Samstag, 14. Juli 2012

Ein Geld-Gedicht

Mir ist zu Ohren gekommen, dass das philosophieren vom Geld oder auch nur das Einordnen, das Erklären oder sonstwas ohne Geld, mit Geld, zu leichtem Überdruss führt. Das Mensch hat gerne Geld, oder kommt ohne gerade so klar, aber davon geredet wird inzwischen zuviel. Schluss damit, rufen die Meisten, die, die haben und die, die nur wenig haben gleichermassen, ausser, ja. Ausser, es ist 'was wirklich Neues, was wirklich provolutionäres, also 'was, 'was Uns einen neuen Horizont eröffnet und die Schulden etwas kleiner macht oder 'was hilft die Schulden zu beseitigen, aber sonst ...
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Forschung, Forschung, Forschung, um dann festzustellen, dass Mensch nichts davon hat, ausser Erkenntnis, aber kann Mensch Erkenntnis essen? Geld kann Mensch auch nicht essen, obwohl, aber macht weder satt, noch ist es schmackhaft, aber Es (ja, Es) ist verkäuflich, ganz direkt und sofort, wie ist das mit Erkenntnis?
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David Hockney, "Pearblossom Highway"
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Geld-Zahlen:
Alle folgenden Beträge sind in Euro und es sind Alles Circa-Beträge aus dem Jahr 2011.
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Wert Aller an den Welt-Börsen gehandelten Aktien: 45 Billionen
Wert Aller Weltweit ausgezahlten Löhne und Gehälter: 42 Billionen
Wert Aller weltweit produzierten Wirtschaftsgüter: 50 Billionen
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Die weltweiten StaatsSchulden betragen: 40 Billionen
Die weltweiten PrivatVermögen betragen: 100 Billionen
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Der Wert aller GeldWetten (Optionen, Swaps, ...) beträgt: 1,5 Billiarden
(1500 Billionen)
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In Deutschland:
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PrivatVermögen: 9 Billionen
Die Hälfte, also 4,5 Billionen ist im Besitz von 810.000 Menschen, also etwa 1% der Gesamt-Bevölkerung von 81 Millionen Menschen.
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Wenn Sie ein wenig mehr Zahlen und Daten zu Reichtum und Geld recherchieren wollen, dann fangen Sie doch hier an: http://de.wikipedia.org/wiki/Millionär.
Dort sind auch weitere Links zum Thema angegeben.
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VorRede zum Geld:
Geld ist ein Mittel, ist ein Gegenstand, ohne Emotionen, jedoch für jegliche Emotionen gut, aber ohne Gefühl dafür, was mit Es (Geld) passiert, oder gar, was mit den Es Besitzenden passiert.
Es ist wie ein Strick, Mensch kann damit etwas zusammenhalten, etwas befestigen, damit es erhalten bleibt, Mensch kann damit aber auch erwürgt, stranguliert werden, dem Strick ist das mit es geschehene dabei fast völlig egal.
Dem Geld auch.

Und nun?

Ein Geld-Gedicht:
Geld ist Materie mit viel Phantasie. Das ist doch Was!?
Materie mit Phantasie, damit der Schöpfung Gleich. Gleich ist Ähnlich!
Geld ist dem Menschen Gleich, jedoch nicht das Selbe.
Nur ein Mensch ist ein Selbst.
Jedes Mensch ist ein Selbst.
Geld ist ohne Selbst, aber mit viel Phantasie und aus Materie.
Ist Phantasie mit Materie, oder ist Phantasie ohne materielle Grundlage, ohne Gemüt, ohne "Herz"?
Das Mensch ist dem Geld Gleich, aber inzwischen fast ohne Phantasie.
Phantasie ist ein Vermögen und damit dem Geld Gleich.
Geld ist ein Vermögen und damit Gleich der Phantasie.
Geld ist phantastisch. Geld = Phantasie.
Was viel Geld hat, hat viel Phantasie, das dann aber im Selbst fehlt.
Die Phantasie steckt im Geld und fehlt im Selbst.
Im Geld ist die Phantasie Selbst-Los.
Ein Selbst ohne Phantasie, hat auch viel Geld.
"Künstler" ohne Phantasie, haben viel Geld.
Nur Menschen, die Phantasie für käuflich halten, haben viel Geld.
Die Phantasie steckt im Geld drinn.
Kapitalismus ist ein phantastisches Wirtschafts-System.
Das Mensch ist die Quelle und als solche fast unerschöpflich.
Das Geld wird mehr und mehr und mehr und mehr ...
Das Mensch gibt reichlich ab.
Je mehr Phantasie das Mensch in das Geld steckt, umso weniger bleibt für den Menschen.
Einfache Rechnung oder Spekulation?
Der Kapitalismus ist vom Menschen geschaffen worden, um von der Phantasie befreit zu sein.
Denn dem Glauben ist die Phantasie ein Greuel.
Und das Mensch glaubt lieber.
Dem Glauben ist die Phantasie fremd.
Denn, ist Gott eine Phantasie, oder ein Druckmittel?
Ist das Paradies eine Phantasie, oder eine Quelle der Scham?
Die Phantasie ist Leichtigkeit, dem Glauben ist das fremd.
Hier endet das Gedicht.

Hier beginnt die Phantasie.
Wenn Sie nachrechnen, hat auf etwa der Hälfte des gesamten Geldes der Menschheit und des darin und daneben angesammelten Vermögens, ungefähr EIN Prozent der jeweils existierenden Menschen die Hände drauf.
Die AnZahl des Geldes, welches zwischen den Banken und deren Computern und Börsen hin und her gerechnet und auf und abgezählt wird, ist inzwischen (2012) über 16 (sechzehn) mal höher, als die Summe aus allen menschenweit gezahlten Löhnen (etwa 42 Billionen Euro) und (+) dem Wert aller menschlicher Gewerke und Unternehmen (etwa 50 Billionen Euro). 
15oo Billionen geteilt durch 92 Billionen ist 16,304... 
Da steckt doch enorm viel Phantasie drinn, oder?
Und die fehlt in Uns Allen. Wir lagern die Phantasie aus, und tun damit wenig wertvolles und kaum etwas für uns Alle vorteilhaftes. Warum?

Weil die Phantasie eine lebendige Grundlage braucht, die das Geld nicht bietet.
Warum haben die Allermeisten so viel Angst vor der Phantasie?

Was folgt dem Kapitalismus, dem Geld-WirtschaftsSystem nach?
Oder gehen Wir damit unter (die Erde)? Lesen Sie dazu auch eine aktuelle Bewertung mit dem Titel "Von der Tarnung der Wirklichkeit", vom Juli 2012, im VerantwortenBlog.
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Hiermit fordere ich die Phantasie auf in mich (zurück?) zu kommen. Wenn sie schon sonst anscheinend NieMensch brauchen kann, Oliver-August Lützenich kann. Danke.

Lutsch dich doch selbst, vor S

Was (Sie + Er = Was) die HimbeerDrops auf der A40 kennt, kennt auch S: Was S kennt, kann auch S verstehen; und Was die Lebendigkeit auch in der Verzweiflung und der Not und der Ausgesetztheit kennengelernt hat und der weitgehenden Freiheit von Vernunft, Das kann auch den Dialog verstehen, der-s ich vor S abgespielt hat oder auch nur in dessen Phantasie.
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Ed Rusha, "Laugh Tomorrow"
Or whenever You want to.
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AproPo Phantasie

S sitzt nach dem Verhör vor der Polizeiwache auf einer Bank und lässt das Geschehene der vergangenen Stunden sacken, als zwei Männer vor S aufeinander treffen. S versteht die Männer kaum, weil sie so nuscheln, aber was S versteht, hört-s ich in S in etwas so an:

E: Hey, Du alter Schwanzlutscher, gehst Du wieder, um deiner Frau beim Fremdgehen zuzuschauen, ha!?
A: Hallo, Du Arschficker, führst Du wieder grosse Reden, dann lass aber meine Frau aus dem Spiel; meine Frau vögelt wenigstens seit Jahren mit dem Selben, während deine es mit der ganzen Nachbarschaft treibt.
E: Ach, hör mir doch auf, Du willst doch nur erreichen, dass ich Dir deinen dünnen Lappen anfeuchte, aber das kannst Du vergessen.
A: Ich weiss, ich weiss, Du stehst mehr auf verkrustete Arschringe, aber damit kann ich Dir nicht dienen, mein Arsch bleibt sauber.
E: Ha, vor allem hast Du bei deinen ständigen Durchfall ein viel zu enges Arschloch, ich hab gar keine Lust mich darin wundzureiben.
A: Von wegen dicken Schwanz, wenn Du dich auch mal zwischendurch waschen würdest, bliebe davon wenig übrig, deiner steht doch überhaupt nur noch wegen der Krusten.
E: Ja, ja, ich kenne euch OralFetischisten ganz genau, die Hälfte des Tages steht ihr am Waschbecken und die andere Hälfte holt ihr euch vor dem Spiegel einen runter, alles ganz sauber, oder gleich ins Waschbecken hinein, wann esst ihr eigentlich.
A: Geh mir doch wegg, wenigstens schaue ich meinen Lutschern offen ins Gesicht, während Du anderer Leute Scheisse quirlst und dabei hinter deren Rücken Grimassen ziehst.
E: Ist ja gut, kommst Du nun mit auf einen Café und einen Klaren?
A: Können Wir machen, aber Du erzählst mir dabei, wie das mit P so gelaufen ist beim hintenrum treiben.
E: Wenn Du mir dabei vorne einen bläst, erzähle ich Dir alles, was Du dazwischen wissen willst.

Die Beiden gehen ab. Aber hatte S die beiden Männer richtig verstanden? Oder ging die Phantasie mit S durch? Nach dieser Raserei, der vergangenen Stunden.
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Nebenbei:
Ach, ich mag einfach auch die Ausflüge ins Derbe, ins Riechende, ins Feuchte, auch die lohnt es zu erkunden, gerade sprachlich, auch wenn ich weiss, dass ich nie ein Bukowski, oder ein de Sade werde, dazu fehlen mir einfach deren Erlebnisse, aber die Vorstellung und die Phantasie auch darin einzuschreiben erweckt Freude und Lachen, wenigstens bei mir. Und, lesen Sie doch noch mal die Phantasie zum Geld: "Ein Geld-Gedicht", ich vermute da steckt weniger Phantasie drinn, als in S.