Montag, 22. Juli 2013

Innen-Einsichten

Vor ein paar Tagen, sah ich den Film Tron Legacy, seitdem komme *ich keinen Tag aus, ohne mindestens einmal die Filmmusik daraus zu hören. The Grid, und was sagt Jeff Bridges: "... and one Day, I got in." Ich auch, weil *ich fast vermute, Wir Alle sind bereits ein / im Raster / Netz. We are the Grid.

Und dann laufe *ich mit der Musik im Ohr spazieren, was *ich sonst nie, nie, nie mache, mit Ohrstöpseln herumlaufen, weil *ich keine tönerne Grenze, zwischen mich und die Umwelt bauen will, aber *ich habe es getan, weil ich doch mal neugierig war, wie das so ist, wenn ich die Hitze um mich, die Strasse unter mir, die Mit-Menschen neben mir, die Wolken über mir und die Musik direkt rein in das Ohr schicke und es war seltsam.
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Aufgenommen in der Zillestrasse, 
in Berlin-Charlottenburg
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Ungewohnt, von Aussen fast nur den Augeneindruck und den Hauteindruck, aber kaum ein Geräusch mit zu bekommen. Aber was heisst fast? Denn es waren eigentlich "nur" die Ohren, die einen Fehler meldeten, weil das gehörte mit dem gesehenen wenig oder sogar gar nicht übereinstimmte.

Aber dann fing der Titel "Outland" zu tönen an, und es war wie eine Erweckung! 

Der Rhythmus, die Melodie, der Titel, *ich folgte dem Rhythmus im Schritt (ist das jetzt schon doppeldeutig?) und war fast kurz davor die Augen zu schliessen, aber dazu fehlte *mir noch etwas der Mut. So ging *ich im Takt der Musik und nahm das Äussere im Ton und der Intention der Musik war; und es war fast die Wahrheit. Die Musik war das Passepartout, der mich umgebenden Wirklichkeit. Wenn Sie jetzt noch wüssten, wo *ich mit dieser Musik im Ohr herumgegangen war, wann und was so um mich herum gerade los war, dann ...

Aber das kann *ich gar nicht richtig beschreiben, und *ich glaube, das ist auch gar nicht so wichtig, weil die Musik passte wohl auch ganz woanders hin, weil die Umwelt austauschbar ist, ohne dass diese Musik an Innen-Wirkung verliert, wenn ein-Es marschiert und dabei aufpassen muss, nicht dabei abzuheben, den Boden aus den Augen zu verlieren, beim mitschwingen und mitklingen, bei der Musik, wie sie so klingt und ein-Es ohne Flügel Flügel verleiht, auch wenn die Musik voller Einsamkeit erklingt, oder gerade deshalb, wenn die Musik auch nach Geschwindigkeit verlangt, rasch rasch vorwärts drängt, hindurch durch das offene entleerte Land, mit Sog auf das / ein (bedrohliches?) Zentrum zu.

Und dann folgte darauf das "Adagio für Tron", und *ich landete etwas unsanft auf dem Boden, weil *ich die Trauer spürte, überall, *ich sah die Mit-Menschen an und sah Traurigkeit, sah Hetze, Überforderung und so viel Enge, vielleicht waren diese Menschen auch nur eine Projektionsfläche für meine Trauer, meine Hetze, meine Überforderung, was weiss *ich schon? In jenen Momenten jedoch, spürte ich das alles bei diesen Fremden, während Sie mürrisch, schwatzend oder abwesend an mir vorbei liefen.

Laufen mit Musik direkt ins Ohr hineingetönt, eine neue Erfahrung für-m ich, für Viele Alltag.

Oft werde *ich es wohl nicht machen; frage gerade in mir, wie das wohl mit Beethoven ist, so mitten in der Menge, die 7., und dabei bewegt und mit dem Rhythmus und der Schwere und manchmal auch der Leichtigkeit und mit dem ganzen tönenden Hintergrund, der in dieser Musik steckt; und dabei der UmGrund ist vielleicht die Friedrichstr., damit entlang laufen, inmitten der Touristenscharen?
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Blick vom Hauptbahnhof auf die
deutsche MachtZentrale, mit
TouristenSchiffchen
auf der Spree
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Kommt dabei vielleicht sogar eine Wahrheit zum Vorschein, so aus dem Inneren heraus, beim Hören, macht die Stimmung der Musik Entdeckungen des Innenlebens möglich? Könnte ja sein, dass bestimmte Rhythmen und Melodien ein-Es für die Stimmungen eines ander-Es empfänglicher machen, vielleicht nimmt ein-Es, geleitet von der Musik, ermöglicht durch die Musik, an ander-Es Stimmungen wahr, die ein-Es sonst nicht spüren oder gar hören würde?

Werde *ich mal ausprobieren. Ich werde mein InnenerLeben mal etwas empfänglicher für das AussenerLeben machen, empfänglicher auf eine anderen Ebene, mitHilfe fremder Musik. Ja, das probiere *ich mal aus: mit Beethoven oder Stravinsky oder auch Daft Punk durch die Stadt spazieren und hinspüren, was so hinauskommt aus Ihnen da Draussen.
Im Klang der Musik.

Vielleicht kommt ja auch was zufriedenes und leichtes und friedliches und sinnvolles aus Ihnen da Draussen hinaus, weil das gibt es in der Kombination so selten, soll ich da noch ein "leider" DaZwischen schieben?

Nein, auch wenn das vielleicht der Grund sein mag, dass es so selten in dieser Kombination ist.
Also *ich höre jetzt noch einmal "Outland" an, während *ich Ihnen noch zwei Fotos von meinem kleinen Berliner erLeben hier hineinklicke.
Leben Sie wohl.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Weit mehr ...

Ich gratuliere zum einHundertsten!

Diesem Beitrag; es ist heute zum 100sten mal im Verantworten-Blog gelesen worden, und das obschon dieses Beitrag schon über ein Jahr dort steht, das ist knackig, obwohl es gar nicht knackig ist, das Beitrag; aber schön ist es, das Beitrag, schön kurz und mit einem Inhalt, der es anscheinend ..., nein, das "anscheinend" nehme *ich sofort wieder raus, weil, wenn es nur scheinbar wäre, würde das Beitrag ja nicht so oft gelesen und aufgerufen werden, also das Beitrag ist mit einem Inhalt, nicht nur das schöne Gemälde von John Constable ist diesen Beitrag wert, sondern der Wert liegt auch in den Worten und Sätzen, die brav drummherum stehen, um das Schöne, Gemälde, aber Heute beurteilen Sie das anscheinend, den Text und die schönen Wolken DaZwischen.

Was, wie *ich, ab und zu den Himmel als Spiegel benutzt und darin nicht nur die Wolken oder die Sterne, sondern die Menschheit bespiegelt wahrnimmt, und daneben das gesamte Treiben in der Erde, aber als Mensch selbstverständlich hauptsächlich das menschliche Treiben beachtet, weil Es das am ehesten versteht, weil Es ein-Es (Mensch) ist, kommt bei der Bespiegelung und dem Vergleich, der auch darin möglich ist, auf schlimme Gedanken, kann auf schlimme Gedanken kommen, wenn Es so sieht, was in manchen Bereichen so abgeht, aber Es kommt auch auf gute Empfindungen, wenn Es in manchen Bereichen genauer hinspürt; und das nicht nur in die Ferne, über den Umweg des Himmels, sondern auch, auch!, ganz nah hinspürt, auch das ganz persönliche Selbst bespürt, mit den Händen zum Beispiel, kein Sex, das wäre Fremd, Nein, einfach so, an den Armen oder am Bauch, oder auch in der Haut, in manchen Ideen steckt soViel Güte und Freundlichkeit, so viel Ahnung von Schönheit und WEITE, fast unfassbar, wieviel davon noch vorhanden ist, aber kaum genutzt.

Von uns Menschen (kaum) genutzt. Aber Da ist. DaSein. Und dann, wenn der Blick wieder vom Himmel gelöst ist und in die Erde zurück gekehrt ist, wenn die ganze WEITE und Freundlichkeit nur noch Ahnung ist, formuliert ein kleiner Verstand aus der Sprache heraus zum Beispiel folgendes:
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John Constable, "Clouds"
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Bisher war es kaum möglich, allen Menschen eine umfassende Bildung zu gewähren, also sowohl in die Tiefen der Gefühle hineinzuspüren, sie zu erregen und ausleben zu können, als auch das gesammelte Wissen zu vermitteln.

Die bisher nötige Arbeitsteilung innerhalb von (tierischen?) Gesellschaften verlangte zum grössten Teil pure Überlebenstätigkeit, einfache, einfachste und schmutzigste Arbeiten, dazu meist einfache und schwere Aufbauarbeiten, ebenso überwiegend eintönige Verwaltungs- und gefährliche und / oder brutale Sicherungstätigkeiten {Innere (Polizei), wie Äussere (Krieg)} von der grossen Masse, aber meistens blosses Warten und Sitzen und Liegen für Irgendwas.

Es war dabei nur für sehr Wenige der Platz, für eine annähernde Freiheit der RaumZeit-Gestaltung, für das Forschen und Experimentieren, für Phantasie und lebenslange Verspieltheit und für reichlichen DaSein-Genuss.

Die Organisation und die Anforderungen der Lebendigkeit, verlangten einen hierarchischen Gesellschafts-Aufbau. Der wiederum, ist ein abstraktes Spiegelbild des Aufbaus der Körper der Lebendigkeit. Auch diese weisen einen hierarchischen Aufbau auf, der nur wenigen Zellverbänden und Körperbereichen ein gut ausgestattetes und weitgehend unabhängiges DaSein gestattet.


Das folgende passt sooo gut zum vorherigen Beitrag! ("Mehr Energie bitte!", vom 13.07.2012, im Verantworten-Blog) Die GrosshirnRinde und dabei vor allem der präfrontale (orbitale, mediale und laterale) Kortex, ist der Bereich im menschlichen Gehirn, der diese Best-Ausstattung und weitgehende Befreiung von überlebenswichtigen Aufgaben, auf der Körperebene, bisher am deutlichsten bestätigt. Ein Ausfall dieser Regionen, durch Unfall oder Krankheit, führt zwar zu Behinderungen, die jedoch dem Gesamtorganismus kaum schaden; allerdings verhindert ein Ausfall in dieser Region meist eine wichtige und bedeutende Stellung innerhalb der Gesellschaft. Verhindert also bisher das Verbleiben oder die Bewegung zu / in eine angesehene und dadurch genussreiche Gesellschafts-Position, in der schöpferisches, folgerichtiges und umsichtiges Denken, und das entscheiden und sprechen nötig sind.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Inzwischen schaffen Wir aber die Grundlagen, für eine Befreiung aus diesen Mustern und Symmetrien der Lebendigkeit. Indem Wir Maschinen und Automatismen entwickeln, die Uns von dem Zwang zur Einfachheit und Regelhaftigkeit der Masse befreien, die Uns auch von der Gefährdung durch die MitWelt und der Fremd-Bestimmung der Vergangenheit und UmWelt entfernen.

Das Evolution, das ist ein Prozess des DaSein, das auch Uns erschaffen und geformt hat - soweit so bekannt -, dieser Prozess ist jedoch weitgehend unbewusst (bis auf die irdische Lebendigkeit vielleicht, denn die ist, wie Wir Menschen bezeugen können: (Selbst)-bewusst, zumindest am Anfang davon es zu sein.), aber mit Erinnerung, denn die Vergangenheit steckt in All-Es und Jed-Es, fragen Sie, nur als Beispiel, die Geologen und die Biologen, und es ist ein gleichgültiger Prozess, also ist das Evolution bisher All-Es und Jed-Es (un-)wichtig. Fast.
Aber was ist un- und was ist?

Das Mensch aber, entdeckt das persönliche Wichtigkeit, und entdeckt die Möglichkeiten der Entwicklung und die Möglichkeiten der Selbst-Entfaltung.

Und die sind Enorm!

Siehe die Anfangssätze. Und die wollen Wir Menschen doch nutzen. Oder? Und zwar ohne Bevormundung oder Einschränkung, durch Was und Wo auch immer!

Die Voraussetzungen der Selbst-Befreiung, aus der Enge der Evolution, im DaSein, erarbeiten Wir gerade. Mit so manchen Schmerzen, entledigen Wir uns des überwältigenden LEIDs (Enge, Bestimmung, Vorgaben, Vorenthaltung ...) und entwickeln eine In- und Umwelt, die Uns mehr FREUDE einbringt und Richtungen öffnet, die die Meisten von Uns noch nicht einmal erahnen, geschweige denn erfühlen, erspüren oder zumindest phantasieren.


Nein, bisher sind Unsere Vorstellungen massenhaft klein, eng und kurz. So kurz, eng und klein, wie Wir in der Masse das DaSein empfinden, gestalten und somit auch erleben.

Damit ist es bald vorbei.
Denn es kommt Etwas, das Uns die Poren öffnet und die Bewegungen ausweitet, das Unsere Sinne erregt und alle Gefühle bewegt, bis weit über die Grenzen jeglicher vergangener und aktueller Vorstellung.


Also, fangen Sie schon mal an-s ich zu rütteln und zu schütteln, an den Zäunen der Vergeblichkeit und entladen Sie die Waffen der Ängstlichkeit, die FREUDE braucht Aufmerksamkeit, Sie wartet schon so lange.

Ohne Witz.

Das Ergebnis wird sein, dass Wir Alle (Menschen) mit bester Bildung versorgen und den Frei-Raum[ und die Frei-]Zeit ausreizen, die Uns das DaSein gewähren kann. Und das ist mehr, wesentlich mehr, als bisher in Unsere Vorstellung(en) passt.
Danke.

Nachtrag von Heute, 19.07.2013. Nachdem ich dieses Beitrag noch einmal eine Nacht überschlafen und das gelesene habe wirken lassen, ist mir klar, wie sehr Selbst-verständlich auch *ich von den alten Mythen und Wünschen beeinflusst bin, die ein Mensch so mitbekommt, wenn es mitwächst und miterlebt; und dabei mitbekommt, was so unter-schwellig in Uns Allen herumwellt und in vielen Geschichten und Erzählungen und Spielen an die Oberfläche kommt, die Sehnsucht nach Erlösung.

Besonders der letzte Abschnitt dieses Beitrags, vor dem Danke, ist aus dieser Hoffnung oder auch Erwartung gewachsen. Die biblischen Geschichten von Elias oder von Johannes dem Täufer, in meinen Worten, also die Vorankündigung, die Verkündigung der Ankunft einer Befreiung aus der Enge und der Fremd-Bestimmung.

Wenigstens ist das ein Gefühl, das in mir steckt, vielleicht sind Sie da drAussen längst "befreit", vielleicht waren Sie da Draussen auch nie so beengt, so bedrückt, so Traurig, oder gar verzweifelt, dass Sie nach einer Erlösung davon gefragt oder gar darum gebeten/t hätten, *ich war es, so fliesst das auch in meine Texte ein. Auch wenn ich eigentlich ..., wenn ich es recht überlege, gar nicht mehr an eine Erlösung glaube, gar nicht mehr denke, dass Wir eine bräuchten, oder gar auf so Etwas oder ein-Es warten sollten.

Aber es hat eine lange Tradition und ist in so endlich viele Geschichten und Schlussfolgerungen und Handlungs-Arten eingewebt, die Erwartung, die Hoffnung, die Sehnsucht, die Forderung nach Einlösung, das vielleicht ganz am Anfang der Materialität gegebene Versprechen der Freiheit und des allseitigen Glücks und der Erfüllung aller, auch der unterdrückten, Wünsche.

Ist nicht genau das, das Versprechen des DaSein, an dieJenig-Es die DaSind, also an Uns Alle?

Ist das nicht genau die Richtung, die Wir gemeinsam ansteuern, die Erfüllung und Erfüllbarkeit aller nur (im DaSein?) möglichen Wünsche, nach Vollkommenheit, nach AllMacht, nach totaler Verfügbarkeit von All-Es und Allem, zu jed-Es RaumZeit und mit aller Kraft und allem Gefühl?

Und dazu braucht es eben genau kein-Es, das Uns DaSein das generös zur Verfügung stellt, oder Uns aus irgend-etwas erlöst, oder erfüllt, oder befreit, sondern Wir brauchen die ErWeiterung des Wissens vom Möglichen und den AusBau Unserer Fähigkeiten, damit Wir irgendwann dazu imstande sind, das Selbst so frei zu gestalten.
Ohne All-Es zu wollen.
Als das Selbst und das umgebende DaSein, in das Wir Alle eingebettet sind.
Denke ich Heute.
Aber das Erlös-Es/-ung schwingt LEID-er immer noch in *mir herum, wie Sie oben erlesen konnten. Zum Trotz, der bereits gewährten FREUDE.
Bitte.