Mittwoch, 9. Mai 2012

Schwindende Sprachen und Kandinsky

Da die Sprache hier in diesem Blog ein besonders herausragendes Plätzchen geniesst, möchte ich einen gestrigen Fund, der die Sprachen und das Drumherum behandelt Heute hier einfügen.

Und auch von Wassily Kandinsky ein wenig zeigen, Sie werden vielleicht merken, dass das auch passt, obwohl die Themen weiter auseinander liegen, aber weiter auseinander liegen auch die "Milchstrasse" und die Andromeda-Galaxie und doch haben sie sehr viel miteinander zu tun. Aber zuerst ein wunderschönes noch-gegenständliches Bild von Wassily Kandinsky.
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Wassily Kandinsky, "Grüngasse in Murnau"
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Gestern gefunden und Heute aufbereitet:
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«Doppelter Reichtum
Viele Tiere, viele Sprachen
In Regionen, in denen besonders viele Tier- und Pflanzenarten leben, gibt es oft auch eine auffallend grosse Vielfalt an Sprachen. Mehr als 3200 und damit fast die Hälfte aller Sprachen auf der Erde finden sich in jenen 35 Gebieten, die als sogenannte Biodiversitäts-Hotspots gelten, schreibt ein Team um den Landschaftsarchitekten Larry Gorenflo von der Pennsylvania State University im Fachmagazin PNAS (online). Die Forscher hatten linguistische Daten sowie Angaben der Artenschutzorganisation Conservation-International ausgewertet. Biodiversitäts-Hotspots bedecken zwar nur 2,3 Prozent der Erdoberfläche, bieten aber mehr als der Hälfte aller Gefässpflanzen und 43 Prozent der Landwirbeltiere eine Heimat. Zugleich ist in den Hotspots die Gefahr besonders gross, dass Menschen den ursprünglichen Lebensraum vernichten. Deutlich ist der Zusammenhang zwischen biologischer und linguistischer Vielfalt etwa auf den östlichen der melanesischen sowie einigen indonesischen Inseln und in den Wäldern Guineas in Westafrika. In jeder dieser Regionen werden mehr als 250 Sprachen gesprochen, gleichzeitig zählen die Gebiete zu den artenreichsten der Erde. Im ebenfalls sehr artenreichen Neuguinea sind sogar 976 Sprachen bekannt.»
Aus der Süddeutschen Zeitung, 08.05.2012, von "kabl".
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Es besteht also ein Zusammenhang zwischen der Vielfalt der Lebensformen, die den Menschen umgeben und der Vielfalt der menschlichen Sprachen. Umso höher die Pflanzen- und MitTiere-Vielfalt in denen Menschen mit-esLeben, umso mehr Sprachen entwickeln Wir.
Und Wir sind dabei diese Vielfalt stark und unaufhörlich einzudämmen. Wir brauchen k[aum]eine Vielfalt um zu üb-esLeben, Uns reicht die Einfalt: ein paar essbare Pflanzen und ein paar essbare MitTiere. Mais, Reis, Kartoffeln, Weizen, Mohn, Rinder, Schweine, Hühner, ein paar Fische, das wars, oder habe *ich "Etwas" vergessen?

Mit dieser "Vielfalt" ist unser Üb-esLeben gesichert.
Dass Wir hier in Europa ein paar Frösche und anderes Getier und Gepflanz schützen ist läppisch, im Vergleich dazu, was wir Europäer gleichzeitig durch Unseren Hunger nach vollen Tellern und besten Materialien (z.B. Edel-Holz) in anderen ErdGegenden ausrotten.
Nur weil es nicht vor der Haustüre passiert, also in Sichtweite ... Wir sind halt noch rechte Augenwesen. So sind Wir halt. Und die Indonesier und Melanesier und Guineaer störts nicht, die Vielfalt einzudämmen, die sind noch nicht so weit, so reich an Aufmerksamkeit und gesättigt, auch an Informationen, um ihre Frösche und ihr Gepflanz so zu schützen, wie einige Wenige es hier tun, zumindest versuchen. Dort geht es noch ums nackteste Üb-esLeben, hier nur noch ums gesättigte.

Soll das ein Vorwurf sein!
Nein.
Selbstverständlich nicht, wie auch, Oliver-August Lützenich habe auch gerne einen vollen Teller z.B. mit Reis aus und einem Stück Fleisch aus. Egal woher. Die Träumerei, dass Wir unsere Lebensmittel aus der Region, zumindest aus der näheren, decken könnten, ist bei mir schon längst geplatzt, nicht wegen den Preisen, sondern wegen der Masse.

Aber keine Vorwürfe.
Wir Menschen sind so, und Wir stehen hier nicht vor einem Pranger. Was sollte das auch tun, also richten Wir auch bitte nicht selbst einen Pranger auf, an den Wir uns Selbst hinnageln, das hat schon Jesus umsonst versucht und es hat wenig gebracht, also seien Wir einfach weiterhin so, wie Wir nun mal von der Natur evolutioniert wurden und schauen mal, wohin Uns das bringt und mit Uns diese kleine Region im gigantischen riesigen unfassbaren wahnsinnig grossen enormen Universum.

Was weiss denn schon, wozu unsere Handlungsweise gut ist.
Dieser Planet hat schon mehrere Umgestaltungen und sowohl Pflanzen- wie auch Tierwandlungen erlebt, diejenige, die im Moment durch Uns hindurch geht und ausgehandelt wird, wird den Planeten vielleicht noch schöner machen.
Der blaue Planet. Vielleicht nach Uns RubinRot. Ein Rubin im ... Universum.
Schön.

Und was wird mit den Sprachen, wenn die Vielfalt schwindet?
Na, es wird nur noch eine übrig bleiben. Aus der Vielfalt in die Einfalt. EinSpruach!
Aber das kann doch nicht der Sinn oder der Weg der Entwicklung sein!? Tja, die Daten deuten aber darauf hin. Ist das gut, ist das schlecht? Was weiss das schon Heute. Fragen Sie in einigen Jahrzehnten noch mal nach.

Und nun etwas ganz Anderes: Wassily Kandinsky.

Die folgenden Zitate habe ich einer kurzen Doku über Wassily Kandinsky und seine Beziehung zur/mit der Musik entnommen, im Besonderen mit der von Arnold Schönberg und anderen Dekonstruktionisten der Musik, die kürzlich auf arte lief.

«Gegensätze und Widersprüche, das ist unsere Harmonie!»
Aus einem Brief von Wassily Kandinsky an Arnold Schönberg, geschrieben nach einem Konzert in München, mit Klaviermusik von Arnold Schönberg, auch das folgende Gemälde ist von diesem Konzert inspiriert. Dabei fluten die "lebendigen" Melodien in Gelb, in und über das Publikum hinein und hinwegg.
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Wassily Kandinsky, "Impressionen III Konzert"
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«Ich bin behutsam mit der Auflösung des Gegenstandes, denn, wenn wir heute schon anfangen würden, ganz das Band mit der Natur zu vernichten {mir gefiele besser: "lösen", aber gut, das ist mein Geschmack}, so würden wir {lediglich?} Werke schaffen, die dem Muster eines Teppichs gleichen.»
Nun gut, ganz haben Wir Menschen, diese Intention wohl nicht verstanden, denn heute sind die Werke vieler Künstler, die die Gefühle und den Sinn des Erlebens in nicht-gegenständlichen Werken gesucht und gefunden haben, die Vorlage von Tapeten und auch Bodenbelägen. Einen "Mark Rothko" be-malen heute schon viele an jedwede Wände, vielleicht ist das aber auch eine hinterrückse Art und Weise der Kunst und der Künstler, um Uns mit mehr Sinn und Gefühl zu konfrontieren und zu versorgen?
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«Die Farben trennen sich vom Gegenstand, fliessen über die Grenzen der Form. Es verschmelzen Farbe, Form und Klänge zu einem sinnlichen Erlebnis. Frei von den Zwängen tradierter Kompositionsgesetze.»
Ein erstes Werk, welches diesen Vorgaben, diesem Anspruch folgt, ist das folgende, es ist ebenso der engen Verbindung im Gefühl, von Musik und Farben und Formen gewidmet und leitet auch über zur nächsten Aussage.
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Wassily Kandinsky, "Fuga"
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«Die Farbe übt direkten Einfluss auf die Seele aus. Die Farbe ist die Taste, das Auge der Hammer, die Seele ist das Klavier. Der Künstler muss nun die Tasten der Farbe so anschlagen, das heisst, die Farben im Bild so einsetzen, dass er die Menschen so berührt und im Betrachter die gleiche seelische Vibration auslöst, die den Künstler bewegt hat.»
Tut es das?
Mich, langsam.
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Und als persönliche Zugabe noch ein Werk von Herrn Kandinsky, das seit Jahren bereits, als Druck, meine Kühlschranktüre ziert und damit jeden Gang zum Kühlschrank zur Freude macht.
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Wassily Kandinsky, "Hommage á Will Grohmann"
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Wunderschön.
Und es weist nach Vorne, nach oben vorne, da wo die Luft noch frisch und klar ist, dort wo die Nase noch unverbrauchtes riecht und die Augen noch so weit sehen, dass sie schmerzen, dass der Blick immer wieder nach unten sinkt, um wieder an Etwas Halt zu finden, bis die Sinne mit der WEITE des DaSeins umzugehen wissen. Aber das dauert noch.

Samstag, 14. April 2012

Die Erregung der Schönheit

Die Schönheit entsteht aus dem Verstehen und Begreifen dessen: Was ist?
Was ist? Ist eine Frage, ist also NeuGier, ist erregtes Interesse an dem Was [Innen/Selbst] ist?; und an dem Was [um ein-Es herum so (los)] ist?, Was ist?, ist die GrundFrage, damit ist, für mich, das DaSein auf die Reise geschickt worden: Verbinde, gehe Beziehungen ein, bilde das ICH, um damit zu klären: Was [Hier eigentlich los] ist?
Nun, ICH ist Hier, Sie ich, ich ich und Wir ICH. 
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Und seien Sie gewiss:
"Der Anfang und das Ende aller Philosophie ist - Freiheit."
Von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, aus: «Vom Ich als Princip der Philosophie oder über das Unbedingte im menschlichen Wissen», § 6.

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Die Erregung der Schönheit
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Die Lebendigkeit gebiert Schönheit, weil sie weiss und kann, mit der Vielfalt und Farbigkeit der Grundlagen gekonnt und bewusst umzugehen. Das würde bedeuten, dass in der Lebendigkeit Bewusst-Heit vorhanden ist, also ein (abständiges) Wissen um das Vorhanden-Sein und die Wirkung dessen, Was ist? Ist auch das Sprache Vielfalt und Farbigkeit? Dann entsteht auch daraus Schönheit, wenn ein-Es weiss und begreift, Was »darin und damit« ist?
So gesehen entsteht Hier gerade Schönheit. Hier wird verortet, wird erspürt und erfühlt, wird ausgewählt, aussortiert und eingefüllt. Bedeutungen, Bilder, Farben, Formen, Substanzen ausgedeutet und eingetütet in Wörtern, der Partikel der Sprache. Zuerst ein wunderschönes Gemälde, von Einem, der das Gefühl in Farben und deren Anordnung suchte und fand, also spüren Sie hin:
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Jackson Pollock, "Number 5"
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Gefühl und Gespür.
Fühlen und Spüren.
Im folgenden tauche ich erst mal tief in den Ursprung der Wörter ein, eine RaumZeit-Reise der Sprache, um den Wörtern Wurzeln und ein wenig Grundbedeutung zu verleihen, oder auch ganz und gar zuzugestehen. Seien Sie mit-s ich und forschen in-s ich, ob diese Herkunft und Bedeutungen Ihnen schmecken, also lassen Sie die Zutaten, die Gewürze der Speise Sprache, die Wörter auf der Zunge des Bewusst-Seins, dem Gespür langsam zergehen; na los, kauen Sie, bevor Sie schlucken, sonst ist das doch alles nur ein schlingen und hinterlässt keinen Nachhall, denn dies ist kein FastFood, dies ist nicht Tiefkühlpizza, dies ist SlowFood, von Meisterköchen (Grimms, Duden und fast unendlich vielen Schriftstellern, Dichtern und Philosophen) zubereitet, also geniessen Sie, bitte.
In diese {Klammern} habe ich Ein-Würfe in die Texte des Duden eingestellt, weil nicht alles, was die Duden-Redakteure so dekretieren (ein- / verordnen) mir passend erscheint.

fühlen: Das westgermanische Verb ahd. 'fuolen', mhd. 'vüelen', niederl. 'voelen', engl. 'to feel' ist unbekannter Herkunft {Tja, das Mensch, das unbekannte Wesen, vor allem die inneren Bewegungen, Mensch sieht sie einfach nicht, woher soll Mensch sie also wissen? Und vor ALLEM, wo kommen Wir her, der "UrKnall", die unbekannte Erscheinung?}. Seine Grundbedeutung ist wohl "tasten" {Falsch geraten, liebe Duden-Redaktion, das "tasten" ist ein Wahrnehmungsreiz, ein nach Aussen gerichteter Sinn, also einer des Spürens. Das 'fühlen' ist wohl eher verwandt mit 'führen': ahd. 'fuoren', mhd. 'vüeren' "in Bewegung setzen, fahren machen", später "bringen" und "leiten"; und mit 'füllen' ahd. 'fullen, fulljan', mhd. 'vüllen', engl. 'to fill' "voll machen". Das Mensch ist voll in Bewegung und das durch viel Gefühl, oder?}; es wurde dann auf alle körperlichen und im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert auch auf seelische Empfindungen übertragen. 

Spur: Das altgermanische Substantiv ahd. 'spor', mhd. 'spur, spor', niederl. 'spoor', altengl. 'spor' ist im Sinne von "Tritt, Fussabdruck" verwandt mit ahd. 'spurnan' "spornen", altengl. 'spurnan' "anstossen, verschmähen" und altisl. 'sporna, sperna' "treten, fortstossen" sowie mit der Sippe von 'Sporn' "Stachel, Stachelform". Ausserhalb des Germanischen sind z.B. lat. 'spernere' "zurückstossen, verschmähen" und griech. 'spairein' "zucken, zappeln" auch "streuen, säen, spritzen" verwandt. Zugrunde liegt die vielfach weitergebildete und erweiterte IndoEurop. Wurzel '*sp[h]er[∂]-' "zucken, zappeln, mit dem Fuss ausschlagen oder treten, schnellen" auch "streuen, sprengen, sprühen, spritzen". Zu ihr gehören auch die Wortgruppen um die Verben 'springen' und 'sprühen, spriessen, spritzen'.
Das Substantiv 'Spur' war ursprünglich ein Jägerwort (beachte Wendungen wie 'auf die Spur bringen', die sich auf den Jagdhund beziehen). Schon früh entwickelte sich die übertragene Bedeutung "hinterlassenes Zeichen". die sich im Nhd. mit dem Begriff des Geringen, kaum Merkbaren verband 'keine Spur von Leben'. Ferner bezeichnete das Wort die Wagengleise auf Wegen und übertragen den Querabstand der Wagenräder (auch: 'Spurweite'; dazu 'Schmal-, Normalspur' und das Adjektiv 'grossspurig' "Prahlerisch"). 
Ableitungen: 'spüren' ahd. 'spurian', mhd. 'spürn', "eine Spur suchen, ihr folgen"; seit dem 13. Jh. im Sinne von "wahrnehmen" gebraucht, seit dem 18. Jh. für "empfinden, fühlen {Nein! Liebe Duden-Redaktion, bitte nicht alles in einen Topf werfen: spüren ist nach Aussen, fühlen ist von Innen. Das aus-ein-ander-zu-halten ist wichtig!}", dazu 'spürbar' "merklich, fühlbar {!}, 'Spürhund', 'Spürsinn' und 'spurlos' "keine Spur, keinen Anhaltspunkt {oder auch "Eindruck"} hinterlassend". Ende Duden.

Kurz gesagt, ist das aktuelle Gefühl die Summe aller persönlichen Bewegungen und Erregungen eines eingehäuteten DaSeins, also einer einzelnen Lebendigkeit, eines Einzelwesens (lat. 'in-dividere' = "das nicht-teilbare"; aber so wie es heute ist (Transplantationen und Verlust durch Gen-Mutationen und Unfälle) ist ein einzelnes LebeWesen schon noch "teilbar", auch wenn mir das missfällt und mir jede Transplantation als beängstigendes StückWerk erscheint, so ist doch jede Verfassung/Verfasstheit der Lebendigkeit dem 'ungeteilten' SEIN [dem Zustand, dessen Übergang wohl der Tod vollzieht?] vorzuziehen.), im DaSein. Die Gefühle sind dann die Verschiedenheit der Erregungen und Bewegungen zu denen ein Einzelwesen in der Lage ist. Jede AufRegung der FREUDE und des LEID, jede Ausprägung der Leichtigkeit und der Zufriedenheit, aber auch jede Einprägung der Schwere, der Hemmungen, die Erleichterung von Heilung und die Verkrampfung der Schmerzen.

Gefühl ist die je persönliche Stimmung und Gemütslage.
Gespür ist die Verbindung von Gefühl zu Gefühl und allgemein nach Aussen.
Die Nerven durchziehen das gesamte Innere und enden jeweils an der Haut, die auch die Haare, die Nägel und die Augen einbezieht. Von Innen nach Aussen und von Aussen nach Innen, wird Bewegung transportiert und vermittelt. Gefühl ist Selbst, Gespür ist Gleich (davon Unten mehr).
Das Gefühl ist die spezielle, besondere Erregung in Eines Selbst, das Spüren ist die Vermittlung und die Aufnahme von Erregung zwischen diesen Eines, aber auch die Vermittlung, Verbindung und Einbindung unterschiedlicher Erregungszustände in Eines Selbst: Der Magen kommuniziert mit der Leber und dem Knie AUCH (nicht nur, denn dazu kommen auch noch die Hormone und andere Stoffe im Blut, die inhaltsstoffe der Lymphe und die Signale welche die Zellen von Haut zu Haut vermitteln, es ist also ein ziemlich komplexes Geflecht von Nachrichten und Anstössen in Jedes Selbst, aber der deutlichste Anteil wird übermittelt) mittels der Nerven.
Spüren ist wahrnehmen, und das ist genauso ins Innere, wie nach Aussen. Innen ist Wahr, Aussen ist Wahr. Wahrgebung und WahrNehmung.
Niemand ist Allein. Auch Innen ist mindestens zu Zweien.
So ist das Gefühl die vielfältige und vielfarbige Stimmigkeit eines begrenzten, eingehäuteten Selbst, während das Gespür diese Vielfalt und Farbigkeit zusammenbringt, ver-/einbindet, sie an-, erregt, kühlt, verbindet und schwächt, aber NIEMALS trennt! Spüren ist stets Verbindung, wenn diese auch sehr sehr schwach sein mag, nur das Gefühl trennt.

Gefühl ist auch Vereinzelung, Eigenheit, Abgeschlossenheit, Abgeschiedenheit, ... Stille ...
Gespür ist stets Verbindung, Erregung, wenn diese auch kaum spürbar sein möchte oder ist.
Sie geben wahr, ich nehme wahr, ich abgebe wahr, Sie annehmen wahr, Wahr-Sein ist DaSein.

Leben -> Lebendigkeit <- Tod
Lebendigkeit ist eine besondere Form, Quantität und Qualität der Bewegungen im SEIN.
Etymologie:
Form aus lat. 'forma' = "äussere Gestalt, Umriss", wurde auch "Muster, Modell, die Verfassung (Bist Du gut in Form?), die Art und Weise des Auftritts (förmlich, formlos, einförmig, gleichförmig).
Quantität aus lat. 'quantus' = "wie gross, wie viel; so gross wie", lat. 'quantitas' = "Grösse, Menge, Anzahl".
Qualität aus lat. 'qualis' = "wie beschaffen", lat. 'qualitas' = "Beschaffenheit, Verhältnis, Eigenschaft".
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Wassily Kandinsky, "Gelb, Rot, Blau"
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Auch für mich ist es wichtig die Worte genau zu wählen, also auch genau zu erkennen, welches Wort welchen Inhalt aufweist, welche Bedeutung es ausstrahlt und in welche Richtung es einen Satz oder sogar einen Text führt. Also habe ich begonnen, bei vielen wichtigen Worten genau zu bestimmen, welche anderen Worte, Bilder, Töne, Geschmack und Gefühle darin stecken, was bedeuten sie mir und was könnten sie Anderen bedeuten, in welchen Zusammenhang ist ein Wort passend und wo verfälschend, damit der Text möglichst genau transportiert, was ich mitteilen, mitgeben möchte.
Heute ein Anfang.

DasGleiche oder DasSelbe.
DasGleiche ist eine Ähnlichkeitsbeschreibung.
DasSelbe ist eine Eindeutigkeitserklärung.
DasSelbe ist die Brust, dasGleiche ist der Busen, aber selbst Frauen können oft die Verschiedenheit nicht erklären, aber sie ist so deutlich.
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Nehmen Sie den Inhalt des Universums, zählen Sie alle Einzelheiten, die dieses Universum enthält, also vom einzelnen EnergieQuant und jeder Substanz, die von jeder anderen Substanz verschieden ist und ALLEM, was darauf aufgebaut ist, was ebenfalls von Anderes verschieden ist, in der Mitte beispielsweise auch Uns irdische Lebewesen, bis hin zu den riesigen ausgedehnten Galaxienclustern, die ebenfalls noch von anderen Clustern verschieden sind und bilden Sie aus all dem ein Summe. Eine Summe, die das Universum ausmacht und die auf allen unterschiedlichen Ebenen alle Verschiedenheiten, also alles, was klar von etwas Anderes abgegrenzt ist, enthält, dann erhalten Sie ebenfalls die Summe Alles Selbst. Das Selbst ist JEDES, ist ALLES, was in Grenzen ist, was eine erkennbare/bemerkbare Einheit ist, was von Etwas Anderes getrennt DaIst: Verschiedenheit in Form, Aufbau, Farbe, Klang, innerer und äusserer Struktur, innerer Vielfalt und Anzahl, somit auch an Gewicht (Schwerkraft/Gravitation) und Grösse.
Das fängt an auf der Ebene der Energie: Jedes Quant, also Träges von Energie, ist eine Einheit, ist ein Selbst, eine Eindeutigkeit, auch wenn Es von allen Werten und der Form mit jedes anderes Quants vollkommen identisch ist, so ist jedes Quant doch an einem verschiedenen Ort und somit von Jedes anderes Quant dadurch verschieden: Orts-Verschiedenheit in der RaumZeit.
Wenn zwei Quanten einen Verbindung eingehen und etwas dauerhafter eine Substanz bilden, die wiederum von anderer Substanz verschieden ist, so ist auch das eine Eindeutigkeit, getrennt von anderen Substanzen, also ein Selbst. Ein Selbst einer grösseren Ebene. Ein Mensch ist eine Einheit, klar abgetrennt von anderen Menschen, also ein Selbst, dieses Selbst ist aufgebaut aus Organen, Muskeln, Knochen ..., wenn Sie zwei Knochen, die absolut identisch sind nebeneinanderlegen, sind es doch ZWEI, sie sind zwar Gleich, aber es sind zwei Selbe. Diese Ebene im Aufbau des Menschen ist wiederum aus Zellen aufgebaut, jede Zelle ist eine Eindeutigkeit, also jeweils ein Selbst. Sie verstehen, dasSelbe ist jeweils eine Eindeutigkeit, ein begrenztes Etwas, auf welcher Ebene auch immer: das einzelne Quant ist ein Selbst, wie auch dieses Universum ein Selbst ist, welches von anderen Universen, sollte es sie geben, klar verschieden ist. So ergibt die Summe allen eingegrenzten Inhalts dieses Universums, ebenfalls die Summe Allen Selbst. DasSelbe ist eine Einzelheit, ist eine Einzigartigkeit, ist jeweils stets nur EINS. DasSelbe = Eins. Keine andere Zahl.

DasSelbe ≠ DasGleiche

DasGleiche ist VerGleichbarkeit, ist Ähnlichkeit, ist Zweideutigkeit.
DasGleiche kann auch eine Einzelheit sein, aber es ist es im Bezug zu Etwas anderes. DasGleiche ist stets Mehrheit, ist Vielzahl, bis zur Entgrenzung, als Beziehung oder Verhältnis mehrerer Zustände, Umstände, die in uneindeutigen "Grenzen" zerfliessen. Gefühle sind nur im erlebten/erlittenen Augenblick dasSelbe, ein identisches Gefühl, eine andere RaumZeit ist dasGleiche Gefühl. Aber ich weiss selbstverständlich, dass Wir das im allgemeinen nicht so genau nehmen, für die Texte dieser Blogs ist aber die Genauigkeit wichtig, deshalb wäge ich vor einer WortWahl stets genau ab, welches Wort das stimmige, das genau passende ist.
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Sie sind stets DasSelbe, niemals nur DasGleiche. "NUR"?
DasSelbst ist Identität (spätlat. 'identitas' = "WesensEinheit"), klare Verschiedenheit / Eindeutigkeit innerhalb der RaumZeit.
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DasGleiche ist Vielheit, ist Mehrdeutigkeit, ist Vergleich, ist stets mehrere RaumZeit-Bereiche.
DasGleiche stellt stets eine oder mehrere Verbindung zwischen Eindeutigkeiten her, ist wie eine Bereichsgrenze, die mehrere vergleichbare, ähnliche Etwas oder Zustände einhegt, während dasSelbe jeweils auf einen Bereich, eine Einzelheit, eine Einheit deutet.
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DasSelbe ist Eindeutigkeit.
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DasGleiche ist Verbindlichkeit, ist Verschiedenheit, ist Zweideutigkeit.

Vielleicht gibt weder die Etymologie noch der Duden diese Genauigkeit her, aber mir sind diese Verschiedenheitskriterien für die Texte dieses Blogs wichtig.