ist selbstverständlich die Kunst Nicht Inhalt von Wirklichkeit, sondern eine Zu-/BeiGabe. Die Gleichung sollte also lauten: DaSein = Wirklichkeit + Kunst.
Aber ist es nicht auch künstlich, die Kunst von das Wirklichkeit zu trennen? Die Vision von das Tatsache, das Zukunft vom Jetzt. Das Orangenfleisch vom OSaft, den Eiswürfel vom Whiskey, die Hefe vom Bier, die Kunst von das Wirklichkeit?
Die Schwierigkeit Grenzen zu erkennen.
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Grenzen
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Bin Oliver-August Lützenich an das Haut zu Ende? Ist das persönl*iche Haut [m]eine Grenze? Wie nah oder weit reiche *ich, wie weit reicht das Einfluss von *mir? Ist das Tod die beste Definition? Ist es das Anfang? Von *mir, oder sogar das Beginn dieses DaSein, ist das die "totale", die vollkommene Grenze, die von Nichts oder Etwas mehr überwunden, überschritten oder sonstwie hinter ein-Es zurückbleiben kann? Hält also das DaSein oder auch das SEIN eine unverrückbare Grenze bereit, oder ist ALLES und JEDES erweiterbar?
Es ist, wie schon viele Menschen vor und neben *mir bemerkten, je näher ein-Es an Etwas oder ander-Es heranforscht, umso mehr löst E-s ich auf und wird un-definierbar.

Je weiter ein Mensch das Niveau, in dem Mensch Es[Tod]Lebens-Fertig ist, also die Ebene verlässt, in der Unsere Gefühle wirken und Unser Gespür wahrnimmt, und somit die Kraft der Trägkeit verlässt, die das Wirklichkeit und das Kunst brauchen, um zu erblühen, je mehr verschwinden jegliche Grenzen, jegliche Gestalt, jegliche WEITE und jegliche Nähe. Es ist, als sei: Was ist?; an Bedingungen geknüpft, an Grenzen, an Regeln. Die "ausserhalb" verschwinden. Und das, obwohl ALLES und JEDES, also auch alle dazu nötigen Regeln und sonstigen Bedingungen, aus dieser "Grenzen- und FormLosigkeit" (= SEIN) entnommen werden müssen, weil woher sonst sollte das ALLES und JEDES herkommen.

In diesen Betrachtungen merke *ich auch immer mal wieder, dass *ich mit dem Denken und den Erkenntnissen und wohl auch mit den Gefühlen und dem Gespür, so DaZwischen bin, so zwischen der gefütterten Unbedarftheit und der grossbürgerlichen Intelligenz, der rohen Unwissenheit und dem unerschütterlichen ErkenntnisReichtum. Mittendrinn.
Links lockt die enorme Belesenheit und voll bewusste EsLebendigkeit und rechts zerrt das Trägheit - oder auch die Unerträglichkeit - und bietet beharrlich mit dem Vergessen mit. Und *ich es[Tod]Lebe so DaZwischen und werde mal von der Vergesslichkeit verführt oder vom Wissen weiter gelockt. Und dieses Spiel geht nun schon seit Jahren so, die längeren Leses kennen das ja schon. Meine Schwankungsbreite oder -Weite ist ziemlich deftig, und da das so ist, im Alltag, fliesst das auch in diese Texte ein. Mich wundert, dass die Leses das interessant finden, vielleicht auch kurios oder gar witzig, aber *ich lese ja auch so manche Texte, obwohl sie eher von Rechts dargereicht werden. Manche Menschen sind schon so WEIT, dass Alles, was diese Menschen wahrnehmen und fühlen von Rechts kommt, von Links kann schon nichts mehr kommen, weil weiter Links geht einfach nicht mehr. Ist das jetzt schon wieder Unbedarftheit?

Nein, *ich gebe gerne zu, das diese Betrachtungen hinken, weil es ja auch noch andere Richtungen gibt: oben, unten, vorne, hinten, links unten 72 Grad, rechts oben 19 Grad nach vorne gebeugt, ... alles in das mehrdimensionales RaumZeit.
Wo ist also das DaZwischen, in dem *ich seit Jahrzehnten schwankend fest hänge oder klebe? 

Kann ich noch Glauben?
Wenn *ich wissen kann.

Beschaue *ich ein anderes Tier, zum Beispiel einen Hund, dann erkenne ich auch *mich, wenn ich dieses andere Tier beobachte, beobachte ich auch *mich. Seltsam?
Unbedarfte Treuherzigkeit oder rüpelhafte Launigkeit oder gar schreiende Bissigkeit und dann das fast stete Schwänzeln.

Menschlichkeit ist Tierlichkeit.
Klar, dass *ich die längeren Leses mit der bestimmt schon einhundertsten Erwähnung dieser Selbst-Erkenntnis langweile oder sogar abstosse, die Tendenz jedoch, die *ich DaZwischen erahne, ist die Entwicklung wegg vom Tier-DaSein und den engen Grenzen, die jedes Tier ist. Somit auch das Mensch.
Welche Regeln, Kräfte und Substanzen hüllen ein Tier ein?

Diese Antwort gilt es doch wohl auch zu klären. Warum sonst forschen Tiere, auch Menschen, in das Selbst hinein und DrAussen herum, mal von der reinen Selbst-Versorgung abgesehen, die Selbst-verständlich die erste DaSein-Pflicht jed-EsLebens ist, weil ohne den Selbst-Erhalt gibt es keine Forschung nicht.

Kann *ich also formulieren, dass die Kunst das Bereich des DaSein ist, dass neben dem Selbst-Erhalt Pflicht ist? AllEs und All-Es ist auch Kunst. Die Leses kennen *mein fast ungläubiges Staunen und die Bewunderung manch-EsLebens, zum Beispiel der TarnKunst von FangSchrecken (Gottesanbeterin), die von reinstem Weiss, bis grellstem Farbenmix, alles aufbieten, um den Selbst-Erhalt zu sichern.

Was bietet das Mensch auf, um das Selbst-Erhalt zu sichern, weil Tarnung brauchen wir inzwischen k[aum]eine mehr und zum [Fr]Essen haben wir eigentlich auch genug, es gibt (im Tier-DaSein?) nur ein Organisations- und Verteilungs-"Problem"?
Maschinen? Prosa? Poesie? Kino? Theater?

Was wäre die Fortentwicklung des Tier-DaSein?
Oder auch die WeiterEntwicklung Dessen?

Was gäbe es abzulegen, was ist aufzunehmen, damit das Tier aus dieser Enge herauswächst. Vielleicht stimmt ja in diesem Zusammenhang das Bild mit der Geburt, das *ich bereits in dem Beitrag "Glaubens-Dialog" im Verantworten-Blog erwähnte?

So sind wir vielleicht AllEs und All-Es in einem DaZwischen-Stadium, nicht nur *ich hier, obwohl *ich auch in einem DaZwischen im DaZwischen-Stadium sein könnte?
Jetzt bin *ich verwirrt.

Die Zukunft, die *ich hier erahne, hat auf jeden Fall bisher keine Entsprechung mit irgend Etwas, das *mir bisher in das Wirklichkeit und in/aus der Kunst angeboten wurde. Alles bis Jetzt nur ermässigte Fortsetzungen des Heute, oder gar Gestern. Und Zukunft ist für *mich hier weiter wegg als nächstes Jahr oder auch 10 Jahre.

Vielleicht ist ja genau das ein Problem in *mir, die Jetzt-Flucht?
Aber das betrifft ja uns Alle, mal mehr mal weniger. Das ist ja wohl der Ansatz der NeuGier: die Unzufriedenheit mit dem aktuellen DaSein?
Die Versorgung mit Mitteln für den Selbst-Erhalt, das ist die Tätigkeit des Wirklichkeit, was daneben noch an RaumZeit verbleibt, nutzt die NeuGier (Kunst?).
Und wir Menschen haben inzwischen eine Menge Neben-RaumZeit erhalten. Von? Und Warum? Oder sind diese Fragen unbedarft?

Irgendwo muss doch eine Grenze sein? 

Was soll ein-Es denn sonst noch locken, wenn ein-Es Alles abgegrast und umgebaut hat, im Innen und auch im Drummherum, als eine Grenze dessen: Was ist?

Obwohl *ich hier natürlich noch weit weit wegg bin von einer Selbst-Grenze, von einer Grenze des Tier-DaSein, von einer Grenze des Mensch-Sein, auch wenn *ich manchmal schon Lust hätte, daraus auszusteigen. Kein Mensch mehr Sein, kein Tier mehr Sein.
Das Selbst-DaSein auszuweiten in ungeahnte Dimensionen, in eine Freiheit und eine Freude, in das vielleicht sogar das Leid, das nun mal immer dabei ist, mit Spass dabei ist. Aber nun bin ich erst mal noch Mensch. Und Leide etwas darIn, weil das Mensch darIn noch mehr Spass [er]findet, als Es mit das Freude anzufangen weiss.

Aber die Ursachen sind nun mal im Mangel begründet. Das Mensch arbeitet jedoch fleissig daran, das Mangeln (= Vergesslichkeit, Unachtsamkeit, Atemnot, Fantasie, Nahrung, Gewalt, RaumZeit, ...) mehr und mehr zu füllen, mit ..., Achtsamkeit zum Beispiel, oder "RaumZeit-Schiffen", oder anderer reichhaltiger und reichlicher Nahrung; und vielleicht sogar mehr Kunst, wobei *ich nicht weiss, ob die Kunst das Wirklichkeit dabei ab-/auflöst oder anders herum ein Schuh daraus wird?

Ist so eine Sache mit den Grenzen. Keine ist je fix gewesen und wird es vermutlich auch nie Sein. Gibt es überhaupt Grenzen, oder sind alle Grenzen Kunst?
Bitte.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Ein Stück vom guten Glauben.

Da ist mir doch glatt ein bereits etwas älterer Artikel in die Augen gefallen, oder auch in die Hände, auf jeden Fall einer, den ich für *mich behalten möchte; und das mich reizte, auch etwas DaZwischen zu schieben. Die Leses wissen ja, dass *ich hier so etwas wie der Rufer des DaZwischen bin und zwar öfters nur des DaZwischen, nicht dessen was darIn oder darAus ist, sondern dessen was DaZwischen ist, also des Flirrenden, Flitzenden, Hin und Hers, des mehr oder weniger Offenen, das das DaSein begrenzte im SEIN und auch AllEs und All-Es im DaSein voneinander ab- und begrenzt. Und das in seiner begrenzten RaumZeit erst die zarten oder selten auch starken Verbindungen von Innen und Aussen erst möglich macht, ohne das die beiden Bereiche einander wieder nur auslöschen. Und dieses DaZwischen wächst, wächst in Uns Allen. Oder etwa nicht?

Jetzt habe ich Sie etwas vom Thema abgelenkt, weil das DaZwischen gekommen ist, aber genug davon, in dem unten eingestellten Artikel geht es um das "Gute" in uns Menschen - wie auch immer das in Uns einzugrenzen oder besonders zu bedeuten ist? Ein Versuch ist es allemal wert - und es geht um die Frage: Woher kommt das "Gute" und Was hat dieses "Gute" mit dem Glauben, bzw. der (insb. christlichen) Religion und damit also auch mit dem jeweiligen Gott zu tun?

Bevor es losgeht noch eine kleine Impression.
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Kleinst-Teleskop auf dem "Insulaner"
in Berlin-Schöneberg, im Herbst.
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Aus Der Tagesspiegel, vom 23.09.2011, von Jerry Coyne.


Der Autor ist Evolutionsbiologe an der Universität Chicago. Sein Artikel ist zuerst in „USA Today“ erschienen. Übersetzt von Kai Kupferschmidt.


Titel: Gott & Moral. Die Wurzel des Guten
Untertitel: Ohne den Allmächtigen keine Gerechtigkeit, sagt der Papst. Aber woher kommt das Gute im Menschen? Laut Evolutionsbiologe Jerry Coyne kann Gott nicht der Ursprung der Moral sein, sondern allenfalls ein Überträger.
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Es war an einem kalten Februartag in Chicago. Ich beobachtete einen Kurier, der eine Armladung Pakete zu seinem Auto trug. Mitten auf der glatt gefrorenen Straße rutschte er aus, die Pakete schlitterten über die Straße und er war dem Verkehr ausgeliefert. Ohne nachzudenken rannte ich hinaus, stoppte die Autos, richtete den Mann auf und half ihm dann, seine Ladung wieder einzusammeln. Als ich später darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass mein winziger Akt des Altruismus völlig instinktiv gewesen war; es gab keine Zeit zur Berechnung.
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Wir können das Instinktive moralischer Handlungen und Urteile in vielen Situationen erkennen: In der automatischen Abneigung, die wir fühlen, wenn der Wallstreet-Betrüger Bernie Madoff die Leichtgläubigen und Naiven übers Ohr haut, in unserer Missbilligung von Menschen, die Essen aus dem Bürokühlschrank klauen, in unserer Bewunderung für jemanden, der sein Leben riskiert, um ein ertrinkendes Kind zu retten.
Und obwohl manche Moral aus Vernunft und Überlegung erwächst – wir müssen als Kinder zum Beispiel lernen, unser Spielzeug zu teilen – ist vieles offenbar intuitiv und angeboren.
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Manche Menschen, unter ihnen Francis Collins, Chef der nationalen Gesundheitsinstitute der USA und ein evangelikaler Christ, sehen instinktive Moral als ein Geschenk Gottes und als starken Beweis für seine Existenz.
Als Biologe sehe ich den Glauben an eine gottgegebene Moral als Amerikas größte Hürde, die Evolution als Tatsache zu akzeptieren.
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„Evolution“, argumentieren manche, „hätte uns niemals Gefühle wie Güte, Selbstlosigkeit und gute Sitten geben können. Denn wenn wir nur weiterentwickelte Tiere sind, würden wir uns auch wie Tiere benehmen. Sicherlich spiegeln unser gutes Verhalten, und die moralischen Empfindungen, die es befördern, Impulse wider, die Gott in uns angelegt hat.“
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{Fast schon grotesk die Fehlsichtigkeit oder gar Blindheit und dadurch bedingte Falsch-Beurteilung des Geschehens in und zwischen uns Menschen und freilich auch mit unseren Mit-Lebewesen in diesem kleinsten PlanetenSystem. Von vielen Mit-Menschen. Es fehlt uns Menschen eindeutig noch ein Blick und eine weitreichende Beurteilung von Aussen auf uns Menschen, von einem nicht-Menschen, aber diese Phrase und Einschätzung von *mir, kennen die Leses ja bereits, aber ist sie deshalb unstimmig? Was würde dieses nicht-menschliche EsLebewesen uns Menschen dann wohl erzählen, wie Uns beurteilen? Es hätte ja den VerGleich von unserem Verhalten mit denen anderer irdmondlicher EsLebewesen, aus einer vielleicht neutralen und hoffentlich sachlichen und bestenfalls umfangreich Wissenden Position. Wie ist das Benehmen von Tieren? Ist das menschliche Gebaren hier in diesem kleinst-PlanetenSystem (weil vielleicht handeln die Astronauten, die auch schon den Mond besucht haben, ja anders, sobald Sie aus dem Inneren der Erde hinaus gedüst sind? Weiss *ich's, ich bin bis heute nur innerhalb gewesen.) ohne Tier? Und wenn es wie Tier ist, was ist das kleine oder grosse Bisschen Verschiedenheit von den anderen Tieren? Und wenn es gar nicht wie die Tiere ist, was ist das Verschiedenheit von Tier und Mensch? 
Meine Frage ist dann: Kommen wir Menschen mit dem Glauben weiter, noch weiter, als Wir bisher schon damit gekommen sind, oder ist das Potential des Glaubens - aller Arten davon - inzwischen ausgereizt? Na, die Leses kennen ja *meine Meinung dazu, aber erst mal weiter in diesem interessanten Text.}
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Während Moral also angeblich von Gott kommt, wird die Immoralität Charles Darwin zugeschrieben, der für alles vom Nationalsozialismus bis zu dem Amoklauf in Columbine schuldig gesprochen wird.
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Moralisches und unmoralisches Verhalten können gleichermaßen von Religionen gefördert werden. Die Moral selbst – im individuellen Verhalten wie auch im sozialen Zusammenspiel – kann aber schlicht nicht vom Willen oder Befehl eines Gottes kommen. Das haben Philosophen seit der Zeit von Platon erkannt.
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Religiöse Menschen können das nachvollziehen, indem sie Platons Frage erwägen: Sind Handlungen moralisch, weil Gott sie befiehlt, oder befiehlt Gott sie, weil sie moralisch sind? Es braucht nicht viel Nachdenken, zu sehen dass die richtige Antwort die zweite ist. Warum? Weil, wenn Gott uns befehlen würde, etwas offensichtlich Unmoralisches zu tun, wie unsere Kinder zu töten oder zu stehlen, dann wäre es nicht automatisch in Ordnung. Natürlich, Sie können argumentieren, dass Gott so etwas niemals zulassen würde, weil er ein völlig moralisches Wesen ist, aber dann benutzen Sie immer noch irgendeine Vorstellung von Moral, die unabhängig von Gott ist. So oder so, es ist klar, dass selbst für die Gläubigen Gott nicht der Ursprung der Moral sein kann sondern bestenfalls der Überträger einer menschengemachten Moral.
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{Ähh, verzeihen Sie, aber was ist Moral genau?
Laut Lexikon ist Moral Sitte, Gewohnheit oder auch Charakter und entstammt wohl aus der "Gegend" des Stammwortes von "wollen" und dem Substantiv "Wille[n]" und bedeutet wohl etwa "zur Sitte, Gewohnheit oder einer Persönlichkeit gewordener Wille". Und dieses "GerinnungsProdukt" eines vorher bereits vorhandenen Wollens und Will-Es, kann das Gebaren eines Einzel-Es genauso wie das einer ganzen Gesellschaft oder einer (Glaubens)Gemeinschaft "charakterisieren". Moral ist also zur Dauer gefrorener Frust oder auch Lust, schlechte Laune oder gute Laune und Alles DaZwischen. Moral ist auch eine dauerhafte Meinung zum Gleichen DaSein, von Mensch zu Mensch. Also meine Moral ist zwar unfassbar einfach - habe *ich das hier schon mal geschildert? -, aber gehört nicht hier einfach so DaZwischen hinein. Nur kurz noch zur Moral: Moral ist auch Wunsch, vor allem Wunsch-Vorstellung, aber doch nichts Gottgegebenes, ausser *ich betrachte das Gott (der Philosoph Klaus Heinrich sagt, der Name "Gott", ist die Bezeichnung für den "Triebgrund der Wirklichkeit". Das finde *ich ziemlich passend) als Ur-Mensch, also als ein-Es das vor schriftlichen RaumZeit-en eine verständliche und von den anderen Mit-Menschen anerkannte Meinung dazu geäussert hat, wie Es und die ander-Es im mitEinander umgehen sollten. Wahrscheinlich "geboren" aus schlechten Erfahrungen, weil aus guten lernt Mensch wenig, aber das nur nebenbei, vielleicht auch um den Verkehr im mitEinander besser zu regeln, nach einem Unfall vielleicht oder auch aus einer Abfuhr heraus, was weiss *ich schon hier? Moral sucks! Auf jeden Fall die zwischen uns Menschen herr-schenden Moralen sucken, aber davon hatte *ich es ja schon einige male, also weiter im Text.}
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Das ist nicht einfach nur philosophische Grübelei, weil Gott – zumindest der Gott der Christen und Juden – im alten Testament wiederholt unmoralische Taten duldet oder befiehlt. Dazu gehören Sklaverei (3. Mose 25,44-46), Völkermord (5. Mose 7,1-2; 20,16-18), die Tötung von Ehebrechern und Homosexuellen und die Steinigung von Bräuten, die keine Jungfrauen mehr sind (3. Mose 20,10.13; 5. Mose 22,20-21).
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War Gott moralisch, als er 42 Kinder von Bären in Stücke reißen ließ, weil sie den Propheten Elischa wegen seiner Glatze verspotteten (2. Könige 2,23-24)? Sogar im neuen Testament predigt Jesus Prinzipen fragwürdiger Moral, verschließt den Reichen das Himmelreich (Matthäus 19,24), billigt das Prügeln von Sklaven (Lukas 12,47-48) und verdammt Sünder zu den Qualen der Hölle (Markus 9,47-48). Ähnliche Dinge tauchen auch im Koran auf.
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{Darf *ich den paar Leses, die es noch nicht kennen, auch meinen Beitrag "Glaubens-Dialog" im Verantworten-Blog empfehlen, dort habe *ich weitere Bibel-Beispiele und vieles mehr dazu eingestellt.}
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Wenige von uns empfinden Völkermord oder Steinigung als moralisch, also übergehen Juden und Christen diese Teile der Bibel mit wohlbedachtem Schweigen. Aber genau das ist der Punkt. Es gibt etwas anderes – eine andere Quelle der Moral – die biblische Gebote übertrifft. Wenn religiöse Menschen sich ihre Moral aus der Heiligen Schrift zusammenstückeln, dann tun sie das eindeutig mithilfe außerreligiöser Vorstellungen davon, was moralisch ist.
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Darüber hinaus passt die Vorstellung, dass Moral gottgegeben ist, nicht mit der Tatsache zusammen, dass religiös basierte Ethik sich im Laufe der Zeit stark verändert hat. Sklaverei wurde einst von den Kirchen aufgrund der Bibel verteidigt, jetzt wird sie als grob unmoralisch angesehen. Mormonen schlossen Schwarze vom Amt des Priesters aus, auch aus religiösen Gründen, bis Kirchenführer 1978 praktischerweise eine „Offenbarung“ hatten, die dem entgegenstand. Katholiken hatten einst eine Liste mit Büchern, die zu lesen unmoralisch war; die wurde 1966 abgeschafft. Geschahen diese Anpassungen, weil Gott seine Meinung geändert hat? Nein, sie kamen aus säkularen Verbesserungen der Moral, die die Religion zwangen, sich zusammenzureißen.
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Also, woher kommt die Moral, wenn nicht von Gott?
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Aus der Evolution und weltlicher Argumentation. Trotz der Vorstellung, dass Tiere sich bestialisch verhalten, finden Forscher, die unsere Primaten-Verwandten, wie Schimpansen, untersuchen, evolutionäre Vorläufer der Moral: Verhalten, das für die ganze Welt nach Altruismus, Sympathie, moralischer Ablehnung, Teilen aussieht – sogar ein Gefühl für Fairness. Das ist genau was wir erwarten würden, falls menschliche Moral, wie viele andere Verhaltensweisen, teilweise auf den Genen unserer Vorfahren aufbaut.
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Und die Bedingungen, unter denen der Mensch sich entwickelte, sind genau solche, die die Evolution von Sitten begünstigen: kleine Gruppen von Tieren mit großen Gehirnen. Individuen in so einer Gruppe können sich gegenseitig kennenlernen und wiedererkennen. Das gibt Genen einen Vorteil, die Sie dazu bringen, anderen in Ihrer Gruppe gegenüber nett zu sein, die zu belohnen, die kooperieren und die zu bestrafen, die betrügen. Auf diese Art und Weise kann die natürliche Selektion Moral erzeugen. Zu den Verhaltensweisen, die so entstanden sind, kommen dann noch weltliche Überlegungen hinzu. Sie helfen uns unsere moralischen Gesinnungen weit über unsere kleine Gruppe von Freunden und Familie auszudehnen – bis hin zu den Tieren.

Sollten wir Angst haben, dass eine Moral, die auf unseren Genen und unseren Gehirnen beruht, irgendwie einer Moral unterlegen ist, die von oben heruntergereicht wurde? Überhaupt nicht. Es ist sogar besser, weil eine säkulare Moral eine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an soziale Veränderungen hat, die keine gottgegebene Moral jemals haben könnte. Die säkulare Moral ist es, die die Religion dazu treibt, ihre eigenen Dogmen zu Themen wie Sklaverei oder Frauenrechte zu verbessern. Es ist die säkulare Moral, die verhindert, dass ethisch irrelevante Dinge – was wir essen, lesen oder tragen, wann wir arbeiten oder mit wem wir Sex haben – nicht mit Dingen von wirklichem moralischen Belang zusammengeworfen werden, wie Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch. Und ist es nicht besser, sich moralisch zu verhalten, weil Sie für sich selbst herausgefunden haben – in Zusammenarbeit mit Ihrer Gruppe – dass es das Richtige ist, und nicht um einen Gott gnädig zu stimmen oder Bestrafung im Jenseits zu vermeiden?

Und wir sollten uns auch nicht sorgen, dass eine Gesellschaft, die auf einer säkularen Moral basiert, in Gesetzlosigkeit abgleitet. Dieses Experiment ist längst gemacht worden – in Ländern wie Schweden und Dänemark, die zum Großteil von Atheisten und Konfessionslosen bevölkert sind. Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung versichern, dass säkulare europäische Länder voller Bürger sind, die sich anständig benehmen, nicht Kriminelle und Soziopathen, die Amok laufen.

Man kann ganz eindeutig gut sein ohne Gott.
Ende Tagesspiegel-Artikel.

Ein Schluss-Gedicht.
Moral ist ein UnDing.
Moral ist immer nur DaZwischen zu [er]finden, immer ist die Moral mittendrinn; immer nur mittendrinn ist die Moral zu finden, aussenherum wenig; so am Rande ist sehr wenig Moral zu [er]finden; und mir ist ja nun auch klar, dass auch das Geld sich gerne am Rande ansammelt; so ist auch im Geld wenig Moral zu finden; ja mei, so ist halt die Gravitation, die Moral zieht Sie überwiegend an-s ich heran; weiter wegg ist, von der Moral, jeweils wenig zu [er]finden.
Schluss-Gedicht.
Bitte.

PS: noch die Blogzahlen vom 24. Oktober 2013, 01:00.
Danke.