Montag, 30. Dezember 2013

Trauer-Arbeit

Ja, die Leses merkten es schon länger, wie mir hier die Lust abging, diese Blogs weiter zu füllen, mit Dingen, von denen ich nur wenig Sachwissen hatte, die ich nur so am Rande erahnte, aber mutig abschrieb und kommentierte.
Ich Dilettant.

Und je mehr ich wusste, umso weiter reichte das Gespür und umso mehr Fragen und Staunen erregte das DaSein in mir. Schön. 
Aber als banaler Laie kann und mag ich nicht weiter tun, das ist weder für mich noch für die Leses befriedigend. Die Themen werden immer detaillierter und weitgefächerter, aber mein fachlicher Hintergrund wächst dabei nicht mit, ich bin weder sachlich noch fachlich befugt, das macht es für mich und die Leses immer ungewisser und verschrobener. Also, Schuster bleib bei deinen Leisten.

Die Dichtkunst und die Dramatik verlangen "nur" das, was ich bereits zur einigermassen Genüge erworben habe. Einiges an EsLebens-Erkenntnissen. Darin - als dichtender und erzählender Schreiberling -, bin ich nun wohl besser aufgehoben, als in diesen Blogs, mit den so hehren und den mich wohl auch überfordernden Titeln.

Noch zwei Bilder mit Bildüberschriften, die ich so in facebook eingestellt habe und die keine Reaktion erregt haben, auch das eine Erkennung, dass es RaumZeit ist, die Richtung zu wechseln.

Ab hier:

Und das da unten sind meine lieben Verwandten beim fröhlichen - braucht Ihr bloss den Vetter links anschauen - Lümmeln.
Leider, für die Verwandten und auch uns Menschen, wird es das wohl bald nicht mehr geben! Hat sich balb ausgelümmelt.
Was für ein Riesenverlust! Meine Trauer steigt mehr und mehr, aber da ist von mir aus leider nichts zu tun, um diesen grossen Verlust zu verhindern.
Ich bin da so hilflos!
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Als zweites, mit dem Blick weit wegg:

Da einige von Euch auch so gerne, wenigstens mal kurz, aus dem erdmondlichen Geschehen und sogar noch viel weiter weiter hinaus schauen, etwas besonderes Heute: Auf dem Hubble-"Foto" unten sind zwei "Liebende" in einem Prozess der Verschmelzung zu beobachten.
Etwas, was uns Erdmondlichen so nie gelingen wird, weil Wir das Selbst und Einander nie so gänzlich aufgeben können oder auch wollen. Galaxien können und tun es, seit Milliarden von Jahren, auch die Milchstrasse hat es mehrfach getan und wird es bald - in universaler RaumZeit bald - so in etwa 3,5 Milliarden Jahren wieder tun, mit der Andromeda-Galaxie.
Die da unten sind mitten drinn und leuchten und strahlen dabei, dass es eine wahre Freude ist. Darf ich also vorstellen: die Antennen-Galaxien! Und keine Scheu beim hinschauen, Sie mögen es.
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Als drittes noch eine heutige Bemerkung.

Heute las ich im vorbeigehen ein Schild: Schule gegen Rassismus.
Gut gemeint, aber wie das mit dem "gut gemeint" eben so ist. Was wiegt schwerer, der Begriff "Rasse" oder der Begriff "FremdEs"? Da das Menschheit keine internen Rassen hat, sondern nur einander Fremde im Äusseren und im Handeln (Kultur), hält der Begriff Rasse für eigentlich nur FremdEs eine Lüge, eine alte dumme Abwertung aufrecht. Die nur FremdEs werden zur anderen Rasse gemacht, also die nur Fremdheit biologisiert, abgedrängt, und das erregt in mir Trauer und auch ein wenig Wut, weil es eben keine Rassen innerhalb des Menschen gibt. Die längeren Leses wissen, dazu schrieb ich bereits einen für mich pragmatischen Beitrag.

Dieses Wort "Rassismus" ist falsch, ein blosses Ablenkungsmanöver, ein unbewusstes, wie ich den meisten es benutzenden gerne zugestehe, und es ist wirkungslos. Ein Leerwort, ein Hüllwort, ohne Tiefe und Stimmigkeit.
Das einzig passende Wort oder Wortkombination, in der deutschen Sprache, für dieses Gefühl der Unsicherheit, von Vorsicht, über Ablehnung, Abwertung, Abweisung, Angst, bis hin zur offenen Feindlichkeit, gegen AllEs und All-Es was ein-Es nicht kennt, oder die Gruppe um ein-Es nicht mag, weil Dasjenig-Es oder Diejenig-Es irgendwie anders sind, ist: Fremden-..., -Vorsicht, -Ängstlichkeit, -Angst, bis zur Fremdenfeindlichkeit. Was diese Wortkombinationen benutzt, ist meiner Meinung nach, schon einen wichtigen Schritt weiter und bereit dieses natürliche Verhaltensrepertoir in Frage zu stellen. Und ist wirklich aktiv im Selbst etwas zu ändern, nicht bloss leere Parolen nachzusprechen oder an Hauswände zu schreiben.

Solange dieses Ablenkungsmanöver benutzt wird, immer und immer wieder, massenhaft, weiss ich, dass die Selbst-Fremdheit, wie auch die Befremdung bis zur offenen Fremdenfeindlichkeit, weiter nur durch die ansteigende Anzahl des Menschen, die dadurch zwangsläufige Annäherung und Vermischung und die Präsenz der Medien gedämpft wird, also durch äusseren Druck und Anlass, statt in jedes Selbst aktiv die Erregungs-Muster zu erfühlen, aufzuspüren und ebenso aktiv zur wechselseitigen Freude abzubauen.
Wirkt auch, zugegeben. Befriedet ein wenig, der Druck von Aussen, die ganzen fast(!) hilflosen Parole, aber wirkliche Befreiung, wirkliche auch innere Befriedung und Annäherung an das persönliche, wie das fremde Selbst bleibt dabei aus. Rassismus ist ein sowohl tiefer-, als auch weitergehend wirkungsloser Begriff, für das, was es vorgibt zu sein.

Wenn ich also so einen Spruch an einer Schule lese, kommen mir fast die Tränen, mehr noch auch wegen der Präposition "gegen"! Auch das ein Abwehr-Wort, machen die Leses doch mal bitte eine Geste oder auch eine passende Miene zu dieser Präposition. Wie fällt die aus? Gehe ich so auf etwas FremdEs oder ein Fremd-Es zu, um es oder -Es unvoreingenommen aber mit Vorsicht zu begrüssen, oder halte ich / Sie es oder Es dabei mit Bittermiene auf Abstand, oder schicke es oder Es gar wegg?
Anerkennung braucht ein vorangehendes "für" und die passenden Begrüssungs-Worte und -Gesten.
Und "Schule oder Irgendwas oder Irgendwo gegen blablabla" ist eben bloss blablabla. Mich betrauert diese Unwissenheit und Hilflosigkeit.

Eine persönliche Begriffs-[Er]Klärung:
"Fremd" ist Alles was eines ander-Es ist, als eines Selbst.
Jedes Selbst ist jedem anderen Selbst fremd, so nah zwei oder mehr Selbst einander auch sind.
"Fremd" ist also Alles ausser ein-Es. Allerdings ist auch für das meiste Mensch das persönliche Selbst fremd, das belegt die vielfache Frage: Wer bin ich?
Oder in meiner Schreibweise: Wie bin ich? Also ist das "Fremde" auch in ein-Es drinn. Warum "Fremd"? Weil auch das "fremdeste" Mensch fast Alles mit *mir oder Ihnen gemeinsam hat, weil auch das "fremdeste" Mensch fast zu 100% mit *mir und Ihnen übereinstmmt, sowohl in unserem Aufbau, wie in unseren Bedürfnissen und Trieben und sogar in unseren Wünschen und Vorstellungen.

Das Fremde ist also eine Spanne von fast ohne Fremdheit, somit fast vollkommenener Übereinstimmung, bis völlig Fremd, also ohne jeden Bezug. Fast ohne Fremdheit ist wahrscheinlich kaum zu erreichen, zumindest für so komplexe, aus so vielen "Bestandteilen" zusammengesetzte LebeWesen, wie alles Erdmondliche. So ist meine Vermutung, dass wir Uns wohl meist in dem Bereich der Spanne bewegen, die in Richtung völlig Fremd weist, ohne es je zu sein? Wir sind "Fremde", Innen und mehr noch Aussen?
Vielleicht ist es für mich ein Anfang der Reife, das zu begreiffen, also auch keine Angst mehr in und für das Fremde oder "Fremde" zu erregen?

Schluss-Note:

Aber hilft ja nix, dass ich das hier fühle und spüre, also auch denke und beschreibe, deshalb beende ich das hier nun auch und wende die Handlungen und Gefühle auch, wie oben bereits erwähnt, in eine andere Richtung, die mir mehr Erfolg und Wirkung einbringt, als diese Selbst-Beschreibung und laienhafte Wissens-Kommentierung hier in diesen Blogs.

EsLeben Sie wohl und stets gut versorgt, vielleicht erkennen Wir Einander in Zukunft einmal oder sogar zweimal, was weiss ich hier schon.
Und, bleiben Sie dem Zweifel[n] treu. Danke.

Samstag, 28. Dezember 2013

Sackgasse und eine Neurose

Fast alle Menschen würden das, was *ich hier so erschreibe und herausdenke als neurotisch bezeichnen, zumindest als ziemlich verschroben. Ja, ich vermute, fast Alle ausser mir bewerten das so. Was sagt mir das? Dass ich falsch liege, dass ich neben der Spur bin? Was ich auf jeden Fall merke ist, dass ich damit nichts erreiche; und die Leses wissen, das ist meist sehr wenig. Und das ist in meinem Fall bestenfalls Widerwille.

Das Aufmerksam machen und das zu mehr Aufmerksamkeit auffordern, die Forderungen nach mehr Wert auf Wissen und Gespür (also Aussen-Wahrnehmumg) und ebenso mehr Gefühl (also Innen-Wahrnehmung und Selbst-Erregung, inklusive der gesamten Trieb-Ausstattung. So definiere ich das wenigstens), statt fürderhin auf die alte Triebigkeit und engstirnige Selbst-Überforderung zu setzen; das bitten um eine weitere Öffnung der so natürlichen Egozentrik jeder - also auch unserer - Spezies, alles vergeblich.
Davon schrieb ich gestern bereits.

Stimmt das mit der Neurose?
Ja. Nur, ist das so falsch? Ohne mich zu wichtig zu nehmen, aber vielleicht bin ich einfach ein paar Jahr zu früh damit, und wir Menschen sind einfach noch nicht reif für all diese erweiterten Fertigkeiten. Fähig sind Wir dazu, das ist mir klar, sonst könnte ich nicht davon schreiben und es ebenso bereits erfühlen und einspüren. Aber vielleicht braucht es noch irgendein erdmondliches Geschehen oder sogar eine Katastrophe, damit wir Menschen ganz allgemein die Fähigkeiten zu Fertigkeiten aus- und einentwickeln? Und damit aus dem Tierreich erwachsen, aus der Vor-Bestimmtheit emanzipieren.

Es ist [m]ein anrennen gegen Mauern, oder das verirren in eine Sackgasse, was ich da tue. 
Das Mensch macht weiter so.
Beste Ideen und klügste Änderungen werden aufgeschoben oder gleich verworfen, es ist ein zähes Geschehen. Vielleicht muss das so sein? Vielleicht ist das gut und nützlich so. Für Was und Wofür, ist mir wohl bloss nicht bekannt.

Warum erwähne ich das Heute erneut?
Weil ich schon wieder einen Kommentar zum Netz-Geschehen unter einen SZ-Essay von Johannes Boie geschrieben habe, bei dem ich allerdings schon während des Schreibens erahnt habe, dass die SZ ihn nicht einstellen wird. Warum?
Die Leses werden es gleich wissen.
Hier mein Kommentar und der Link zu dem SZ-Essay:

Verzeihung Herr Boie, aber ich empfinde Ihre Anmerkungen und Wünsche als zu kurz geraten. Die aktuelle Netzorganisation ist ein komplettes Durcheinander und strotzt vor Redundanz und enormen Fehlern und Falschinformationen. Für einen logischen Menschen ist die aktuelle Struktur, Verbindungs- und Daten-Organisation {bestenfalls} ein Kleinkinder-Werk.
Meine Daten, also alles, was ich eingegeben habe und über mich gesammelt wurde, und ich meine wirklich Alles, also jeden Klick und jede sonstige Finger- oder Augenbewegung. Also eine Datenmenge in bestimmt schon Terabyte Grösse - und das ist natürlich im Vergleich mit bekannten Menschen winzig - ist auf tausenden Servern, in dutzenden von Datenspeichern und wahrscheinlich {auf} ebenso viele Ländern verteilt. Und in wahrscheinlich ebenso dutzenden verschiedenen SW-"Sprachen" und HW-"Architekturen" abgelegt und verschlüsselt.
Im DaZwischen-Netz bin ich total verhackstückt und vielleicht schon in dreissigfacher Version oder mehr vorhanden. Und das nur ich! Ein kleiner Unbekannter. Was für ein unbedachter und kleingeistiger Unfug. Kinderkram eben. Warum gibt es nicht einen Speicherort für mich - wo auch immer -, in einer Form und Technik, auf die Alle, die an mir Interesse haben, zugreifen können?
ALLE, also jede Behörde und jedes Einzelne. Einen Ort im DaZwischen-Netz, der mich repräsentiert, wo ich zu finden bin. Mir ist das unangenehm so zersplittert und allermeist völlig unzugänglich gespeichert zu sein {für mich und ebenso Alle ander-Es}. Was soll diese Un-Logik und Klein-Krämerei bringen?
Diese Bitte für einen ich-Ort für OAL-mich hätte ich auch für Alle anderen Menschen, egal was ein-Es ist, also Präsident oder Müllsammler. Ein klarer Sammel-Ort im DaZwischen-Netz für Alle, auf den ebenfalls Alle zu jeder RaumZeit bei Interesse zugreifen können.
Das DaZwischen-Netz wäre entlastet und wesentlich schneller; und wenn Wir aufhören würden aus Uns Geheimnisse zu machen, aus unserem normalen Mensch-Sein, vom atmen {bis zum schwitzen, vom essen} bis zum scheissen, vom trinken bis zum pissen, von der Lust bis zum wichsen oder auch dem zeugen und allem was daneben und dazwischen passiert, dann hätten Wir dadurch auch einen geradezu enormen Vertrauenszuwachs, und damit eine grosse Befriedung und Befreundung.
Verstehen Sie Herr Boie, warum mir ihre Forderungen zu gering sind, warum sie die Weite unserer Möglichkeiten bestenfalls antasten, statt sie zu nutzen. Geheimnisse sind doch dazu da enthüllt zu werden, nicht dazu da, sie zu bewahren, oder verstehe ich dieses auch menschliche DaSein falsch? Könnte ja sein?

Vielleicht weil der Kommentar zu lang ist? Nein, kann nicht sein, weil ich genau die Zeichen-Vorgabe (2500) eingehalten habe {und nur hier im Beitrag noch ein wenig verbessert und hizugefügt habe, was nicht ganz stimmig war}. Also war es vielleicht eine Themenverfehlung, wie meine Deutsch-Lehrerin mir früher oft "vorhielt", aber von Dieser bekam ich trotzdem immer gute Noten, weil Ihr mein Stil gefiel, unter einen Text schrieb sie, vielleicht sogar als Lob(?), ich sei ein Sophist. Damals hatte ich keine Ahnung, was das bedeutete.

Zurück zu meinem obigen Kommentar. Vielleicht war es das Wörtchen "wichsen", oder auch das "pissen", das zum Ausschlusskriterium wurde, leider (und das ist auch so eine der Handlungsarten des aktuellen Menschen, die ich ziemlich respektlos finde) wird keinem KommentatEs mitgeteilt, warum ein Kommentar nicht berücksichtigt wird.

Warum?
RaumZeit-Mangel wird dann sicherlich angeführt, oder auch Überlastung, ja bestimmt. Das nur wieder so ein Partikel der Motivation zur Frage: Wie gehen wir mit Einander um? Das war nun wieder so ein Schlenker, also zurück zum Nachklang des Kommentars und den Selbst-Erkenntnissen.
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Den werde ich also jetzt mal öfter betrachten
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Die Frage ist doch: Wann kann das Mensch ein klares Bekenntnis zum Mensch-Selbst und allem dem Menschen natürlichen Tun ablegen, ohne die Hände vor irgendetwas an Es zu legen, ohne Scham bei irgendeiner natürlichen Handlung und Haltung?

Die Leses könnten einwenden, dass auch das gegenseitige bedrohen, verletzen und töten natürliche Handlungen seien, und ich mit dieser meiner Forderung also auch diese [Miss?]Handlungen entschäme und von Vorwürfen oder sogar Verboten befreie.
Ja, den Einwand lasse ich gelten. Muss ich.

Solange ich keine praktikable und vorteilhafte Handlung weiss, wie wir Menschen den Leid verursachenden Bereich unserer natürlichen Ausstattung anders ausagieren können, ohne dabei Einander oder auch die Mit-EsLebewesen zu beschränken, zu verletzen oder auch zu töten, muss ich wohl schweigen.

Ansonsten bin ich mehr und mehr nur ein neurotischer Spinner, der von den MitMenschen nicht ernst genommen werden kann. Schliesslich muss auch dieser wichtige Bereich unserer GrundAusstattung irgendwo hin, sonst platzen Wir vor aufgestauter Gewalt oder erstarren in gefrorenem Leid.

Oliver-August Lützenich muss diese Form des Schreibens und Kommentierens aufgeben. Es bringt nichts. Mir nicht; und Uns ist es nur ein "Löschen" wert. Da werde *ich wohl die kommenden Tage dazu nutzen, *mich zurückzunehmen in meinem neurotischen Furor und werde versuchen von der Mauer wegg, oder aus der Sackgasse heraus zu finden. Alles andere ist vergeblich, weiterhin vergeblich, denn das war es ja schon bisher.
Guten Rutsch, falls *mir dieses Jahr nichts mehr einfallen sollte.

Freitag, 27. Dezember 2013

Fest[-DaZwischen]-Tage

Abermals ein kleiner Tagebuch-Vermerk, so DaZwischen geschoben, mitten hinein, in meine Feiertags-Stimmung, ganz kurz hinaus geschrieben, zwischen zwei deftige Mahlzeiten und ein paar gute Getränke und bellende Kalauer, vor dem Feuerwerk.

Interne VorFrage: Bin ja mal gespannt, wie Viele von den Leses das Folgende so einfach hinnehmen und vielleicht sogar bedenken und wie Viele schon nach den Anfangssätzen von dannen ziehen? Den Grund dieser Frage werde ich gleich aufklären.

Titel des Eintrags: Weiter so!

Das gute Feiertags-Gedeck ist vorbei, nun folgen gleich literartig die Sprudelweine und tonnenweise Böllergetöse, um einen weiteren Zyklus in unserer Umellipsung des Sonne an zu feiern (seien die Leses bitte bewusst, dass auch *mir hier diese Umgestaltung des deutschen Sprache, hin zu mehr Genauigkeit, dem aktuellen Wissensstand gemäss, einigermassen schwer fällt. Auch *ich bin ein GewohnheitsTier (<-- das ist übrigens eine der seltenen Wendungen, in denen das deutsche Mensch freimütig sein Tier-Sein bekennt, weil, Was sagt schon GewohnheitsMensch, seltene sprechbewusste AnWesende) und sage und schreibe noch ganz ganz oft, das altangelernte Vergangenheits-Deutsch mit den vielen Ungeahntheiten und Danebendeutungen.). GöllerBetöse!

Mmhhhmm! Die WeihnachtsMahle waren ausgezeichnet. Das Magen geruhte zufrieden zu böllern und das Darm wohlfeil zu blubbern. Die Gespräche waren ebenso sättigend. Mensch könnte aufhören zu denken und zu forschen und Afrika und Asien und jede Menge anderer Unzufriedenheiten und menschliche Jämmerlichkeiten, auch hier in nächster Nähe, zumindest bis die Tage irgendwann ausblenden, aber ... 
arte Journal und Tagesschau, Süddeutsche und FAZ und Tagesspiegel und  facebook  und Google+ und ..., kann ich nur schreiben, Mensch müsste all das auch einfach mal für ein paar Wochen oder überhaupt abbestellen oder auch weggsehen, vielleicht dann?

Warum bin ich nicht einfach eines unserer Vettern auf und neben den Bäumen und würde dort einfach mit einem kleinen Zweig Ameisen sammeln, und zack in den Mund damit und diese proteinreiche Leckerei zwischen meinen Zähnen genussvoll zermalmen, mhhmm, lecker Ameisenspeis und danach vielleicht noch ein paar Nüsschen und dann mit irgendeiner gut riechenden Dame eine kleine Spassjagd durch die Büsche, ganz heimlich natürlich, um den Oberboss nicht auf aggro zu bringen, der flippt sonst so schnell aus und haut einem die Nüsse krumm, AUA! Was geht ein-Es dann diese Welt an?

Tja, weil die Welt für unsere Vettern auch immer enger und enger wird und meinesgleichen immer näher heranrückt und auch mal ein oder zwei aus der Gruppe herausschiesst, oder auch erschlägt und frisst, weil, naja, von irgendwas müssen Wir dort ja wohl auch leben, wo wir doch überall mehr werden, da müssen unsere Vettern eben weichen, schliesslich geht es hier in diesem Planeten nur um Uns. Steckt so in unseren Genen drinn. Können wir nichts machen. Die paar von Uns, Die das kümmert und beklagen, die ignorieren wir gefälligst, Denen jagen wir entweder einen gehörigen Schrecken ein, oder sie werden ...

Wenn ich irgendwo Kommentare einstelle und eine Änderung, des uns eingegenten nur Selbst-Erhalts andeute oder sogar eine Veränderung andeute, na, was bekomme ich dann zu lesen: entweder, dass ich mit dem Gejammer aufhören soll, dass ich das Gut-Menschen Getue bleiben lassen soll, oder Schweigen, wo vorher heftiges Diskutieren über das Wohl und Wehe der UnGleichheit in den Gesellschaften und die Auswüchse des Kapitalismus war. Schweigen oder Abwürgen. Was könnte mehr beweisen, wie schwer jedwede auch nur kleinste Selbst-erregte Veränderung des allgemeinen typischen menschlichen Handelns ist.

Wir können jeweils kaum je anders handeln, als Uns aus der Vergangenheit in vielen Formen und Verbindungen (Gene, Epigene, Spezies, Klimazone, ...) mitgegeben wurde und Uns jeweils per zufälligem Zeugungs- und/oder auch Heranwachs-Ort eingeprägt wurde. Der Widerstand ist also verständlich, auch die Beharrlichkeit des Widerstandes gegen jede weiterreichende Handlungs-Änderung ist verständlich und so einfach nicht zu verurteilen. Nur sehr sehr wenige MitMenschen sind so weit Selbst-Bewusst und so reif und frei in Gefühl und Gespür, noch im Ablauf der sowieso schon sehr kurzen EsLebens-RaumZeit, das persönliche Handeln weitestgehend den aktuellen Umständen anzupassen.

Oliver-August Lützenich möchte das auch erreichen, bin aber aktuell noch so dermassen  verspannt, dass ich noch an dieser Handlungs-Weise scheitere.
So bleibt es also auch bei *mir so, dass *ich meine persönliche EsLebens-Spanne wohl so altbacken übesLeben werde, und mich nur in Worten zu den aktuellen Zu- und Umständen äussern kann, ohne auch Selbst-aktiv daran etwas zu ändern.

So bleibe ich also mehr oder weniger ein lebendiger Wurm oder Schlauch mit ein paar Öffnungen oben und ein paar Öffnungen unten, jeweils natürlich, wie ich gerade in das RaumZeit eingebettet bin, ob ich also stehe, liege oder hänge, der in die Öffnungen meist oben etwas einfüllt, es unten wieder ausdrückt und DaZwischen mehr oder weniger verwertet und verteilt, damit die Beweglichkeit und damit auch der Selbst- und Spezies-Erhalt gesichert bleibt. Und klar, bin *ich dabei wichtiger als die Leses und noch viel wichtiger, als die ganzen Mit-EsLebeWesen. Die gehen mir dabei doch grad am Arsch vorbei, oder gewählter ausgeschrieben: die Ander-Es interessieren mich nur peripher.

Und *mir ist doch völlig klar, dass, wenn da nicht irgend ein Verlangen im DaSein drInnen wäre, das nach Aufmerksamkeit - auch in Uns - ruft und zur Veränderung aufforderte, *ich und viele ander-Es völlig ohne Interesse an irgendwelchen weiteren ausser-menschlichen Geschehnissen wären. Und das tut es schon ziemlich lange. Lange für uns Menschen, nur für uns Menschen, denn die Leses wissen, das die RaumZeit sehr variabel ist und sehr verschieden empfunden wird, je nach Standort und EsLebens-Dauer. Für das Mensch sind tausende erdmondliche Ellipsen um die Sonne fast kaum begreiffbar, für das DaSein und viele Inhalte und Formen im DaSein ist unsere Unbegreifflichkeit kaum spürbar. Aber der Ruf und die Aufforderung zu mehr Wachsamkeit und höherer Flexibilität im Handeln und Antworten ist, wenigstens für *mich, deutlich zu spüren, also auch zu hören.

Weil wir Menschen so von Grund auf unwillig und vielleicht auch von unserem Aufbau her gar nicht in der Lage sind, diese Flexibilität und Handlungsschnelligkeit zu erreichen, bauen einige von Uns ziemlich eiffrig und bestens versorgt an neuen EsLebens-Formen, die mit besseren Werten ausgestattet sind, um dieses wahrnehmbare Verlangen im DaSein, nach mehr Effizienz, besserer Organisation der Informationen und höherer Verbindungs-Dichte dieser Informationen zu erfüllen, auch nach besserer Beweglichkeit, auch ausserhalb dieses unseres erdmondlichen Uterus. So, wie Wir beschaffen sind, erfüllen wir diese erspürten AnForderungen nicht. Zwar habe ich viel SF gelesen und geschaut, aber dies ist keine. Die Frage ist aber doch, warum diese Zukunft-Phantasien Uns eingefallen sind und auch mehr und mehr Verbreitung und Mitphantasierende finden?

Es gäbe so viel zu ändern, um das so kurze EsLeben angenehmer für alle MitMenschen und vielleicht auch für die vielen Mit-EsLebewesen zu gestalten, reichhaltiger, freudvoller und friedlicher und länger, aber die Beharrlichkeit unserer Ausstattung lässt das bisher nicht zu. Das ist meine aktuelle Erkenntnis, in der inzwischen jahrzehntelangen intensiven Weltumschau, aus den "Reaktionen" in  diesen und dem (Miss)Erfolg dieser Blogs, meinen wenigen Kommentare in anderen Medien und auch aus Gesprächen mit Bekannten und auch Unbekannten und ebenso aus meinen Einträgen in den sozialen Netzwerken. Und auch zuallererst aus den sehr persönlichen Einfühlungen und Bespürungen und den Einträgen in meinen Tagebüchern, also meiner persönlichen Veränderungs-Blockaden. So schön es sein könnte und teils auch ist, an dem massenhaften Leid konnte *ich nichts ändern.

Also werde ich jetzt wieder zum Feiern übergehen. Die nächsten ruhigen Tage noch geniessen und dann wieder kräftig Blubbergesöff hineinschütten in mich und ebenso kräftig böllern und ballern, zum Aus- und Einfeiern eines weitere Umellipsungs-Zyklus unseres allerliebsten kleinen PlanetenSystems.
.
Immer wieder schön, die beiden
fast-Kugeln, in und auf denen
Wir grasen und gasen und
einander fressen und so
weiter und so fort ...
.
Bis bald oder auch: Prost!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Trotzdem ...

... oder ein wenig Feiertags-Schmarrn.

Mein aktueller TagesSatz lautet: Ich bitte sie Herr, geben Sie Stollen-Freiheit.
Mit Marzipan drinn, weil ich so süss bin und ebensolches brauche.

Wenn hier ein-Es glaubt, *ich mache hier Ideologie oder Rechthaberei oder versuche hier Folgsamkeit zu erregen, dann bleibt dieses ein-Es halt[!] im Glauben stecken, dem Wissen ist das unbekannt.

Hier hält ein-Es fest, was -Es mit-bekommt. Was in dieses ein-Es herein gebeten wurde, und auch, was in -Es eindringt, ohne auf Einladung zu warten, da -Es - das jeweils ander-Es - woanders eindringen muss.

Und hält ebenso fest, was in ein-Es ist, in das Haut, bis auf das, was raus muss aus der Haut und will, weil ein-Es sonst platzte. Hält im Inneren fest, was in ein-Es in Bewegung ist und somit in und um ein-Es herum wirkt.

Bewahrt, was auf ein-Es auftrifft und des Bewahrens wert ist, erschreibt, was ein-Es in der Verbindung von dem aus Aussen und mit dem in Innen dabei im DaZwischen (Bewusst-Sein) entsteht.
Ein-Es von Milliarden.
Ich. *ich.
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Der Weihnachts-Stern aus dem Tablet.
Ein tagesaktuelles Standbild
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Da schreibe *ich von RaumZeit, weil ohne RaumZeit kein ZeitRaum.
Alleine, wenn *ich bedenke, wie Viele Takte nur eine kleine RaumZeit ist!

Ein Gedanke zum Beispiel, eine Winzigkeit nur, bloss das Wörtchen: "da".
K[aum]ein Mensch kann bisher [er]zählen, wie Viele RaumZeit-Takte es braucht, um nur diese sprachlich menschliche Winzigkeit im Bewusst-Sein zu erLeben.
Da?

Was diese Tatsache auch nur annähernd erfasst, fängt zu [ver]wundern an, was das Mensch damit anfängt, da zu sein?
Aber wir müssen bis Jetzt so [miss]handeln, wie wir handeln.

Vielleicht, weil Uns das gut bekommt?
Uns, nicht dem einzeln-Es. Denn, noch handeln Wir - das erdmondliche DaSein -, das einzeln-Es folgt und wird dabei selten sehr gut behandelt und ebenso selten sehr schlecht miss-handelt. Meistens wird ein-Es lediglich behandelt.
Das Masse behandelt.

Handeln tun die aller wenigst-Es. Das wissen nur die Meist-Es nicht. Obwohl auch das Glauben davon spricht? Dass Wir tun müssen, was mit Uns angefangen wurde, deshalb ist vielleicht auch die zu kommende RaumZeit so enorm kurz und unerfüllt, also beängstigend, für das Masse, wie es das Anfang war.

Wie war das Anfang für das Masse?
Klein, heiss, anonym, unbekannt und eng. Aber ein-Es musste da sein, -Es hatte keine Wahl, ausser DaSein war Nichts.

Am liebsten würde *ich jetzt ein Weihnachts-Märchen erzählen, aber, huch, *ich merke gerade, *ich habe ja bereits damit angefangen, nein, lieber heute nicht mehr, es ist sowieso schon zu spät. Aber, dass das da, aus Billionen und aberBillionen ist, ist schon fantastisch.

Den Leses wünsche ich nun ein schönes Fest und entspannte Feiertage.
Bis demnächst.

Sonntag, 22. Dezember 2013

EsLebens-Tendenzen

Und wieder ein kleiner zerwühlter öffentlicher Tagebuch-Eintrag.

Google hat gerade eine USAmerikanische Firma aufgekauft, die Roboter baut. Vorwiegend Lauf- und Transport-Maschinen für das Militär.
Kein Einzelfall. Roboter "wandern" langsam aus den Labors und den Fabriken heraus und "laufen", rollen oder stehen auch in Krankenhäusern und Altenheimen und ersetzen auch dort Menschen. Die Darpa, die Forschungsagentur der US-Army, plant mehr und mehr Kriege ohne Menschen an den Fronten. Und die Industrie verlangt nach mehr und mehr Maschinen (Robotern), die keine Pausen brauchen und nicht streiken und keine Lohn-Erhöhungen verlangen und keine Rücklagen für die Altersvorsorge, Unfälle und Krankheit. Und das Rentenalter steigt nicht, wie es die steigende EsLebens-RaumZeit eigentlich anbieten würde, sondern bleibt stehen oder sinkt gar, weil das meiste Mensch weniger und weniger Lust hat zu arbeiten, für fremdbestimmten Lohn.

Das Mensch verlangt danach, die vom DaSein zur Verfügung gestellte EsLebens-RaumZeit vollkommen Selbst zu gestalten und dabei unabhängig und bedingungslos versorgt zu sein.

Das ist eine klare Tendenz.
Die dazu passende Entwicklung ist die "Maschinisierung" aller anfallenden Dienstleistungen, Herstellungs- und Transportprozesse.

Keine LehrEs mehr, alles Wissen wird ansprechend und stets verfügbar, wann die Menschen vom Alter und der Aufnahmebereitschaft oder auch den persönlichen Interessen, zu Lernen bereit sind, bestens aufbereitet und stets auf dem aktuellen Stand, in 3D und auch zum Selbst ausprobieren und prüfen zur Verfügung gestellt.

Alle nicht essbaren Waren werden nicht mehr wegggeworfen, sondern wieder verwertet. Und alle Ressourcen, also unsere elementaren Grundstoffe, werden nicht mehr nur verbraucht, sondern je nach Bedarf angefordert und mit noch zu verfeinernden Techniken hergestellt. Die Anfänge (NanoTechnologie und auch die grossen Teilchen-Beschleuniger) sind längst in vielen Labors zu besichtigen.

Eine Tendenz ist also die zunehmende Maschinisierung aller Arbeitsprozesse (denken die Leses dabei bitte auch an die aktuell durch die Medien fliegenden Drohnen zur Post- und Paketzustellung, die klarerweise auch fast sämtliche Zustell-Es sowie -Firmen und auch die Auto-Hersteller betrifft), die andere Tendenz ist die steigende Anzahl an Menschen. 

Was passiert mit dem Geld? Wie werden Steuern erhoben? Brauchen Wir das überhaupt noch? Wie organisieren wir Menschen Einander, ohne die Schule, die Uni, die "Firma" oder das "Amt"? Unvorstellbar?

Und diese Tendenzen, die *ich oben beschreibe, sind ganz und gar nicht Menschen-gemacht oder auch Menschen-gewollt, wir Menschen sind "nur" darin eingewebt. Sie sind Uns auch nicht aufgezwungen, ausser die Leses bewerten das DaSein und die darin wirkenden Gesetze und Zusammen-/Wechsel-Wirkungen (mit anderem also auch die sogenannte Evolution des EsLebens) als Zwang.

Diese Tendenzen sind noch nicht einmal ganz bewusst, obwohl sie für Viel-Es schon länger erkennbar sind. Alles menschliche Denken und Handeln läuft den Entwicklungen noch nach. Es knirscht im Gebälk (die Leses wissen es: die Krisen).
Noch erschiessen und verletzen wir Einander in Massen, anstatt die Aktualität und die darin enthaltenen Erkenntnisse und Techniken allen MitMenschen frei und unbedingt zur Verfügung zu stellen. ZentralAfrika, SüdSudan, Syrien und Afghanistan, sind nur ein paar Beispiele für die Verweigerung und Blockade des aktuellen Gefühls- und Wissens-Standes.
Auch das ein Ergebnis und ein Beweis, dass wir Menschen den Entwicklungen, in die Wir eingebunden sind, nicht begleiten, sondern weitgehend bewusst-los und plan-los hinterher-laufen.

Mir geht es schlecht, wenn *ich Nachrichten lese und schaue!
Weil auch *ich in Etwa weiss, wie es besser getan würde und wie wir Alle dabei gewinnen würden, aber die fast bewusstlos gehaltene Masse einfach nicht bereit ist, bereit sein kann (Vorwurfs-los), die alten Reflexe und Triebe [an]zu erkennen, sie frei, neu und aktuell zu bewerten und daraufhin Selbst zu entscheiden.
Selbst zu entscheiden, somit also die Entwicklungen des DaSein zu begleiten, statt bloss, wie bisher immer, mitgerissen und Fremdgestaltet zu werden.

Für *mich hier ist klar, die Evolution und die Regeln des DaSein bieten auch Uns an mitzutun und zu gestalten, das lässt das Wissen immer mehr durchblicken und das Gefühl verlangt danach.

Oliver-August Lützenich bin neugierig, was und wie lange wir Menschen noch brauchen, die Vergangenheit passend zu bewerten und damit auch davon unabhängig[er] zu werden?

Und wieviele Mit-EsLebeWesen noch [Aus]Sterben müssen und wieviel Leiden noch während des so kurzen EsLebens ausgeteilt wird, bis Wir begreifen, dass für AllEs und All-Es genug DaIst?
Wenn Wir nur schon bloss unser aktuelles Empfinden und Wissen zu aller Gunsten nutzten.

Aber vielleicht bin *ich auch einfach zu ungeduldig und persönlich zu verzweifelt, um an zu erkennen und zu begreiffen, dass das Alles gut so ist, wie es eben ist, Menschen, die aus Überforderung die Kinder verletzen und töten, Menschen, die wegen Verschiedenheit des Glaubens töten, Menschen, die wegen Verschiedenheit der Zuneigung und Liebe verletzen und töten, Menschen, die ... 
Und alle ander-Es schauen zu und strafen hinterher oder auch gar nicht, belohnen vielleicht sogar?

Und mir ist klar, dass das längst nicht mehr sein muss, wenn Wir endlich aus der Abhängigkeit und der Bevormundung der Vergangenheit schlüpfen würden.
Aber leider, für all die erniedrigten und zu kurz kommenden, ist das kein Allgemeinwissen, sondern nur eine Sonderung in der allgemeinen Zwanghaftig- und Triebigkeit.

Aber *ich zweifle noch etwas an meinen obigen Sätzen. Oder ver-zweifle *ich dabei?
Warum werde *ich nicht einfach steinreich und berühmt und belasse alles, wie es ist, kann mir doch egal sein, war es doch bisher auch?
.
Berlin, im Schloss Charlottenburg.
Das könnte *ich doch dann kaufen
und schön drinn wohnen.
.
Guten Tag/Nacht.

Samstag, 21. Dezember 2013

Juhuu, die Sonnenwende!

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Mei, ich bin halt einfach froh,
dass unser Stern wieder
ansteigt, zu uns Nörd-
lichen. Schön!
.

Freitag, 20. Dezember 2013

das Blasen-Wesen

Und aus dem ur-RaumZeit-lichen Meer stiegen einst leise und unaufhörlich winzige GasMoleküle in wässrigen Hüllen auf und umfüllten in hunderttausenden und Millionen von Sonnen-Umkreisungen (eigentlich sind es Ellipsen) dieses kleinen Planeten-Systems, den kleinen Planeten, mit einer stetig wachsenden und immer neue Höhen erobernden SchutzHülle. Heute ist das kleine Planetchen, irgendwo in den enormen riesigen WEITEn des DaSein, mit einer GasHülle von weit über hundert Kilometer Höhe oder auch Dicke umgeben.
Stickstoff, verschiedene Kohlenstoffverbindungen, Edelgase wie Argon und Neon und ein grosser Anteil an Sauerstoff und Sauerstoffverbindungen, sind in dieser GasHülle enthalten.
Hunderte Millionen Sonnen-Umkreisungen nach dem Anwachsen der GasHülle, stiegen kleine und grössere dichtere Molekül-Verbindungen aus dem wogenden Meer und den in Es fliessenden Flüssen, auf die festere Kruste des kleinst-Planetchen und fanden diesen trockeneren Bereich, am unteren Ende der GasHülle, ganz gemütlich und blieben und wuchsen zu immer grösserer Anzahl und ebenso enormen Vielfalt, wie auch schon in den Wasserstoff-Sauerstoff-Fluten, denen Sie zuvor entstiegen oder auch entkommen waren. Von Wasser-BewohnEs zu Gas-Hüllen-BewohneEs war ein weiter und langer Entwicklungs-Weg, der aber bis Heute lohnend ist.

Ist klar, dass diese Evolutions-"Geschichte" etwas ungewohnt klingt, aber die Leses können mich gerne verbessern, wenn irgendein Ereignis unstimmig ist oder gar falsch.
Das Mensch ist, wie nun mal alle LandbewohnEs ein GasHüllen-Wesen, ohne Gas gehen wir ein wie Primeln ohne Wasser, gutes zureden und auch Gas, ohne Gas nix los. Muss gerade wieder mal etwas heftiger nach Gas schnappen, so erregt tippe ich hier! Wir deutschen Menschen schreiben und sagen ja noch meist Luft dazu. Das Mensch ist auch ein Gas-Wesen, ein Luft-Wesen, wenn es den Leses besser behagt.
Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen (ist doch ein kleines Planetchen, oder? Also, wenn ich die Ergebnisse der Astronomie so bewerte, gerade auch der Planeten-Suche der vergangenen 10, 15 Jahre, dann sind da DrAussen, in den riesigen WEITEn des DaSein, ebenso zumeist riesige Stern-BegleitEs zu finden, noch um einiges grösser, als unsere Nachbar-Planeten Jupiter und Saturn, und die sind ja nun schon wirklich Riesig, im Vergleich mit unserer blau-weissen Heimat. Das ist ja schon wieder so eine lange Klammer geworden, ein eingeklammerter (Haut?) Satzwurm. Da fange ich besser noch einmal den Absatz von vorne an:)

Und ebenfalls AllEs und All-Es in diesem Planetchen ist in eine Hülle eingepellt, das Mensch in D und Ö und SCHW nennt diese Hülle meist auch Haut. Alles in dieser Gas-Hülle rennt, sitzt, liegt, steht, schwimmt und fliegt in einer Haut herum. Als Gas-Blasen.
Gas-Blasen-Wesen. Kann Oliver-August Lützenich das so formulieren?

Also *ich bin eine Gas-Blase mit festerem Inhalt, aber auch viel Gas drinn. Dieses Gas kommt meist irgendwo weiter oben in *mich herein, oder "entsteht" auch erst in *mir drinn und verlässt *mich dann auch meist etwas weiter oben, aber gerne auch etwas tiefer, kommt ganz darauf an, was *ich gegessen habe, oder wie es *mir geht. Und *ich weiss aus sicherer Quelle, dass es so oder ganz ähnlich auch den meisten ander-Es geht, auch Diese gasen ziemlich überall ein und aus. Das Irdische ist niemals ganz dicht.

Da kann ein-Es noch so lange still halten oder dicht machen, ohne Gas tot, und wenn tot, dann wird Es auch zu Gas; und als deutsches Mensch weiss *ich, wie nah diese Formulierungen an eine tiefe Erschütterung und unser deutschösterreichisches MissHandelns heranreichen, aber *ich kann und darf das Gas eben nicht vermeiden, dieses Gas, welches nicht tötet, was es auch kann, sondern jenes Gas, das zu unserem esLeben nötig ist.

So schreibt also die Nüchternheit von uns EsLebeWesen als eingehäutete Gas-BewohnEs. Eine leicht schwebende und wabernde Molekül-Wolke um den Kern herum, angefüllt mit Blasen-Wesen, die entweder ziemlich fest herumstehen und von das Mensch als Pflanzen (Plantae) benannt werden. Und von den etwas beweglicheren Blasen-Wesen, die wie die vielen Plantae, in verschiedene Spezies und Gruppen eingeteilt werden, von das Mensch als: Archaea, Bacteria, Fungi und Uns hier, die Animalia in der Untergruppe der Metazoa. Wundervollstes Blasen-Gewimmel um und in dem Planetchen: Erde benannt.
Und was soll das nun alles?

Und eine kleine Blase darIn bin *ich.
Ist doch klar, das diese kleine Blase etwas besonderes ist, und mit den vielen anderen Blasen erst mal nichts zu tun haben möchte, könnte schliesslich gefährlich sein, wie leicht platzt so eine zerbrechliche Blase! Sehr schnell, auch ohne Fremdeinwirkung.
Blasen-Gewese. Um den Kern herum. Im Gas kriechts und schiebts und läufts und fährts und fliegts und schiessts und hauts. Haut an Haut. Blasen-Kontakt, Blasen-Zeugung und Blasen-Ernährung. Was tut diese Nüchternheit mit *mir?
Was tut diese Nüchternheit mit den Leses, so Namenlos, so Besonderheits-Los, so ein-Es von so vielen ein-Es, mit kaum Verschiedenheit im entfernten Drauf-Blick mit Augen aus Blasen?

Wenn dann ein-Es, aus so einer Blase heraus, auf ander-Es bläst, kann schon etwas passieren, mal 'was schönes, mal 'was schreckliches.

Wenn wir also die Nüchternheit entdecken und wirken lassen, was passiert dann mit Uns?
Schiessen wir dann noch aufeinander, hauen wir Einander noch in Stücke, oder vernichten wir Einander dann noch, weil bisher tun wir das noch? Wir tun es ganz und gar nicht gerne, wir tun es, weil wir es müssen und brauchen. Wir sind so geprägt, weil das Blasen-Sein so zerbrechlich und so bedürftig und so kurz ist, und weil Wir nur Uns Blasen-Wesen als Nahrung und zur Erfüllung all unserer Wünsche und Notwendigkeiten haben.
Was sollen Wir denn machen, reine Energie macht Uns nicht glücklich. Noch nicht.

Aber jetzt zu dem unten eingestellten Zeitungs-Artikel. Es ist ja nun so, je mehr Wir Wissen, umso näher kommen Wir Einander, umso geringer werden die Verschiedenheiten; und das ist doch erst mal erschreckend, weil Wir haben doch schon so fast endlos lange so und damit gelebt, Einander zu verAchten. Einander fern zu halten und ungern aber doch auch zu vernichten. Blasen-Wesen sind in erster Hin-Sicht einsam, wenn auch die meisten Blasen-Wesen ziemlich gruppig und ruppig mitEinander sind. Wir Menschen auch. Schon weil wir Einander nur zu Zweien vermehren können, sind wir Einander immer ziemlich näher gekommen, bis Heute. Und haben dabei bisher fast stets nur Uns ziemlich Selbst-ähnliche EsLebeWesen beachtet und als ohne-Gleiche verachtet, oder auch aber meist selten beachtet und nun, kommen plötzlich Menschen darauf, dass auch andere Haut-Wesen (Gas-Blasen) uns ähneln, uns Gleichen, wie eine Rose dem Flieder gleicht.

Und, wie die Leses wissen, *ich fühle und spüre Ja dazu, dass Wir Gleiche sind.
Die Frage und die Angst bleiben: Was ändern Wir mit und nach dieser Erkenntnis?
Wenn es eine wahre Erkenntnis ist und kein nur eingebildeter Schwindel.
Könnte ja auch sein?
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Hinterhof an der Ring-S-Bahn in Berlin.
Aus der fahrenden S-Bahn geklickt
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Aus Der Tagesspiegel, vom 14. Dezember 2013, von Jana Schlüter
Titel: Tierisch menschlich
Untertitel: Forscher in den USA versuchen vor Gericht mehr Rechte für Schimpansen zu erstreiten. Dabei stützen sie sich auch auf aktuelle Studien, die zeigen: Tiere sind uns womöglich ähnlicher als gedacht

Santino war wütend. Acht Monate lang war er unangefochtener Alleinherrscher in seinem Reich gewesen. Nur er, zwei Weibchen, zwei Heranwachsende und ein Jungtier, umsorgt von den Tierpflegern im Zoo Furuvik im schwedischen Gävle. Nun kehrten mit der Frühlingssonne die Eindringlinge zurück. Nicht einer oder zwei. Eine ganze Horde!

Der 35-jährige Schimpanse tat, was man in so einem Fall als Alphatier eben tut: Brüllend und mit aufgestellten Haaren rannte Santino auf die Gruppe zu. Die Zoobesucher ließen sich von dem Imponiergehabe nicht beeindrucken. Erst als Santino Betonstücke von einer Mauer abbrach‚ lenkte ein Tierpfleger sie schnell zum nächsten Gehege. Santino schleuderte seine Geschosse ins Leere.

Am nächsten Tag versuchte er es mit einer anderen Strategie. Als kein Fremder zu sehen war, schleppte er in aller Ruhe einen kleinen Heuhaufen an den Rand der Anlage. Darunter platzierte er seine Munition. Auch hinter einigen Baumstämmen legte er Vorräte an. Als sich abermals eine Gruppe näherte, schlenderte er erst gemütlich auf sie zu — um dann ohne jede Warnung einen Stein nach dem anderen aus seinen Depots in ihre Richtung zu feuern. Er traf niemanden. Dafür katapultierte er sich und die Forscher, die ihn beobachten, ins Fachjournal „Plos One“ und in die Weltpresse.

Offenbar hatte Santino die Täuschung geplant - ein Verhalten, das für ein Tier außergewöhnlich ist. „Für viele Laien ist es selbstverständlich, dass sich Tiere auf die Zukunft Vorbereiten. Schließlich bauen Vögel Nester und Hamster legen Vorräte für den Winter an“, sagt Mathias Osvath von der Universität Lund, der die Primatenstation Furuvik wissenschaftlich leitet. Doch das läuft instinktiv ab. Ein Plan wird daraus erst, wenn ein Lebewesen verschiedene Möglichkeiten abwägen und sich dann entscheiden kann. Dafür braucht man die Fähigkeit, in Gedanken auf Zeitreise zu gehen.

Für den Menschen ist das Alltag. Selbst der Inhalt einer Handtasche zeugt davon: Der Schlüssel, weil man am Abend nicht ausgesperrt vor der eigenen Wohnung stehen will. Der Schirm, um bei Regen nicht nass zu werden. Ein Beutel, damit man im Supermarkt keine neue Tüte kaufen muss. Auch die Vorbereitungen für Weihnachten sind voller Zeitreisen zurück in Kindertage, als das Fest noch magisch war, und in die Zukunft, wo wir die Fehler aus dem letzten Jahr vermeiden wollen. Dank der Zeitreisen, können wir Geschichten erzählen und weiterspinnen — vor allem unsere eigene.

Dass die Erinnerung an Ereignisse aus der Vergangenheit und Pläne fiir die Zukunft zwei Seiten derselben Medaille sind, sahen NeuroWissenschaftler um Endel Tulving von der Universität von Toronto zuerst bei Menschen mit Hirn-Verletzungen. Bei K.C. zum Beispiel, der 1981, gerade 30 Jahre alt, einen schweren Motorradunfall hatte. Sein Körper erholte sich wieder. Seine Autobiografie war dagegen zerstört. K.C. kann Matheaufgaben lösen, aber sich nicht an den Unterricht erinnern. Er kennt die Daten seines Lebenslaufs, weiß aber nicht mehr, wie er sich beim Tod seines Bruders fühlte. Künftige Ereignisse sind für ihn unvorstellbar. Wenn ein Psychologe ihn nach seinen Plänen für den jeweiligen Tag fragt, hat er nur eine Antwort: „Ich weiß es nicht.“ Heftige Blutergüsse hatten nach dem Unfall wichtige Areale in den Schläfenlappen seines Gehirns zerstört. K.C. hat nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Zukunft verloren.

Tulvings Idee, dass beides auf die gleichen Netzwerke im Gehirn zurückgreift, haben inzwischen etliche Forscher bestätigt. Sie baten Menschen, im Hirnscanner an vergangene, gegenwärtige oder künftige Ereignisse aus ihrem Leben zu denken. Bei den Zeitreisen leuchten immer wieder ähnliche Areale auf. Zentral ist dabei allem Anschein nach der Hippocampus, jene Struktur in den Schläfenlappen, die als „Tor zur Erinnerung“ gilt.

Kleinkinder dagegen haben kaum eine Vorstellung von Zeit und Zukunft, betont Thomas Suddendorf von der Universität von Queensland in Australien. In einem Experiment zeigte er drei- und vierjährigen Kindern zunächst, wie man ein Schloss mit einem dreieckigen Schlüssel öffnet. Dann gab er ihnen ein anderes, in das nur ein viereckiger Schlüssel passt. Die meisten durchschauten das Problem. Führte er sie jedoch zwischendurch in einen anderen Raum zum Spielen und bot ihnen anschließend — außer Sichtweite des Schlosses — drei Schlüssel an, versagten die meisten Dreijährigen kläglich. Die Vierjährigen dagegen marschierten mit dem richtigen Schlüssel zurück ins erste Zimmer. Offenbar hatten sie sich an die Situation erinnert und in Gedanken durchgespielt, welcher Schlüssel passen könnte.

„Mit vier Jahren können sie zeitreisen“, sagt Suddendorf. Auch sein eigener Sohn. „Papa‚ ich will nicht, dass du stirbst“, platzte es eines Tages aus dem Jungen heraus. Die Versicherung, dass er sich keine Sorgen machen müsse, beruhigte das Kind nicht: „Aber wenn ich Großvater bin, bist du tot!“

Komplizierter wird es bei Tieren. Sie können uns nicht sagen, was ihnen im Kopf herumschwirrt. Wenn Forscher nachweisen wollen‚ dass Menschenaffen nicht wie K.C. oder Kleinkinder in der Zeit festgefroren sind, sondern sich an eigene Erlebnisse erinnern und vorausschauend planen, bleiben ihnen nur minutiös protokollierte Beobachtungen und sehr sorgfältige Tests.

Santinos Verhalten sei beeindruckend, gibt Suddendorf zu. Doch das reiche nicht. „Ich schließe nicht aus, dass manche Tiere in Gedanken Zeitreisen unternehmen. Wir müssen aber damit rechnen, dass sie sich grundlegend und nicht nur graduell von unseren unterscheiden“, sagt er. „Das muss man systematischer und ohne fertige Meinung untersuchen. Im Moment teilt sich das Feld in Romantiker und Spielverderber.“ Die einen tendieren dazu, ihre Ergebnisse zu weitgehend zu interpretieren. Die anderen versuchen, alles als assoziatives Lernen (wie bei Pawlows Hunden) und reines Faktenwissen abzustempeln.

Dass die Debatte keine rein akademische ist, konnte man in dieser Woche in den USA beobachten. Das „Nonhuman Rights Project“, wollte für vier Schimpansen im Bundesstaat New York die Anerkennung als Person erstreiten. Damit sollte — ähnlich wie 1772 für den schwarzen Sklaven James Somerset — nicht nur das Recht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auch auf Freiheit einhergehen. Die Richter lehnten das nun ab, die Organisation ging in Revision. Außerdem bereitet das Team weitere Klagen im Namen intelligenter Tierarten vor.

Unter den neun Wissenschaftlern, die die Klage mit ihrer Expertenmeinung unterstützten‚ waren Mathias Osvath und der Schimpansen-Forscher Christophe Boesch vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. In seiner eidesstattlichen Erklärung schreibt er Schimpansen nicht nur die Fähigkeit zur Empathie, ein Verständnis von Tod und die Weitergabe kultureller Errungenschaften zu. Sie seien auch „Lebewesen in der Zeit“, jeweils mit eigener Autobiografie. „Schimpansen haben uns in den letzten 20 Jahren immer wieder mit Fähigkeiten überrascht, die wir ihnen nicht zugetraut hatten“‚ sagt er. „Je mehr wir über sie wissen, desto kleiner wird der Graben zwischen Mensch und Tier. Das kann man nicht ignorieren.“

Die Erinnerung von Schimpansen und Orang Utans reicht mindestens drei Iahre zurück, schreiben Josep Call vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie und seine dänischen Kollegen im Fachblatt „Current Biology“. Etwa zehn Tiere hatten jeweils einen Forscher durch ein Gitter dabei beobachtet, wie er im Nebenraum ein Werkzeug versteckte. Erst als sie es holen durften, konnten sie die ihnen gestellte Aufgabe lösen und kamen an ihre Belohnung. Vier Mal wurde das geübt.

Drei Jahre später fanden sich die Tiere unerwartet erneut in der Situation wieder. Aufgabe, Forscher, Räume — alles stimmte überein. Nur das Werkzeug lag längst in seinem Versteck. Für die Tiere machte das keinen Unterschied. Sobald sich der Zugang zum Nebenraum öffnete steuerten sie in Sekundenschnelle die Verstecke an und kamen mit dem richtigen Werkzeug zurück. Die Tiere aus der Kontrollgruppe dagegen, die Aufgabe und Verstecke nicht kannten, tüftelten fünf Minuten lang vergeblich und mussten so auf die Belohnung verzichten. Das sei kein Zufall meinen Call und seine Kollegen. Die Menschenaffen, die vor Jahren ein wenig üben durften, hatten die Informationen „wer“, „was“ und „wo“ ähnlich wie eine Episode gemeinsam gespeichert und abgerufen. Das passe zu der Idee, dass autobiographische Erinnerungen ursprünglich dazu da waren, Probleme besser zu lösen.

„Im Regenwald nutzen Schimpansen diese Art der Langzeiterinnerung, um seltene Bäume mit besonders guten Früchten wiederzufinden, die in der letzten Saison reich getragen haben“, sagt Boesch. Der Forscher hat jüngst in einer Studie im Tai-Nationalpark an der Elfenbeinküste gezeigt, dass Schimpansenweibchen besonders stattliche Obstbäume ganz gezielt ansteuern, vor allem wenn sie alleine unterwegs sind.

„Für mich ist das Faktenwissen, das nicht als Episoden abgespeichert sein muss“, entgegnet Suddendorf. Wie sich das Schimpansenweibchen erinnert, könne man aus dem Verhalten nicht ablesen. Und selbst wenn es Elemente einer tierischen Zeitreise habe, so könne man das nicht einfach mit einem autobiografischen Gedächtnis gleichsetzen. Ähnlich sei es mit den oft zitierten Buschhähern, die — sofern sie selbst schon mal Futter von anderen geklaut haben und sich beim Vergraben ihrer Schätze beobachtet fühlen — ihren Vorrat später erneut verstecken, wenn der potenzielle Dieb verschwunden ist. „Zwei Dinge bleiben für mich zutiefst menschlich: Eine Episode in eine größere Geschichte einzuordnen und die Möglichkeit, sich unendlich viele Zukunftsvarianten vorzustellen und zu entscheiden, welche man anstrebt. Auch wenn diese Zukunft in weiter Ferne liegt“, sagt er.

{Klar ist, dass wir immer etwas finden werden, was uns Menschen von unseren nahen und fernen Verwandten hier in diesem kleinst-PlanetenSystem verscheidet (die längeren Leses wissen, dass ich die Unterscheidung nur vertikal benutze, und unsere erdmondlichen Verwandten sind für *mich auf einer Ebene zu uns Menschen angeordnet, also horizontal, daher verwende ich hier die Verschiedenheit), ganz einfach, weil wir AllEs und All-Es verschieden sind. Aber die Erkenntnisse unserer Forschungen belegen, dass die Verschiedenheiten weniger und geringer sind, als es uns noch (augen)scheint.}

Sein früherer Mitstreiter Michael Corballis von der Universität von Auckland in Neuseeland ist inzwischen etwas weniger streng. Eine Ratte hat ihn umgestimmt. Wenn Forscher ihr Ortsgedächtnis im Hippocampus mit einer Elektrode überwachen und sie derart verkabelt durch ein Labyrinth schicken, so feuert an jeder Ecke und jedem Platz eine andere Nervenzelle, die genau für diesen Ort zuständig ist. Das Muster der elektrischen Aktivierung verrät den Forschern normalerweise, wo sich das Tier gerade befindet. Doch diese Orts-Nervenzellen feuern auch dann weiter, wenn die Ratte still sitzt. Sie geht im Kopf die absolvierte Strecke noch einmal durch und probiert alternative Routen aus. Möglicherweise ist also eine rudimentäre Form der Zeitreise uralt und allen Säugetieren — nicht nur den Menschenaffen und den Menschen — gemein. „Wir haben ein starkes Motiv dafür, unsere Überlegenheit zu beweisen“, sagt Corballis. „Wenn für ein Tier jeder Tag ein völlig neuer Tag ist, müssen wir kein allzu schlechtes Gewissen haben.“ Er schlägt eine Rückbesinnung auf Darwin vor: „Vielleicht müssen wir uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier graduell ist‚ und sie für ihr Denken nicht unbedingt völlig andere Mechanismen haben als wir.

Noch drei beigefügte kurze Zusammenfassungen zum Abschluss:

MENSCHEN
Kleine Kinder haben noch keine Vorstellung von der Zukunft. Wissenschaftler glauben, dass sie erst im Alter von vier Jahren in der Lage sind, in Gedanken in die Zukunft zu blicken und zu planen.

SCHIMPANSEN
Immer wieder berichten Forscher von Schimpansen, die sich verhalten, als wären sie ebenfalls zu mentalen Zeitreisen fähig: Santino zum Beispiel, ein Schimpansenmännchen, das in seinem Gehege Steine versteckt, um damit Besucher zu bewerfen.

RATTEN
Auch andere Tiere überraschen. So zeigen Ratten Gehirnaktivitäten, die darauf hindeuten, dass sie „in Gedanken“ ein Labyrinth noch einmal durchgehen und andere Strecken ausprobieren.
Ende Tagesspiegel-Artikel

Es ist, wie es so oft ist, hier ist erst mal Ende Gelände; *ich werde den Artikel die nächsten Stunden und Tage noch ein wenig erweitern, aber hier wünsche *ich den Leses erst mal ein schönes vorweihnachtliches Wochenende.